das ende der speisekarte

unser gestriges abendessen:

krause glucke mit jakobsmuschel und pilzfond
gebratene green zebra auf tomatenbrot
liebstöckeltopfen
gepökeltes rindszüngerl mit vinaigrette
taubenlebermousse

lauwarmes krebsensupperl mit weinraute
sommersalat mit hollerblüten und ringelblume

stockerauer flusskrebse mit heimischen artischocken
gebratener waller mit roten rüben

sautierte taube auf cremigem brioche mit pignoli und karoominze
beiried auf paradeisergemüse mit ysop

limettencreme mit waldbeeren
gratinierte heidelbeeren mit pignoliparfait
nougatzwetschke mit schwarzen ribiseln und verbene
schokoladensoufflé

die speisekarte wurde abgeschafft.
es gibt „nur“ dieses (täglich wechselnde) menü.
das lokal war voll.

es darf über koch, ort und preis spekuliert werden.

kommentare

15 kommentare zu “das ende der speisekarte”

  1. Nathalie sagt:

    Ich gebe jetzt mal zu:
    Mir wären das zu viele Geschmacksvariationen. Da käm ich nicht mehr nach mit Schmecken, Rätseln, Merken, Freuen.

    Hats denn geschmeckt? Darüber schreibst Du nämlich nichts.

  2. katha sagt:

    wenn ich schreibe, wie’s mir geschmeckt hat, nathalie, hat das rätselraten sofort ein ende. mich interessiert, was ihr denkt. keine speisekarte, dafür so ein menü?

  3. Nathalie sagt:

    Wenn die Küche variabel ist (wegen der Vielzahl meiner Allergien) und der Service deswegen verständnisvoll (was in drei von vier Fällen leider nicht der Fall ist), habe ich nichts gegen die Abwesenheit einer Speisekarte.

  4. kochpirat sagt:

    Mir gefällts, ich mag auch alles, was da angeboten wird. Ist aber mutig vom Restaurant – die Geschmäcker sind eben verschieden. Deshalb wird´s wohl eher die Ausnahme bleiben.

  5. uli sagt:

    gibt es eine auflösung?
    oder einen preis für die richtige antwort (kann ja ruhig auf ö1-niveau sein, nicht millionenshow!;))
    1.tipp: wenn es in wien war, war es im 18.?

    und ich dachte, nur meine hollerstauden sind narrisch u treiben im sommer so viele blüten!!!!!!

  6. katha sagt:

    jajaja, uli, ganz heiss. aber das war ja kein zweifel, dass du das wissen würdest. allerdings wollte ich meine sympathie für koch, lokal und essen aussen vor halten, um in erfahrung zu bringen, wie so ein konzept (keine speisekarte, anspruchsvolles menü in vielen gängen) ankommt. preis für die richtige antwort gibt’s keinen (obwohl die idee nicht schlecht ist, da hast du recht). nur hoffentlich eine rege diskussion über das ende der speisekarte…

  7. Eline sagt:

    Ich habe keine Ahnung, wer in Wien so kocht. Das Menü wechselt täglich, das ist nicht sehr ökonomisch. Und wieso muss es Taubenlebermousse + Taube, Krebserlsuppe + Krebserl und Waldbeeren + Heidelbeeren in einem Menü geben. Sinnvoller und für die Gäste abwechslungsreicher wäre es, an einem Tag die Taube und an einem folgenden die Lebermousse zu servieren.
    Inhaltlich finde ich die Zusammenstellung etwas unausgegoren. Die 4 Amuses (oder kleinen Vorspeisen) „beissen“ sich, da sehe ich keine roten Faden. Was mir gefällt, ist die Regionalität (Stockerauer Flusskrebse, Krause Glucke, Hollerblüten). Eine Jakobsmuschel, deren inflationären Einsatz in allen Küchen ich für eine ökologische und gastronomische Katastrophe halte, hat da aber nichts zu suchen.
    Bitte das Rätsel auflösen!

  8. sisko sagt:

    Vielleicht eine Gaststätte in der Thimiggasse?

  9. Ellja sagt:

    da ich mich grad im moment nach ganz einfachen sachen sehne (Eiernockerl), ohne das ganze pi und pa und po… überfordert mich die liste eh schon. Ein wildes Durcheinander, oder?

  10. tom sagt:

    5 Gänge zu mehreren kleinen Häppchen klingt ganz nach Hr. Neunkirchner. Hat er eigentlich jetzt schon Verstärkung in der Küche? Waren paar Wochen nach der Eröffnung mal dort, zwar hervorragende Zubereitung und Qualität, jedoch mit immens langen Wartezeiten zwischen den Gängen.

  11. tigerkater sagt:

    allen zweiflerinnen und zweiflern sei geraten, dorthin essen zu gehen. ich darf ja nicht mitmachen an der preisausschreibung, aber ich nehme an, des rätsels lösung ist der frau esskultur ein eigener beitrag wert. mit recht übrigens.

    und @tom (falls ich antworten darf): verstärkung gibt’s.

    und an alle: falls ich ein lieblingslokal habe: das ist es!

  12. Ellja sagt:

    geh @tigerkater wer zweifelt denn? Wenn´s das Freyenstein wirklich ist, dann würd ich da auch mal gerne speisen, samt Durcheinander!

  13. uli sagt:

    habe in jungen jahren vom kleinen feinen mittagsrestaurant ohne speisekarte geträumt, quasi im eigenen wohnzimmer,……

    aber die fülle des angebots ist mir auch zu groß, oder mein magen zu klein, wenn die portionen mehr als kostprobengröße haben;)

  14. Thea sagt:

    Also, mir wär‘ det och zuville… Wat’n Durcheinander für meenen Machen. Und wat hat det Janze jekostet? Uffer Heimseite jibt et ja keene Preise… Ganz liebe Grüße aus Berlin ;-o)

  15. katha sagt:

    antworten auf viele fragen und vermutungen im nächsten beitrag.

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