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	<title>Kommentare zu: nicht wurst</title>
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	<description>kulinarische notizen</description>
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		<item>
		<title>Von: spannung &#171; Beitrag &#171; esskultur.at</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-9280</link>
		<dc:creator>spannung &#171; Beitrag &#171; esskultur.at</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:59:30 +0000</pubDate>
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		<description>[...] verkosten, unter anderem die sehr feinen produkte vom labonca biohof (über dessen bratwürste ich hier schon vor einem jahr geschrieben habe). ich hoffe, franz wirth nimmt nicht nur die von mir [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] verkosten, unter anderem die sehr feinen produkte vom labonca biohof (über dessen bratwürste ich hier schon vor einem jahr geschrieben habe). ich hoffe, franz wirth nimmt nicht nur die von mir [...]</p>
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		<title>Von: katha</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-4009</link>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 10:06:46 +0000</pubDate>
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		<description>deine kritik ist berechtigt, &lt;strong&gt;hedonistin&lt;/strong&gt;, wenn ich sie auch in ihrer ausrichtung nicht teile. biosiegel sind absolut notwendig, anders ist es kaum möglich, sich im supermarktregal zurechtzufinden. wer hat in der grossstadt schon die möglichkeit, einen bauernhof ihres/seines vertrauens zu finden? und selbstverständlich sind die tierhaltungsbedingungen (von &quot;fleischproduktion&quot; habe ich nichts geschrieben, und wenn, dann wäre es bewusst so formuliert, um den warencharakter, den nutztiere für uns eingenommen habe, hervorzustreichen) in der bio-landwirtschaft nicht nur de jure sondern auch de facto besser. dass nach oben hin noch sehr viel möglich ist, ist ja keine frage. und ich finde übergangsbestimmungen noch besser als gar keine, weil sich viele sonst überhaupt nicht überlegen, umzusteigen, sondern einfach bei den alten, gebilligten methoden bleiben. zum thema tierhaltung ist noch sehr viel mehr zu sagen. und ich hoffe, wir können hier auf esskultur.at noch oft darüber diskutieren.

danke, &lt;strong&gt;ente&lt;/strong&gt;, für die genaue wegbeschreibung. was die herkunft von fleisch/tierischen produkten betrifft: ja. es ist zum aus-der-haut-fahren, wenn man diese (erlaubten!) praktiken kennt. glücklich all jene, die direkt ab hof kaufen können. und dank all jenen, die sich das im kleinen stil noch antun.

ja, &lt;strong&gt;chris&lt;/strong&gt;, die täglichen entscheidungen beim einkauf. ich bevorzuge klar den italienischen bio-salat vor dem heimischen krauthappel ohne bio-siegel. die waren vielleicht sogar ähnlich lang unterwegs. aber wenn&#039;s um lebensmittel vom anderen ende der welt geht, wird&#039;s schwierig. beispiel bio-zitronen: die gibt&#039;s im sommer z. b. nicht aus italien, sondern nur aus weit entfernten ländern wie südafrika. soll ich deshalb auf konventionelle ware ausweichen? würde ich nicht machen.

super, &lt;strong&gt;guggi&lt;/strong&gt;, dass du da so eine tolle quelle hast! das sonnenschwein ist eine kreuzung aus dem schwäbisch-hällischen und dem duroc, dürfte also nicht ganz gleich sein, aber vom prinzip her natürlich schon. habe gesehen, dass du auch damit kochst. glücklicher! das frische fleisch ist hier sehr schwer zu bekommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>deine kritik ist berechtigt, <strong>hedonistin</strong>, wenn ich sie auch in ihrer ausrichtung nicht teile. biosiegel sind absolut notwendig, anders ist es kaum möglich, sich im supermarktregal zurechtzufinden. wer hat in der grossstadt schon die möglichkeit, einen bauernhof ihres/seines vertrauens zu finden? und selbstverständlich sind die tierhaltungsbedingungen (von &#8220;fleischproduktion&#8221; habe ich nichts geschrieben, und wenn, dann wäre es bewusst so formuliert, um den warencharakter, den nutztiere für uns eingenommen habe, hervorzustreichen) in der bio-landwirtschaft nicht nur de jure sondern auch de facto besser. dass nach oben hin noch sehr viel möglich ist, ist ja keine frage. und ich finde übergangsbestimmungen noch besser als gar keine, weil sich viele sonst überhaupt nicht überlegen, umzusteigen, sondern einfach bei den alten, gebilligten methoden bleiben. zum thema tierhaltung ist noch sehr viel mehr zu sagen. und ich hoffe, wir können hier auf esskultur.at noch oft darüber diskutieren.</p>
<p>danke, <strong>ente</strong>, für die genaue wegbeschreibung. was die herkunft von fleisch/tierischen produkten betrifft: ja. es ist zum aus-der-haut-fahren, wenn man diese (erlaubten!) praktiken kennt. glücklich all jene, die direkt ab hof kaufen können. und dank all jenen, die sich das im kleinen stil noch antun.</p>
<p>ja, <strong>chris</strong>, die täglichen entscheidungen beim einkauf. ich bevorzuge klar den italienischen bio-salat vor dem heimischen krauthappel ohne bio-siegel. die waren vielleicht sogar ähnlich lang unterwegs. aber wenn&#8217;s um lebensmittel vom anderen ende der welt geht, wird&#8217;s schwierig. beispiel bio-zitronen: die gibt&#8217;s im sommer z. b. nicht aus italien, sondern nur aus weit entfernten ländern wie südafrika. soll ich deshalb auf konventionelle ware ausweichen? würde ich nicht machen.</p>
<p>super, <strong>guggi</strong>, dass du da so eine tolle quelle hast! das sonnenschwein ist eine kreuzung aus dem schwäbisch-hällischen und dem duroc, dürfte also nicht ganz gleich sein, aber vom prinzip her natürlich schon. habe gesehen, dass du auch damit kochst. glücklicher! das frische fleisch ist hier sehr schwer zu bekommen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Guggi</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3803</link>
		<dc:creator>Guggi</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 20:12:10 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,tja ein Drama mit dem Fleisch....aber Gott sei Dank es bewegt sich ja etwas.Das Sonnenschwein ist in Baden-Württemberg das Hällisch-Schwäbische Landschwein.Interessantes gibt es auf www.besh.de
Liebe Grüße von mir
Johannes Guggenberger</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,tja ein Drama mit dem Fleisch&#8230;.aber Gott sei Dank es bewegt sich ja etwas.Das Sonnenschwein ist in Baden-Württemberg das Hällisch-Schwäbische Landschwein.Interessantes gibt es auf <a href="http://www.besh.de" rel="nofollow"></a><a href='http://www.besh.de'>http://www.besh.de</a><br />
Liebe Grüße von mir<br />
Johannes Guggenberger</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Chris</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3710</link>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 08:53:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=541#comment-3710</guid>
		<description>@Katha
Das Problem ist halt: Nur weil Gemüse regional und saisonal ist, heißt das noch lange nicht, dass es deshalb &quot;gesünder&quot; oder mit weniger Pestizid belastet ist. Wie oft hat man nicht schon davon gelesen, dass Gemüse aus Östereich bei Tests belasteter war als importiertes aus Spanien. Sicher, vom ökologischen Standpunkt her ist heimische Ware aufgrund ihrer geringen Transportwege immer zu bevorzugen, aber vom Gesundheitsgedanken her halt leider nicht. Nur wer Bio kauft hat halt die Garantie, wirklich schadstofffreich zu essen (obwohl, ab und zu wird ja selbst auch da was nachgewiesen). Aber wo kann man das schon? Speziell am Land bei uns unmöglich. Abgesehen davon, und das ist ein ganz anderes Thema: Wie soll man sich denn beim überhaupt Einkaufen verhalten? Lieber heimisches Nicht-Bio-Gemüse kaufen, das Saison hat, aber vielleicht belastet ist, oder dann doch lieber den Salat aus Italien, der dann halt sicher frei von Spritzmittel ist? Idealerweise kauft man Bio-Ware aus Österreich, nur ist diese halt leider nicht immer verfügbar. Schwer, schwer ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Katha<br />
Das Problem ist halt: Nur weil Gemüse regional und saisonal ist, heißt das noch lange nicht, dass es deshalb &#8220;gesünder&#8221; oder mit weniger Pestizid belastet ist. Wie oft hat man nicht schon davon gelesen, dass Gemüse aus Östereich bei Tests belasteter war als importiertes aus Spanien. Sicher, vom ökologischen Standpunkt her ist heimische Ware aufgrund ihrer geringen Transportwege immer zu bevorzugen, aber vom Gesundheitsgedanken her halt leider nicht. Nur wer Bio kauft hat halt die Garantie, wirklich schadstofffreich zu essen (obwohl, ab und zu wird ja selbst auch da was nachgewiesen). Aber wo kann man das schon? Speziell am Land bei uns unmöglich. Abgesehen davon, und das ist ein ganz anderes Thema: Wie soll man sich denn beim überhaupt Einkaufen verhalten? Lieber heimisches Nicht-Bio-Gemüse kaufen, das Saison hat, aber vielleicht belastet ist, oder dann doch lieber den Salat aus Italien, der dann halt sicher frei von Spritzmittel ist? Idealerweise kauft man Bio-Ware aus Österreich, nur ist diese halt leider nicht immer verfügbar. Schwer, schwer &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: entegut</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3702</link>
		<dc:creator>entegut</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 20:12:19 +0000</pubDate>
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		<description>Am Kutschkermarkt von der Schulgasse kommend links, eher Mitte.
Vorher oder nachher, je nachdem von welcher Ecke er kommt soll er bei pöhl gleich Käse kaufen.

@hedonistin: Stimmt natürlich alles was du sagst. Nur die industrielle Nutz-Tierhaltung (ich habe auch dazugelernt), besonders da, wo Schweine und Rinder in LKWs durch halb Europa geführt werden, da sollte das Fleisch eigentlich extra gekennzeichnet werden und das wird in Österreich verschwiegen. Wie ich erwähnte, wenn diese Tiere in den Schlachthof St. marx kommen und dort zerteilt werden, gelten sie als österr. Fleisch, weil das Produkt hier veredelt wurde. Das ist das Fleisch vom Hofer, das über eine rot-weiß-rote Fahne verfügt und jeder meint dann, das wäre gute. österr. Qualität.

Grundsätzlich müssen wir uns auch bewusst sein, dass der Bauer nicht nur Tierhalter oder -züchter ist, sondern auch als Landschaftspfleger dient. Daher sollten wir Bauern und deren Arbeit entsprechend wertschätzen und nicht durch irgendwelche hirnverbrannten Siegeln ausgrenzen. Ein kleiner Bauer hält vielleicht noch ein zwei Viecher für den Eigenbedarf, züchtet aber nicht mehr für den Konsumenten, weil er einfach dafür nichts mehr bekommt. Und das ist eine sehr traurige Entwicklung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Am Kutschkermarkt von der Schulgasse kommend links, eher Mitte.<br />
Vorher oder nachher, je nachdem von welcher Ecke er kommt soll er bei pöhl gleich Käse kaufen.</p>
<p>@hedonistin: Stimmt natürlich alles was du sagst. Nur die industrielle Nutz-Tierhaltung (ich habe auch dazugelernt), besonders da, wo Schweine und Rinder in LKWs durch halb Europa geführt werden, da sollte das Fleisch eigentlich extra gekennzeichnet werden und das wird in Österreich verschwiegen. Wie ich erwähnte, wenn diese Tiere in den Schlachthof St. marx kommen und dort zerteilt werden, gelten sie als österr. Fleisch, weil das Produkt hier veredelt wurde. Das ist das Fleisch vom Hofer, das über eine rot-weiß-rote Fahne verfügt und jeder meint dann, das wäre gute. österr. Qualität.</p>
<p>Grundsätzlich müssen wir uns auch bewusst sein, dass der Bauer nicht nur Tierhalter oder -züchter ist, sondern auch als Landschaftspfleger dient. Daher sollten wir Bauern und deren Arbeit entsprechend wertschätzen und nicht durch irgendwelche hirnverbrannten Siegeln ausgrenzen. Ein kleiner Bauer hält vielleicht noch ein zwei Viecher für den Eigenbedarf, züchtet aber nicht mehr für den Konsumenten, weil er einfach dafür nichts mehr bekommt. Und das ist eine sehr traurige Entwicklung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hedonistin</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3691</link>
		<dc:creator>Hedonistin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 15:13:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=541#comment-3691</guid>
		<description>Dass in Sachen Tierhaltung biologische Landwirtschaft die bessere Wahl ist, würde ich so pauschal nicht unterschreiben: Die (EU-)gesetzlichen Mindestanforderungen sind auch in diesem Bereich eher mager, von den Ausnahmeregelungen ganz zu schweigen: Da dürfen z.B. gerade die viel gelobten &quot;Da kennt der Bauer noch jede Kuh beim Namen&quot;-Kleinbetriebe weiterhin Anbindehaltung praktizieren, sofern die Kuh nur zweimal pro Woche ein bisserl an die frische Luft kommt. Kupieren oder Schnäbelstutzen ist zwar als Routineeingriff, aber keineswegs generell verboten, sondern erlaubt, wenns z.b. nur der Hygiene dienen soll - btw, das großartige österreichische Bundestierschutzgesetz erlaubt es nach wie vor, Nutztiere ohne Betäubung zu kupieren.

Aber mensch muss gar nicht auf die Ausnahmen schauen. Stichwort Freiland-/Weide-Haltung: Mastgeflügel muss laut Bioverordnung nur ein Drittel seines Lebens auch Zugang zu Freiflächen haben. Bei einem Mindestschlachtalter von 81 Tagen hat also ein Brathenderl grad mal an 27 Tagen frische Luft schnappen dürfen; im Stall teilen sich aber immer noch 10 Hühner einen Quadratmeter (ja gut, mit Ausweichmöglichkeit nach oben, und draußen gibts im Rotationsverfahren immerhin satte 4 qm pro Huhn). Rindern ist der Zugang zu Weideflächen zu gewähren, &quot;wann immer die Umstände dies gestatten&quot; - Pech für die Kuh, wenn die Umstände grad nicht passen. Im Stall muss sie mit 1 qm je 100 kg Lebendgewicht auskommen - 4 qm für eine 350-kg-Kuh; ach ja, Spalten- oder Gitterrostböden sind auch erlaubt, wenn sie nicht mehr als die Hälfte der Stallfläche ausmachen ...

Ja, schon klar, das sind Mindestanforderungen, und jedem Landwirt stehts frei, den Viechern bessere Bedingungen zu bieten. Manche Bioverbände haben auch strengere Kriterien für ihre Mitglieder. Aber wie soll der Konsument da durchschauen? Neben der EU-Verordnung auch noch die Vergabekriterien für zig Vereins-Biogütesiegel studieren? Wer macht das schon? Was am ehesten im Hinterkopf hängen bleibt, ist die Gleichung &quot;Bio-Tier = glücklich, weil artgerecht gehalten&quot; - und die stimmt so einfach nicht. Auch wenns den Bio-Tieren zweifellos besser geht als den unglücklichen Kreaturen in der agrarindustriellen Massenquälerei. Andererseits gibts durchaus Klein- bzw Nebenerwerbsbetriebe, die sich das Gewirkse mit Siegeln gar nicht antun, wo&#039;s den Tieren aber teilweise besser geht als manchen Artgenossen mit Biosiegel.

Und wenn ich eine kleine Bitte äußern dürft: &quot;Fleischproduktion&quot; ist fast so ein Euphemismus wie &quot;Pelzernte&quot;. Zwecks Bewusstseinsbildung wär &quot;(Nutz-)Tierhaltung&quot; vielleicht der bessere Begriff, auch wenn er in Kombination mit &quot;Schlachtung&quot; manch einem zu direkt klingen mag.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass in Sachen Tierhaltung biologische Landwirtschaft die bessere Wahl ist, würde ich so pauschal nicht unterschreiben: Die (EU-)gesetzlichen Mindestanforderungen sind auch in diesem Bereich eher mager, von den Ausnahmeregelungen ganz zu schweigen: Da dürfen z.B. gerade die viel gelobten &#8220;Da kennt der Bauer noch jede Kuh beim Namen&#8221;-Kleinbetriebe weiterhin Anbindehaltung praktizieren, sofern die Kuh nur zweimal pro Woche ein bisserl an die frische Luft kommt. Kupieren oder Schnäbelstutzen ist zwar als Routineeingriff, aber keineswegs generell verboten, sondern erlaubt, wenns z.b. nur der Hygiene dienen soll &#8211; btw, das großartige österreichische Bundestierschutzgesetz erlaubt es nach wie vor, Nutztiere ohne Betäubung zu kupieren.</p>
<p>Aber mensch muss gar nicht auf die Ausnahmen schauen. Stichwort Freiland-/Weide-Haltung: Mastgeflügel muss laut Bioverordnung nur ein Drittel seines Lebens auch Zugang zu Freiflächen haben. Bei einem Mindestschlachtalter von 81 Tagen hat also ein Brathenderl grad mal an 27 Tagen frische Luft schnappen dürfen; im Stall teilen sich aber immer noch 10 Hühner einen Quadratmeter (ja gut, mit Ausweichmöglichkeit nach oben, und draußen gibts im Rotationsverfahren immerhin satte 4 qm pro Huhn). Rindern ist der Zugang zu Weideflächen zu gewähren, &#8220;wann immer die Umstände dies gestatten&#8221; &#8211; Pech für die Kuh, wenn die Umstände grad nicht passen. Im Stall muss sie mit 1 qm je 100 kg Lebendgewicht auskommen &#8211; 4 qm für eine 350-kg-Kuh; ach ja, Spalten- oder Gitterrostböden sind auch erlaubt, wenn sie nicht mehr als die Hälfte der Stallfläche ausmachen &#8230;</p>
<p>Ja, schon klar, das sind Mindestanforderungen, und jedem Landwirt stehts frei, den Viechern bessere Bedingungen zu bieten. Manche Bioverbände haben auch strengere Kriterien für ihre Mitglieder. Aber wie soll der Konsument da durchschauen? Neben der EU-Verordnung auch noch die Vergabekriterien für zig Vereins-Biogütesiegel studieren? Wer macht das schon? Was am ehesten im Hinterkopf hängen bleibt, ist die Gleichung &#8220;Bio-Tier = glücklich, weil artgerecht gehalten&#8221; &#8211; und die stimmt so einfach nicht. Auch wenns den Bio-Tieren zweifellos besser geht als den unglücklichen Kreaturen in der agrarindustriellen Massenquälerei. Andererseits gibts durchaus Klein- bzw Nebenerwerbsbetriebe, die sich das Gewirkse mit Siegeln gar nicht antun, wo&#8217;s den Tieren aber teilweise besser geht als manchen Artgenossen mit Biosiegel.</p>
<p>Und wenn ich eine kleine Bitte äußern dürft: &#8220;Fleischproduktion&#8221; ist fast so ein Euphemismus wie &#8220;Pelzernte&#8221;. Zwecks Bewusstseinsbildung wär &#8220;(Nutz-)Tierhaltung&#8221; vielleicht der bessere Begriff, auch wenn er in Kombination mit &#8220;Schlachtung&#8221; manch einem zu direkt klingen mag.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: eine frage der herkunft (1) &#171; Beitrag &#171; esskultur.at</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3685</link>
		<dc:creator>eine frage der herkunft (1) &#171; Beitrag &#171; esskultur.at</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 12:28:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=541#comment-3685</guid>
		<description>[...] über esskultur.at      &#171; nicht wurst [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] über esskultur.at      &laquo; nicht wurst [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: katha</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3665</link>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 16:13:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=541#comment-3665</guid>
		<description>das hast du ja glück gehabt, &lt;strong&gt;thomas&lt;/strong&gt;. für mich sind das allerdings zwei dinge: das eine spielt sich im kopf ab und ist der umgang mit lebensmitteln im allgemeinen und tieren im besonderen. ganz egal, ob ich es schmecke oder nicht, ich würde da gerne beim einkauf ein gewisses qualitätsniveau nicht unterschreiten, was aber oft gar nicht so einfach ist. das andere ist der geschmack, den du garantiert im direkten vergleich unterscheiden könntest. nicht nur leute wie wir kulinarikjournalistinnen und -journalisten, die beruflich sehr viel essen, sondern alle, die nicht gerade verkühlt sind.

willkommen, &lt;strong&gt;chris&lt;/strong&gt;, habe dein blog gerade vor ein paar tagen entdeckt, soviel zum thema synchronizität...
ich brauche keine restaurantkritik-sendungen im fernsehen anzuschauen, ich komme ja aus derselben branche. deswegen (weil ich viel darüber weiss), macht es mir ja immer mehr probleme.
im übrigen bin ich weder der meinung, dass man beim restaurant-besuch das hirn ausschalten sollte - im gegenteil! - noch, dass alles gemüse im winter aus dem ausland kommt und pestizidbelastet ist. als jahrzehntelange bio-konsumentin, die auch die produzent/inn/en-seite kennt, weiss ich gut bescheid über das, was saison hat und woher es kommt. das heisst nicht, dass ich im winter immer nur wurzeln esse, aber auch.

ich habe mal kurz versucht, das mit dem schlachten nach österreichischem recht zu recherchieren, liebe &lt;strong&gt;ente&lt;/strong&gt;, und ich war entsetzt, wie schwierig es ist, vernünftige informationen zu finden. jedenfalls scheinen hausschlachtungen bei rindern tatsächlich nicht (mehr) erlaubt zu sein, bei schweinen dagegen schon. ich bleibe aber sowieso an dem thema dran. fleischer müssen in der nähe des wohnortes sein, sonst wird&#039;s mühsam. vielleicht schaue ich mir den galloway-bauern mal an, aber selbst dann wird&#039;s für mich keine regelmässige bezugsquelle werden. aber da ein - sehr gerne und gut kochender - freund ums eck vom kutschkermarkt wohnt: danke jedenfalls für den tipp!

danke, &lt;strong&gt;loreley&lt;/strong&gt;, du hast recht. und das ist auch der grund, warum ich derzeit viel über dieses thema nachdenke. abgesehen vom tierleid essen wir einfach viel zu viel davon. das gilt halt leider nicht nur für fleisch, sondern natürlich auch für milchprodukte.

du überraschst mich immer wieder, &lt;strong&gt;claudio&lt;/strong&gt;. ich hätte viel gedacht, aber nicht, dass du jahrelang (!) vegetarier warst. ich bringe das aus genuss-gründen (in diesem leben) eben nicht zusammen. da ich aber in der bio-branche mehr oder weniger aufgewachsen bin, war lebensmittelqualität von kind auf ein riesenthema bei uns. 

mir geht&#039;s auch gar nicht um einen romantischen zugang (ich war als kind beim schlachten dabei), sondern um einen realistischen, keinen verzerrten und von der werbung völlig verniedlichten. das mit dem landwirten, das ist tatsächlich eine option für mich, irgendwann. ich hoffe, ich kann&#039;s dann noch lernen. die kindheitserinnerungen werden nicht reichen. danke für das kompliment, dass du mir das zutraust!

ich mache mir genau über die von dir im letzten absatz genannten themen schon seit vielen jahren gedanken. das lässt sich alles unter dem (leider oft falsch und gleichzeitig inflationär benutzten) begriff nachhaltigkeit subsumieren. (ich schreibe gerade eine dreiteilige serie zu diesem thema, deshalb brennt&#039;s gerade wieder einmal so stark). bei der kleidung und beim strom beginne ich erst umzudenken, bei der kosmetik, den wasch- und reinigungsmitteln, dem bürobedarf habe ich schon lange meine (konsum)gewohnheiten umgestellt. und wenn ich an die flugreisen und das auto, das noch fährt, obwohl der zugehörige hund vor über einem jahr gestorben ist, denke: hm. ich lasse ja oft (meinem aktuellen gefühl nach eben zu oft) fünf gerade sein, schaue, dass die dinge im fliessen bleiben, dass es sich rund anfühlt und auf keinen fall krampft.

aber gleichzeitig bin ich überzeugt davon, dass gerade beim thema tiere und essen einfach nichts schöngeredet werden darf. und du weisst, wie sehr ich über ein gutes steak vom grill, ein speckbrot oder arctic char ins schwärmen kommen kann... danke jedenfalls für deine gedanken dazu - die liebsten grüsse gehen retour ins nachbarland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>das hast du ja glück gehabt, <strong>thomas</strong>. für mich sind das allerdings zwei dinge: das eine spielt sich im kopf ab und ist der umgang mit lebensmitteln im allgemeinen und tieren im besonderen. ganz egal, ob ich es schmecke oder nicht, ich würde da gerne beim einkauf ein gewisses qualitätsniveau nicht unterschreiten, was aber oft gar nicht so einfach ist. das andere ist der geschmack, den du garantiert im direkten vergleich unterscheiden könntest. nicht nur leute wie wir kulinarikjournalistinnen und -journalisten, die beruflich sehr viel essen, sondern alle, die nicht gerade verkühlt sind.</p>
<p>willkommen, <strong>chris</strong>, habe dein blog gerade vor ein paar tagen entdeckt, soviel zum thema synchronizität&#8230;<br />
ich brauche keine restaurantkritik-sendungen im fernsehen anzuschauen, ich komme ja aus derselben branche. deswegen (weil ich viel darüber weiss), macht es mir ja immer mehr probleme.<br />
im übrigen bin ich weder der meinung, dass man beim restaurant-besuch das hirn ausschalten sollte &#8211; im gegenteil! &#8211; noch, dass alles gemüse im winter aus dem ausland kommt und pestizidbelastet ist. als jahrzehntelange bio-konsumentin, die auch die produzent/inn/en-seite kennt, weiss ich gut bescheid über das, was saison hat und woher es kommt. das heisst nicht, dass ich im winter immer nur wurzeln esse, aber auch.</p>
<p>ich habe mal kurz versucht, das mit dem schlachten nach österreichischem recht zu recherchieren, liebe <strong>ente</strong>, und ich war entsetzt, wie schwierig es ist, vernünftige informationen zu finden. jedenfalls scheinen hausschlachtungen bei rindern tatsächlich nicht (mehr) erlaubt zu sein, bei schweinen dagegen schon. ich bleibe aber sowieso an dem thema dran. fleischer müssen in der nähe des wohnortes sein, sonst wird&#8217;s mühsam. vielleicht schaue ich mir den galloway-bauern mal an, aber selbst dann wird&#8217;s für mich keine regelmässige bezugsquelle werden. aber da ein &#8211; sehr gerne und gut kochender &#8211; freund ums eck vom kutschkermarkt wohnt: danke jedenfalls für den tipp!</p>
<p>danke, <strong>loreley</strong>, du hast recht. und das ist auch der grund, warum ich derzeit viel über dieses thema nachdenke. abgesehen vom tierleid essen wir einfach viel zu viel davon. das gilt halt leider nicht nur für fleisch, sondern natürlich auch für milchprodukte.</p>
<p>du überraschst mich immer wieder, <strong>claudio</strong>. ich hätte viel gedacht, aber nicht, dass du jahrelang (!) vegetarier warst. ich bringe das aus genuss-gründen (in diesem leben) eben nicht zusammen. da ich aber in der bio-branche mehr oder weniger aufgewachsen bin, war lebensmittelqualität von kind auf ein riesenthema bei uns. </p>
<p>mir geht&#8217;s auch gar nicht um einen romantischen zugang (ich war als kind beim schlachten dabei), sondern um einen realistischen, keinen verzerrten und von der werbung völlig verniedlichten. das mit dem landwirten, das ist tatsächlich eine option für mich, irgendwann. ich hoffe, ich kann&#8217;s dann noch lernen. die kindheitserinnerungen werden nicht reichen. danke für das kompliment, dass du mir das zutraust!</p>
<p>ich mache mir genau über die von dir im letzten absatz genannten themen schon seit vielen jahren gedanken. das lässt sich alles unter dem (leider oft falsch und gleichzeitig inflationär benutzten) begriff nachhaltigkeit subsumieren. (ich schreibe gerade eine dreiteilige serie zu diesem thema, deshalb brennt&#8217;s gerade wieder einmal so stark). bei der kleidung und beim strom beginne ich erst umzudenken, bei der kosmetik, den wasch- und reinigungsmitteln, dem bürobedarf habe ich schon lange meine (konsum)gewohnheiten umgestellt. und wenn ich an die flugreisen und das auto, das noch fährt, obwohl der zugehörige hund vor über einem jahr gestorben ist, denke: hm. ich lasse ja oft (meinem aktuellen gefühl nach eben zu oft) fünf gerade sein, schaue, dass die dinge im fliessen bleiben, dass es sich rund anfühlt und auf keinen fall krampft.</p>
<p>aber gleichzeitig bin ich überzeugt davon, dass gerade beim thema tiere und essen einfach nichts schöngeredet werden darf. und du weisst, wie sehr ich über ein gutes steak vom grill, ein speckbrot oder arctic char ins schwärmen kommen kann&#8230; danke jedenfalls für deine gedanken dazu &#8211; die liebsten grüsse gehen retour ins nachbarland.</p>
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		<title>Von: Claudio</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/comment-page-1/#comment-3664</link>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 14:28:03 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt doch diesen kruden Spruch: &quot;Viel fress, viel scheiss&quot;. Heute wäre es passender zu sagen: &quot;Viel fress, viel Stress!&quot; Das ist doch die eigentliche Krux unserer Zeit und Gesellschaft. Essen löst Stress aus. Dabei sollte doch Essgenuss genau das Gegenteil sein: Entspannung. 

Aber wie soll man sich und sein Gewissen entspannen in so einem undurchsichtigen Überfluss? Die Leute leben unter einem nicht zu unterschätzenden Dauerstress, dass sie zu viel, zu wenig oder das Falsche essen. 

Ich war jahrelang Vegetarier, weil ich die Deklarationslücke und die Qualität der Fleischproduktion nicht mehr hinnehmen wollte. Bis mir ein befreundeter Osteopath konsterniert mitteilte, das tut dir nicht gut, du leidest darunter kein Fleisch essen zu dürfen (Restaurantbesuche, Einladungen und Einkäufe waren keine Freude mehr, weil vegetarische Gerichte grauslig und die Fleischherkunft dubios waren). Er gab mir den Rat, sanft aber bewusst zurückzufinden zu einer Balance, die sowohl meinem Körper als auch meiner Seele (dem Gewissen) gut tut. Das habe ich befolgt und bin heute zufriedener als in der Zeit des selbsterzwungenen Vegetarismus. 

Es ist wie mit allem: Die Verhältnismässigkeit muss stimmen. Einen &quot;natürlichen&quot; Bezug zum Essen bekommen wir in unserem berufstätigen, urbanen Leben doch gar  nicht mehr hin, machen wir uns nichts vor. Da müssten wir komplett aussteigen und selber Landwirten (was ich dir eines Tages zwar durchaus zutrauen würde, Katha!) Aber ob unsere romantische Vorstellung vom Ursprünglichen und Reinen wirklich so kompromisslos umsetzbar wäre? Ich bezweifle es. Jeder Schritt hat Konsequenzen.

Bis dahin teile ich deine Einstellung, aber man muss auch mal eine fünf gerade stehen lassen können, sonst machst du dich kaputt. Denn beim Essen ist ja nicht Schluss, da wäre noch deine Ökobilanz, die Kleidung, das Holz, das Geld, die Reisen, das Papier, der Regenwald ... Wir sind keine Superhelden – aber wir arbeiten daran.

Liebste Grüsse und ein schönes Wochenende!
Claudio</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt doch diesen kruden Spruch: &#8220;Viel fress, viel scheiss&#8221;. Heute wäre es passender zu sagen: &#8220;Viel fress, viel Stress!&#8221; Das ist doch die eigentliche Krux unserer Zeit und Gesellschaft. Essen löst Stress aus. Dabei sollte doch Essgenuss genau das Gegenteil sein: Entspannung. </p>
<p>Aber wie soll man sich und sein Gewissen entspannen in so einem undurchsichtigen Überfluss? Die Leute leben unter einem nicht zu unterschätzenden Dauerstress, dass sie zu viel, zu wenig oder das Falsche essen. </p>
<p>Ich war jahrelang Vegetarier, weil ich die Deklarationslücke und die Qualität der Fleischproduktion nicht mehr hinnehmen wollte. Bis mir ein befreundeter Osteopath konsterniert mitteilte, das tut dir nicht gut, du leidest darunter kein Fleisch essen zu dürfen (Restaurantbesuche, Einladungen und Einkäufe waren keine Freude mehr, weil vegetarische Gerichte grauslig und die Fleischherkunft dubios waren). Er gab mir den Rat, sanft aber bewusst zurückzufinden zu einer Balance, die sowohl meinem Körper als auch meiner Seele (dem Gewissen) gut tut. Das habe ich befolgt und bin heute zufriedener als in der Zeit des selbsterzwungenen Vegetarismus. </p>
<p>Es ist wie mit allem: Die Verhältnismässigkeit muss stimmen. Einen &#8220;natürlichen&#8221; Bezug zum Essen bekommen wir in unserem berufstätigen, urbanen Leben doch gar  nicht mehr hin, machen wir uns nichts vor. Da müssten wir komplett aussteigen und selber Landwirten (was ich dir eines Tages zwar durchaus zutrauen würde, Katha!) Aber ob unsere romantische Vorstellung vom Ursprünglichen und Reinen wirklich so kompromisslos umsetzbar wäre? Ich bezweifle es. Jeder Schritt hat Konsequenzen.</p>
<p>Bis dahin teile ich deine Einstellung, aber man muss auch mal eine fünf gerade stehen lassen können, sonst machst du dich kaputt. Denn beim Essen ist ja nicht Schluss, da wäre noch deine Ökobilanz, die Kleidung, das Holz, das Geld, die Reisen, das Papier, der Regenwald &#8230; Wir sind keine Superhelden – aber wir arbeiten daran.</p>
<p>Liebste Grüsse und ein schönes Wochenende!<br />
Claudio</p>
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		<title>Von: Anonyme Köche &#187; Archiv &#187; Ehrlich nährt am längsten</title>
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		<dc:creator>Anonyme Köche &#187; Archiv &#187; Ehrlich nährt am längsten</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 00:31:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] alle die sich gerade grämen, ob es überhaupt noch das Richtige ist, Fleisch zu essen, dürfen wir in Erinnerung rufen, dass [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] alle die sich gerade grämen, ob es überhaupt noch das Richtige ist, Fleisch zu essen, dürfen wir in Erinnerung rufen, dass [...]</p>
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