noch mehr schnelle salate

das timing am drüberen ende des grossen teiches könnte nicht besser sein: mark bittman hat wieder einmal 101 sehr schnelle rezepte in seiner nyt-kolumne the minimalist veröffentlicht, diesmal geht’s um 101 simple salads for the season. (ich hatte vor ziemlich genau zwei jahren hier auf seine 101 sehr schnellen sommergerichte verwiesen, die jetzt zum glück wieder online sind.)

es empfiehlt sich, die rezeptesammlungen als inspirationsquelle zu speichern oder auszudrucken, hier sind die links:

the minimalist: 101 simple salads for the season (2009)
the minimalist: 101 20-minute dishes for inspired picnics
(2008)
the minimalist: 101 simple appetizers in 20 minutes or less (2007)
the minimalist: summer express: 101 simple meals ready in 10 minutes or less (2007)

bei den heute veröffentlichten salaten ist übrigens auch ein kleines video über salatdressings zu finden, in dem mark bittman die basics der dressing-zubereitung erklärt (8 dressing-rezepte stehen einzeln neben dem artikel). er nimmt als hausnummer 3 teile öl auf 1 teil essig. und der schmäh mit dem geölten honiglöffel ist alt, aber gut.

die heutige salat-zusammenstellung von bittman ist aus einem weiteren grund bemerkenswert. während ich mir seit monaten denke (genauer: seit ich dieses buch gelesen habe), dass es an der zeit wäre, ein bissl über anspruchsvolle vegane rezepte nachzudenken, fängt sein 101 mit mostly vegan salads an, und zwar gleich 36 davon! weiter geht’s auf den plätzen 37 bis 54 mit vegetarischen salaten, erst danach kommen fisch, fleisch und zum schluss die „nahrhaften“ mit nudeln oder getreide. ich vermute, diese reihenfolge hat auch mit seinem neuen buch food matters zu tun (das ich noch nicht gelesen habe, ich bin vor einigen wochen erst mit michael pollans in defense of food: an eater’s manifesto fertig geworden, das jetzt im juli auch auf deutsch erschienen ist. leider ist das deutsche cover ein völliger holler im vergleich zum englischen. dort steht nämlich: eat food. not too much. mostly plants. so oder so: lesen!).

kommentare

4 kommentare zu “noch mehr schnelle salate”

  1. Ich weiß, dass „politisch korrekt essen“ derzeit total im Trend liegt und ich will auch niemanden davon abhalten, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, zumal ich ja sowieso der Überzeugung bin, dass es sich mit erhobenem Zeigefinger ganz schlecht ist (und auch schlecht schreibt). Ich esse auch gerne Salat und immer mal wieder vegetarisch. Aber wer aus ethisch-moralischen Gründen keine Lebewesen essen möchte, übersieht üblicherweise dass auch Pflanzen Lebewesen sind. Sie bluten nur nicht, wenn man sie anschneidet … Das nur mal so als Food for thought.

  2. Eline sagt:

    Ich habe gerade frisch geerntete Tropea-Zwiebeln im Kühlschrank. Morgen sind die über nacht um ca. 4 cm gewachsen – soviel zu Pflanzen als Lebewesen. Es gibt viele verständliche Gründe, vegetarisch/vegan zu leben, aber die Argumentation, keine Lebewesen essen zu wollen, Pilze oder gar Hefe als Lebewesen zu betrachten und Pflanzen nicht, halte ich für Selbstbetrug.

  3. katha sagt:

    das vegan-thema ist offensichtlich noch lange nicht gegessen. es geht dabei doch viel weniger um den vergleich tier – pflanze als um die auswirkungen dessen, was wir anbauen/züchten/essen. die philosophische betrachtungsweise ist ja nur ein aspekt davon. handfestere betrachtungsweisen wie: auswirkungen der massentierhaltung auf böden, wasser und klima, folgen des sojaanbaus als futtermittel, medikamentenrückstände in fleisch und wasser und dadurch bedingte resistenzen. und ja, klar geht es um ethische aspekte wie die von tierhaltung und schlachtprozedere. ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr hören, das totschlagargument von wegen pflanzen dürfte man dann auch nicht essen. wahrscheinlich ist uns das wohl der tiere ein bisserl wichtiger als das der pflanzen, weil sie uns ein wenig ähnlicher sind, oder? wenn mein hund hinkt, geht mir das logischerweise näher als wenn mein ficus läuse hat. aber ich denke, wir sollten das thema in ruhe und von vielen seiten betrachten, ich werde versuchen, diesbezüglich immer wieder mal einen anstoss zu geben.

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  1. […] die kleine gefahr hin, mich zu wiederholen: speichern oder ausdrucken und als inspirationsquelle für jene tage, an denen einfach nix […]



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