ernte & kulinarisch: woche 36

am montag sonnentor-interview transkribieren, am dienstag für eine reportage ins burgenland zur chiliernte und -verarbeitung fahren, am mittwoch interview fertig transkribieren, am donnerstag kürzen und zur slow food paradeiserverkostung im pfarrwirt fahren. am freitag konzeptionsgespräche für ein kulinarisches projekt führen, am samstag das projekt vorstellen (mit schnellschnell gebackenem obauer-gugelhupf, der selbst dem profi ein „sauber gearbeitet“ und noch irgendein lob zum ausserordentlichen geschmack – was ich ja schon vorher wusste – entlockt), am sonntag vor dem regen eine kleine grillerei (samt samenspende, davon später mehr) – und die woche ist vorbei.

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keine zeit also, um über den eigenen tellerrand zu blicken und haarsträubenden unsinn aus dem netz zu fischen. damit sind wir in vorwahlzeiten eh ausreichend versorgt. und falls jemand wirklich gute restaurant-tipps für dublin hat: bitte rasch her damit!

kommentare

3 kommentare zu “ernte & kulinarisch: woche 36”

  1. sisko sagt:

    Das Hände/Handschuhe fressende Chilirad (?) bedarf einer Erklärung. Danke.

  2. entegut sagt:

    Irgendwie finde ich den Trend zu ich weiß nicht wie viel Tomatensorten (gibts auch bei Chili) ein wenig nervig. Ich brauch keine gelben, schwarzen, oder warzigen Tomaten im Angebot, aber sie sollen gehaltvoll und aromatisch sein, dann ist mir die Form und Farbe egal. Sie dürfen sogar einfallslos rot bleiben.
    Leider mit D“öblin“-Tipps kann ich nicht dienen. Gibt es eigentlich „die“ irische Küche?
    Gute Reise!

  3. katha sagt:

    das ist ein chili/pfefferoni fressendes rat, sisko, und weil ich’s auch nicht wusste, musste ich es zuerst einmal fotografieren: jürgen hagenauer nannte das ding einen „klassischen sortiertisch zum pfefferoni sortieren“. unter den öffnungen stehen die leeren gläser auf einem förderband. von oben werden sie mit pfefferoni befüllt, der tisch dreht sich weiter, die vollen gläser fahren eine station weiter, wo sie händisch noch die letzten ein, zwei oder drei schoten hineingestopft bekommen, bevor die essig-salz-lake kommt. mehr davon hoffentlich bald mal hier – oder im märz 2009 in der maxima…

    das sehe ich anders, entegut. der geschmack steht bei mir sowieso immer im vordergrund. aber wir haben ja nur deshalb keine sortenvielfalt mehr im normalen lebensmittelhandel, weil die nicht transport-/lagerfähig sind – die meisten davon. noch vor wenigen jahrzehnten war die vielfalt normal und die ältere generation war zu recht skeptisch, wie denn eine einzige tomatensorte alle verwendungsmöglichkeiten abdecken sollte. kann sie ja auch nicht. die farbe, form, grösse, konsistenz beeinflusst ja auch den geschmack. alexander mayer hat vergleichsweise ein paar der sorten zu gleichen gerichten verarbeitet, was für unterschiede! für mich kann es gar nicht genug vielfalt geben. wer einmal erich stekovics (gerne als „paradeiserkönig“ bezeichnet) am feld inmitten seiner über 3.000 (!) paradeisersorten erleben durfte und zig davon verkosten, die/der will nie mehr nur eine rote (wohlschmeckende) tomate.

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