himbeeren, eingerollt

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frisch gepflückte wiener himbeeren. sommerwarm.

und weil das gemein ist, gibt’s mein lieblingshimbeerrezept als trost:

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man mache ein blech biskuit aus 5 eiern, 15 dag kristallzucker, 10 dag mehl und einer ordentlichen prise salz, gern auch vanillezucker.

(wie das geht? backrohr auf ca. 220 grad vorheizen; eier trennen, dotter mit zucker hellgelb schaumig rühren, aus den eiklar mit der grossen prise salz nicht zu festen schnee schlagen, schnee auf die dotterzuckercreme, mehl darübersieben, mit dem gummihund einrühren, sofort auf das mit backpapier ausgelegte blech streichen, ca. 8 min backen; heiss auf ein zweites blatt backpapier, das mit kristallzucker bestreut ist, stürzen, falls sich das papier nicht vom biskuit löst, mit einem mit kaltem wasser befeuchteten, relativ nassen wettex auf dem backpapier hin- und herfahren, dann geht’s leicht; sobald das obere papier weg ist, das biskuit sofort mit dem gezuckerten papier einrollen, auskühlen lassen.)

man schlage ca. 150 ml (ein becher ist fast zuviel, das passt nicht in die roulade – es sei denn, man möchte für ein paar stunden später ein wenig himbeerobers auf vorrat haben) obers fast steif, gebe nach wunsch ein bisserl zucker (evtl. vanille dazu) hinein und einen haufen fangfrische himbeeren (wieviele? keine ahnung, einen haufen halt). unbedingt nochmal mit dem mixer kurz durchrühren.

die roulade wieder auseinanderrollen, das himbeerobers hineinstreichen, nochmal vorsichtig – jetzt natürlich ohne papier – einrollen und die himbeerroulade zumindest mit einem zweiten lieben menschen teilen. übrig bleibt sowieso nix.

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ps zum foto: vor lauter gier zu kurz geschlagenes obers. böse. normalerweise wird das schon fast steife obers durch die kurz mitgeschlagenen himbeeren und deren fruchtsäure richtig schön fest. aber wenn man’s hoit net dawoatn kaun… wer ausserdem mehr „umdrehungen“ bei der roulade möchte, muss das biskuit aus weniger eiern machen, z. b. nur 3 (dann wären’s 9 dag zucker und 6 dag mehl) – und kürzer backen, sonst wird’s zwickzwack!

kommentare

10 kommentare zu “himbeeren, eingerollt”

  1. seisie sagt:

    ach, wie gern wär ich doch dieser zweite liebe mensch!

    kannst dich aber drauf verlassen, am sonntag mach ich genau SO eine himbeer-roulade!

    ich wollt sie vor 14 tagen mit erdbeeren machen, bloss wurden die vorher schon verspeist. und himbeeren in der obersroulade schmecken eh viiiel besser! (klappt übrigens auch sehr gut mit tiefkühl-himbeeren)

  2. Bolli sagt:

    verdammt lecker!

    Her damit, aber bitte ganz ganz schnell, das sieht so köstlich aus, dass ich mich wohl bald in die Küche begeben muss und es backen muss……Den Hüften zum Trotz!

  3. Eva sagt:

    Ooohh! Das sieht ober-lecker aus!

  4. sisko sagt:

    Die Fülle sieht wahrlich gatschig aus – aber Hauptsache, es schmeckt . . . ;-)

  5. weana sagt:

    Maa, schaut de guad aus.

    Wenns bei einem nicht mit dem Rollen klappt: sicherheitshalber noch etwas Schlagobers aufheben, und das dann drüberstreichen und vielleicht noch eine Reihe Himbeeren drauf.

    Das einrollen soll mit einem feuchten Gschirrtuch auch ganz gut gehen – hab ich mir sagen lassen. Ich habs mir bisher (aus lauter Gier) noch einfacher gemacht und das Biskuit einfach in zwei gleich große Stücke geteilt und die Fülle dazwischen und oben drauf gestrichen.

  6. Sebastian sagt:

    Wow! Mir gefällt am besten die Stelle, wo man die Himbeeren in der Sahne unbedingt noch mal schlagen soll. Freue mich sehr aufs Nachbacken, auch wenn ich mir das Eiertrennen schenke. Warum geht Backen nur nicht so spontan wie Kochen?

  7. katha sagt:

    schön, dass ihr alle biskuitroulade auch so gerne esst wie ich. ich darf die kommentare gar nicht genauer lesen, weil ich sonst sofort eine backen gehen muss (statt arbeiten).
    von seisie weiss ich, dass sie ihre ankündigung wahr gemacht hat (und das obers nicht steif wurde, so wie bei unserer ersten heuer, die war aber mit erdbeeren).
    aber was ist mit bolli und sebastian? wo sind die ergebnisse? ich hätte gerne jeweils ein doppelstück zum kosten. aber wahrscheinlich ist sie mit ungetrennten eiern nicht so schön geworden, sebastian ;-) ich widerspreche dir nur ungern, aber biskuitroulade ist der gegenbeweis dazu, dass backen nicht spontan ist. wenn du sie noch heiss mit marillenmarmelade füllst, ist sie von der entscheidung bis in den mund in einer halben stunde fertig. garantiert.
    das mit dem gschirrhangerl geht eh auch gut, weana, aber ich mag keine pickigen gschirrhangerl, darum das einfache backpapier mit zucker. und die idee mit der biskuitschnitte ist nicht schlecht, aber ich bin ja auch eine grosse verfechterin der form, die den geschmack beeinflusst, insofern: es führt kein weg an der rolle vorbei.

  8. Petra sagt:

    War gerade im Garten, meine Himbeeren werden reif – da kommt das Rezept als Test für die Rouladen-Tipps gerade recht. Müssen nur noch ein bisschen mehr Beeren werden ;-)

  9. eumelchen sagt:

    hallo katha!
    leider sind die himbeeren bei unserer lieferantin schon aus.die letzten (1/2kg)haben wir leider nur mit zucker und schlagobers (nicht ganz fest geschlagen) gegessen-ich kann nur sagen.auch das war schon ein ganz gannz toller genuss.ho und ich haben diese leckerei einer roulade vorgezogen! wir finden der geschmack ist dann noch intensiver und ich habe keine arbeit mit rühren,backen und rollen!!!
    falls aber wider erwarten doch noch welche ankommen sollten,werde ich die faulheit überwinden und rühren, backen….und ganz zum schluss GENIESSEN!!!

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  1. […] ich dieses biskuit-rezept schon einmal auf esskultur veröffentlicht habe, vor bald fünf jahren: mit himbeerobers. gute dinge kann man eben nicht oft genug […]



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