ich bin eine filiale

(den titel erklär‘ ich später.)

gewuerzregal

eine premiere: ich stehe in der küche und schreibe eine – diese! – kulinarische notiz. ich stehe nicht deshalb mit dem notebook in der küche, weil ich jetzt auch so cool bin und mir rezepte ab sofort nicht mehr ausdrucke (ohne drucker und ohne küchenrolle könnte ich meinen job nicht machen!) oder keine mahlzeit überlebe, wenn ich nicht online bin. nein, der anlass ist ein praktischer. irgendwer hat vor ein paar tagen auf twitter zum nudelsorten-zählen begonnen. ich glaube, es war claudia (claudine). hande (vinoroma) hat vorerst mit 27 sorten im küchenkastl gesiegt. keine kunst, sie lebt ja auch in rom. das wettbewerbs-teufelchen, ein flüchtiger bekannter, hat mich geritten und ich habe behauptet, dass wir das spielchen gerne mit gewürzen spielen können – da gewinne nämlich garantiert ich.

twitter

ich, das notebook, wir gemeinsam in unserer küche und diese kulinarische notiz dienen der beweisführung.

es sind nämlich so viele kräuter und gewürze, dass ich die inventur lieber vor ort mache.

die bedingungen für unsere gewürz-wette:

  • nur „trockene“ gewürze zählen, also keine pasten, öle o. ä.
  • einzelgewürze, kräuter und mischungen zählen
  • salz und salzmischungen nehmen wir auch dazu
  • jene mit mehreren herkünften/sorten werden extra gelistet (hande will bei paprika gewinnen, aber ich gewinne bei pfeffer, safran und salz!)
  • wer verliert, zahlt eine gute flasche wein (dumm nur, dass hande sommelière von beruf ist. ich hoffe, ich muss mir keinen wein überlegen…)

weil das salz genau vor meinen augen steht, mögen die spiele damit beginnen:

salz

12 sorten salz pur

  1. meersalz fein unbehandelt frankreich
  2. meersalz grob unbehandelt portugal
  3. maldon sea salt (warum eigentlich 3 packungen davon? ich hab‘ nur eine gezählt, keine sorge) – mein lieblingssalz
  4. meersalz fein raffiniert (streuer)
  5. himalayasalz fein
  6. meersalz ganz grob (geschenk)
  7. laeso sydesalt – dänisches salz (das auf dem zweiten foto hier)
  8. ayurvedisches zaubersalz fein (geschenk)
  9. ur-steinsalz (wegen der praktischen dose für den web- und sängermeister für unterwegs)
  10. manju japanisches meersalz
  11. flor de sal
  12. bergkern fein & grob  österreich (nur einmal gezählt)

weitere 7 salzproben (nicht gezählt)

9 sorten salz mit aroma

  1. meersalzflocken rosmarin
  2. knoblauchsalz
  3. bio-kräutersalz (bergkräuter)
  4. wikingersalz (geschenk, das ärgste von allen, ich glaube ja, das ist nicht ganz sauber, glutamat?)
  5. bergkräutersalz
  6. bio blüten salz (südtirol)
  7. bio rotwein salz (südtirol)
  8. flor de sal blütenkonfetti
  9. wildpflanzen-tischsalz

weitere 3 gewürz- und blütensalzproben (nicht gezählt)

dazu passt der pfeffer, steht ja auch daneben:

pfeffer

13 sorten pfeffer pur

  1. schwarzer pfeffer (indonesien, von mama, noch immer der beste für jede gelegenheit)
  2. trio noir (mühle, herbaria, schwere konkurrenz für den ersten)
  3. roter kampot pfeffer (eines der geilsten – bitte um entschuldigung – gewürze überhaupt, von babette’s aus kambodscha)
  4. schwarzer tellycherry urwaldpfeffer (herbaria)
  5. weißer urwaldpfeffer (jaja, so gut kann weißer pfeffer schmecken)
  6. grüner urwaldpfeffer
  7. pfeffer weiß gemahlen (der einzige gemahlene im haus, auch von mama, daher darf er bleiben)
  8. szechuanpfeffer
  9. kubebenpfeffer
  10. langer pfeffer
  11. weißer pfeffer ganz (der „normale“)
  12. grüner pfeffer ganz (detto)
  13. rosa beeren – wir wissen, das ist kein pfeffer, aber ich zähle sie aus tradition hier dazu

2 sorten pfeffer mit aroma

  1. wildpflanzen-pfeffer grob & fein (gleiche zusammensetzung, daher nur einmal gezählt)
  2. vulkan-pfeffer (mit kürbiskernen)

70 80 sorten einzelgewürze bzw. -kräuter, darunter
bloß 4 sorten chili und
bloß 3 sorten paprika (mehr brauchen wir nicht)

diverse_a

42 sorten gewürz- und kräutermischungen, darunter
8 sorten curry bzw. masala (wird aber lieber je nach gericht frisch zubereitet)
4 sorten wunderwürz von mittagesser sebastian dickhaut (die ich nun endlich, endlich ausprobieren werden – versprochen!)
weitere 17 gewürzmischungsproben (nicht gezählt)

diverse_b

2 sorten kandierte blüten, nämlich veilchen und rosen

suess

und zum krönenden abschluss mein lieblingsgewürz:

safran

7 (!) sorten (eigentlich: herkünfte) safran in fäden

  1. mein kostbarstes, bestes und liebstes gewürz: selbst geernteter, gezupfter und getrockneter pannonischer safran, jahrgang 2007
  2. ein weiterer jahrgang pannonischer safran
  3. und noch ein jahrgang pannonischer safran
  4. bio-safran indien
  5. spanischer safran
  6. iranischer safran
  7. noch ein safran ohne herkunftsbezeichnung

es ist aber nicht so, dass ich schon genug hätte. obwohl ich mich seit jahren extrem zusammenreiße, damit ich nicht von jeder reise mehrere gewürze mitbringe, gibt es ein paar, die fehlen:

  • italienischer safran
  • schweizer safran
  • die gewürze von ingo holland (ich kenne sie wohl, aber als tochter einer drogistin mit einem sortiment von 400 losen kräutern und gewürzen in ihrem spezialgeschäft herbosan (leider noch ohne webshop, aber verschickt wird trotzdem) bin ich selbst so gut versorgt, dass bisher einfach nie die notwendigkeit dafür bestanden hat. obwohl ingo hollands purple curry – von dem auch eline immer wieder schwärmt – sicher bald (k)einen platz in meinem regal finden wird. außerdem werde ich im oktober gemeinsam mit mama ein seminar bei ihm besuchen, auf das ich mich schon sehr freue. je mehr ich weiß, desto neugieriger werde ich!)
  • andere vanille-sorten
  • wirklich gute, getrocknete minzen
  • „frischer“ sumach
  • getrocknete zitrusfrüchte (schalen) von hervorragender qualität

sachdienliche hinweise (oder kostproben)  für die (der) oben genannten werden gerne entgegengenommen.

ganz bestimmt nicht ins haus kommen mir knoblauch- und zwiebelpulver. und gewiss auch keine mischungen, die geschmacksverstärker enthalten. selbst meine asiatischen gewürzmischungen sind frei davon. das ist mir wichtig.
mich reizen auch all die schubeck- und weißnichtwer-gewürzlinien nicht (mehr). da gibt es bestimmt spannende mischungen darunter, genauso wie die von babette’s oder jene von herbaria (die ich besonders mag). aber ich habe zu wenig verwendungsmöglichkeiten dafür.

die verwendung von gewürzen ist (neben der richtigen lagerung und vor allem der richtigen qualität) ein eigenes kapitel. natürlich kenne und verwende ich alle meine gewürze, sonst hätte ich sie ja nicht im regal stehen. je nach saison, kochrichtung oder geschmack mehr oder weniger. und manchmal gehe ich nur zum schnuppern ans regal oder lasse mich gerne auch „blind“ abfragen. damit die nase nicht aus dem training kommt.

trockene gewürze würden mir nicht ausreichen, ohne

  • senf
  • essig und andere säurespender (verjus, zitrus, granatapfel)
  • currypasten
  • öle (nussöle z. b. zählen für mich eindeutig zu „gewürzen“)
  • frische kräuter
  • ätherische öle (zedrat-zitrone!)
  • sojaprodukte (saucen, miso)
  • sardellen und -paste
  • kapern

und all die anderen zutaten, die mir gerade nicht einfallen, aber für aroma sorgen, könnte ich mir kochen nicht vorstellen.

nach diesem blick in mein gewürzregal (das übrigens eine spezialkonstruktion vom web- und sängermeister ist – gewürzregale in dieser größenordnung gibt es nicht zu kaufen) bin ich aber nicht nur auf handes endergebnis gespannt, sondern würde sehr gerne auch in eure/ihre gewürzregale oder -laden spechteln. (den letzten satz hat mir das wettbewerbs-teufelchen eingegeben. ich kann nichts dafür.)

die gewinnzahl lautet übrigens 157 167. und deine, hande?

den titel brauche ich ja jetzt nicht mehr zu erklären. öffnungs- und schnupperzeiten der filiale: jederzeit nach voranmeldung.

nachtrag
zorra hat schon im november letzten jahres einen blick in gewürzschänke begehrt. und auch nicky hat über ihr würziges reich in neuen runden dosen berichtet. bei beiden ging es in den kommentaren häufig um die „richtige“ aufbewahrungsart. dunkel und gut verschlossen, das ist klar. meine sind jetzt seit fünf oder sechs jahren in diesen kleinen teedoserln. dunkel ja, dicht verschlossen: fast. nickys schraubverschlüsse könnten besser sein. ich mag aber keine flachen dosen. und habe nicht vor, so schnell wieder umzusiedeln. die gewürze meine ich. ah, und noch was: das mhd ist nur ein anhaltspunkt! wichtiger sind geruch und geschmack. gewürze können kürzer und viel länger als das mhd „vorschreibt“ halten. das hängt von der lagerung ab. ich habe bei gewürzen noch nie auf das datum geschaut.

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kommentare

50 kommentare zu “ich bin eine filiale”

  1. sisko sagt:

    Ihr Wahnsinnigen . . . ;-)

  2. Wow! Jetzt stellt sich die Frage. Hast Du ein Gewürz-Zimmer? Kann mir nicht vorstellen, dass das alles in eine Küche passen soll, in der dann auch noch etwas Mobilar und ein riesiger Herd stehen… ;-)

    Habe zwar auch 2/3 eines großen Schrankes mit Gewürzen okkupiert, aber gegen Euch Großmeister der Zutaten kann ich nicht mithalten.

  3. katha sagt:

    gewürz-zimmer, was für eine schöne idee, peggy! bisher hat aber alles noch platz. im gewürzregal alleine nicht mehr, aber ich weiche eben auf das kastl (ok: die kastln) daneben aus.

    das weißt du doch schon lange, sisko!

  4. Hut ab! Kommt man erstmal ins Sammeln gibt es kein zurück. Vielleicht entwickelt sich ja sogar eine Tauschbörse?

  5. Andreas sagt:

    Da bin ich wirklich sprachlos! Ich glaube, da brauche ich nicht mit dem zählen zu beginnen. Ich zwar auch nicht so schlecht ausgerüstet, jedoch das übersteigt wahrlich das Fassungsvermögen meines Gewürzregals… habe nur Süßholz und tasmanischen Pfeffer vermisst :-)

    Respekt!

  6. Ulrike sagt:

    Also hier kannst du in mein Gewürzregal, -schrank und Schublade blicken

    http://ostwestwind.twoday.net/stories/4908428/

    Inzwischen habe ich auch kandierte Veilchen

  7. katha sagt:

    tauschbörse, schnick schnack schnuck? dann komme ich doch überhaupt nicht mehr zum arbeiten!

    süßholz steht im teeregal, andreas. da fällt mir ein: dort (und im räucherkistl) wären noch ein paar gewesen, die ich oben ganz vergessen habe, danke für die erinnerung! z. b. wermut, tonkabohne, ringelblumenblüten, rosenblüten, kamille und eibisch. und getrocknete brennnessel, gundelrebe, orangenblüten. werde das oben gleich korrigieren. tasmanischer pfeffer? bin ja schon beim szechuanpfeffer skeptisch, weil ich sein aroma pur eigentlich nicht so gerne mag.

    jaja, du hast das natürlich schon vor jahren erledigt, ulrike, eh klar ;-)
    kandierte veilchen schmecken übrigens auch einfach in ein glas sekt/champagner geworfen.

  8. Suse sagt:

    Wow, ich bin schwer beeindruckt.
    Du nennst das Filiale? Ich nenn sowas Gewürzgroßmarkt :o)

  9. katha sagt:

    naja, bei herbosan gibt’s 400 lose kräuter und gewürze – ich hab‘ ja nicht alle hier, suse. deshalb: hauptgeschäft: mama, wiener filiale: ich.

  10. Nathalie sagt:

    Ich verlinke einfach mal einen alten Blog-Artikel von mir – da steht eigentlich alles drin :-)
    http://cucina-casalinga.blogspot.com/2009/11/blick-in-unsere-kuche-gewurze.html

  11. Sieht mir eher nach Grosshandel, nicht als Filiale aus. I am very impressed and also ashamed. Meine kleine Spiceansammlung sieht dagegen so kark aus. Oh, well. Haette ich auch gerne.

  12. Toni sagt:

    Kurzzeitig hab ich gedacht, ich könnte da mitspielen. Beim Pfeffer bin ich noch ganz gut im Rennen, aber dann… Safran im Eigenanbau muss ich unbedingt auch probieren!

  13. Marqueee sagt:

    Ein Detail am Rande nur: Du wirst das violette Holland-Curry lieben, da bin ich mir sicher!

  14. Eline sagt:

    Oh, jetzt versteh ich dein Listen-Faible besser. Passt gut zum Gewürzschatz ;-)
    Du gewinnst den Wettbewerb. Ich wäre chancenlos. Ich habe mir Beschränkung auferlegt, nachdem ich bemerkte, dass viele Dosen gerade mal 2 mal im Jahr geöffnet wurden und der Inhalt dann doch schon sehr schal war. Ich verwende einige Salze (alle Salze von Halen Mon müssen sein, Ur-Salz aus Deutschland für die Mühle, grobes, atlantisches Meersalz für Kochwasser und feines Fleur du Sel vom Mittelmeer zum ad hoc-Würzen). Viele verschiedene Pfeffer (aber nicht alle, die gerade Mode sind. Ich mag z. B. Langpfeffer nicht) und Paprikasorten (selbstgemachtes Espelette- und Habaneropulver, Pimenton de la Vera, serbischer Paprika) und viele ganze Gewürze in Mühlen. Mischungen gibt es kaum: nur Purple Curry und Mole von IH, Raz el hanout (selbstgemacht). Ohne Saucen, Pasten und Kräuter sind das gerade mal 50 Dosen und vor allem Mühlen.

  15. katha sagt:

    ich bin – wie beim no-knead-bread – einfach ein bisserl später dran, nathalie.

    die schiere menge macht’s ja nicht aus, my kitchen in the rockies. zählen tut eigentlich nur, was wie verwendet wird und wie das ergebnis schmeckt. manche brauchen dafür nur salz (ich denke an die georgische küche, die mit ganz wenigen gewürzen, dafür sehr vielen kräutern arbeitet).

    vorher aufgeben gilt nicht, toni! die einblicke sind so oder so spannend. safranknollen gibt’s z. b. hier.

    nicht nur das purple curry, marqueee, sondern vermutlich die meisten anderen seiner gewürze auch. an der qualität und den kompositionen zweifle ich ja keine sekunde.

    ich dachte mir, dass dein arsenal spannend ist, eline! die selbst auferlegte „beschränkung“ (bei 50 klingt das auch schon kokett…) ist sehr sinnvoll. meine kulinarischen gelüste erlauben das (noch) nicht.

  16. Anie sagt:

    Ich erblasse vor Neid ;-))
    Dabei dachte ich schon ich hätte viele Gewürze. Ich ziehe den Hut und behaupte ab jetzt immer das Gegenteil, sollte mich mal wieder jemand fragen nach dem Motto: „Nein, sorry viele Gewürze habe ich nicht!!!“

  17. kaltmamsell sagt:

    Halten zu Gnaden: Sie spinnen.

  18. katha sagt:

    vielleicht brauchen sie sie ja auch gar nicht, anie.

    danke für das kompliment, werte frau kaltmamsell!

  19. tigerkater sagt:

    ich fürchte dagegen gibt ja keine wirksame therapie. oder gibt es wo ansätze? für hilfe bin ich dankbar.

    und die idee eines gewürzzimmers finde ich GAAAANZ schlecht. ;)

  20. lamiacucina sagt:

    Da haben wir sie wieder: die Listen :-)

  21. Tina sagt:

    Mit knapp 130 kann ich da aber gut mithalten… Ich hab keinen Gewürzhändler in der Familie.. ;-) Fotos vom grössten Teil findet man dort -> http://foodina.wordpress.com/2010/07/07/gewurzordnung/
    Das meiste sind Einzelgewürze, da ich mir Mischungen gerne frisch selbst herstelle und auch eigentlich selten brauche.
    Und bei mir findet man kein Lafer, Schuhbeck, Holland, aber auch nicht Fuchs, Ostmann usw. Ich kaufe fast alles bei kleinen Einzelhändlern im Tütchen oder im Asialaden.
    Bei deiner Mutter würde ich sicher auch mit einem grösseren Kauf rausgehen ;-)

  22. katha sagt:

    wieso brauchst du eine therapie, tigerkater? ;-)

    waren sie dazwischen denn mal weg, robert?

    gefällt mir, tina, deine individuelle ordnung – und dein zugang auch. ob du bei meiner mama überhaupt noch was neues finden würdest?…

  23. Tina sagt:

    Ja, würde ich… Unter 400 Gewürzen sind bestimmt auch ein paar Schätze, die ich noch nicht habe. Ich hab da so ein Faible für Kümmel- und Chilisorten, der Mann in meiner Küche ist ein Pfefferfan.
    Und ich bin froh, dass ich endlich Ordnung in meinen Gewürzen habe.

  24. Toni sagt:

    Danke für den Link! Im September pflanze ich. Mit den Gewürzmischungen halt ich’s wie Eline, das meiste wird frisch gemörsert, aber ich zähl morgen mal und dann schau ich mal, ob ich mich trau ;)

  25. duni sagt:

    Gut, wenn ich demnächst ein rares Spezialgewürz brauche, setze ich mich einfach in den ICE, brause nach Wien und klingle bei Dir…
    Da fällt mir ein-meine slavistische Schwester liebt so ein bulgarisches Eintopfgewürz namens Chubritza, das hats doch bestimmt auch?

  26. katha sagt:

    und falls ich es nicht habe, duni, was machen wir dann? dann gehen wir zum meisterkoch essen ;-)

    kurze recherche zu (ts)chubritza: (sommer)bohnenkraut. ist vorhanden.

  27. Hesting sagt:

    Respekt, wenn Du für all diese Gewürze regelmäßig Verwendung hast.
    Ich hätte auch Angst, den Inhalt des einen oder anderen Döschens irgendwann schal vorzufinden.

    Die Idee mit den Teedosen ist aber eine nette Ausrede, mehr losen Tee zu kaufen. :)

  28. Heidi sagt:

    Muss mal zählen, bei mir schauts auch nicht schlecht aus. Das Problem ist, daß ich schon nix mehr find weil alles auf soviele Kastln aufgeteilt ist. Was war doch grad wo ?? Vielleicht sollt man eine Datenbank anlegen dann könnt man gleichzeitig mit Rezept ausdrucken auch den Platz von den Gewürzen suchen?? hab da echt noch keine befriedigende Lösung gefunden.

  29. Heidi sagt:

    Wo gibts übrigens diese Blechdoserl?

  30. katha sagt:

    wenn mir was schales unterkommt, hesting, und das passiert auch, dann wird es einfach gekübelt.

    die doserln habe ich über den großhandel bekommen, heidi. hast du mal bei nickys lieferanten (link zu ihrem posting ganz am ende meiner kulinarischen notiz) nachgeschaut, ob der auch solche hat?

    ich würde keine schon vorher gebrauchten verwenden wollen, weil manche aromen sonst durchschlagen. ich bin da recht heikel.

  31. Hesting sagt:

    Oh okay. Also doch keine alten benutzten Teedosen verwenden. Schade.

  32. Claus sagt:

    Doch doch, das beeindruckt mich! Unter Foodies DIE Alternative zur Briefmarkensammlung, ich glaub, das würde funktionieren ;-)

  33. Birgit sagt:

    einfach nur beeindruckend. wie wohl der frische sumach riecht und schmeckt? den getrockneten nehme ich gerne für salatdressings, das gibt so einen feinen und erfrischenden geschmack.

  34. katha sagt:

    ich würde es nur bei sehr intensiven gewürzen wagen, hesting. bei mir würde es gehen, weil ich keine aromatisierten tees trinke (außer earl grey mit echtem ätherischen bergamotte-öl), aber diese naturidenten aromen sind sowas von penetrant, das brauch‘ ich nicht in meinen gewürzen.

    dass dich was beeindruckt, claus ;-) du meinst, leute wie wir sollten fragen: „darf ich dir mein gewürzregal zeigen?“

    das mit dem „frischen“ sumach ist irreführend, birgit, ich meine schon getrockneten, aber nicht monate alten, sondern so frisch wie möglich seit seiner vermahlung. ich mag ihn eben auch sehr gerne, aber er ist eines jener gewürze, die am schnellsten aroma/geschmack verändern.

  35. zorra sagt:

    Wow, ich bin auch sehr beeindruckt! Du könntest damit fast einen kleinen Gewürzladen eröffnen. Was das MHD betrifft, da schau ich ich auch nicht so genau drauf, wozu hat man schliesslich Nase und Augen. ;-)

    PS: Ich habe Zwiebel und Knoblauchpulver im Vorrat, aber nur weil ich es für’s Wursten brauche. ;-)

  36. entegut sagt:

    sehr interessant, besonders die verschiedenen salze.
    interessehalber muss ich meine gewürzlade und regal einmal sichten. würde mich interessieren, wie viel ich habe.
    mein großes problem ist, keine ordentlichen und schönen dosen zu haben. ich wehre mich ja gegen runde dosen, weil sie so viel platz wegnehmen. da meine gewürze in einer großen auszugslade stehen, dürfen die behältnisse nicht sehr groß sein. außerdem müssen sie von oben beschriftbar sein. ich mag aber keine ordinären etiketten. und so passiert es, dass ich noch immer ein chaos in der lade habe.
    muss jetzt aufhören, weil kann im kommentarfeld nichts mehr lesen. spinnt irgendwie.

  37. katha sagt:

    verwendest du bei zwiebel und knoblauch eine bestimmte marke, zorra? die meisten davon sind ja nur scheußlich.

    dann wären solche dosen eh nicht so schlecht, ente, aber die runden haben halt den vorteil eines schraubverschlusses, der meist besser dicht hält.

  38. miriam sagt:

    Beeindruckend. Nur bei der Anzahl der Pfeffer könnt ich mithalten. Bin durch ein Tasting bei Ingo Holland zum Pfeffer-Junkie geworden, mein Favorit nach vielem hin und her ist der „Sieben-Pfeffer“.
    Das Problem mit dem von oben beschriften kenne ich leider auch, meine Küche gibt einfach den Platz für ein schönes Gewürzregal nicht her

  39. sule attems sagt:

    chapeau! ich würde auch mahlep (steinweichsel, türkische weichsel, türkische kirsche), schwarze kümmel, mastix (das harz der mastix-pistazienbäume) zu der sammlung nehmen. lg

  40. katha sagt:

    sieben-pfeffer kam gerade von einer münchner leserin per post zu mir, miriam, bin neugierig darauf.

    schwarzkümmel und mastix sind da, sule, bloß mahlep nicht. für welche gerichte wird diese weichsel/kirsche benötigt? ich hab‘ ja ein faible für alles fruchtig-säuerliche.

  41. Ellja sagt:

    na wusch! Was für ein Arsenal! Theoretisch hätt ich das auch gerne, praktisch nicht, weil ich immer irgendwie Angst davor hätte, dass ich ein Gewürz vergesse und es dann schlecht wird. Wieviel ich in Summe hab, weiß ich nicht. Aber in ein paar Tagen werd ich das mal abzählen, da gehts ans Gewürzregal reinigen, auffüllen usw. Von Herbaria hab ich auch einiges, aber nicht alle gefallen mir. Einige Mischungen mach ich mir selber und Salze auch, wie SElleriesalz, das ich unheimlich gerne verwende oder Tomatensalz für diverse Frühstücksbrote. Beim Pfeffer bin ich sparsam, da nehm ich am liebsten den Malabar, mit Zunder ;-).

  42. sule attems sagt:

    hi katha, mahlep wird, soviel ich weiß, eher im mittelmeer raum (türkei+gr+nahosten etc) und zwar für süßigkeiten verwendet. zb: osterpinze, stollen, hefekuchen und kekse.
    auch: mit dattelmus oder nüssen gefüllten mürbteigkekse. ich gebe das felsenkirschenpulver auch zu käsegebäck bzw handgerollten grissini , für das gewisse crunchy…

  43. Hiwwelhubber sagt:

    … wegen dem italienischen Safran fällt mir ein: In San Gimignano gib’s einen Verein, der seit einigen Jährchen wieder den dort früher angebauten Safran rekultiviert… DAS wär doch was ganz besonderes!

    http://www.sangimignano.com/sgzaffe.htm

    Gibt’s sogar zu kaufen (ganz unten auf der Seite):
    http://www.vinothekpeutler.de/Land/ita/toscana/cesani.htm

    … Ich selbst hab leider nur 1 Sorte, aber das war ein Gläschen mit 5 (!!!) Gramm, das mir mal geschenkt wurde, und ich muss mich sputen, den Rest mal zu berbrauchen, irgendwann lässt der Geschmack nach…

    Da fällt mir ein: Eigentlich würde uns interessieren, WAS Sie denn am liebsten muit Ihrem liebsten Gewürz machen. Von den wunderbaren schwedischen Safranbrötchendingens mal abgesehen!

    Schönen Gruß vom HH.

  44. creezy sagt:

    Das ist doch nicht mehr normal! ;-)

  45. Ulla sagt:

    Mal sehen ob ích den link zu meinem Gewürzregal (Foto)hier rein bekomme.
    http://www.chefkoch.de/blogs/8,983/Gewuerzregal.html

  46. irene sagt:

    oh ja, ich kann mir das gut vorstellen, kein aloimentari, grocery´s shop, queviures etc.ist vor mir sicher.
    aber: 1x im jahr kommt die grosse mottenaktion und da werf ich wieder 3/4 allerdinge weg
    oder gibts wen in wien, der/die trotz bester verschlüsse keine motten-attcken im frühling und herbst hat?

  47. katha sagt:

    willkommen, irene! motten schon, aber noch nie in den gewürzen…
    es wird zeit, dass ich endlich wieder mal zum yppenplatz aufbreche!

  48. Julia sagt:

    Wow, wie viele schöne Bilder und Geschichten zu Euren Gewürzschränken (und kathas Gewürzzimmer!) es hier gibt. Einen kleinen Einblick in 2 Fächer meines Gewürzregals (beherbergt größtenteils die indischen Gewürze, der Rest ist in Schränken untergebracht) gibt es hier: http://germanabendbrot.wordpress.com/2010/08/28/beschaftigung-fur-regnerische-tage-currymischung-kochbuchempfehlung-iii/
    Ich bereite gerade einen indischen Koch“kurs“ vor, den ich am Wochenende für Freunde gebe. Bei der Recherche zur Historie der gängigen Gewürze ist mir wieder mal aufgefallen, wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir heute alles (zumindest in Großstädten) kaufen können u. nicht mehr mit Gold aufwiegen müssen (naja, meistens…). Was für eine Bereicherung!

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  1. […] Hande (@vinoroma) und Katharina (@katha_esskultur) gerade auf Twitter und in ihren Blogs (hier und hier) den ultimativen Gewürzschwanzlängenvergleich hinter sich haben, kann ich mit ruhigem […]

  2. […] ich bin eine filiale – kulinarische notiz – esskultur 9. Aug. 2010 … nur “trockene” gewürze zählen, also keine pasten, öle o. ä. einzelgewürze … eindeutig zu “gewürzen”); frische kräuter; ätherische öle (zedrat-zitrone!) …. Sieht mir eher nach Grosshandel, nicht als Filiale aus. ….. TRACKBACKS … […]



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