sonntagssinnessammlung kw 3

lieblingsbild

salzburg, café bazar, 17. jänner 2012, hauskaffee (s. u.)

feiner geruch

der duft der schnittfläche des obauer-marmorgugelhupfs, beim ausgiebigen schnuppern und schnüffeln mit der nasenspitze berührt, immer wieder, und für den ich gestern endlich die perfekten mengen für die riess-gugelhupfform gefunden habe (das rezept ist eh ganz ähnlich meinem pomeranzenparfümierten nougatgugelhupf, aber dort sind die mengen noch eher am obauer-rezept angelehnt, was einen zu niedrigen gugelhupf in dieser form ergibt)

bleibender geschmack

der hauskaffee im bazar (s. u.), jene mischung aus getreide- und bohnenkaffee mit kaltem schlagobers obenauf, die ich seit 20 jahren kenne und liebe und viel zu selten bekomme (und von dem ich schon in dieser vier jahre alten kulinarischen notiz über meine salzburg-tipps geschwärmt habe)

der rahmschmarrn des web- und sänger- und früheren schmarrnmeisters, jedes mal wieder:

wohliges gefühl

der germknödel im rundum empfehlenswerten salzburger gasthof weiserhof (leider weder speisekarte noch bilder vom lokal – samt gastgarten – online, da hilft nur mehr, der frau esskultur zu vertrauen…)
temperatur, konsistenz, verhältnis von powidl, mohn, staubzucker und butter, duft und geschmack sind einfach perfekt:

zum weiserhof ist noch zu sagen: roland essl kocht hier einen haufen salzburger klassiker, aber ohne irgendwelche modischen verirrungen. so einen guten semmelknödel habe ich schon lange nicht mehr gegessen (und auch selbst nicht hinbekommen) – und die schottnocken mochte ich schon im krimpelstätter, den essls eltern gepachtet hatten.

angenehmer klang

überhaupt gar keine frage: das abstellen der serviertasse (ja, so heißt das ovale tablett) auf dem marmortisch im salzburger café bazar
für mich ist das bazar das schönste wiener kaffeehaus wiens. und damit österreichs. das braucht euch nicht wundern, weil die (für mich) beste konditorei wiens steht ja auch in salzburg.

kommentare

7 kommentare zu “sonntagssinnessammlung kw 3”

  1. Thea sagt:

    Seit Stunden confiere ich bei niedriger Temperatur Entenschlegel und -brüste, zwischendurch gab’s zum Essen Grüne-Bohnen-Masala…
    ABER JETZT WILL ICH NUR NOCH RAHMSCHMARRN ODER GERMKNÖDEL!!! NEIN, AM BESTEN BEIDES – ABER GANZ SITTSAM HINTEREINANDER, WEGEN DER CONTENANCE ;–D)

  2. Tina sagt:

    Das erste Bild erinnert mich spontan an den Besuch eines chinesischen Version eines wiener Kaffeehauses in Tibet.
    Da gab es auch die Mischung zwischen Milchschaum und Sahne, das ganze für 6 Personen von 7 Kellnern serviert ..

  3. lingonsmak sagt:

    ja, feiner kann es wohl kaum sein! ich schaue neidvoll hinüber … :)

  4. Ana sagt:

    Bazar – bin ich ganz bei dir!
    Vielen Dank für den Tipp. Ich kannte den Weiserhof bisher nicht.
    Liebe Grüße aus Salzburg!

  5. katha sagt:

    schon germknödel gemacht, thea? zur not tut’s auch ein rahmschmarrn für zwischendurch – der geht schneller.

    bilder, tina!

    achwo, ihr habt eh jede woche einen pool an köstlichkeiten, lingonsmak.

    willkommen, ana (oder warst du eh schon mal hier in den kommentaren zu lesen?)! würde mich freuen, wenn du von deinem besuch im weiserhof erzählst. grüß mir mein lieblingscafé und herrn wolfgang, wenn du den nächsten hauskaffee dort trinkst.

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  1. […] vorletzte pomeranze aus sizilien, als ich ihre schale in die gugelhupfmasse gerieben […]

  2. […] empfehle. allerdings nur wochentags, sa und so geschlossen! wenn’s germknödel (bild in dieser kulinarischen notiz) gibt, […]



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