heureka! schönbrunner gold

esskultur ist eine einzige gegenbewegung: die kulinarischen notizen erscheinen selten, sind viel zu lang, und anstatt häppchenweise häufig zu publizieren, verpacke ich viel zu viel in einen text. so auch heute. ihr seid vorgewarnt.

wer mich nach meinem lieblingsobst fragt, bekommt “walderdbeeren” zu hören. das ist gelogen. es sind zitronen. nichts neues, wenn ihr meine listen lest. zitronen sind obst, gewürz, säuerungs- und konservierungsmittel, gewürz, getränk und duft in einem. mir können die äpfel und erdäpfel, die zwiebeln und kräuter ausgehen, bio-zitronen – am liebsten sizilianische – sind immer da. übrigens in der gemüselade im kühlschrank, das hat sich bestens bewährt.

ich mag sauer, es ist meine lieblingsgeschmacksrichtung. wahrscheinlich taugt mir deshalb auch eine küche wie die des noma und alle, die in diese richtung gehen, so sehr. weil essig, säure, verjus darin eine große rolle spielen. und ich mag zitrusdüfte, besonders gerne von grapefruit und bergamotte, von zedratzitrone oder ganz gewöhnlicher zitrone, von bitterorange und bitterorangenblüten (neroli).

vor zwei wochen habe ich eine geschichte über zitrusfrüchte geschrieben (erscheint in der november-ausgabe der maxima) und bin dafür nach schönbrunn gefahren. nicht wegen des schönbrunner gelbs, sondern wegen des schönbrunner goldes, das dort im verborgenen auf bäumchen in grün gestrichenen holzkübeln hängt. in schönbrunn gibt es eine zitrusfrüchtesammlung. das wusste ich schon lange (gute artikel jüngeren datums: a la carte, die presse), aber ich war nie dort, auch nicht bei den zitrustagen, die jedes jahr im mai in der orangerie stattfinden. weil ich einem folgenschweren (keine leere phrase!) denkfehler aufsaß. ich glaubte, dort könne man pflanzen anschauen und begehrlich an früchten schnuppern, aber mangels garten und gewächshaus nichts weiter damit anfangen.

heuer im frühsommer waren wir im steirereck essen (heinz reitbauers küche wird immer noch besser, mutiger, dabei aber lässiger, hingehen). statt klassischer petit fours zum auswählen wird nach dem dessert ein zitrusfrüchtewagen vorgefahren (zitrusfrüchte-fotoalbum vom steirereck; aktueller beitrag über ein essen im steirereck samt zitrusfrüchtewagen bei l’art de vivre). dort stecken hauchdünne getrocknete scheiben von knapp einem dutzend zitrusfrüchtearten und -sorten in einer art fächer. getrocknet werden sie im steirereck. aber kommen tun die früchte – richtig – aus schönbrunn: zitronatzitronen und pomeranzen, orangen- und zitronenraritäten, für jemanden wie mich ist so ein wagerl eine offenbarung. am liebsten hätte ich ein paar scheiberln eingepackt, aber das gehört sich halt leider nicht. im zuge der recherche für meine geschichte bin ich also wieder bei schönbrunn gelandet. und beim dortigen gärtner, dem diese sammlung zu verdanken ist: heimo karner. am 2. september dürfe ich vorbeikommen, er habe zwar viel zu tun (stundenlanges gießen), aber ich könne mir die sammlung schon anschauen.

der großteil der sammlung steht versteckt in einem wirtschaftstrakt des schlossparks, dort findet niemand hin und soll wahrscheinlich auch niemand hinfinden. auf der suche nach herrn karner laufe ich an handtellergroßen grünen buddhas hand zitronatzitronen vorbei. sehe orangen und limetten, zitronen und pomeranzen auf den bäumchen und dann den gärtner, der mit seiner gartenschere verwachsen zu sein scheint und mich, wenn er lächelt, an robbie williams in zehn jahren erinnert. in der ersten minute unter den zitrusfrüchten wird mir klar, was ich die letzten zehn jahre, die ich in wien lebe, versäumt habe. aus mir sprudeln die sortennamen und hybride, ich kenne ja genügend davon, bloß bekomme ich sie selten oder nie (dazu gleich mehr) auf den teller. heimo karner erkennt meine begeisterung und die nächsten drei stunden kommen wir aus atemlosen erzählungen nicht mehr heraus, während ich mir den nacken verbrenne und wir gemeinsam in der mittagshitze von baum zu baum hetzen, damit wir nur ja einen ordentlichen überblick bekommen. ich über die sammlung, er über mein kulinarisches wissen. für solche stunden mit solchen leuten in solcher umgebung liebe ich meinen beruf am allermeisten.

wir verkosten mehrere sorten australischer fingerlimetten (zitruskaviar), eine davon ist extrem sauer, aber die überwältigend duftende schale, eine mischung aus limette und bergamotte, süß und sauer und schwer und frisch gleichzeitig, aus der könnte man doch irgendwas machen? gespritzt wird hier gar nix, drei restaurants bekommen regelmäßig zitrusfrüchte aus schönbrunn: das steirereck, das vestibül (christian domschitz) und das vincent (peter zinter). und an jenem freitag auch ich. so schnell kann ich gar nicht widersprechen und danke sagen und mich freuen, wie karner mit seiner gartenschere die reifen früchte abknipst. im hochsommer. wo die supermarktzitronen aus südafrika kommen.

in einem glashaus vermehrt er buddhas hand. von den blüten, die in ihrer mitte schon eine winzige “hand” ausbilden, kann ich meinen blick nicht mehr losreißen. wieder mal: das wunder natur. wir sprechen über asien und kalamansi, von denen wir ja im februar ein halbes kilo aus malaysia mitgebracht hatten. die kenne er nicht, sagt karner, aber wenn ich ihm genauere infos zukommen ließe, könne er sich drum kümmern. ich bin so aufgeregt, dass ich fast vergesse, nach meyer lemons zu fragen, dabei stehen diese früchte auf meiner liste ganz oben. seit zehn jahren renne ich ihnen nach, mehrmals wollten mir freundinnen welche aus amerika mitbringen, mangels saison oder verfügbarkeit ist bis dato nichts daraus geworden. noch nie habe ich eine gegessen, aber ich weiß, dass sie mir schmecken wird. und wie! die sorte, eine hybride aus zitrone und orange, ist seit rund 100 jahren bekannt. ein amerikaner namens frank meyer hat sie von china nach kalifornien gebracht, dort sind meyer lemons kult, weil weniger sauer als zitronen und ganz besonders aromatisch. in europa sind die früchte nicht erhältlich, sie dürfen (vermutlich wegen zitruskrankheiten) nicht importiert werden. ich mache mir keine hoffnungen. karner mir auch nicht. er sagt, dass es sein könne, dass unten im kronprinzengarten, wo den sommer über ein teil der sammlung stehe, so eine meyer zitrone dabei sei. meinen enthusiasmus darüber teilt er nicht. dafür verrät er mir nebenbei sein rezept für zitronenspaghetti und dass die noch alle gerne gegessen hätten.

die hitze ist kaum mehr zum ausderhalten, auf die idee, eine der frisch geernteten früchte zu schlachten und den saft zur erfrischung zu trinken, komme ich nicht. viel zu kostbar ist das geschenk. wir fahren zum kronprinzengarten, direkt hinter dem schloss schönbrunn. gegen einen kleinen obolus kann man hier von mai bis september die historisch aufgestellte zitrusfrüchtesammlung betrachten – begreifen ist nicht erwünscht, den fingernagelechtheitstest zu machen, schon gar nicht.

einige der bäume sind bis zu 180 jahre alt, vor allem pomeranzen (ihr erinnert euch an den gugelhupf?). kann gut sein, dass kaiserin sisi marmelade aus den früchten dieser bäume zum frühstück gegessen hat. neben dem limonadenbaum (den gibt’s wirklich, eine kreuzung aus meyer! und grapefruit, leider ist grade keine frucht reif) steht ein kleines bäumchen mit einer einzigen frucht. wir gehen dran vorbei, als karner innehält. das wäre diese meyer zitrone. was denn so besonders an der sei? ich erzähle ihm von kalifornischen gärten und rezepten, von alice waters und dass diese zitrone halt so was ganz besonders tolles für die feine küche sei. er schüttelt nur den kopf und meint, dass noch niemand danach gefragt habe. auch reitbauer nicht? auch reitbauer nicht. drum habe er auch nur das eine bäumchen, und in dem moment hat er die einzige frucht auch schon heruntergeschnitten und mir in die hand gedrückt.

sie ist warm von der sonne, weich und fühlt sich sehr saftig an. karner geht weiter, ich kann mein glück überhaupt nicht fassen. er sagt noch beiläufig, er werde die halt vermehren, wenn’s denn so eine tolle sorte sei.

dann kommen noch zwei arten kaffirlimetten, deren blätter völlig unterschiedlich riechen, und irgendwie ist das für mich ab der einzigen schönbrunner meyer lemon, die ich nicht mehr aus der hand gebe, surreal. kaffirlimetten und kaffirlimettenblätter frisch vom wiener baum für mein geliebtes rotes thaicurry (rezept folgt, lieber herr karner!)? kein problem. ich rieche und reibe an blättern, stoße mit der nase an die früchte, schnüffle und schnuppere, kratze ganz vorsichtig an den schalen, um die ätherischen öle freizusetzen. nichts auf der welt kann besser riechen als diese drei stunden am freitag vor zwei wochen.

gemeinsam schreiben wir zetterl, damit ich die schätze zuhause auch noch zuordnen kann, machen ein foto in der wiese, und dann fahre ich zitrushigh nach hause und drapiere das schönbrunner gold auf dem esstisch. dort liegt es ein paar tage. die meyer lemon, die australische fingerlimette und die persische limette kommen in den kühlschrank. seit dem geräusch der gartenschere, die das zweiglein, auf dem die meyer lemon hing, durchtrennt hat, denke ich darüber nach, was ich aus ihr machen kann. wie ich am besten schale und saft nütze, ohne irgendwas zu vergeuden. es muss was einfaches sein, in dem der pure geschmack zur geltung kommt. eine woche lang kann ich mich nicht entscheiden, die 100 rezeptvorschläge aus der los angeles times konsultiere ich erst gar nicht. dann kommt der letzte sonntag für die kommenden zwei monate, den der web- und sängermeister und ich gemeinsam verbringen. am abend fliegt er nach berlin. ich muss die meyer lemon mit ihm teilen, unbedingt. und als hommage an das land, in dem sie so beliebt sind, machen wir meyer-lemon-pancakes mit meyer-lemon-mascarpone und meyer-lemon-zesten. das grundrezept für die buttermilk pancakes ist seit 12 jahren ein frühstücksklassiker im hause esskultur. es stammt aus dem buch cook something (über das ich jetzt nicht auch noch einen sermon schreibe, obwohl es das wert wäre, weil das konzept von mitchell davis außergewöhnlich gut ist), das wir 1999 aus kalifornien mitgenommen hatten. aus dem land, wo die meyer lemons blühen – und früchte tragen.

buttermilk pancakes – an feiertagen mit meyer lemon

zutaten für die pancakes
1 cup weizenmehl*
2 tsp (teelöffel geht auch) zucker
1/2 tsp feines (meer)salz (keinesfalls weniger)
1/2 tsp weinstein-backpulver
1/4 tsp soda (natron) (gibt’s in der apotheke)
3/4 cup buttermilch
1/4 cup milch
1 großes bio-ei
2 tbsp (esslöffel geht auch) butter
mehr butter zum backen

*cupmaße, böse, ich weiß, aber ich hab’s in den 12 jahren noch nie gewogen. laut adam riese müssten es ca. 140 g mehl sein (beim rezept für das brot habe ich einen durchschnittswert von 145 g universalmehl pro cup angenommen, nachdem ich mehrmals cups gemessen und dann abgewogen hatte). bei den flüssigkeiten kann man das ruhig locker handhaben, z. b. knapp 200 ml (genau: 180) buttermilch und gut 50 ml milch (genau: 60).

zubereitung

  1. buttermilch, milch und eier so früh wie möglich aus dem kühlschrank nehmen.
  2. butter in einem kleinen pfanderl gerade schmelzen, nicht weiter erhitzen, sondern von der flamme nehmen und etwas abkühlen lassen.
  3. in einer rührschüssel die trockenen zutaten mit einer gabel vermengen.
  4. in einer kleineren schüssel buttermilch, milch und ei mit der gabel gut verquirlen. die butter schnell unterrühren (wenn die milchprodukte noch zu kalt und die butter noch zu warm ist, wird letztere in form kleiner flöckchen gleich wieder fest – das macht aber auch nichts, alles schon gehabt).
  5. die feuchte mischung zur trockenen gießen und rasch und schlampig (!) mit der gabel (!) vermischen. nicht glattrühren!
  6. in einer möglichst schweren, großen pfanne weitere butter erhitzen. evtl. backrohr vorheizen.
  7. mit einem esslöffel den teig in form kleiner krapferl in die pfanne geben. die pancakes rinnen ein wenig auseinander. wir bringen in der großen pfanne 4 stück unter.
  8. bei mittlerer hitze backen. sobald die ränder braun werden und die pancakes an der oberfläche bläschen zeigen, mit mut und tapferkeit (jedenfalls nicht zaghaft) wenden und fertig backen. im backrohr warm halten.

in diesem fall habe ich die schale einer halben meyer lemon in den teig gerieben. außerdem gab’s dazu eine mascarpone-creme, die ich aus mascarpone, geschlagenem obers, staubzucker, etwas vanille, der restlichen meyer-lemon-schale und dem saft der ganzen meyer lemon (die nicht so sauer sind wie normale zitronen) mit der hand gerührt habe.

die fertigen, im backrohr warm gehaltenen pancakes haben wir an diesem feiertag mit dem mascarpone angerichtet, garniert mit frischen meyer-lemon-zesten. der staubzucker und der ahornsirup waren für unseren geschmack nicht zu süß, das ganze hatte schon eine gewisse frische, spritzige sommerliche säure.

normalerweise kommt gar keine zitronenschale in den teig, aber nach dem meyer-lemon-versuch werde ich in zukunft immer ein wenig zitronenschale hineinreiben. selbstverständlich kann man dieses rezept mit frischen oder gegarten früchten, nüssen oder schokolade im teig variieren. ein anderes pancakes-rezept probiere ich längst nicht mehr aus, das ist das beste.

üblicherweise essen wir zu den pancakes frische früchte der saison, kurz mit zucker und zitronensaft und evtl. einem schuss orangenlikör ziehen gelassen. das sind im sommer beeren oder steinfrüchte, im winter fast immer orangenfilets, manchmal auch mango oder maracuja, wenn im bioladen verfügbar. auf die pancakes streichen wir ganz wenig butter (salzbutter passt super), obenauf ist ahornsirup ein muss. wer will, dass alles schön heiß bleibt, wärmt den ahornsirup im butterpfanderl. für hardcore-pancakes-esser/innen kann ich auch die variante mit knusprig ausgebratenem bauchspeck (vom freilandschwein, was sonst) empfehlen. zu den früchten und dem ahornsirup. jawohl.

was trinkt man dazu? ich finde, kaffee passt nicht. und komischerweise auch kein grüntee. zu pancakes gibt’s bei uns fast immer darjeeling. der teekönig aus indien hat sich mit der zitruskönigin aus schönbrunn prächtig verstanden.

die meyer lemon hat in form von saft und schale, pur, roh im mascarpone und warm in den pancakes genau so gut geschmeckt, wie ich es erwartet hatte. hoffentlich wird die sorte bald in europa angebaut. zitrus-raritäten sind sowieso groß im kommen.

kommentare

66 kommentare zu “heureka! schönbrunner gold”

  1. Energischer Einspruch, Frau Esskultur! Die kulinarischen Notizen sind NICHT zu lang. Es ist NICHT zu viel in einem Text verpackt. Doch in einem Punkt muss ich Dir recht geben: Die kulinarischen Notizen erscheinen viel zu selten – ich könnte mehr davon vertragen ;-)

  2. Ellja sagt:

    oh wow, und das vor dem Frühstück! Ich bin begeistert, von der Tatsache, dass wir solche heimischen Schätze beherbergen. Nie im Leben hätte ich mir das in Schönbrunn hindenken können. Und danke, dass Du diese Entdeckungen mit uns teilst! Deine Begeisterung spricht so entwaffnend aus Deinem Artikel, jetzt bin ich es auch und möchte sofort was mit Zitronen. Aber wie bekomm ich jetzt das so gach mit den Pancakes hin…

  3. Penelope sagt:

    Sind das schöne Bilder *-*. Und sind das schöne Worte *-*. Mehr davon!

  4. Danke für’s Mitnehmen und Zeigen dieser Schätze!

  5. Thea sagt:

    Herr Karner konnte doch gar nicht anders, als einer solchen Aficionada und Expertin die wunderbar beschriebene Göttergabe zu dedizieren…

  6. zorra sagt:

    Ich wünschte es gäbe so eine Zitronenvielfalt im Land wo Zitronen klimatisch gesehen sicher besser blühen als in Oesterreich. Danke fürs Mitnehmen.

  7. entegut sagt:

    ich wusste schon von den zitronen in schönbrunn, allerdings nicht, dass sie verkauft werden. sehr schöner aromatischer bericht. und wie schön die zitronensorten sind. auf meiner terrasse benötigen die zitronen ewig, bis sie reif sind. es wird aber eine gute ernte! ich empfehle jedem ein bäumchen zu ziehen. es gibt nichts herrlicheres, als der feine duft von blühenden zitrusbäumchen. wäre für mich ein perfektes eau de toilette. :)
    für kalamansi habe ich eine gute importquelle, letzte woche gab’s nachschub! :)

    ich mache auch nur die buttermilk pancakes, liebe sie mit blueberries und besonders mit bananen & butterrum sauce.

  8. Micha sagt:

    Sehr spannender Ausflug – hach, so Zitronen vom Baum, das ist was Besonderes. Und wie die duften, wenn sie blühen!

  9. Eline sagt:

    Schoen, sehr schoen! Das ist Leidenschaft.
    soewit ich verstanden habe: es gibt keinen Verkauf (ausser an die drei Restaurants)?
    Ich habe mir auf den Artikel deines Kollegen Delrue im letzten Rondo hin, Zitrusmarmeladen und -honig vom Faaker See bestellt – kein Ersatz fuer frische Fruechte, aber ich bin trotzdem schon neugierig, wie Bergamottte-Marmelade schmeckt.
    Wie hat die Meyer Lemon geschmeckt, abgesehen von “gut”?

  10. Danke für diesen spannenden Exkurs. Die Begeisterung sprang förmlich über. Wusste gar nicht, dass Meyer-Lemons nicht importiert werden dürfen. Nachgezüchtet aber schon, oder?

    Welche guten Zitrusfrüchte-Händler gibt es eigentlich so? Würde gern mal Bergamotte probieren. Bisher nur als Tee gehabt und mochte diesen sehr.

  11. padrone sagt:

    Wenn frau einen solchen Beitrag auf der Pfanne hat, klickt sie doch mit einem breiten Grinsen auf den “Publizieren” Button… oder?! Und dann erfaßt die glückliche Leserschar der esskultur ein Grinsen… glückliche und dankbare!

  12. duni sagt:

    Ich kann von den Agrumen und ihrem Duft auch nie genug bekommen . Habe mir ein neues Deo gekauft, “Weleda Citrus” . Wennst Dir das aufsprühst, riechst wie feinster Gin Tonic. An den musste ich bei Deinen Citruseskapaden dauernd denken, auch wenns schon fast zu kalt dafür ist.

  13. katha sagt:

    zuerst muss ich mich bei der walderdbeere entschuldigen. nachdem ich vor wenigen minuten die letzte aus der gärtnerei bach (im fensterbankerlkisterl) gegessen habe, habe ich ein schlechtes gewissen. machen wir’s salomonisch: walderdbeeren bleiben meine lieblingsfrüchte, zitronen mein lieblingsobst.

    macht freude, so ein erster kommentar, ti saluto ticino, danke! öfter kann’s sowas nicht geben, denn bei aller leidenschaft: das braucht zeit. zum recherchieren, zum fotografieren, zum schreiben, zum arrangieren, zum wachsen.

    danke, ellja! die schmecken auch mit normalen zitronen, die sizilianerinnen sind eh schon wieder erhältlich. wenn du in wien bist, schau dir die sammlung an. oder komm’ zu den zitrustagen. das nächste mal bin ich ganz bestimmt dort. 17. bis 20. mai 2012.

    die bilder zuerst, penelope, wer hätte das vor ein paar jahren gedacht? aber draußen bei gutem licht ist es auch wirklich einfacher, die eindrücke einzufangen.

    gerne, petra!

    warum bloß muss ich bei jedem deiner wohlformulieten kommetare schmunzeln, liebe thea

    gibt es nicht, zorra? das wundert mich. aber: du könntest du deinen bäumchen doch auch eine meyer gesellen, zum bekommen sind die pflanzen ja.

    im großen stil werden sie eh nicht verkauft, ente, aber wer lieb fragt, darf auch welche käuflich erwerben, solange verfügbar (gegen mai hin gewiss nicht, weil dann alles für die zitrustage gebraucht wird).
    klassisches eau de cologne (kölnisch wasser, wie 4711, genau) besteht zu einem großteil aus zitrusfrucht-komponenten. das sind auch die einzigen düfte, die ich länger riechen kann, sofern natürlich. das wäre übrigens ein anlass, wieder mal nach einem guten ausschau zu halten. (mama, liest du eh mit?…) vielleicht das original von farina? oder das von santa maria novella in florenz, an dessen duft ich mich noch immer erinnere obwohl ich’s mir damals nicht leisten konnte?
    und ente, möchtest du dir nicht eine kleine meyer in den garten stellen? und für den sachdienlichen hinweis auf diese sorte bekomme ich dann nächstes jahr ein früchtchen, oder zwei, wenn die bei dir eh so prächtig gedeihen?

    ja, ganz bezaubernd, micha, im ernst. der duft stimmt so fröhlich und in dem moment kann nix schlimmes passieren. aromatherapie halt (btw: eine gute quelle für alle fragen zu diesem thema ist eliane zimmermann mit ihrem blog).

    danke, eline. ich kann’s und will’s auch gar nicht leugnen.
    doch, man kann schon auch welche kaufen, wenn gerade genügend verfügbar sind. wenn du das nächste mal in wien bist, könnten wir das gemeinsam angehen. hast lust?
    ja, fand ich selbst sehr lustig, dass jetzt gerade ein artikel über ceron im rondo erschienen ist (hast du meinen mangalica-artikel gesehen?). bergamotte ist mir fast immer zu intensiv. ich mag den duft wahnsinnig gerne, sehr dezent im tee auch, aber am gaumen in speisen derpack ich ihn fast nicht. bin gespannt, was du sagst. vielleicht hebst ein kleines batzerl für ellja und mich zum kosten auf?

    die meyer lemon hat so geschmeckt, wie weiter oben beschrieben: sehr aromatisch und schillernd von der schale, süß im duft, aber nicht so süß wie eine orange, von der säure her angenehm (aber ich mag sauer!), wie wenn man zitronensaft mit einem kleineren teil saft einer vollfruchtigen tarocco o. ä. mischt.

    ja, die pflanzen sind in europa erhältlich, multikulinaria, aber über verlässliche händler weiß ich nichts, weil ich keinen balkon (erinnert mich nicht daran!) habe. heimo karner hat jedenfalls mehrfach von oscar tintori gesprochen, auch ceron dürfte meyer führen.

    es war ein grinsen, da hast du recht, padrone, aber ein schwaches. weil heute früh um halb drei…

    das deo kenne ich, duni, es duftet sehr fein (ein wenig herb, nicht so süß), bloß taugt’s eher als körper- und raumspray denn als deo – zumindest bei mir. gin tonic ist eine wahrlich gute idee. die persische limette liegt nämlich noch im kühlschrank…

  14. Beate sagt:

    Meinetwegen kannst du auch gerne in Buchlänge bloggen ;-)
    Schade dass das Geruchsinternet noch nicht erfunden ist, man möchte am liebsten die Nase ins Bild halten, aber all diese Zitrusfrüchte sind auch einfach schön anzusehen.
    Pancakes am Sonntag, nach einem faulen Vormittag, sind das Höchste.

  15. katha sagt:

    danke, beate, für die erlaubnis ;-)
    ich bin froh, dass es kein geruchsinternet gibt. dann muss man raus, sich die pflanzen und früchte besorgen. denn wenn es ohne vorwarnung von internetseiten so riechen würde wie im wirklichen leben, dann bräuchte ich einen nasenklammer oder dauerschnupfen: synthetische duftstoffe, viel zu viel und aromen überall. da ist mir mein zedrat-ätherisches öl (farfalla) oder das mit grapefruit (primavera) viel lieber.

  16. queenofsoup sagt:

    liebe katha,

    du kannst dir gar nicht vorstellen wie maßlos mein neid grade ist! von der buddha-hand träume ich seit ich hier http://whiteonricecouple.com/recipes/buddhas-hand-dressing/ (auch große zitrusfreunde) davon gelesen habe. auf die meyer lemon hast mich ja du gebracht. und von der orangerie in schönbrunn wusste ich, nur bin ich nie hin weil ich angst hatte dass ich dann erst mir wieder quasi die nase platt drücke und weder ernsthaft schnuppern noch kosten darf…

    gerade gestern erst wollt ich ernsthaft nur nach faak am see fahren, nur um zum ceron zu gehen. aber da ist das problem wohl ähnlich.
    vielleicht soll ich mir auch einen meyer lemon baum anschaffen. werd mal recherchieren.

    lg qos

  17. Eline sagt:

    Natuerlich habe ich deinen Iberico-Mangalica- Artikel gelesen und wieder was gelernt. Ich wusste nichts ueber diese Geschaeftsbeziehungen.
    Den Weleda-Deo hab ich auch, ich finde ihn sehr gut. Mit GinFizz habe ich mich noch nie eingesprueht, waere auch mal interessant.
    Die Bergamotten-Marmelade nehm ich sicher eher zum sparsam Wuerzen, aufs Handsemmerl mag ich so was nicht. Earl Grey kann ich z. B. gar nicht ausstehen.

  18. Also von mir bekommst du auch die Erlaubnis, dass du in Buchlänge bloggst! Bei dir wird man nicht müde beim Lesen. Es ist immer wieder ein Vergnügen.

    Und ich habe auch soooo (*riesig zeig*) große Augen bekommen beim Standard-Artikel, dabei brauch ich offensichtlich nicht einmal an den Faaker-See, um so tolle Zitrusfrüchte bestaunen zu können!

    Die Zitrustage im Mai sind auf jeden Fall vorgemerkt! Danke dir für die Info.

  19. Ach ist das schön, so einen Beitrag zu lesen, bei dem die Begeisterung aus jedem Satz sprudelt. Wir lieben Zitrusfrüchte genauso wie du, eigene haben wir auch schon, es ist immer eine Zitterpartie, ob wir sie über den Winter bringen.
    Du hast wahrscheinlich die Kerne der Meyer-Zitrone weggeschmissen, oder? Ich hätte sehr gerne einen gehabt: seit ich im Buch von Jeffrey Steingarten gelesen habe, dass man Zitronen-Granita nur damit machen sollte, bin ich auf der Suche …
    Unsere Buddhas Hand trägt heuer erstmals riesige Früchte, sie sind noch grün und das kleine Bäumchen trägt jetzt schon schwer daran – du weißt sicher, was ich mit der reifen Frucht anstellen könnte, oder?
    Die Zitrustage in Schönbrunn haben wir auch verpasst, aber auf der Welser Gartenmesse konnte ich eine Yuzu-Zitrone erstehen. Es wird wahrscheinlich noch sechs Jahre dauern, bis sie blüht, hat man uns gesagt, aber das ist uns wurscht – wir warten bei unserem Taubenbaum schon 15 Jahre, dass er endlich blüht, da sind sechs Jahre ein Klacks :-)
    Nochmal: Toller Beitrag, keinesfalls zu lang!

  20. katha sagt:

    mach das, queenofsoup, quellen stehen in meinem vorvorigen kommentar. und kommenden mai werde ich stellvertretend ein paar zitrusfrüchte für dich verkosten… ;-)

    selbst zum würzen wäre ich mit der bergamotte vorsichtig, eline, ich würde auch eher an fisch od. desserts denken, aber lieber unter- als überdosiert.

    danke für die zitrusblumen, frau nachbarin turbohausfrau. wir sehen uns eh nicht erst im mai, gell?

    natürlich habe ich die kerne…, küchenschabe, nachher ist man immer gscheiter. ja, zur buddhas hand fällt mir was ein, z. b. hauchdünn über gedämpfte fische hobeln oder desserts daraus machen oder kandieren. auf jeden fall nicht bloß die schale verwenden, sondern die ganze frucht, ist ja eine zitronatzitrone, das weiße schmeckt nicht bitter! ich beneid’ dich um die möglichkeit, zitrusbäume zu “halten” (das heißt irgendwie anders, fällt mir grad nicht ein), wie stehen sie bei euch im winter? herr karner meinte ja, dass der winter das große problem in österreich sei, weil kaum jemand ausreichend kühle (!) helle räume für die zitrusfrüchte hätte. yuzu ist eine gute wahl, die hat auch ein tolles aroma. ein direkter vergleich meyer/yuzu wäre spannend, sind ja beides zitronen-hybriden. und danke fürs doppelte lob, tut gut.

  21. lieber lang und kurzweilig – wie kurz und langweilig.
    Ich liebe ebenfalls Zitronen – daheim lachens mich deswegen aus. unsere Nachbarin hat auch ein eigenes Zitronenbäumchen (sie ist leidenschaftliche Gärtnerin) und wenn wir eine Zitrone bekommen – ist das eine wahre Köstlichkeit. Ich habe auch gern im Teig den Zitrusgeschmack. Ich habe im übrigen so gehofft, dass du eines deiner Rezepte rausrückst… da bekomm ich ja guster aufs frühstücken mit diesen pancakes.

  22. Ich hab´s befürchtet … einfach weggeschmissen – schlimm ;-)
    Ich habe im Erdgeschoß unseres Häuschens einen großen Raum (eigentlich Töpferwerkstatt, aber ich bin faul geworden), den wir so gut wie gar nicht heizen (nur so, dass es grade nicht friert), und mit Pflanzenlampen zusätzlich erhellen. Zu trinken bekommen sie natürlich nur Regenwasser, bzw. sammle ich im Winter im Garten Schnee und lass ihn zergehen.

  23. julie sagt:

    ich bin ganz verzaubert von diesem beitrag. die tollen bilder, der Text, der direkt die gedanken und die geschmacksnerven anregt und dann das meyer lemon i-tüpfelchen. ein erlebnis!!!

  24. entegut sagt:

    @katha: ergattere mir kerne einer schön ausgereiften frucht und ich ziehe für dich diese zitrone. ;-) ich habe ja leider nur die bäumchen bei mir in zucht, die man bei b. kaufen kann.

  25. Das hätte ich heute Morgen auch vertragen können. Ein Gedicht!

  26. teeodora sagt:

    eine grosse freude in wort und bild! wirkt an diesem trüben und regnerischen tag wie ein bündel sonnen-strahlen!)

    ad zitrus-pflanzen: herr ceron hat uns in wels auf der gartenmesse erklärt, dass ein ungeheiztes
    schlafzimmer ein idealer überwinterungsort ist.

    ad zitrus-duft: das florascent aqua aromatica “regia” mit bergamotte, zitrone, neroli, rosmarin und bitterorange kennst eh, oder?
    und was ist mit “selber mischen”? dürfte bei deinem äö-bestand und -wissen nicht schwierig sein!

    bitte höflichst um weitere so tolle, ausführliche beiträge!
    ich such mir jetzt ein zitrus-äö zum schnuppern!

  27. daniela sagt:

    Was für ein wunderbarer Arikel liebe katha. Man kann gar nicht anders, als sich bei jedem Satz mit dir mit zu freuen. Großartig!
    Ich hab mir erlaubt, in meinem Steirereck-Artikel auf deinen hier zu verweisen.

  28. Mit meiner Frage meinte ich eher Zitrusfrüchtehändler. Zitrusfrüchte gehen immer. Auch ohne Balkon ;-)

  29. katha sagt:

    schönes motto, weltbeobachterin! eine zitrone, deren herkunft man kennt, ist in unseren breiten halt was besonderes. obwohl’s mir ja bei vielen lebensmitteln so geht. die produkte, deren menschen im hintergrund ich kenne, behandle ich automatisch achtsamer. und deshalb ist pollans satz (shake the hand that feeds you – wisst ihr ja eh) so mächtig.

    ich trage also statt eulen nach athen zitronen in küchenschabes garten, und muss eline recht geben: klingt sehr paradiesisch!

    willkommen, julie, und danke für deine begeisterten worte!

    na super, jetzt hätte ich schon zwei kernabnehmerinnen gehabt, ente, und was mache ich wegwerferin? wegwerfen. wenn ich wieder eine in die hand kriege, werden sie aufgehoben. einfach auf küchenrolle trocknen wie bei paradeisern?

    kannst du ja ganz einfach machen, tobias – bloß ohne meyer ;-)

    danke, teeodora! für das timing kann ich nix, das hat sich der wettergott mit der zitrusgöttin so ausgemacht. dass du den herrn ceron kennst, hätte ich mir schon wieder denken können. wenn ich herrn karner richtig verstanden habe, ist ein unbeheiztes schlafzimmer noch immer zu warm. oder habt ihr pläne, von denen ich noch gar nix weiß?
    selber mischen ist mir eine nummer zu groß – danke trotzdem für die diesbezüglichen blumen. noch dazu sind meine zitrusöle nicht alle taufrisch und da extra zum experimentieren anfangen… wobei, reizen würde es mich schon, wenn ich mal ein paar tage ruhe hätte. aber mein kalender sieht sowas derzeit nicht vor. deshalb komme ich vorerst sehr gerne auf eine schnupperprobe an der königin gerne zurück! alternativ dazu könnten wir statt dem herrn holland das geld hintragen natürlich gemeinsam eine kleine versuchsreihe starten: eau de cologne-rezepte suchen, zutaten auffrischen, gemeinsam mischen und reifen lassen. was meinst?

    was beiträge dieser art betrifft, habe ich weiter oben schon geschrieben: sehr gerne, weil es mir selbst eine riesenfreude macht und befriedigung ist. aber gleichzeitig nimmt’s auch sehr viel zeit in anspruch. und ihr wisst ja, bei freiberufler/inne/n ist zeit geld. betrachtet esskultur halt einfach als monatsmagazin, dann ist der druck nicht gar so groß. meiner nicht, was zu schreiben, und eurer nicht, was vorzufinden.

    danke, daniela. habe deine ausführlichen eindrücke von eurem steirereck-essen auch nachträglich oben verlinkt. passt gut dazu.

    wenn du den findest, multikulinaria, ist dir ewiger dank sicher. bestimmt nicht nur meiner! hast schon beim frischeparadies gefragt?

  30. kaltmamsell sagt:

    Ganz herzlichen Dank für Geschichte und Bilder! Wien im Mai werde ich mir merken.
    Meine andalusische Zitronenquelle versiegt leider gerade durch einen Todesfall; du hast recht: Es ist so wundervoll, eine duftende Zitrone mit Herkunft zu verwenden. Aus der letzten andalusischen Lieferung hat meine Mutter Limoncello gemacht – ich muss gleich mal fragen, ob noch etwas davon da ist.

  31. lihabiboun sagt:

    Welche Herrlichkeit, goldener Tagesbeginn trotz Gräue vor den Fenstern. So ein Genuß kann niemals zu lang sein! Ich hätte um ein Haar den Computer abgeleckt und kann jetzt endlich meine Suche nach Meyer Lemon aufgeben … DANKE!!!

  32. noch ein kurzer zitronen-nachtrag: ich verstehe nicht, wieso es inzwischen im handel sogar verschiedene tomatensorten gibt, nur bei zitronen lässt man völlig aus – überall nur eine sorte, ähnlich – vielleicht mit ein bissl mehr auswahl – ist es bei den orangen.

    kannst du, als unsere zitrusspezialistin da nicht ein bissl wirbel machen – es wäre so schön, wenn sich in den nächsten jahren was rühren täte!

    ich werd mal meinen gemüsedealer darauf ansetzen ;-) vielleicht sollten wir einen aufruf starten, dass das jeder machen soll – intensive nachfrage bringt ja oft dann mehr auswahl: denkt man da an chilis – vor fünf jahren gab´s so gut wie keine, jetzt ist es kein problem, habaneros und andere zu kaufen …

  33. katha sagt:

    offensichtlich gibt es sehr viele zitrusliebhaberinnen und liebhaber unter euch!

    ich werd’ euch alle nochmal an die zitrustage erinnern, liebe kaltmamsell. ich hab’ da eine etwas größere (größenwahnsinnige?) idee…

    nicht aufgeben, lihabiboun, lieber lästig sein bei den händerln und händlerinnen! die dürfen ruhig auch was lernen und vielleicht erbarmt sich ja mal wer und züchtet die endlich auch hier. und: danke für das lob, das wiederum meinen grauen wiener morgen aufgeheitert hat, ganz ohne monitor abschlecken.

    das mein’ ich ja, küchenschabe, dass das sowieso einer der nächsten großen trends werden wird (siehe mein letzter satz der kulinarischen notiz). aber du hast recht, wir sollten nachfragen und insistieren und uns nicht mit “zitronen” abspeisen lassen, wenn wir uns auch nicht mehr mit sortenlosen “paradeisern” oder “erdäpfeln” abfinden müssen. bei orangen beginnt das schon, richtig, und ich freu’ mich auf die saison (meine lieblinge sind die von der cooperative salamita aus sizilien). wobei man eins nicht vergessen darf: chilis, paradeiser, erdäpfel, äpfel, zwiebel (da sind raritäten auch schwer im kommen, endlich) wachsen bei uns, zitrusfrüchte nur in ausnahmefällen.
    aber ich habe schon beim schreiben eine idee gehabt, die ich nun dank eurer lästfetzigkeit weiter verfolgen werde. kann sein, dass die, die ich drauf ansprechen will, eh mitlesen…

    lasst mir ein bisserl zeit, ich zitrusfrüchtesüchtige vergess’ schon nicht drauf. bloß könnte ich im moment ein büro für kulinarische ideen aller art aufmachen und jeden tag eine verkaufen. keine ahnung, wo die alle herkommen.

  34. Eliane sagt:

    hach, seufz, wie schön, ich durfte herrn karner und seine leidenschaft für saueres und gelbes und orangenes auch schon mal erleben, auf den zitrustagen, auch wenn ich am ende der welt jenseits des kanales wohne, dorthin muss man einfach gehen!

  35. katha sagt:

    das hätt’ ich mir denken können, eliane, dass du den herrn karner und seine schützlinge längst kennst. wirst du kommendes jahr zu der zeit hier sein?

  36. duni sagt:

    heute auf dem markt lief mir eine zedratzitrone zu. was soll ich nur damit anstellen?

  37. katha sagt:

    bio, duni? wenn ja, z. b. als salat (wie fenchel) aufgeschnitten (mit allem drum und dran) oder als unterlage für ofengeschmorten fisch (feine scheiben) oder kandiert für die weihnachtsbäckerei.

  38. Hiwwelhubber sagt:

    Liebe Katha,
    also zur Citus Meyer fällt mir ein… hab diese Sorte sehr sehr oft im Handel gesehen, aber oben nicht im Obsthandel, sondern in Pflanznehandel, selbst in Baumärkten mit Pflanzen (auch online z. B. bei Flora Toscana)… da hilft nix: Ein Bäumchen erwerben und sich als Züchter versuchen. Habt ihr nicht ein unbeheiztes, helles Gäste-WC zum Überwintern?

    Im Netzt gibts übrigens eine rege Citruszüchter-Gemeinde und viel viel zur Pflege, super war für mich immer
    http://www.steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/

    Also vielleicht einen Vesuch starten?
    Lieben Gruß vomn HH.

  39. katha sagt:

    schon klar, hiwwelhubber, dass man die pflanze auch hier bekommt (link kenne ich ebenfalls, schaut trocken aus, ist aber sehr interessant). aber wir haben weder im sommer noch im winter die richtigen bedingungen dafür, zitrusbäumchen bei uns aufzunehmen. leider. sonst wäre ich schon in den nebenberuflichen zitrusraritätenhandel eingestiegen ;-)

  40. heimo sagt:

    Bei den nächsten in der Orangerie stattfindenden Zitrustagen von 17.5-20.5 2012 gibt es unter vielen anderen Zitrusarten und Sorten auch Mayerzitronen.

  41. katha sagt:

    diese woche hört nicht auf, gut zu sein! danke, lieber heimo, für diese frohbotschaft!

  42. Astrid sagt:

    Ich bin begeistert! Diese Rezepte sind genial, gibts die auch in einem Kochbuch, ich würd es sofort kaufen :-)
    Liebe Grüße

    Astrid

  43. katha sagt:

    danke, astrid! es gibt ja eh schon ein kochbuch von mir, allerdings mit rezepten von einem, der das wirklich kann: so schmecken wildpflanzen.

  44. Pepe Nero sagt:

    Ein sehr schöner Beitrag! Schade, dass man so selten die Gelegenheit bekommt, eine dieser wundervollen Zitronensorten zu ergattern…
    Liebe Grüsse
    Susann

  45. katha sagt:

    willkommen, pepe nero, und danke. wenn du von 17. bis 20. mai in wien sein solltest, kannst du bei den schönbrunner zitrustagen zwar keine zitrusfrüchte kaufen, aber sie alle kennenlernen und verkosten. ein anfang!

  46. Pepe Nero sagt:

    Lieben Dank, für den Tip! Schmacht… das wär schon eine ganz tolle Sache… Wien im Mai… wer würde das nicht gerne wollen… die Zitrustage wären natürlich noch das Sahnehäubchen oben drauf! Kennenlernen und verkosten wär ein super Anfang!

  47. heimo sagt:

    Das Programm zu den Zitrustagen in der Schönnbrunner Orangerie ist unter
    http://www.garten.or.at zu finden die von
    17.5 bis 20.Mai 2012 stattfinden.

  48. Angelika sagt:

    Danke für diesen tollen Artikel. Nachdem ich ja schon einige Schätze mit dem genialen Herrn Reitbauer teile (ist ja eigentlich jetzt eine Anmaßung ;-) muss ich mich endlich auch um diese Schönbrunner Kostbarkeiten kümmern, stehen ja schon lange auf meiner Liste. Zitrusfrüchte sind die Essenz meiner Küche. Bei “zu lange schreiben” hab ich lächeln müssen, auch ich bin ja so eine. Wir sind damit nicht wirklich “mainstream”, umso schöner, wenn diese mit Liebe konzipierten Text voller Enthusiasmus gelesen werden.

    Katharina, ich wünsche Dir und dem Herrn Web- und Sängermeister noch frohe, genussvolle Weihnachen!

  49. katha sagt:

    danke, angelika, und was die zitrusfrüchteliebe betrifft, die offenbar viel mehr leute teilen, als bisher angenommen (denn als wichtige zutat nennt sie kaum jemand), hast du ja eh schon den offiziellen weg beschritten.

  50. ich finde Rezepte und alle Ideen hier richtig toll!!
    Man kann so viel auf angenehme Art und Weise erfahren!

    Ich muss mich morgen organisieren und weitere Infos lesen :)

  51. Dagmar sagt:

    Liebe Katharina,
    grad gibt es Mayer Zitronen bei Denns sogar im Angebot. Morgen gibts die Pancakes bei uns ;-).
    Liebe Grüße

  52. Mia sagt:

    Eine wundervolle Liebeserklärung an eine vielseitige Frucht und dazu noch diese beeindruckenden Fotos. Ich kann verstehen, dass Zitronen zu deinen Lieblingsfrüchten gehören.
    Und dieses Rezept… Habe ich direkt ausprobiert und ich muss sagen, ich könnte mich reinlegen. Ich habe noch nie solche leckeren Pancakes gegessen und muss sagen, dass wird es bei uns jetzt wohl öfters geben.
    Vielen vielen Dank für eine wundervolle Geschichte und ein traumhaftes Rezept.

TRACKBACKS
  1. [...] Orangerie und Heimo Karner, dem “Vater” aller dortigen Zitrusbäumchen, geschrieben. Hier geht’s lang [...]

  2. [...] ellja?) stehen? weil sich essen halt nur bis zu einem gewissen grad (wer von euch wollte bei der zitrusgeschichte den monitor abschlecken?) übers netz und über worte vermitteln lässt (aber immerhin kann ich [...]

  3. [...] fünf monate nach meiner kulinarischen notiz heureka! schönbrunner gold durfte ich wiederkommen, neue meyer-lemon-bäumchen (an sowas bin ich sehr gerne schuld) ebenso wie [...]

  4. [...] (geworden) sind. und aus euren reaktionen auf kulinarische notizen über die sonnenschweine, das schönbrunner gold und unser wildpflanzen-kochbuch wage ich die prognose, dass euch dieser tag genauso viel freude [...]

  5. [...] die schönbrunner zitrusfrüchte, letzten freitag endlich auch im rondo (und online) – das schönbrunner gold kennt ihr ja [...]

  6. [...] Schwiegermutter-Gugelhupf und sündhaftes Shortbread von Katharina. Viele Infos mehr im Artikel heureka! schönbrunner gold der [...]

  7. Kabeljau-Zitronen-Auflauf…

    Kabeljau-Zitronen-Auflauf © multikulinarisch[es] Winterzeit ist Zitruszeit. Wer einmal ein Löffelchen von Nickys Manderol-Gelee gekostet hat (bzw. meine Variante mit Campari) oder vom weltbesten Orangenkuchen (in Kürze im Blog), weiß dass Zitr…

  8. [...] pomeranzengärtner, der zugleich herr über fast 100 andere zitrusfruchtarten und -sorten vom schönbrunner gold ist, hat mir zu weihnachten pomeranzen und ein paar andere schätze geschenkt. pomeranzen von [...]

  9. [...] hat alles ganz unschul­dig. Daß Katha­rina Sei­ser die Zitrus­ex­per­tin unter den öster­rei­chi­schen Food­blog­ge­rin­nen und –blog­ge­rin ist, haben wir ja [...]

  10. [...] schon länger hier mitliest, weiß über meine zitrus-leidenschaft bestens bescheid. wer nicht: schönbrunner gold, mein liebstes zitrusbild, pomeranzenmarmeladenseminar oder meine zitrusfruchtkunde für frisch [...]

  11. […] vergangenen freitag nachmittag kommentierte dagmar bei der zwei jahre alten kulinarischen notiz heureka! schönbrunner gold […]

  12. […] und leser. hier geht’s zum ursprünglichen beitrag über das kulinarische wunder, und hier steht, wie sehr ich mich über die erste (und damals letzte) meyer zitrone aus schönbrunn (das war […]

  13. […] wie eine Zitrone, aber eben mit einer “mandarinigen” Note. Wir kennen sie vom großen Schönbrunner Zitrusfrüchte-Posting auf Katharina Seisers esskultur-Blog, bekommen haben wir sie allerdings über eine Freundin vom […]



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