mit allesnuss

zurück aus berlin war der kühlschrank leer (was ich übrigens sehr gerne mag, weil ich dann das gefühl habe, grosszügig nach lust und laune einkaufen zu dürfen) – und mein magen auch. angesichts der realen und virtuellen postberge erteilte ich mir keine gemütliche einkaufserlaubnis, sondern konsultierte den tiefkühler. was für eine wunderbare erfindung! jene minestrone, die der web- und sängermeister wochen zuvor in rauen mengen aus allerfeinstem demeter-gemüse zubereitet hatte, war ja noch da. und ausserdem ein halbes baguette vom kasses. parmesan wartete noch im kühlschrank und mit diesem teller (danach folgte noch ein halber) war ich auch schon wieder versöhnt mit dem unfreundlichen, weil eisig kalten wien.

tk_minestrone

diesmal kochen wir rückwärts, so sah die minestrone in ihren bestandteilen am 1. dezember aus:

minestrone

was ich aber eigentlich erzählen wollte:

der erste abend in berlin wäre fast ins wasser (in den schnee) gefallen, weil meine airberlin-maschine zur geplanten abflugszeit in wien noch gar nicht in berlin gestartet war. in der zwischenzeit bestieg der web- und sängermeister die von der aua (ja, wir hatten dummerweise getrennte flüge gebucht, nicht aus sicherheitsgründen…), die eigentlich nach meiner starten hätte sollen. jedenfalls ging sich’s dann doch noch irgendwie aus, dass wir bloss eine viertelstunde nach der reservierten uhrzeit im gehypten, michelinbesternten reinstoff eintrafen. halt nicht wie geplant „frisch gemacht“, sondern mit zwei grossen koffern, in dicken daunenmänteln und mit schuhwerk, das für eine bergwanderung getaugt hätte. aber wer packt schon die schweren, dicken schuhe in den koffer, die zieht man natürlich an. egal, die damen vom service waren nett, das sehr dunkle, sehr schicke (aber auch sehr schöne) lokal war voll, wir freuten uns auf das essen, das ja laut meiner erinnerung vor allem wegen der kombination aus regionalen zutaten und modernen kochtechniken gelobt wurde. leider funktioniert das konzept anders als gedacht (ab hier würde der web- und sängermeister eine andere version der geschichte erzählen, ihm hat’s nämlich rundum getaugt). es gibt zwei menüs, eines mit regionalen zutaten und konventionellen gartechniken (und kombinationen), ein zweites, das modern und mutig und wasweissichwas sein soll, aber für mich nicht in frage kommt, weil ich weder stopfleber noch trüffel noch seezunge noch rinderfilet brauche. schade, ich hätte mir da ein weit mutigeres konzept erwartet. egal. die kleinen grüsse aus der küche waren ebenso gut wie das gesamte (regionale, konventionelle) menü. handwerklich perfekt – und für mich trotzdem langweilig auf hohem niveau. okay, meine erwartungen sind schuld, aber die waren durch allerlei berichte von den lieben kollegen aus den deutschen (pdf) medien geschürt.

zu silvester hat die komische oper das gesamte publikum zu einem buffet in der pause der „liebe zu den drei orangen“ verdonnert, gegen 20 euro aufpreis auf die karte natürlich. ein ausverkauftes opernhaus in einer pause an buffets zu verköstigen ist einfach nur anstrengend (und unnötig). ich will jetzt gar nicht ausrechnen, was das an mehreinnahmen gebracht hat. buffets sind überhaupt ein heikles thema, weil sie mir im grunde genommen viel zu intim sind. ich will das alles nicht von meinen mitmenschen wissen, was sie da im laufe einer halben stunde von sich preisgeben: geschmacksvorlieben, manieren, körpergerüche, essgewohnheiten. überspringen wir also silvester.

zu hasir wollten wir schon letztes mal, „richtig“ türkisch interssiert mich schon lange (und nach diesem besuch weiterhin, weil ich nicht glaube, dass das essen im hasir dem sagenhaften ruf der türkischen küche bei z. b. claudia roden gerecht wird). leider war die frau, die mir gegenüber sass, so tief in „l’eau d’issey“ gefallen, dass mir ab dem moment das essen schwer fiel, weil ich den rhythmus aus mit dem mund einatmen (nasenatmung vermeiden!), kauen, schlucken und wieder luftholen in der kurzen zeit einfach nicht perfektionieren konnte. egal. der junge kellner war ein obermacho, bei dem unsere üblichen bemühungen (so freundlich wie nur möglich mit dem ziel, dem service irgendwann doch ein lächeln abzuringen) nichts nützten. weil das essen ziemlich salzig, ein wenig scharf und der salat sehr sauer war (und vielleicht auch ein wenig aus frust) wollte ich baklava hinterher. leider gibt’s das im hasir nicht, aber nebenan war eine kleine bäckerei mit tabletten voller süssigkeiten, da wollte ich dann eben was mitnehmen.

in dieser baklaveria (oder so) hörte der inhaber (?) nicht etwa mit dem telefonieren auf, als wir eintraten, sondern ging zur sicherheit nach hinten, um nicht weiter gestört zu werden. er wollte dann doch was verkaufen. ich bat um erklärung der sorten, er fragte nach der gewünschten schachtelgrösse (von denen er zillionen hinter sich gestapelt hatte). ich verlangte die kleinste, was er mit murren zur kenntnis nahm. er fing an, irgendeinen der süssen würfel in die kiste zu schlichten. natürlich ohne mir meine frage zu beantworten. ich blieb hartnäckig. nach zwei oder drei weiteren unbeantworteten fragen schaut er zum web- und sängermeister und sagt: „warum hast du deine frau überhaupt mitgebracht?“ ich frage mich noch immer, warum wir nicht einfach gegangen sind. es hat vermutlich etwas mit meinen prioritäten zu tun: essen vor würde vielleicht. er ergänzt: „frauen sind immer so anstrengend. meine auch.“ dann schaufelt er süssigkeit um süssigkeit in die kiste. pistazien mag ich eigentlich nicht, ich frage schon ziemlich enerviert nach der nusssorte in der süssigkeit, die er vermutlich als nächstes auf die schaufel nimmt (das system habe ich kapiert und dass ich ihm nicht entkomme, ebenso). „ist das mit walnuss?“ „jaja. mit haselnuss.“ „mit was jetzt, walnuss oder haselnuss?“ „mit allesnuss.“ ich gebe auf. er erklärt dann noch, dass er die kiste voll machen muss, weil er sonst nicht genug verdient und verlangt 10 euro. es muss mit meiner erziehung oder wasweissich womit noch zu tun haben, dass ich tatsächlich zahle und das zeug mitnehme (der web- und sängermeister weilt nach wie vor in berlin und isst noch immer dran, obwohl er baklava nicht leiden kann). ich betone, dass das jetzt für zwei wochen reicht (nicht schlecht geschätzt…) und er meint nur drauf „zwei tage! und dann wiederkommen und frische kaufen.“ ganz gewiss.

am nächsten tag hatten wir eine verabredung (mit der berliner esskultur.at-leserin t., was für ein wunderbares medium ist das internet doch, dass es die leit zsambringt)  im hotspot, einem für seine authentische sichuanküche und seine weinkarte gerühmten chinarestaurant. der chef hat das lob verinnerlicht und ist dementsprechend selbstbewusst. bis zu dem zeitpunkt, zu dem ich nach den dampfbrötchen frage, die ich zur teegeräucherten ente kenne, war auch alles gut. er erklärt, dass es das in china nicht gäbe – danach ward er nicht mehr gesehen. geschmeckt hat es trotzdem. und wenn du in wien bist, t., dann gehen wir zum vergleich in den kaiserlichen thron oder in die goldenen zeiten!

weil uns dort aufgrund der uhrzeit (aber ohne vorwarnung oder erinnerung, das kann ich nicht leiden und es ist ausserdem nicht gerade umsatzfördernd) keine desserts mehr (schon wieder!) serviert wurden, mein süsser gusto aber noch nicht befriedigt war, hatte t. eine idee: ein russischer supermarkt auf dem weg zur s-bahn, dem auch eine art kleines 24/7-deli angeschlossen ist. dort wählten wir auf bildern jenes gericht, von dem wir annahmen, dass es sich um eine art quarkkeulchen handelte, von denen der junge mann hinter der theke jedoch noch nie gehört hatte. er fand sie dann doch, fragte sogar, ob wir sie warm wollen würden (wollten wir), und servierte sie mit sauerrahm, während auf dem fernseher irgendein lauter osteuropäischer kanal lief und wir staunend in dem russisch-georgisch-wasauchimmer-imbisstand all die bilder und gerichte und lebensmittel betrachteten.

dolores (nette website!) stand auch am berlin-programm, weil der web- und sängermeister die dort individuell frisch zusammengebauten burritos schon seit jahren lobt und mit dem fresco grill in wien vergleicht. gut war’s, frisch und viel zu viel. das marinierte rind schmeckt mir im fresco grill besser, die guacamole bei dolores.

bei ishin in mitte ass ich diesmal leider das falsche, was mir selten passiert, mich aber dann umso mehr ärgert. ishin kann nichts dafür.

pho – die vietnamesische suppe mit reisnudeln – gab’s im dudu. dort begrüsste uns ein wunderschöner gasthusky, auch die anderen gäste waren hübsch, das essen ebenso, und weil ich mich dort gleich so kosmopolitisch fühlte, warf ich alle chilis in die pho und wunderte mich, warum die suppe immer schärfer und schärfer wurde. es hatte minusgrade, das passte schon. zum ausgleich suchten wir dann die werkstatt der süsse auf, wo ein ehemaliger restaurant-patissier allerfeinste, wirklich allerfeinste schokoladenkonditorskunst praktiziert. die himbeer-ganache-schnitte war ganz ausgezeichnet, ebenso wie ein paar andere kleinigkeiten, durch die wir uns (es war ja kalt) durchkosteten. er arbeitet ausschliesslich mit valrhona. so eine patisserie mit bio- und fairtrade-produkten, das wäre eine sensation. scheinbar schliesst sich diese art von high-end-kochkunst und nachhaltigkeit noch immer aus. schade.

weil es (uns) immer kälter wurde, beschlossen wir am vorletzten tag meiner berlinwoche fast-heimatliche gefilde anzusteuern. lebensmittel in mitte heisst ein eher süddeutsches wirtshaus mit kleinem lebensmittelangebot, in dem bayerische und ähnlich gehaltvolle speisen einem anstrengend schick-urbanen (in wien würde man sagen: bobo-) publikum serviert werden. beim essen stiegen mir dann die tränen in die augen. nicht vor rührung oder heimweh, sondern weil der senf so sauscharf war, wie er mir überhaupt noch nie untergekommen ist. auf nachfrage, was das denn genau für einer sei – vermutlich löwensenf? -, legt der koch die finger auf die lippen wie zu einem „pssst!“ und huscht nach hinten in sein reich. kurz darauf kommt er mit einem mit alufolie umhüllten becher zu uns zurück, den er mir mit den worten „löwensenf, extrascharf“ in die hand drückt. ich bin total baff ob der netten geste und gelobe, lokale nicht mehr so schnell nach ihrem publikum (abzu)urteilen. und ich bin sicher, dass der löwensenf aus dem grossgebinde anders (und schärfer) schmeckt als der aus dem glas.

am letzten berliner abend fabrizierten wir im theater-appartement des web- und sängermeisters aus butter, eiern, gruyère-artigem käse und salz nach anlaufschwierigkeiten mit den induktionsplatten (die pfanne war gewölbt, da geht nix mit induktion, neinneinnein, aber zum glück war auch noch ein grosser topf da, man möge sich mal kurz vorstellen, wie man ein omelett in einem grossen nudeltopf wendet) käseomeletts. lebensmittel sind keine in den appartements, aber zumindest koch- und essgeschirr. weil ich auf pfeffer zum käseomelett bestanden habe und ich die kleine reisepfeffermühle von adhoc noch immer nicht besitze (im mak-shop gibt’s die, ich habe sie vor weihnachten gesehen, hätte ich sie doch gleich mitgenommen!), wurde der web- und sängermeister beauftragt, von der abendprobe an der komischen oper pfeffer mitzubringen. ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass er tatsächlich welchen beschaffen würde. aber man soll die künstler(innen) nicht unterschätzen: er hat in der kantine sein (mein) leid geklagt, worauf der nette kantinenbetreiber einen salzstreuer ausgeleert, ihn ausgewaschen, ausgetrocknet, mit frischem gemahlenem pfeffer befüllt und dem web- und sängermeister vertrauensvoll mitgegeben hat. berlin, ich komme wieder.

kommentare

48 kommentare zu “mit allesnuss”

  1. tigerkater sagt:

    das ist ja ein roman, dieser beitrag und wäre eine fortsetzungsgeschichte für die ganze woche geworden!

    hoffentlich halten deine leserinnen und leser durch und lesen bis zum ende. es zahlt sich aus.

  2. lamiacucina sagt:

    für diesen lesenswerten Beitrag hätte ich Dir den nächst erreichbaren Pfefferstreuer geklaut.

  3. Claus sagt:

    höchstinteressant, danke für den tollen Bericht! Äh, hast du sowas auch über Hamburg?

  4. creezy sagt:

    Und ich schäme mich nicht als Berlinerin zuzugeben, dass Du Lokalitäten in der Stadt ausgegraben hast, von denen ich nie gehört habe. Musste aber sehr über die Servicepleitebeschreibungen lachen, die bezahlt man schließlich in Berlin mit. ,-) Wann bist Du wieder im Städtele? Dann gehen wir mittags mal ins Ixthys …

  5. entegut sagt:

    Was hast du alles erlebt! Euer Restaurantbesuch erinnert mich ein wenig an Kopenhagen. ;-)

    Die türkischen Süßis mit „alles Nuss“ werden vermutlich so wie bei uns mit Brösel gestreckt, damit es nach Nuss ausschaut aber nicht so schmeckt. Verschiedene Sorten gibt es nur vom Aussehen her, aber nicht von den Ingredenzien. Da lob ich mir die Süßis von Al Hallab http://tiny.cc/mCyQL Da schaut nicht nur jeder Teil anders aus, es sind auch andere Nüsse drinnen. Und noch etwas: verbackene Pistazien bleiben gar nicht so schrillgrün, wie sie beim Türken in Süßigkeiten angeboten werden.
    Ja, warum bist du nicht gegangen? Vermutlich weil dir schlichtweg die Luft weggeblieben ist. In Wien sind die Türken freundlicher, das steht fest.

    Und jetzt noch eine Frage zur Minestrone: Was sind das für lustige Rüben-Karotten? Ich kenne diese Form nicht.

    P.S.: Für morgen nehme ich kein Parfum – sicherheitshalber. Oder magst du Marc Jacobs? :-D :-D

  6. entegut sagt:

    Nachtrag: Du solltest eine eigene Pfanne und einen Pfefferstreuer im Gepäck mithaben. :-)
    Sie war für Induktionsplatten nicht geeignet (mit Magnet testen!). Es gibt auch Wokpfannen mit rundem Boden, die funktionieren. Die Besonderheit bei Induktion ist nämlich, dass der Topfboden nicht aufliegen muss. (Ich habe eine Doktorarbeit diesbezüglich gemacht und dann eine klassische E-Platte nehmen müssen, weil in der Größe keine Induktionsplatte und nicht plan mit Arbeitsfläche. *seufze noch immer, weil kein Gas in Küche und beste Alternative*

  7. katha sagt:

    esskultur.at-leserinnen & -leser sind auf epische beiträge geeicht, tigerkater, ich erinnere an das no-knead-bread oder die noma-saga, jeweils in mehreren teilen. damit verglichen ist das hier eh bloss die kurzversion ;-)

    klauen war zum glück nicht notwendig, robert, aber ich schätze deine geste! solche männer weiss man gerne an seiner seite (ich hoffe, frau l. empfindet das auch so!).

    wenn der web- und sängermeister in seiner letzteren funktion in hamburg singt, wird’s von mir auch kulinarische notizen über hamburg geben, claus. es könnte sogar früher sein, weil oliver trific gerade an seinem restaurant werkt, das im februar aufsperren soll – und das mich über einen baldigen hamburg-abstecher nachdenken lässt.

    und ich dachte, nur in wien wären die kellner & gastronomen so, creezy. noch keine weiteren berlinpläne, aber wenn, dann machen wir das, eh klar.

    na die waren definitiv unterschiedlich gefüllt, ente, mag sein auch gestreckt, aber die mit allesnuss waren ohne pistazien und die besten von den sieben sorten, die der gute mann da hineingepackt hat.

    die karotten sind ochsenherz (ja, es gibt auch eine paradeisersorte, die so heisst) und von der gärtnerei ochsenherz (…) von peter lassnig (so wie auch der wunderschöne italienische kohl hinten im bild). meine lieblingsgemüseeinkaufsstätte übrigens.

    das mit ohne parfum ist sehr weise und vorausschauend von dir, danke! meine hundsnase kann kein einziges synthetisches parfum mehr ausstehen – egal welch klingender name auf dem flaschl stehen mag. ich habe übrigens zur sicherheit im tart’a tata angerufen, ob es endlich wieder croissants gibt. es gibt.

    pfeffermühle, ente, pfeffermühle! aber die kaufe ich mir noch diese woche (dann kann ich bis zur nächsten reise kurz überlegen, welchen meiner schwarzen pfefferse ich hineinfülle…). die pfanne ist induktionstauglich (wie alles kochgeschirr im appartement), sie war bloss nicht plan und dann sagt die induktionsplatte: mit dir red‘ ich nicht! vielleicht war so ein botha-typ vorher im appartement und hat sie mit schierer naturgewalt beim abwaschen so verbogen…

  8. Ellja sagt:

    schöner beitrag, klingt nur ein bisserl anstrengend. Ente, die Türken in Wien? Also ich gehe sehr gerne am Nachmarkt einkaufen, aber da durch gehen ist soooowas von anstrengend, du kannst nicht mal 1 Sekunde stehen bleiben und schauen wollen, da drücken sie dir schon alles mögliche rein. Und wenn ich sage, ich will ein kleines Sackerl Oliven, dann krieg ich immer ein doppelt so großes.. da fühl ich mich schon auch ein bissl abgezockt, und eigentlich geh ich genau deswegen viel seltener hin, als ich würde, weil mir das einfach zu blöd ist. Ich hätt dem guten Mann mit seinen Baklavas stehen lassen, der hätte keinen Cent von mir bekommen, wenn ich solche Äußerungen nur lese, da geht mir das Gimpfte auf ;-).

  9. entegut sagt:

    @Ellja: Ich steh auf den Naschmarkt und die Gemüsegeschäfte dort überhaupt nicht!!! Kein Wunder auch, da ziehen die Touristen in Karawanen durch und wollen überall kosten. Wenn ich Naschmarkt höre, dann bekomm ich schon „an Gachn“. Wir haben so viele Märkte in der Peripherie, bitte diese nützen damit sie nicht sterben und den Naschmarkt als Fressmeile lassen, mehr ist er nicht. Außer am Samstag wenn die Bauern da sind. Ich mag übrigens die Dame, die im Sommer frische Kräuter dort verkauft.

  10. Thea sagt:

    Was für ein wunderbarer Spaziergang voller kulinarischer, emotionaler und olfaktorischer Erlebnisse und Ereignisse. Und KREISCH, eben stand eine neue Kollegin neben mir am Schreibtisch. Wonach roch sie? L’eau d’Issey! KREISCH! Wie ein blumendominierter Komposthaufen. Parfums und sowieso alles künstlich Beduftete machen mich wahnsinnig. Aber nicht die von Tigerkater monierte Länge Katha’scher Schilderungen!

  11. kaltmamsell sagt:

    Ein wunderbarer Bericht, der mir mal wieder den Unterschied zwischen Berlin und München klar macht (ich liebe beide Städte): Berliner Begegnungen sind gern unerwartet, in die eine oder andere Richtung. Auch die Münchner Türken sind erheblich geschmeidiger.

  12. Eline sagt:

    OK, ich nehm mir den Nachmittag frei und dann lese ich mal gründlich ;-).
    Was mich besonders interessiert (auf die Berliner Lokale komme ich zurück, wenn ich dort hin fahre): die nur in Nebensätzen erwähnte Aufführung der Drei Orangen, denn das ist eine meiner Lieblingsopern. Wen singt den der Sängermeister (ich dachte bisher bei der Erwähnung des Sängermeisters immer an eine Band): König, Prinz oder Trufaldino?
    Zu den Machoallüren des Baklavamannes: da geht es mir wie Ellja, da bin ich zuerst mal sehr „gfernzt“ und dann geht ich ohne Ware.
    Berliner Dienstleistung scheint im Grossen und Ganzen so wie in österreichischen Städten zu funktionieren, nämlich gar nicht oder überheblich.
    Miyake ist zwar ein grosser Designer, dessen Fetzen ich gerne trage, aber dieses nach künstlichen Iris stinkende Parfüm ist unerträglich. Mir wird schlecht, wenn ich auch nur einen Hauch davon erschnuppere. Es geht mir aber mit allen künstlichen Düften so.

  13. tigerkater sagt:

    hi thea,

    moniert habe ich ja nicht. ;-) möglicherweise die esskulturelle leserinnenschaft etwas unterschätzt. (ja das hätte ich besser wissen müssen) aber auch: katha ist ja hier mittlerweile berühmt für ihre fortsetzungsgeschichten. und darauf habe ich angespielt. (und wohl vergessen, dass für gewöhnlich jeder teil ihrer serien diese länge aufweisen…)

    und @katha und @hamburg: ich werde schauen, was ich machen kann ;-)

  14. tigerkater sagt:

    und @eline, ganz überlesen: ich sang und spielte den minister leander. leider nicht könig, da werde ich wohl noch 10 jahre „reifen“ müssen ;-)

    jetzt gerade übrigens den sparbüchsen bill in aufstieg und fall der stadt mahagonny.

    und die orangen mag ich auch sehr, leider schwer zu spielendes (reisen orchester und chor, viele solisten bes. tenöre) und auch schwer zu inszenierendes werk, das vielleicht unterschätzt wird. hier in berlin aber in einer meiner meinung nach ganz wunderbaren regie vom chef gegeben wird.

  15. Thea sagt:

    Tigerkater, bon soir, literarisch lieben wir es üppig, episch, gaaanz langsam Spannung aufbauend – all das hält uns schlank ;-o) Schließlich essen wir nicht während, sondern vor oder nach der Lektüre – oft etwas nach Kathas Rezepturen oder Empfehlungen…

  16. Sequenzer sagt:

    Zufälligerweise kann ich etwas zum Reinstoff sagen.
    Weder ist das Restaurant dunkel, sondern im Gegenteil sind die Tische hervorragend ausgeleuchtet.
    Der Restaurantleiter war auc keinesfalls ein Macho.
    Warum einer in ein Restaurant geht, dessen Speisekarte er kennt und weiß, daß er alles nicht mag, ist mir ein Rätsel.
    Das was die Verfasserin schreibt, ist nicht nur wirr, sondern über Personen im Reinstoff schlicht gelogen.
    Ich bin in der Lage einzuschätzen, wer dieser Verfasserin an diesem Abend gegenüber saß und weiß, daß auch diese frei erfunden ist.

  17. Sequenzer sagt:

    Korrektur: der Macho ist ja offensichtlich in einem anderen Lokal Kellner.
    Hab ich übersehen, nehmen ich zurück.
    Den Stil der Reportage kritisiere ich dennoch, eines Profis unwürdig, solch verquasten Stil zu pflegen.

  18. katha sagt:

    wenn sie sich wieder beruhigt haben, sequenzer, dann lesen’s noch mal (oder überhaupt) wort für wort, was ich geschrieben habe und dann sagen sie uns allen doch bitteschön noch, was genau ihr problem ist. wenn sie diese gelegenheit nicht nützen, dann lösche ich ihre unhöflichen und unwahren kommentare.

    ps: ich weiss auch, wer mir im reinstoff gegenübersass. das hätten sie nicht gedacht, stimmt’s?

    pps: dann glaube ich aber auch zu wissen, wer sie sind: jemand vom personal. wie das zu interpretieren ist, überlasse ich gerne meiner leser/innenschaft.

  19. tigerkater sagt:

    da geht man arbeiten und derweil ist hier die hölle los.

    lieber sequenzer, ich fühle mich auch ein bisschen angesprochen, daher sei noch hinzugefügt: ja das lokal ist eher dunkel eingerichtet (und wer hat gesagt, dass das schlecht ist?) und ja die tische sind hervorragend ausgeleuchtet.

    und das essen war fabelhaft. alles andere, oder wie die autorin dieses artikels darüber denkt, hat sie ja geschrieben.

    und übrigens: ich bin ihr gegenüber gesessen.

    beste grüsse tigerkater

    ps: verquaster stil?????
    pps: lieber sequenzer, über welche personen im reinstoff wurde denn gelogen? das ist – wie ich meine – eine wirklich drastische und überaus unhöfliche bemerkung. und wir freuen uns wirklich noch über eine stellungnahme.

  20. sisko sagt:

    Werter Sequenzer,

    bitte lies Kathas Beitrag noch einmal und langsam.

    Dann bitte ich um folgende Erklärung: Wenn Du, Sequenzer, weißt, wer der Verfasserin im Reinstoff gegenübersaß, diese Person aber „frei erfunden“ wäre: Wie geht das? Außerdem hättest Du uns gleich verraten können, dass Tigerkater diese mysteriöse, frei erfundene, also nicht real vorhandene Person war . . . ;-)

    Kleine Hilfe: Katha schreibt nichts über ihr Gegenüber im Reinstoff.

    PS: Sequenzer, offensichtlich warst Du an diesem Abend im Reinstoff. In welcher Funktion: Gast, Restaurantleiter, Marketingchef . . .?

  21. duni sagt:

    Ich bin nicht oft in Berlin, wenn aber, habe ich doch häufig den Eindruck, dass es den meisten Küchen dort gut täte, wenn nicht nicht immer so verbissen-bedeutungsschwer und aufgesetzt urban-weltmännisch rumgeeiert würde. Mir gings dort mal so im „molekularen“ Maremoto, wo mich ehrlich gesagt nur die Wandgemälde begeisterten.
    Aber: „Die Liebe zu den 3 Orangen“-toll! Allein schon deswegen ein Meisterwerk, weil es wohl die einzige Oper ist, welche die schwerwiegenden Themen Monogamie und Zitrusfrüchte zu verbinden weiß…

  22. queenofsoup sagt:

    holla, herr sequenzer hat da wohl ein paar dinge durcheinander geschmissen beim zu gschwind lesen, hoffenltich ist er nicht der koch im reinstoff… ;)

    meine nächste berlin-reise ist nur wenige wochen weit weg, und ich freu mich schon enorm, auf ishin (ich hab sogar den flyer mit speisekarte griffbereit am schreibtisch, deswegen weiß ich auch: chirachi don will ich haben!), auf http://www.renger-patzsch.com (sehr schönes französisch), auf http://www.zurletzteninstanz.de (wunderbar deftige, aber schlaue deutsche küche) und auf http://www.restaurant-goodfriends.de (tolle kantonesische sachen). und einige andere. und in berlin werd ich dann auch noch einmal die frau kochkultur konsultieren.

    danke für die vielen hinweise!
    qos

    und ps zum allesnuss-händler: ich hab mir damals zwar schwergetan, aber ich hab mich tatsächlich einmal am naschmarkt geweigert, oliven zu kaufen, bei denen ich das heimlich hinter der budel ins sackerl gefüllte öl, das mit abgewogen wurde, zum absurd hohen kilopreis mitbezahlen hätte sollen. und ich war irre stolz auf mich!

  23. sequenzer sagt:

    @katha,

    sie können zensieren was sie möchten. aber zufälligerweise war ich just an diesem abend ebenfalls dort und wiederhole, daß die nörgeleien in dem artikel über das reinstoff unwahr sind.
    und verquaster stil gilt nunmal als kritik an der schreibweise, für einen profi ist dieses niveau zu niedrig.
    und wenn man realität mit dem vergleicht, was in den berichten steht, so man dann alle anderen berichte über restaurants ähnlich glaubwürdig.
    vielleicht sollten sie erst mal lernen, wie man leistungen anderer gastronomen beurteilt.
    sie sind richtig schlecht.
    ich hab mich als gast an dem abend sehr sehr wohlgefühlt und war mit der leistung der küche auch sehr zufrieden.

  24. entegut sagt:

    sequenzer, es scheint so, als würden Sie in einem besonderen Naheverhältnis zu diesem Lokal stehen. Haben Sie es vielleicht selbst aus der Wiege gehoben und reagieren deshalb so empfindlich?
    Erfahrene Gastronomen müssen mit Kritik leben können. Sie sollten unterscheiden, ob es sich um massive, mitunter berechtigte Kritik handelt, oder um Anmerkungen was eventuell verbessert werden könnte. Würden Sie genau lesen, dann erkennen Sie ganz klar, man war sich nach dem Besuch uneins: Die Autorin war kritisch, ihre Begleitung begeistert. That’s life! Ein bissl Dissonanz in erwähntem Text kann doch einen gstandenen Geschäftsmann nicht gleich so umhauen.

    Beurteilung von Leistungen in der Gastronomie: Grundsätzlich muss es einmal schmecken, es soll nett am Teller angerichtet sein und der wohlgestaltete Ort soll den Besuch zu einem Gesamterlebnis abrunden. Und da Geschmäcker eben verschieden sind, wird es zwangsläufig von ein und demselben Gericht, oder Besuch unterschiedliche Meinungen geben. Gottseidank, ich kann nämlich angepasstes Verhalten überhaupt nicht leiden.

    Nur Mut Herr sequenzer, bleiben Sie bei Ihrem Konzept. Es ist ja, wenn man anderen Berichten Glauben schenken darf, überaus erfolgreich und damit ist Ihre Sorge komplett unberechtigt.

    „verquast“ hat mich amüsiert und beschäftigt!

  25. katha sagt:

    ad sequenzer: danke, dass sie nochmal vorbeigeschaut und sich mit ihren weiteren äusserungen disqualifiziert haben. sie haben offenbar wirklich nicht verstanden, was ich geschrieben habe.

    und weil ich niemandem unrecht tun möchte: ich glaube, es handelt sich bei sequenzer, wenn er denn in seinen ihn selbst betreffenden aussagen die wahrheit spricht, um einen gast am nachbartisch (ein pärchen, das sich den abend im reinstoff zu weihnachten geschenkt hat), nicht um reinstoff-personal.

    good friends ist eine gute wahl, queenofsoup! kein schönes, aber ein sehr gutes chinesisches lokal.

    den naschmarkt mag ich nicht, muss nur manchmal wegen irgendwelcher schwierig zu beschaffender zutaten (oder fisch) hin. aufdringliche händler (es sind meist männer) sind gar nicht meins und da ich bevorzugt heimische bio-lebensmittel kaufe, ist das dortige angebot für mich nicht relevant.

  26. Zimtblüte sagt:

    @ Katha, @ squenzer
    Ich lese gerade Eure Diskussion. Ich muss Sequenzer uneingeschränkt Recht geben. Ich war auch schon Gast im Reinstoff und habe mich unglaublich wohl gefühlt. Vielleicht sollte man wenn sich nicht richtig einstimmen kann auf einen solchen Abend voller Genuss und noch voller Panik aus dem Flugzeug hetzt, dann darauf verzichten, ein solches Restaurant zu besuchen, dass alle Sinne in Anspruch nimmt.
    Das vorangesetzt, muss ich nochmal betonen, im Restaurant ist alles stimmig. Von der Beleuchtung, die das wesentliche fokussiert nämlich das Essen, über den zuvorkommenden Service. Aber das tollste sind die Menüs. Von hervorragenden Qualität, kulinarischen Intelligenz perfekten handwerklich gemacht. Übrigens, ist es nur eine Kleinigkeit aber ich möchte sie nicht unerwähnt lassen. Selbst das Brot ist unheimlich frisch, abwechslungsreich und lecker.
    Tipp von mir, einen solchen Restaurantbesuch besser planen um ihn dann in Ruhe zu genießen.

  27. katha sagt:

    ich sollte eine warnung ganz oben im esskultur.at-logo anbringen:

    diese website ist für strukturelle analphabet/inn/en nicht geeignet!

  28. entegut sagt:

    @katha: Dass du die zwei überhaupt erkennen konntest, wenn nur die Teller beleuchtet sind. :-D

    Ich überlege gerade, ich war vor nicht allzu langer Zeit in einem Lokal, das mit einem ähnlichen Beleuchtungskonzept arbeitete. Das hat mich narrisch gemacht: rundum schwarz wie in einer Gruft (wie zum Probeliegen) und die Teller hell beleuchtet. Ich weiß jetzt aber nicht wo das war ….

  29. tigerkater sagt:

    liebe leute,

    ich bitte abermals zu lesen, was die autorin geschrieben hat.

    und diskussionen finde ich wahrlich gut und bereichernd. wenn sie aber unter der gürtellinie geführt werden, ist das sehr ärgerlich.

    und gerne wiederhole ich mich: wenn behauptet wird, die autorin hätte gelogen, ist das einfach eine frechheit. und über stil kann man reden, „sie sind richtig schlecht“ ist aber wohl ein witz, oder?

    und weil ich mich noch immer persönlich angegriffen fühle: „Ich bin in der Lage einzuschätzen, wer dieser Verfasserin an diesem Abend gegenüber saß und weiß, daß auch diese frei erfunden ist.“ was soll das? oder verstehe ich sie nicht sequenzer? das verstehe ich übrigens auch nicht: „und wenn man realität mit dem vergleicht, was in den berichten steht, so man dann alle anderen berichte über restaurants ähnlich glaubwürdig.“ ich glaube hier fehlt ein prädikat. möglichweise ist das aber auch nicht verquaster stil.

    ich vermute allerdings, dass sie mir darauf nicht mehr antworten werden.

    und noch einmal möchte ich betonen: ich fand den abend auch stimmig, und das essen (ich wiederhole mich) fabelhaft. (und ich sass davor auch im flieger.)

    danke

  30. Andreas sagt:

    Hallo Katha,
    jetzt muss ich einfach auch mal was schreiben – also ich muss schon sagen ich konnte mir die Szenen in Berlin bildhaft vorstellen und musste gerade bei manchen Passagen laut lachen – wobei mich meine Bürokollegen etwas komisch ansahen ;-). Weiter so – hab immer viel Freude auf Deiner Seite. Gruß an den Web- und Sängermeister aus München!

  31. Eline sagt:

    @duni
    Schön, dass du die Drei Orangen auch so magst!
    @katha
    Ärgere dich nicht über derartige Posts.
    Wäre schön, wenn du mir verrätst, welche Rolle der Sängermeister in der Oper gesungen hat.

  32. katha sagt:

    danke, andreas! liebe grüsse an euch beide zurück. (thailand jährt sich demnächst zum zweiten mal…)

    hat er dir doch schon verraten, eline, lies nach bei: tigerkater!

  33. eumelchen sagt:

    liebe katha!
    zuerst einmal gratulation zu deinem ganz ausgezeichneten
    „berlin esserlebnisse „bericht.ausserdem möchte ich mich bei sequenzer bedanken, daß er meinen wortschatz um das wörtchen “ verquast“ erweitert hat. ich habe sogar im duden nachgeschaut-und erfreut fest gestellt-es gibt es!!!
    1.)für vergeuden
    2.)für verworren
    also war sein seltsamer bericht doch für etwas gut-ein neues boggelwort wurde geboren! hoffentlich kann ich es einmal anwenden.es hat so viele schöne buchstaben und brächte viele punkte!!!! also war der beitrag doch zu irgendetwas nütze! außerdem kann man aus seinem teilweise beleidigenden und unqualifizierten geschreibsel leicht erkennen woher der wind weht. im duden nachsuchen wäre auch für ihn gut gewesen er hätte dort sicher die in seinem mail offensichtlich fehlenden worte gefunden!!!!
    liebe grüße
    eumelchen

    ps.recht geschieht euch mit euren mies süsserlebnissen!! man kann diesen gusto auch mit weihnachtsbäckerei stillen!!!

  34. Ellja sagt:

    hui, das ist aber jetzt ganz schön verquast da *hihi*. Aber als Hobby-Detektivin weiß ich jetzt alles: Sequenzer ist die Dame mit dem stark riechendem Parfum!!!! Fall gelöst! :-)

  35. Eline sagt:

    Danke, katha, inzwischen hab ich (auch Hobby-Detektivin, wie Ellja) ) den Zusammenhang herausgefunden. Den Beitrag von tigerkater = sängermeister hatte ich überlesen, weil ich das ganze Sequenzer-Theater nicht so genau mitbekommen wollte ….

  36. entegut sagt:

    Muhaha, ich muss noch ein wenig lachen, bevor ich weiter muss.

    Darf ich bitte nochmals alles erklären:

    @ellja: Die gebadete Parfummaus, war bei Hasir. Hier erwarten die werten Leser noch böse Kommentare vom allesnuss-verkäufer, dem ich Brösel untergeschoben habe.

    @eumelchen: Die Österreicher dürften etwas einfältiger sein, denn im Österr. Wörterbuch, das ist das Regelbuch für unsere Sprache, steht dieses Wort nicht drinnen. Wenn man bei uns von schönen Quasteln spricht, dann meint man etwas anderes. So mancher vergeudet dorthin ein bis zwei Augenblicke und ist manchmal verwirrt. ;-)

    @eline: Bei der Liebe zu den fünf orangen Satsumas, hat der Hr tigerkater den Leander gespielt. Also wirklich …. alles schön in Reihe halten. :-D

    Gibts noch Fragen? Die Servicehotline für den Blog esskultur ist kostenfrei und amüsant!

  37. Ellja sagt:

    Ente, freilich war die bei Hasir, aber die musste ja von sich ablenken, um nicht gleich aufzufliegen, also hat sie sich einfach das reinstoff als angriffspunkt gesucht. Muss man hier wirklich alles bis ins Detail erklären? Tz tz tz *hihi

  38. eumelchen sagt:

    liebe entegut

    im duden „die deutsche rechtschreibung“ 23. auflage vom august 2004 seite 1032
    nachschauen!!!!
    vielleicht sind die ö. doch nicht so einfältig.hihihi
    lg
    eumelchen

  39. Andreas sagt:

    Grüße geb ich gerne weiter Katha – wobei sich R. auch oft hier „rumtreibt“ – am 20.02. gehts los Richtung Vietnam und Kambodscha – ich werde berichten!

  40. pumpaij sagt:

    Die besten Baklava in Wien bekommt man meiner Meinung nach (ich bin alles andere als Baklava-Experte) jeden Samstag in der Biostraße am Naschmarkt.
    Dort gibt es ganz am Ende, neben dem Stand der Fischbauern, seit drei oder vier Monaten einen türkischen Bäcker, der seine Ware meist laut schreiend an den Mann oder die Frau bringt.
    Ganz kommentarlos geht der Verkauf dort auch nicht über die Bühne, mir wurde jetzt schon zweimal prophezeit, dass sich meine Potenz ins Unermessliche steigere, wenn ich bloß zehn Stück kaufen würde…

  41. katha sagt:

    der letzte satz, pumpaij, hatte gerade einen lauten lacher meinerseits zur folge.
    danke, auch den anderen leserinnen & lesern, die wie immer die contenance und den humor bewahren.

  42. queenofsoup sagt:

    frau esskultur,

    ad naschmarkt (fast) uneingeschränkte zustimmung – aber wenn man im 7. bezirk wohnt und freunde im 4. hat, ist der naschmarkt immer noch der nächstgelegene grünmarkt, und wenigstens am samstag ja nicht so übel. mit bioware bin ich dafür in supermärkten im bezirk gut versorgt (freu mich aber sehr über alle tipps, die mich auf neues bringen).

    ad supermarkt-bioware: hat jemand eine ahnung: warum maran so konsequent deutsches (und holländisches, …) obst und gemüse verkauft, und so wenig österreichisches? sogar deutsche zwiebel und erdäpfel! ich hab denen das böse mail, das ich schon tausendmal im kopf formuliert hab, leider immer noch nicht geschrieben, kaufe dort mittlerweile aber fast nur mehr mein geliebtes mauracher sauerteigbrot und sonst nix.

    gruß
    qos

  43. sisko sagt:

    Ad Supermarkt-Bioware/Maran meine Vermutungen:
    1. Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage wird Ware aus österreichischer Produktion an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.
    2. In meinen verquasten (um das neue Lieblingswort wieder einmal zu gebrauchen) Hirnwindungen schwirrt etwas über eine Kooperation Maran – Denn’s/Dennree herum, daher vielleicht auch viele deutsche Angebote.

  44. queenofsoup sagt:

    indeed, sisko: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/381061/index.do
    danke also für den hinweis.
    aber: mögen wir denree? oder sind das die bösen?

  45. teeodora sagt:

    @sisko
    bingo zu punkt 2
    und beim mitbewerber basic gibt´s auch nur teutsche möhren!

  46. katha sagt:

    das finde ich gut, dass ihr lieben leserinnen & leser euch gegenseitig die fragen beantwortet, während ich mich kulinarisch fortbilde (käse- und butterseminar heute in oö).

    nur kurz ergänzt: dennree sind insofern die bösen, als sie mal jahrelang z. b. rapunzel nicht gelistet hatten (wegen streitereien, für die sich keine kundschaft interessiert) und eben auf lokale – österreichische – gegebenheiten kaum eingehen, weil sie das gar nicht not haben.

    werde auf meiner elendslangen esskultur.at-themenliste „einkaufsquellen“ ergänzen, ok?

    naturkost st. josef, queenofsoup! zollergasse. den kennst du doch bestimmt! gerade bei obst & gemüse aussergewöhnlich gut sortiert.

  47. Als abgehärtete Wahl-Berlinerin hat mich Dein Berlin-Bericht wenig verwundert, aber prächtig amüsiert… Servicewüste, unfreundlich und doch irgendwie liebenswert.

    Toll geschrieben und überhaupt nicht verquast (wenn man nur aufmerksam liest und anschließend die Fakten nicht durcheinanderwirbelt).

  48. katha sagt:

    danke, multikulinaria. wenn du von deiner anmerkung das wörtchen „liebenswert“ abziehst, könnte sie sich genausogut auf wien beziehen ;-)

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