sonntagssinnessammlung kw 14

lieblingsbild

kompottschüsserl “daisy” lilienporzellan
gekauft am 7. april 2012 in wien, fotografiert am 9. april 2012 in wien

oster”ei” vom web- und sängermeister, im vorbeigehen am karsamstag am laurenzerberg entdeckt und in einer spontanen aktion trotz meiner gegenwehr (das teuerste geschirr, das wir je gekauft haben – wir essen seit bald 20 jahren von ikea, das bone china, das ich will, kann ich mir immer noch nicht leisten) einfach so im vorbeigehen gekauft: seltene kompottschüsserl “daisy” von lilienporzellan. bis vorgestern war ich keine sammlerin (und hatte kein einziges stück davon – unsere freundin s. jedoch, die hat uns ihre schätze sogar für einige der fotos fürs neue buch geborgt – danke!), aber als einstiegsdroge reichen die 8 (8 ist für unseren esstisch die anzahl, bei der noch alle bequem einen abend lang sitzen können) schon locker aus. das minikrügerl (ich weiß genau, wofür ich das brauche: für den schuss essig für das lammbeuscherl, das ich irgendwann machen werde) haben wir als draufgabe bekommen, zum größenvergleich liegt eines der von t. wie jedes jahr aufwändig mit kräutern gefärbten pinzgauer bio-ostereier daneben.

feiner geruch

  • die “infusion” (englisch gesprochen), d. h. die teeblätter nach dem aufguss, in diesem fall bio-darjeeling first flush 2012 von marybong (der teegarten wurde leider vergangenen dienstag durch schweren hagel beschädigt) – flugtee von marybong soll’s ab ende kommender woche bei demmer geben, ich bin selbst sehr gespannt darauf, wie sich die mitgebrachte probe vom dj/1 von dem einige tage später geernteten dj/5, den demmer gekauft hat, unterscheiden wird.
  • der moment, in dem der angemörserte anis für die pinzen sich mit dem weißwein verbindet
  • wenn der teig in der kenwood zusammenwächst und dieser gemeinsame duft der zutaten aus diesem eck der küche zu vernehmen ist
  • die pinzen nach etwa der hälfte der backzeit

bleibender geschmack

die osterjause am karsamstag und das ostersonntagsfrühstück (beide gleich), mittlerweile die einzigen beiden mahlzeiten im jahr, die sich nicht verändern (dürfen):

  • osterpinzen, bis auf den traminer vom lentsch und das salz alle zutaten bio, am karsamstag frisch gebacken
  • bio-beinschinken vom thum, mit der hand aufgeschnitten, samt curry- und schwammerlsauce von des web- und sängermeisters mama t.
  • bio-osterkrainer (und -schinken) vom greilhof in tamsweg (von mama auf der salzburger osterschranne besorgt), am karsamstag kurz vor der jause 15 minuten ziehen gelassen und lauwarm serviert
  • gefüllte eier nach dem rezept meiner mama, bis auf die spanischen sardellen alle zutaten bio
  • bio-friedhofskren (heißt: was wohl?), frisch gerissen
  • bio-radieschen aus drei verschiedenen quellen
  • das (trotzdem viel zu teure) biskuitlamperl vom kameel

wohliges gefühl

  • erster manuskriptausdruck (zur sicherheit, ab sofort nach jeder änderung, man weiß ja nie), wir stehen bei knapp der hälfte
  • das schleifen der pinzenteigkugeln
  • die lauwarmen pinzen auf die einzelnen teller auf dem festlich gedeckten osterjausentisch heben
  • pinzenscheiben, beim ostersonntagsfrühstück
  • den stapel kompottschüsserl von a nach b heben
  • das winzige krügelein
  • die kleinen familien fast vollständig rund um den osterjausentisch
  • das silberbesteck meiner oma, auf das ich so oft vergesse, weil die kiste unten hinten im gläserschrank steht und auf ihr drauf lauter krempel, den man erst halb im schrank kniend rausfischen muss

angenehmer klang

  • mit dem fingerknöchel an die pinzenunterseite klopfen und bestätigt bekommen, dass sie fertig ist
  • der drucker, wenn er das manuskript ausspuckt
kommentare

10 kommentare zu “sonntagssinnessammlung kw 14”

  1. mitreisende sagt:

    Ich liebe das Daisy Lilienporzellan – ich habe durch glückliche Fügungen ein komplettes Service für 12 Personen ..

    Ich habe zu Ostern deine Zimtschnecken gebacken und die Familie war begeistert !
    LG Ursula

  2. ich habe ein paar lilienporzellan-kaffeetassen samt untertassen geerbt – die farben sind wunderschön!
    stell dir vor: ich hab jetzt eine meyer-zitruspflanze, ich freu mich sooo! die zitronen schmecken ganz wunderbar, nicht so sauer, viel aromatischer :-)

  3. das porzellan ist wirklich herzallerliebst!

  4. ingrid teufl sagt:

    meine güte, dein web- und sängermeister hat wahrlich gut daran getan! ich beneide auch unsere liebe mitreisende ursula. ich kann nur mit 6 von meiner geliebten oma aurelia geerbten tassen nebst 9 untertassen sowie dem besagten mini- krügl ( die oma nahms für maresi) und dessen größerem bruder ( milch) aufwarten… und hetzt muss ichs glatt aufbauen und auch fotografieren , nachdem ich noch dort weile, wo ich meine besonderen erbstücke aufbewahre ;-)

  5. Ellja sagt:

    ich hatte auch eine daisy-sammlung, aber sie weit weniger geschätzt, als mein bester freund, der wohl eine 20-köpfige Familie damit austatten könnte. Jetzt kann er noch mehr, denn ich hab ihm (fast) meine ganze sammlung zu weihnachten geschenkt.

  6. mandarine sagt:

    Neid ob des Porzellans!
    Erst gestern in Herrnbaumgarten habe ich eine vollständige (oder zumindest den Anschein erweckende) Sammlung gesehen. Kurz war die Überlegung da, es einfach einzupacken und ganz schnell zu rennen….

  7. Helga sagt:

    Daisy hat bei mir einen spontanen “Haben-Will”-Reflex ausgelöst.

  8. katha sagt:

    liebe ursula, mein ewiger neid ist dir sicher ;-) für 12!
    freut mich, dass die zimtschnecken so gut angekommen sind.

    hoffentlich sehen wir uns auch bei den zitrustagen wieder, küchenschabe, ob mit oder ohne daisy und frau meyer (eher mit letzterer).

    finde ich auch, feinschmeckerle.

    du sollst die erbstücke aber nicht bloß fotografieren, ingrid, sondern verwenden! (btw: der link funktioniert nicht, schreibst mir den nochmal, dann korrigiere ich ihn.)

    liebe ellja, das wörtchen “fast” ist mir seit freitag abend sonnenklar. ich hab’ mich so gefreut, danke!

    beim schnell rennen wäre es möglicherweise kaputt gegangen, mandarine (netter nick, btw)! daher lieber auf herkömmlichem wege erben oder schenken lassen oder zur not halt kaufen.

    leider sind wir zwei damit weder die ersten noch die einzigen, helga!

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  1. [...] lilienporzellan! kaum macht man ein türl auf… ich weiß ja nicht, worüber ich mich mehr freue, über emmas eier (wir haben über die [...]

  2. [...] Schinken der Wiener Schinkenmanufaktur Thum. Solch saftigen Schinken hab ich, im Unterschied zu Katha, jedenfalls noch nie gegessen. Wer weiss, wie lange der noch in der Vitrine stehen wird. Vorhaben [...]



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