japanisches frühstück 2009 vs. 2004

heute waren wir – auf mein mehrmaliges benzen hin – bei unserem freund d. zum japanischen frühstück eingeladen:

das war nicht das erste mal, denn am 29. februar 2004 gab es das hier:

damals wie heute war die zusammenstellung ähnlich, nämlich:

  1. marinierter und kurz kräftig gebratener lachs
  2. in spinat und sesamsauce eingebettetes, im wasserbad gegartes ei
  3. misosuppe mit tofu, kombu und frühlingszwiebeln
  4. reis (diesmal mit fein gehäckseltem, eingelegtem gemüse)
  5. geriebener rettich mit kaviar und sojasauce
  6. pickles (heuer sowohl aus japan mitgebrachter daikon und gurke sowie von d. selbst eingelegte)
  7. heuer auch noch blanchierter lauch mit misosauce

ich muss in einem vorigen leben nicht nur in thailand, sondern auch in japan gelebt haben, so sehr schmecken mir alle diese gerichte.

von der menge her war’s eher was für sumoringer, ich habe jetzt, zehn stunden später, noch immer keinen hunger, was unter anderen umständen gar kein gutes zeichen wäre.

aber mit d.s japanischem frühstück im bauch fühle ich mich so wohl, dass ich auf diesem wege mit verlaub eine kleine kritik anbringen darf: fünfeinhalb jahre zwischen zwei frühstücken sind zu lang!

ei in spinat mit sesamsauce 2009:

ei in spinat mit sesamsauce 2004:

deko 2009:

küche 2009:

küche 2004:

fast alles gleich, oder?

nur die gestrenge kontrollinstanz, die hat heute vom hundehimmel aus überprüft, ob auch alles ordnungsgemäss schmeckt – 2004 war sie selbstverständlich noch in amt und würden:

ps: nein, unser freund d. ist kein japaner, sondern steirer, musiker und ein wunderbarer koch. was er nie so sagen würde, weil für ihn ist es selbstverständlich, sich schnell ein entenkeulchen einzubraten oder frische pasta zu machen oder gschwind mehrere sorten trüffel zu drehen oder eben ein japanisches frühstück auf den tisch zu stellen, das die meisten von uns so überhaupt noch nie gesehen, geschweige denn gegessen haben. danke!

kommentare

10 kommentare zu “japanisches frühstück 2009 vs. 2004”

  1. Anna sagt:

    mmmmmh- ich will auch!!!!

  2. lamiacucina sagt:

    was gabs denn danach zum Mittagessen :-)

  3. katha sagt:

    bis jetzt: nix! aber frischer biobeinschinken (von thum, von wem sonst) und holzofenbrot sind tatsächlich eine verlockung, der ich nicht entsagen werde.

  4. Nathalie sagt:

    Ich „benze“ auch immer. Schön, daß nicht nur ich dieses Wort benutze. :-)

    Du weißt ja – mit einem schönen Frühstück kann man mich immer locken – mit einem japanischen hatte ich bis jetzt noch nie das Vergnügen.

  5. duni sagt:

    Mädel, was trinkt man dazu? Schon ein Bier, oder?! Ich bin absolut keine Frühstückerin, also weiß ich das nicht. Werktags bleib ich lieber eine halbe Stunde länger im Bett, am weekend brau ich feinen Tee und les Zeitungen.

  6. katha sagt:

    ich bin ja für die einrichtung einer auffangstelle für arme wörter, die kaum mehr wer kennt, nathalie.

    na feinsten japanischen grüntee natürlich, duni! in diesem fall erst danach, so hat es d. gesagt und so wurde es gemacht. wenn’s nach mir gegangen wäre, hätte ich ja mit grüntee angefangen und aufgehört, aber d. war bereits in japan – ich noch nicht.

  7. Ellja sagt:

    das nenn ich aber mal wirklich frühstück, wäre ich sofort dabei! Aber sag, das Ei, bleibt das roh oder wird das noch irgendwie gegart?

  8. katha sagt:

    das wird natürlich gegart, ellja, das schüsserl kommt ins wasserbad!

  9. Gerry sagt:

    Also ich würde mir das auch problemlos als Mittag- oder Abendessen gefallen lassen. Jetzt um 8:42 läuft mir ordentlich das Wasser im Mund zusammen – und hätte als Japan-Brunch auch nix dagegen ;-)

  10. Eline sagt:

    Benzen gehört zu meinem Wortschatz, auch wenn ich es selten tue. Wenn es so ein schönes Frühstück für Schneewitchen und die 7 Zwerge (= viele Tellerchen und Schüsselchen, ich mag das sehr) zur Folge hat, sollte ich auch mal mehr Benzen. Nur bei wem?

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