10 tage, 10 listen: küchenkatastrophen

bevor wir uns dem süssen abschluss der 10 tage, 10 listen widmen, gehe ich heute nochmal aufs ganze: meine gesammelten küchenkatastrophen der letzten jahre mögen der vorfestlichen entspannung und erheiterung dienen (wer den schaden hat…). um jede ergänzung (geteiltes leid…) bin ich dankbar. und bevor mir noch dümmere sprichwörter einfallen, nur mehr das eine von meiner oma, das in jeder lebenslage passt: was immer du tust, bedenke das ende.

10 tage, 10 listen
tag 9: kathas kathartische (?) küchenkatastrophen

1. jener (winzige) teil meines rechten mittelfingermittelgliedes, den ich vor etwa zehn jahren feinsäuberlich gemeinsam mit karotten in die gelbe melaminschüssel hobelte, mit dem verflixt scharfen v-hobel nämlich, der fast einen rettungseinsatz zur folge gehabt hätte. nicht wegen mir. ich nahm das (saubere) stückerl aus der schüssel mit den bunten gemüsestückchen, und als die wunde kurz darauf zu bluten begann (lustig: lauter winzige löchlein, das muss wegen des scharfen schnittes gewesen sein, sowas habe ich vorher und nachher nicht gesehen), hab’ ich halt wie immer bei verletzungen schwedentropfen draufgeschüttet. bloss meine freundin, mit der ich das gemüsegratin vorbereitet hatte, wurde immer bleicher und brauchte mein gutes zureden. sie konnte kein blut sehen – und sie war (ist) vegetarierin. die narbe ist noch immer sichtbar.

2. jener gewürzkuchen aus einem alten gusto-heft, der zwar von der menge her in die kastenform passte, aber beim backen wie ein aus einer unterirdischen quelle gespeister vulkan lava spie – mehr, als ich zuvor in die form gefüllt hatte. wann immer ich das rezept in der kuchen-mappe sehe, will ich es automatisch zerreissen und endlich aus meinem leben verbannen. ich halte aber jedesmal inne, um es doch noch als mahnung aufzubewahren.

3. jener morgen, an dem die würmchen an der küchendecke unserer vorigen wohnung in ottakring krochen. das heisst: sie krochen vermutlich nicht erst an jenem morgen, aber da waren sie uns halt wegen der schieren menge aufgefallen. das hat man davon, wenn man immer dieses verunreinigte, unhygienische biozeug kauft.

4. jene flasche kernöl, die beim schwungvollen, weil verärgertem öffnen der kühlschranktür vor meine füsse fiel. viel spass beim putzen. jetzt haben wir einen neuen kühlschrank.

5. jener topfenteig für marillenknödel – ich glaube, es war mein erster – den ich in einem anfall von grössenwahn (grosse köche machen alles mit den händen) glaubte mit den händen vermischen zu müssen. ich hätte den teig aus dem fenster geschmissen, wäre er nicht mitsamt der schüssel fest und innig mit meinen händen verbunden gewesen.

6. jener plastikbehälter mit einem fertigen schnitzel vom fleischer vom markt, den ich am 17. 4. 2009 am frühen nachmittag (ich habe beweisfotos gemacht) auf den rost des nur wenige wochen alten (richtig: nigelnagelneuen) backrohres stellte, wo er beim aufwärmen schmolz und in weissen fäden auf das jungfräuliche email des tapferen neff-herdes tropfte, um dort kurz darauf zu erstarren. klugerweise hatte ich auch noch umluft eingschaltet (damit’s schneller warm wird), was fein verteilte fäden auf dem (ebenso neuen) rost und backrohrboden zur folge hatte. zuerst dachte ich, das ist aber ein komisches schnitzel, aus dem was weisses tropft. bis ich endlich realisierte, was ich angestellt hatte. zu meiner ehrenrettung sei gesagt: zwei tage vorher bekam ich mein essbesteck aus titan implantiert und mir ging’s nicht wirklich gut (sonst hätte ich mir auch garantiert kein schnitzel vom fleischer am markt geholt). ich hatte den fleischer sogar noch gefragt, ob ich’s in der schale aufwärmen dürfe, was er bejahte. er meinte wohl, dass ich die mikrowelle meinte – woher hätte er auch wissen sollen, dass wir sowas nicht besitzen. jetzt verstehe ich jedenfalls alle, die solche haarsträubenden geschichten erzählen. vorher hätte ich die nase über deren blödheit gerümpft.

7. jenes mittagessen, bei dem ich statt 500 g 1 kg spaghetti ins wasser warf und erst draufkam, dass irgendwas nicht stimmte, als sie nur schwer im topf mit dem sugo platz fanden, das (gute, mir ist noch immer leid drum) sugo viel zu wenig und die nudeln irgendwie klebrig waren. wir waren zu fünft.

8. jener dünnflüssige palatschinkenteig, den der web- und sängermeister vor ein paar wochen anrührte, nachdem ich ihm ein rezept zum ausprobieren angedient hatte. er begann zu schimpfen, auf das rezept, den autor, und stellte mehr in frage, als mir zu dem zeitpunkt lieb war. bis er draufkam, dass er beim runterrechnen vergessen hatte, die milchmenge zu halbieren. merke: wann immer du rezepte abwandelst, tue es vorher in ruhe und schreibe dir ausnahmslos die neu berechneten mengen dazu. (das ändert nichts daran, dass ich vor kurzem bei einem guglhupfrezept vorher hochgerechnet, aber trotzdem die falsche zahl hingeschrieben hatte. ergebnis siehe punkt 2. was ein ei zuviel alles anrichten kann.)

9. jenes indische curry von unserem nachbarschaftlichen lieblingsinder, dessen zweite hälfte (die vom curry, nicht die vom inder) ich mir im sommer an einem der unzähligen viel-zu-viel-arbeitstage spät nachmittags, schon zittrig vor hunger, aufwärmen wollte. das heisst, ich wärmte das curry auch auf. nur zu lange. als es im büro, in das ich für einen nur ganz kurzen arbeitsschritt zurückgekehrt war, verbrannt zu riechen begann, qualmte das häufchen curry drüben in der küche schon nur mehr schwarz in der beschichteten pfanne. immerhin sind wir nicht abgebrannt. merke: pause ist pause und arbeit ist arbeit. den satz müsste ich auswendig lernen. so lang ist er ja gar nicht.

10. jener wasserkocher, der uns letzte woche eine elektrikerrechnung von 1.650 euro beschert hat (zahlt der vermieter). wobei, mein braver wasserkocher kann nichts dafür, er kann halt mit seiner vielen energie (2.400 watt sind nicht nichts) nicht so richtig umgehen. ich habe ihn – wie so oft jeden tag – eingeschaltet, was einen kurzen – und stundenlange stromlosigkeit in der gesamten wohnung – zur folge hatte und mit zwei tagen zwei elektrikern, einer menge gschturi, dreck, letztendlich neu verlegten leitungen, getrennten stromkreisen für alle grossen küchengeräte und einem frisch gestrichenen vorzimmer ein glückliches ende fand. diagnose: vom vorzimmer zur küche noch (längst verbotene) leitungen aus den 30er-jahren, die gesamte wohnung hing bis auf den geschirrspüler an einem einzigen stromkreis, im schlimmsten fall hätte bei dem kurzschluss eine wand unter strom stehen können. ausserdem, hat der elektriker beim abschied gesagt, war die wohnung nicht geerdet. jetzt wissen wir auch, warum wir in den letzten jahren manchmal beim griff auf den herd, die brotschneid- oder die (edelstahl-)küchenmaschine ein kleines schlagerl bekommen haben. wir hatten uns schon gewundert.

kommentare

28 kommentare zu “10 tage, 10 listen: küchenkatastrophen”

  1. Eline sagt:

    Na Wusch,
    das klingt ja schon fast surreal!
    Da kann ich nicht mithalten:
    mein staerkstes Stueck vor vielen Jahren:
    Um H. zu beweisen, dass Gefuellte Paprika mit Tomatensauce nicht baehhh schmecken muessen, habe ich sie in einem schoenen gruenen Kaesefondue- Kachel (Keramikkasserole) gekocht und sie stolz am Keramikstiel haltend praesentiert. Der Stiel brach ab, die heisse Sauce landete auf meinen nackten Beinen, auf den frisch gestrichenen Kuechenwaenden und in tausenden, klebrigen, roten Spritzern in der gesamten Kueche. Die gemeinsamen Renovierungsarbeiten in der Substandardwohnung ohne fliessendes Wasser schweissten uns irgendwie kuechenmaessig zusammen ;))

  2. lamiacucina sagt:

    da getraut man sich ja fast kaum mehr in die Küche ! Mein Meisterstück war ein Babysteinbutt, den ich im Ofen in einer feuerfesten Schale zubereiten wollte. Beim nachgiessen von Wein zersplitterte die feuerfeste Schale in tausend Stücke der Fischfond lief in die Isolation des Backofens. Grauslich. Ursache: Ich hatte anstelle der feuerfesten Schale die Glasschale des alten Kühlschranks erwischt.

  3. Nathalie sagt:

    1. Linke Mittelfingerspitze in der Petersilie – nahm ich noch mit ins Krankenhaus.
    2. Geplatzte Plastik-Ketchupflasche zu Studentenzeiten – Renovierung eines Wohnzimmers
    3. Feuerfeste Form als Pfanne …

    … oh, da fällt mir viel ein … ich glaub, das ist mal ein Extra-Blogeintrag wert. :-)

  4. tigerkater sagt:

    *lol
    ich sag nur “oh du fröh-hö-li-che!”

    darf ich zu acht hinzufügen: ich habe nicht hinuntergerechnet, sondern mich verlesen. es waren 100ml obers, die ich fälschlicherweise dem mehl zugewiesen habe, währenddessen ich die 240g mehl überlesen hatte…naja.

    bin wirklich gespannt auf weiter hoppala-kommentare

  5. Claus sagt:

    Ich sage nur Himbeer-Espumas:
    Wollte mal wieder auf dicke Hose machen und am Tisch das zeugs auf die Teller sprühen. Ein Himbeerkörnchen ist wohl beim passieren durchgeflutscht. Jedenfall tat sich beim Drücken auf´s Siphon erstmal gar nix, dann löste sich das Körnchen – Meine Frau, meine Kinder, der Tisch, die Wand, die Gardinen, der Hund und ich – alles voll Espumas…

  6. sisko sagt:

    Meine Mutter wird von – bösartigen – Familienmitgliedern immer wieder an ein Missgeschick erinnert, dass bereits etwa 25 Jahre her ist: Erdäpfelkochen über Nacht. Sie hat die dahinköchelnden Nachtschattengewächse abends auf dem (Elektro-)Herd vergessen. Morgens: Herd und Topf ohne Schaden, die Kartoffeln kleine, schwarze und steinharte Klumpen . . .

  7. pümpei sagt:

    Ich bin vor zwei Jahren mit einem Fläschchen Reisessig im Gepäck, welches ich im offenen Abteil auf die Gepäckablage gestellt hatte, von Wien nach Tirol gefahren und wurde etwa in Salzburg von der Dame vor mir darauf hingewiesen, “dass etwas tropfe” und “komisch rieche”. Der armen Frau tropfte mein Reisessig ins Haar – was hab ich mich geschämt.

  8. Hiwwelhubber sagt:

    .. es ist gemein: Aber ich habe irgentwann beim Lesen der Liste laut los gelacht. Weil, glaube ich, jeder eine solche liste schreiben könnte und dann einfach das Kopfkino losgeht.

    Schöne Grüße vom frostigen Rhein sendet
    der HH.

    Sonst muss ich zu dem Blog einfach mal sagen: Großes Lese-Glück (an dadurch länger werdenden Abenden), Chapeau!!!

  9. uli sagt:

    folgenreich bis untilgbar:
    eine flasche saft aus pfefferminze (selbst gepflückt und bereitet) wird leicht alkoholisch, net so schlimm, wenn nicht grad die flüssigkeit wir ein geysir ausfährt beim öffnen….
    und keine malfarbe vermag die spuren zu tigen!

  10. George sagt:

    Was wäre das Leben ohne solche Geschichten? ;) Ähnliches kenn ich auch, vor allem das mit der Erdung. Wenn man bei uns in die Spülmaschine greift und eine Hand oben an der Edelstahlspüle hat, dannn bbbrrrrrzzzzzlts einen jedesmal.

  11. entegut sagt:

    Ich verdränge solche Hoppalas, aber ich versuche mich an welche zu erinnern:

    Eine Pastete – total schön verziert, total viel einekniet, war versalzen. Die Gewürzmischung war für mehrere Pasteten und nicht für die eine.

    Milch kochen – jedes zweite Mal kocht sie über. Es gibt nichts Schlimmeres, als übergekochte Milch – der Gestank, der Dreck.

    Vor einem Jahr im Sommer: pollo alla cacciatore so schwungvoll aus dem Rohr genommen, dass mir der brühheiße Saft über den Arm geschwappt ist. Habe das Huhn angerichtet, serviert und dann den Arm bis 2 Uhr früh in ein Wasserschaffel mit Eiswürfel gelegt. Das waren Schmerzen, die werde ich nicht vergessen. War knapp daran ins Krankenhaus zu fahren. Seitdem habe ich Kompressen für Verbrennungen in der Hausapotheke. Empfehle ich jedem, der viel kocht!

    Einmal vergessen den Reis abzudrehen. Stehe in der Buchhandlung und blättere in einem Kochbuch – ein Gericht mit Reis. Ich das Buch fallen lassen, zum Auto gestürzt und wie mit der Feuerwehr nach Hause. Knapp vor’m Küchenbrand habe ich es geschafft. Ins Reindl Wasser geschüttet – es hat gezischt, gestunken wie S*u. Das Reindl habe ich in die ewigen Jagdgründe befördert.

    Einen Mohr im Hemd aus der Wasserbadform auf den Teller gestürzt und der ist halb roh über den Tellerrand auf den Tisch geronnen. Damals waren Schokokuchen mit flüssigem Kern noch nicht modern, aber unsere Freunde haben dankenswerter Weise den rohen Kuchen mit dem Löffel vom Tisch gegessen. War mir das peinlich …

    Das genialste Hoppala einer Klassenkollegin: Sie hat die Suppe in ein Spitzsieb direkt in den Gulli abgesiehen. Das war göttlich!

    Palatschinkenteig mache ich aus dem Handgelenk ohne Rezept. Die Konsistenz des Teiges merken, die Anzahl der Eier und schon passt es.

    Beim Schreiben ist es mir gerade wieder heiß und kalt zugleich geworden. :-)

  12. tigerkater sagt:

    @ente, ja das würde ich ja auch gerne, aber du kennst die autorin vielleicht noch nicht soo gut…(das heisst ich hab ihn immer aus dem handgelenk gemacht, aber wir probieren uns so durch die palatschinken-rezepte der hunderten kochbücher) ausserdem die auflagen: hauchdünn, aber flauschig, leicht knusprig, brennheiss…

    unschaffbar.

    mir ist noch ein familiäres missgeschick eingefallen, ohne fremdeinwirkung:

    eine feuerfeste form aus jenaer-glas, auf dem herd, wie immer zur reiszubereitung: kurz vor garende: ein lauter krach und die schüssel ist explodiert, die form war gespalten…spannend ist kochen ja allemal.

  13. entegut sagt:

    @tigerkater: Wir werden von euren Palatschinkentests profitieren! Ein dreifach Hoch den Listen aus dem Hause esskultur!

    Jenaer Schüssel in der Mitte durch, das hatte ich auch schon. Das passiert mit einem ziemlich lauten Knall. Mir ist dabei das Herz in die Hose gefallen. Aber das Glas bricht sehr sauber, das muss man bei allem Ungemach schon sagen. :-)

  14. tigerkater sagt:

    genau genau genau lauter knall! und herz in die hose, kann mich erinnern. war auch da ;-)

  15. Chris sagt:

    Also obwohl ich oft ziemlich patschert bin, passiert mir in der Küche eigentlich selten was, und zum Glück schon gar keine Katastrophen wie euch. Sicher, einige runtergefallene Flaschen (Sojasauce ist auch super wegzuputzen) und dergleichen gibts immer wieder, aber das muss beim Koche wohl so sein.

    Ein einziges Mal hab ich einen Topf ohne Inhalt auf den Herd gestellt und eingeschaltet – zum Glück hab ich es aber bemerkt und der Topf war noch brauchbar.

    Eine wirkliche Sauerei hat unser Sohn mal herursacht: In die Speis rein, mit einem Schwung den Besen rausgeholt und dabei die Olivenölflasche aus 1,5 m runtergeschmissen. Ums Zusammenputzen hab ich meine Frau echt nicht beneidet (ich kenns zum Glück nur aus Erzählungen).

  16. Sabine sagt:

    Ja, das Jenaer Glas – erhitzt mit Butter zum Rausprasseln von irgendwas – das ganze auf einem uralt Gasherd – das war eine Putzerei!

    Ein 1/4 l Kakao in der großen Küchenlade war auch mal eine super Sache, weil wir ja flott weiter wollten und alles schnell gehen musste und ich hab mit dem Tupperbehälter, in dem das Kakaopulver drinnen war gleich das Häferl in die offene Lade befördert. Wohlgemerkt die Lade, wo das ganze Kleinzeig drinnen war, wie Gewürzgläser, Essig, Öl …

    Tja, und vor nicht allzulanger Zeit mein Kokosmilchreis, den ich – so wie immer – im Schnellkochtopf machen wollte und wo ich in einem Anfall von Diätwahn auf die Butter zum Andünsten vom Reis verzichtet habe und alles nur in den Topf geworfen habe. Der war dunkelschwarz am Boden und ich bin mit dem Metallschwammerl dagestanden und habs nicht wegbekommen …

    Aber so Katastrophen sind schön, da gibts immer was zum Lachen bzw. zum Erzählen nachher :D

  17. Ellja sagt:

    Ein kleines Stück vom Daumen ist mir mit dem Ceranfeld-Schaber durch die Küche geflogen. Den Schaber hab ich benutzt, um alte Gurkenglasln vom Etikett zu befreien, leider ein großer Fehler.

    Sonst läuft bei mir das meiste eher auf Verbranntes hinaus: Kartoffeln, Reis, Boeuf B., Gulasch, Curry, ….

    Aber eine Sache gibt es noch: ich würde nie und nimmer einen Kelomat benutzen. Obwohl ich weiß, dass die heute nicht mehr so gefährlich sind, als jene, die meine Oma benutzte, als ich so ca. 6 Jahre alt war. Ein Riesenkrach in der Küche, ein Zischen und ein Schlag, und eine Oma mit einem wild verbrannten Arm. Sowas bleibt auf ewig in Erinnerung. NIE käme mir so ein Ding in meine Küche.

  18. George sagt:

    @ellja:
    verbrannt hab ich nur in meiner Anfangszeit, als ich teurere Töpfe hatte fing ich schnell an besser aufzupassen ;) Ein Schnellkochtopf ist meiner Mama mal explodiert, mit Gulasch drin. Seitdem hab ich einen Heidenrespekt vor den Dingern, überhaupt allem was unter Druck steht. Das war allerdings auch vor fast 40 Jahren, die sind heute bestimmt viel sicherer.

  19. katha sagt:

    danke für die amüsanten einblicke in den küchenalltag!
    ich hoffe, es kommen auch in zukunft noch welche dazu. das kann ja nicht alles an katastrophen gewesen sein…

  20. Lisa sagt:

    Ist Freunden passiert:
    Medizinstudenten (mittlerweile Uniprofessoren), frisch verheiratet, riesig verliebt, null Kocherfahrung – die Kompetenzen waren ganz im Beruflichen – sie will ihn mit Huhn aus dem Backrohr überraschen. Reibt das Hendl mit Gewürzen ein, legt es in die Backform, rein ins Backrohr, Salat etc. wird vorbereitet, wieder an den Schreibtisch.
    Nach einer langen Weile stinkts so komisch….
    voila, im Inneren des Huhns waren in einem Plastiksackerl die Innereien gewesen.(Es blieb bei einer Erdäpfel-Salat-Mahlzeit, diese eine Mal.)

    Eine ungeübte Freundin hatte einmal für einen Keksteig (den fürs Basteln in der Speis gelagerten) Gips mit Mehl verwechselt. Was ihr erst nach vollbrachter Arbeit auffiel.

    Und ja, die Paradeisersauce-Spritzer aus dem Kelomat an der Küchendecke kenn ich auch, und die Spezialkohle aus den Kochtöpfen, in die sich Reis (etc.) auf dem eingeschaltenen Herd verwandelte, während ich in einem Buch (oder …)-laden war.
    Und die Bio-Bewohner, die an der Decke auf einmal sichtbar werden.
    Am allerschlimmsten: die einmal auf dem für Gäste gedeckten Tisch krochen…

    Ach, wie herrlich und herzerleichternd, zu lesen, dass es auch bei andren passiert. Senkt Pein- und Schamlevel ungemein!

  21. katha sagt:

    danke, lisa, für die amüsanten ergänzungen, plastik-hendl und gips-keks gehören weit oben auf die best-of-küchenkatastrophen-liste!

  22. Mischa Reska sagt:

    Ich liebe Listen! Zu lesen und selber schreiben!
    Hier eine 10er für die ‘Urlaubsküche’ –
    was ich mitnehme wenn ich keine Ahnung habe was für eine Küche und was für eine ‘Versorgungslage’ mich erwartet (vom schlimmsten ausgehe) und nur mit kleinerem ;-) Gepäck reise:

    ° ein Leib Schwarzbrot – beste Qualität hält 14 Tage
    ° das Olivenöl – meines Vertrauens
    ° Kurkuma – bestes zum diverse Speisen aufpeppen
    ° Tee und Teesieb – (brauchbarer Kaffee und Kaffeemaschine lässt sich meist leichter finden)
    ° Bio-Gelatine – falls mir besonders gute Früchte unterkommen zum Einkochen
    ° Küchenrolle – für die Fahrt und die ersten 24 Stunden
    ° Allzweckmesser – frisch geschliffen
    ° Kaffeeseife – von shen gegen Küchengerüche und penetrant parfümiertes Geschirrspühlmittel
    ° Knödelbrot – Wenn man außerhalb Österreichs in Verlegenheit kommt für andere zu kochen wird man oft um Knödel gebeten und das wird mit dem meisten Brot zur Katastrophe
    ° gemahlene Kürbiskerne – zudem werde ich dann öfter gebeten eine österr. Torte zu machen …
    SCHÖNEN URLAUB AN ALLE!

  23. katha sagt:

    das ist aber eine ausgefinkelte liste, mischa, danke!

  24. Ilse sagt:

    Oh ist das eine klasse Liste, und dazu die Kommentare. Genial.
    Meine Unfälle sind nix dagegen: einmal gezuckerte Quiche Lorraine (“bereiten Sie einen Mürbteig”); und Schokobrownies ohne Schokolade (war in Eile).

  25. katha sagt:

    ja, ilse, ich finde, diese liste wirkt auch jahre später noch bei jedem vorbeischauen stimmungsaufhellend. deine letzte anmerkung in klammern auch ;-)

  26. Claudia sagt:

    ich bin immer noch am schmunzeln ;o))

    meine erste küchenpanne (die mir nach über 30 jahren noch in erinnerung ist) pasierte mir mit 13. habe die geburtstagstorte für meinen großen bruder nach mühevoller handarbeit ins backrohr gestellt, aber dabei übersehen, dass die zeitvorwahl eingestellt und das backrohr noch kalt war.
    ergebnis:
    eine frisbee-scheibe mit nuss, leider resistent gegen jegliches schneide- oder esswerkzeug.

    seither sind einige linke zeigefingerteile in diversen gerichten verschwunden und brandnarben zieren arme und gesicht (heißes öl ist die hölle).
    aber kochen ist noch immer eine meiner großen leidenschaften…

    ich komme immer wieder gerne hier vorbei, weiter so!

    grüße aus vorarlberg

    claudia

  27. katha sagt:

    danke, claudia – hoffentlich gab’s damals einen hund, der eine freude an der frisbee-scheibe hatte?

TRACKBACKS
  1. 10 Küchenkatastrophen…

    Und noch eine Liste inspiriert von Katha: Die zehn zauberhaften Küchenkatastrophen.

    Ich hatte mal ein ungeplantes Zusammentreffen mit einem heissen Muffinblech durch unsachgemäße Bewegungen beim Öffnen der Balkontür, weil das Blech samt Muffi…



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