rübe ab

wo war ich heute?

so eine rübe in der hand zu haben und vom feld bis zum fertigen produkt alle schritte der verarbeitung sehen, erleben (und verstehen) zu können und mit den beteiligten darüber sprechen und fragen stellen zu dürfen, das ist der grund, warum ich meinen beruf so liebe. und das ist auch der grund, warum es mir nichts ausmacht, bei null (gefühlten minus fünf) grad mit sturmböen zwei stunden auf einem feld zu stehen.

hat jemand eine idee, was man aus diesem trumm machen könnte? ausser das naheliegende?

kommentare

14 kommentare zu “rübe ab”

  1. sisko sagt:

    Salat? Roh oder gekocht wie bei Erdäpfelsalat? Oder in Scheiben geschnitten braten?

  2. nata sagt:

    Laternenmännchen kann man daraus schnitzen, so ähnlich wie es mit den Kürbissen gemacht wird.

    Oder aus Neugier mal den industriellen Prozess auf dem heimischen Herd nachahmen. Schnetzeln, kochen und sehen, was daraus wird?

  3. lamiacucina sagt:

    eine Schlankheitskur ?

  4. Eline sagt:

    Scheint eine Zuckerrübe zu sein? Wenn sie so ähnlich schmeckt wie Steckrüben, dann würde ich einen irischen Eintopf mit Lammfleisch und Bier probieren oder einfach Chips backen und mit etwas Currypulver bestreut als Snack servieren?
    Ob ein Püree möglich ist? Das hängt von der Konsistenz ab – habe noch nie eine Zuckerrübe verkostet ;-)

  5. Claus sagt:

    An ein Karnickel verfüttern, das freut sich. Oder schälen, klein schnippeln und mit etwas Wasser weichkochen, zerstampfen, durch Sieb geben. Den Saft einkochen=Zuckerrübensirup, wird im Kölner Raum massenhaft hergestellt.

  6. Ellja sagt:

    Als Kind war ich mal bei einer Zuckerrübenernte dabei und auch bei der Weiterverarbeitung. Die dicke braune Melasse in großen Bottichen hat mich damals angelacht, weil ich dachte, das wäre was süßes…falsch gedacht, bääähhhhhhh, was war das furchtbar grauslig.

    Ich würde mir einen Gnom draus basteln ;-)

  7. katha sagt:

    ja, das sind zuckerrüben, und zwar biologische. sie werden von der agrana zu bio rübenzucker verarbeitet, nächste woche bin ich dabei. die reportage inklusive bildern wird in der dezember-ausgabe der maxima erscheinen.

    ich war gestern bei der ernte im weinviertel, der bauer hat auf meine frage, ob er rezepte für die zuckerrübe kenne, von seiner oma erzählt, die zuckerrübenstücke beim einkochen von roten rüben (als salat) mitgekocht hat. und der leiter der agrana-rohstoff-abteilung wusste von einem salat aus roh geraspelter zuckerrübe, von dem er mal gehört hatte.

    auf dem feld habe ich ein stück probiert, sie schmeckt von der konsistenz her wie andere rüben bzw. rettich, ist aber extrem süss und für mich auch leicht bitter.

    daher bin ich skeptisch: bei rund 17 prozent zuckeranteil) bin ich nicht sicher, ob das nicht eine fast schon perverse angelegenheit ist, sie zu irgendwas anderem als sirup/zucker zu verarbeiten. vielleicht probiere ich den salat trotzdem aus.

    meinst du, dass die so abführend wirken, robert?
    steckrüben enthalten viel weniger zucker, eline, daher traue ich mich über so ein gericht nicht drüber.
    sirup will ich nicht machen. und den melassegeruch, ellja, den finde ich gar nicht so furchtbar. wo hast du die verarbeitung gesehen?

  8. Eline sagt:

    Raspeln, salzen, ausdrücken und mit frischem Ingwer, Reisessig und Chilies zu einem Salat vermischen. Dazu Blutwursttempura aus Waldviertler Blunzn.

  9. katha sagt:

    danke, eline! schon gemacht? klingt so. mit schärfe und säure kann ich mir das gut vorstellen. und blunzn habe ich grade gestern wieder eine hervorragende im freyenstein gegessen. die kann man nur leider nicht käuflich erwerben…

  10. captain cook sagt:

    Captain’s Gedanken zur Rübe:
    Es ist zwar nicht mehr sehr verbreitet, aber „Saure Rübe“ wäre eine interessante Zubereitungsvariante. Alternativ dazu: Vielleicht als Pürree verarbeiten, auch gerne in einer Melange aus Erdäpfel/Kartoffel und/oder Sellerie.

    Erinnerungen an Captain’s „No-Knead-Bread“:
    Es war großartig. Ich habe eine Jenaform verwendet. Das nächste Mal spar ich etwas mit dem zusätzlichen Mehl am Backpapier. Das fällt beim Schneiden und Essen großflächig ab und ist dann nicht so großartig.

    Diesbezüglich fällt mir ein, das ich das Brot in einer anglophonen Kochshow wiedergefunden habe, zum Thema „Kochen wie früher“. Gleiches Rezept, aber der gußeisene Topf (natürlich inklusive dem Brot) wurde, statt im Backrohr erhitzt, mit glühenden Kohlen bedeckt. Da wurde Maismehl als Trennmittel verwendet, vielleicht probier ich das mal aus.

    Eigentlich wollte ich damit meine Arbeitskollegen überraschen, aber das Vorheizen hat zu einer Krisensituation in der Betriebsküche geführt. („Brandgeruch“ durch das extrem heiße und defacto leere Backrohr und ich gerade nicht in der Nähe zur Aufklärung – das hat dann ein Nachspiel gegeben)

    l,g
    der Captain

  11. Ellja sagt:

    Das war im Mühlviertel, Bezirk Rohrbach. Meine Oma hat damals bei einem befreundeten Bauern geholfen und ich auch (zumindest als kleiner Stoppel ein paar Rüben geschupft). Aber Kindernasen und -gaumen sind ja bekanntlich anders, und für mich war der Geruch und der Geschmack damals äußerst unangenehm.

  12. Eline sagt:

    Ja, Katha – hab sogar ein Rezept:
    http://kuechentanz.blogspot.com/2009/05/die-anregung-zu-diesem-gericht-mit.html
    Ich könnte mir vorstellen, dass durch das Salzen und Ausdrücken ein Grossteil der Süsse verschwindet.
    „Rübenkampagne“ in Oberösterreich ist mir in nicht so angenehmer Erinnerung: da fahren Kolonnen von Traktoren mit Rüben auf den Strassen und es riecht so erdig-süsslichnach Melasse bei der Zuckerfabrik.

  13. teeodora sagt:

    ja genau, rübenkampagne war das stichwort – und ich erinnere mich an berge von ruabn auf dem ruabnplotz – und die strassen rundherum schmutzig von den ruabn und tag und nacht lkw´s und traktoren mit ruabn unterwegs nach enns in
    die zuckerfabrik – und der ruabnberg ist wochenlang nicht kleiner geworden!

    in die zuckerfabrik nach enns wurde eine schul-exkursion gemacht und dort hat es überall grauslich gestunken und überall grauslich gepickt!

    schnitz dir lieber einen bio-garten-bzw. fensterkistl-zwerg aus der bio-ruabn –
    und iss „was gscheids“!

  14. entegut sagt:

    Ha, das hab ich in meiner Schulzeit miterlebt. Die Zuckerrübenkampagne, wo Unmengen von Zuckerrüben am Feld eingebracht wurden, in die Fabrik geführt und schließlich der Verarbeitung zugeführt wurden. Dann drinnen in der Fabrik: Die Luft war süß. Das hab ich so nie mehr wieder erlebt. Das war übrigens die Zeit, als das Zuckerpackl innen noch dunkelblau war, damit der Zucker strahlend weiß erschien. ;-)

    Kann man denn Zuckerrüben schmackhaft verwerten/kochen? Bekommen das nicht die Schweine in ihren Trank?

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