sonntagssinnessammlung kw 11/12

lieblingsbild

marybong tea estate, darjeeling, indien, 18. märz 2012

der erste darjeeling des jahres 2012 ist in dem wagerl, das der mitarbeiter von marybong in die vom morgenlicht (kurz vor 7 uhr) warm gefärbte sortierhalle schiebt

feiner geruch

marybong tea estate, darjeeling, indien, 17. märz 2012

teeblätter vom first flush 2012 beim “withering” (welken), dem ersten schritt auf dem weg zum schwarztee, ein geruch nach heu (cumarin), aber viel frischer, grasiger, fruchtiger, satter – der erste atemzug beim betreten dieser teefabrik ist so ein moment, den leute wie ich nicht vergessen

bleibender geschmack

  • der allererste schluck darjeeling first flush 2012 (dj 1, tumsong tea estate) – den vergesse ich auch nimmermehr
  • shortbread fingers, heute zur tea time, zum ersten mal gemacht, werden nie wieder fertig gekauft

  • rehragout gestern abend, nach dem rezept aus unserem buch, so simpel, so gut – einfach ein stück weißbrot und der zweigelt 2003 von sepp muster dazu
  • der schokokuchen, den mir der web- und sängermeister zur rückkehr gebacken hat

wohliges gefühl

  • wiener wasser nach einer woche indien, auf den händen, im gesicht, im mund, in der kehle, in den nasenlöchern, unter der dusche, auf der wäsche
  • am flughafen wien um 6 in der früh vom web- und sängermeister erwartet zu werden
  • das rondo von vorgestern aufblättern und die eigene reportage über die sonnenschweine (ihr wisst: 0,007 prozent…) darin sehen
  • shortbread fingers, perfekte konsistenz, wunderzeug

angenehmer klang

  • vogelkonzert um kurz vor 5 uhr früh auf tumsong in darjeeling
  • wien nach einer woche indien
  • straßenverkehr in österreich nach einer woche indien
  • govinda/kula shaker (seit jahren nicht gehört, am montag in delhi eingefallen, seither ohrwurm, gestern zuhause endlich der abgleich des ohrwurms mit dem album, ohrwurm bleibt)
kommentare

27 kommentare zu “sonntagssinnessammlung kw 11/12”

  1. Lisa sagt:

    Wunderbar – danke!
    Hab schon Entzugserscheinungen gehabt, so lang ohne Esskultur! :-)
    Meine Sinne sind wieder so angenehm angeregt durch das Lesen der Sinnessammlung!
    Und bitte – das Rezept für die Shortbreadfingers!

  2. Wilkommen zurück, wunderbare Stimmung auf dem ersten Foto! Hast du das Shortbread nach dem Rezept von Eline (aus Effilee, mit Reismehl) gemacht?

  3. Birgit sagt:

    Schön! Es sind ja diese Gegensätze die das Leben so spannend machen. Bin auch schon gespannt, ob es das Rezept für das Shortbread hier demnächst zu lesen gibt;)

  4. excellensa sagt:

    Ein schöner Start mit der Sonntagssinnessammlung in die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub.
    Macht mir Lust, nach jahrelanger Abstinenz, doch mal wieder einen Versuch mit “Schwarztee” zu wagen. Etwas Ambivalenz habe ich aus der Woche auch mitgebracht.
    Willkommen zurück
    excellensa

  5. eline sagt:

    Nicht auf jede Fernreise-Erfahrung, die du machst, bin ich neidisch. Auf diese schon! Darjeeling ist für Teeliebhaber wie uns ein Traumziel.
    Shortbreads muss ich auch wieder machen, ab der Sommerfrische-Eröffnung regelmässig.

  6. Indienfotos einmal ganz anders! Nicht das hektische, bunte Treiben in den Straßen und Gassen diverser Städte, sondern wunderbar stimmungsvoll – so richtig zu meiner Tasse Tee passend, die ich gerade trinke. Danke für diesen schönen Montagmorgen!

  7. katha sagt:

    danke, lisa, rezept folgt!

    als ich in die halle gegangen bin, hat mich die lichtstimmung fast umg’haut, küchenschabe. ja, das klassische rezept (das effilee nicht erfunden hat ;-)) mit einem drittel reismehl.

    klar, birgit, diese freudenspender behalte ich nicht für mich.

    was magst/mochtest du denn am schwarztee nicht, excellensa? vielleicht finden wir im ausschlussverfahren den richtigen für dich?

    mich wundert ja, dass du noch nicht dort warst, eline. ich würde zwei, drei wochen später fahren, dann ist alles saftig grün, heuer waren wir zu früh dran. es ist eh “dein” adaptiertes rezept, der klassiker 1-2-3 (und vom mehlanteil 1/3 reismehl, bio aus indien mitgebracht), mit viel salz, aber ohne vanille. ich finde, die menge von effilee ist zu wenig für ein blech. das wird mir zu dünn. bei uns hat’s für 2/3 eines bleches gereicht.

    stimmt, turbohausfrau, die hektischen, bunten habe ich auch, aber erst durch deinen kommentar ist mir meine unübliche auswahl aufgefallen. welchen tee trinkst du am morgen?

  8. Katrin sagt:

    Jetzt täte ich natürlich das Rezept fürs Shortbread brauchen bitteschön! :)

  9. mitreisende sagt:

    Das Licht hast du herrlich eingefangen, es war eine unglaubliche Stimmung – ich bin froh, dass ich so zeitig aufgestanden und mitgefahren bin !
    LG Ursula

  10. katha sagt:

    für alle shortbread-gierigen:
    zu elines adaptiertem effilee-rezept geht’s hier.

    ich habe das wiederum ein wenig adaptiert, komme aber grade nicht dazu, es in ruhe zu notieren. mit elines variante (salz!) seid ihr auf der sicheren seite.

    danke, ursula, deine bilder sind (ebenso) großartig! und das mitkommen war definitiv die richtige entscheidung. ich bin genau für diese paar stunden am sonntag in der frühen früh mitgefahren.

  11. Julia sagt:

    Ach, Indien. Traumhaft. Das Foto gefällt mir ausgesprochen gut. Gerade die ruhigeren Motive in all der Hektik und dem Krach sind so schön. Deine Begeisterung über das Wiener Wasser kann ich nachvollziehen. Mir ging aber auch der beißende Gestank von verbranntem Plastik (in Delhi und anderen Städten) so schrecklich auf den Nerv. Hessische Luft war also nach 3 Wochen neben dem Wasser ein echtes Highlight!

  12. Zu deiner Frage: Earl Grey mit ein bissi Milch. Den vom Schönbichler, anderer gilt nicht. ;)

  13. katha sagt:

    danke fürs fotolob, julia. ich weiß nicht, ob ich’s drei wochen in indien aushalten tät’. kommt wahrscheinlich drauf an, wo. die luft, der staub, der dreck (jetzt auch die trockenheit)…

    so hat jede ihren und jeder seinen tee, turbohausfrau, und dann gelten doch wieder alle ;-)

  14. Ellja sagt:

    Willkommen zurück! Und gleich mit einem so stimmungsvollen Einstiegsbild! Ich bin eine Kräuterteetrinkerin, am liebsten Himbeerblätter oder Tulsi. Schwarztee hat mir nur in England geschmeckt. Und shortbread hab ich mir immer als “nackerten Keks” relativ langweilig vorgestellt. Aber man lernt ja dazu :). Dein bericht über die la bonca-schweinderln wieder schön, man darf nur die kommentare nachher nicht lesen.

  15. excellensa sagt:

    Da fragst Du was, katha. Kurz gesagt: mir geht es wie Ellja. Schwarztee nur in England. Ich hab ab Mitte der 70-ger bis Ende der 80-ger jedes Jahr 3-6 Wochen in England bei den Großeltern verbracht. Und mir schmeckte dort jeder Schwarztee, der mir vorgesetzt wurde (wahrscheinlich viel Ceylon), oft und gerne mit Milch und Zucker. Kaffee war zu der Zeit in England ungenießbar. Auch wenn ich denselben Tee mitbrachte und hier zubereitete, es war nicht dasselbe (vielleicht lag es am Wasser, vielleicht an der Psychologie). Mild müsste er sein, er darf nicht “rauchig” schmecken. Mein letzter Versuch ist bestimmt 20 Jahre her, ich müsste einfach mal wieder den Einstieg finden, immerhin hab ich hier die Schwarzteesilberkanne aus dem großelterlichen Erbe stehen, die dort täglich im Gebrauch war. Für Empfehlungen bin ich immer dankbar.
    excellensa

  16. Michaela sagt:

    Super Foto, Katharina und deine Beschreibung vom Zurückkommen war auch voll treffend. Ich habe am Wochenende die schöne Landschaft und die klare Luft am Neusiedler See total genossen. War dann in der Weinwelt und habe an dich gedacht. :-)

  17. katha sagt:

    also dass du über wien zum linzer shortbread von eline kommst, ellja, das finde ich schon wieder sehr lustig. es schmeckt fantastisch (aber mir hat das von walker’s schon immer gut geschmeckt)! danke für das bilder- und sonnenschweine-lob, von einem kritischen kopf wie dir freut mich das sehr.

    hm, excellensa, das klingt nach schwerem fall: der tee in england wird generell sehr viel kräftiger zubereitet als hier, das wasser macht bestimmt auch was aus. ich trinke gerne ceylon, aber darjeeling gilt meine große schwarzteeliebe. schau mal, ob du einen ambootia second flush bekommst (bioladen, von lebensbaum), den mag ich nach wie vor sehr gerne.

    danke, michaela, und: willkommen! der wein ist mir in indien auch ein bisserl abgegangen, aber das ist im vergleich zu allem anderen eine lappalie.

  18. stockingers sagt:

    1.) Der Artikel über die Sonnenschweine war sehr schön zu lesen. Es ist schlicht ermutigend zu lesen, dass es auch soetwas gibt. Obwohl: in Schleissheim bei Wels gibt es seit vielen Jahren einen Landwirt, dass bei Schweinen Ganzjahresfreilandhaltung betreibt. Insofern sind wir hier eh recht verwöhnt.
    2.) Das Rezept zu den Shortbread Fingers wäre ein Hit.
    3.) Ist das marybong tea estate etwas besonderes? Wenn ja, ist der Tee hierzulande zu kriegen.

    Stockingers

  19. excellensa sagt:

    Danke katha, ist notiert. Ich geh die nächsten Tage eh mal wieder auf die Jagd nach den Zutaten für den unsichtbaren Salat, da bau ich den Tee noch in die Jagd mit ein.
    excellensa

  20. Ariane sagt:

    Die indischen Vogelkonzerte vermisse ich auch, die Hundekonzerte in der Nacht allerdings überhaupt nicht. Waren sie bei Dir auch so schlimm?
    Wie schade, dass wir nicht zur gleichen Zeit in Delhi waren, ich hätte gerne einen Tee mit Dir getrunken!

  21. mischa sagt:

    Das erste Foto hat ein Licht das nach feinstem Tee schmeckt!
    Klingt aber sonst nicht nach großer Begeisterung für Indien? Ist wohl ein großes Land …
    Und was ist mit dem guten indischen Essen?

  22. katha sagt:

    vielen dank, stockingers! gibt’s einen link zu dem welser landwirten mit der freilandschweinezucht?
    shortbread folgt, oben in einem kommentar habe ich schon den link zu elines rezept notiert, die basis ist ohnehin sehr simpel: 3 teile mehl (davon 1/3 reismehl!), 2 teile butter, 1 teil zucker, genug salz.
    marybong gehört zur chamong-gruppe, alles bio-teegärten. demmer sollte kommende woche first flush von marybong (u. a.) bekommen. marybong ist ein großer garten (tea estate, richtig), aber einer, der trotzdem gewissenhaft und gut arbeitet. in diesem tea estate habe ich die gesamte verarbeitung von der ernte bis zum tea tasting erleben dürfen. deshalb kann ich marybong (und tumsong und okayti) auf jeden fall empfehlen.
    leider soll’s am vergangenen dienstag ziemlich starken hagel in darjeeling gegeben haben.

    ;-) excellensa

    nein, ariane, die indischen hunde waren ganz lieb (wie die hunde überall auf der welt, aber ich bin ja hundedamisch), die hupen fand ich sehr viel nerviger. den chai holen wir einfach in berlin nach. oder in wien.

    sehr schöne beschreibung, mischa! das gute indische essen war mir – wie alle eindrücke – nach einigen tagen way too much. aber ich kann mit zu starken gerüchen und lärm nicht gut umgehen, das stresst mich. deshalb war’s beim teeanbau im norden gerade richtig, delhi aber gar nix für mich.

  23. Marybong ist herrlich….check out http://www.facebook.com/darjeelingdaily
    und schreib was ueber darjeeling biotee…

  24. katha sagt:

    hm, darjeeling daily, der kommentar ist fast schon zu viel der werbung für ein produkt, das ich nicht ganz nachvollziehen kann. aber wie auf fb diskutiert, wollt ihr das geheimnis ja bald lüften. lassen wir’s also einfach mal so stehen.

TRACKBACKS
  1. [...] das hat – abseits der grün-blumigen-ranken – gründe: im teegarten marybong (siehe sonntagssinnessammlung kw 11/12) habe ich zwischen teebüschen vogelmiere (!) entdeckt und – alle sicherungen sind in dem [...]

  2. [...] märz in new delhi, indien: in einer filiale von fabindia in einem einkaufszentrum auf dem weg zum flughafen stöbere ich [...]

  3. [...] dem fetttriefend wird die indische art zu kochen bei mir sowieso nie mehr los. vor genau einem jahr war ich in indien bei der darjeeling-ernte und -verarbeitung. und was mir am anfang noch gefiel, der exzessive gewürz- und ghee-gebrauch, der [...]



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