sonntagssinnessammlung kw 16

lieblingsbild

shortbread, lauwarm, darjeeling, genau richtig heiß, 18. april 2012, wien

(das rezept bekommt ihr noch immer nicht, weil wir das shortbread zwar zum dritten mal innerhalb von vier wochen gemacht haben, aber nach wie vor ein paar kleine fragen offen sind. deshalb wird’s ein viertes mal geben – und dann erst ein rezept.)

feiner geruch

  • wohnung aufsperren, im moment des klinke runterdrückens den duft des shortbreads wahrnehmen
  • waldmeister einfrieren und am nächsten tag den tiefkühler kurz öffnen, verrückte welt, diese nasenwelt
  • der kochende sud von den süß-sauer eingelegten klettenwurzeln (nach so schmecken wildpflanzen, eh klar)
  • der rosmarinzweig im küchenfenster, der dort seit wochen in einer karaffe steht und zu blühen begonnen hat
  • mit den händen über die vielen, vielen minzen im sonnigen glashaus in der gärtnerei bach streichen und riechen – entspannend, erfrischend, erhebend – sei es die kentucky minze oder die spanische (die taugt mir heuer besonders), die tunesische oder die libanesische, die marokkanische oder die nudelminze (die extra für uns nochmal vermehrt wird)

wer kommenden freitag in wien ist: in der gärtnerei bach werden am 27. april ab 15 uhr 101 und mehr kräuter gefeiert – mit kleinen kostproben aus meinrad neunkirchners freyenstein-küche und mit hannes pinterits gewürzen (genau, der mit dem pannonischen safran, über den ich hier auf esskultur schon öfter geschrieben habe), der auch vor ort sein wird. wärmste empfehlung für dieses dreiergespann! (ich bin – gar nicht leider – da gerade noch nicht von ein paar tagen skandinavien zurück.)

bleibender geschmack

  • die großartigen kleinigkeiten in dem von mir so gemochten (und endlich! zum ersten mal in vielen jahren fotografierten!) japanischen restaurant en: die besten avocado-maki, natto mit tintenfisch, fantastische essig-meeresfrüchte, gebackener tofu (so gut, zum fotografieren versäumt), eingelegtes gemüse, miso-heilbutt, kalter spinat mit dashi, miso-melanzani (für die lichtbilderschau einfach aufs erste bild klicken)
  • heidelbeertatscherl von t., des web- und sängermeisters mama
  • die ölgenuss-öle von franz hartl (alle bio, alle exklusiv bei merkur in der feinkost in fast allen filialen), seit einigen wochen stehen sie immer noch mitten auf der arbeitsfläche in der küche – weil sie täglich in verwendung sind: am liebsten haselnussöl, sesamöl und arganöl, von derart fantastischer qualität, dass sie für mich schon jetzt den esskultur-orden für das beste produkt des jahres bekommen (sagt ja niemand, dass ich den nicht öfter verleihen darf)
  • das grundrezept für die gemüsesuppe aus unserem neuen buch, heute schon wieder 3 l davon gemacht
  • zellersuppe aus unserem neuen buch, mit einem kleinen twist, der noch nicht verraten wird
  • eine sauce aus unserem neuen buch, über die ich kein weiteres wort verlieren werde, weil sie alleine schon rechtfertigt, dass es erneut ein buch mit meinrad neunkirchners rezepten geben wird
  • der erste marchfelder bio-spargel – wie immer von brandenstein – von außergewöhnlich guter qualität, nur mit bröselbutter, speckigen vom ochsenherz und einem glaserl grünen veltliner vom wagram

wohliges gefühl

  • das manuskript wächst
  • die konsistenz vom shortbread
  • dass ich mich trotz knappen manuskript-zeitplans zu esskultur – das fest entschlossen habe – und die ersten rück- und anmeldungen dazu
  • beim 6. wiener jour am samstag die letzte topfengolatsche verkostet und bewertet haben (kulinarische notiz dazu folgt – freut euch nicht zu früh, es war ein fiasko)
  • waldmeister im garten in der sonne sortieren & einsackeln
  • vorfreude auf fäviken und mehr

angenehmer klang

  • unsere stuwerviertelsche hausamsel, die hoffentlich noch lange nicht den schnabel hält
  • mit dem web- und sängermeister über die räume hinweg hin- und hertschilpen
kommentare

12 kommentare zu “sonntagssinnessammlung kw 16”

  1. Das Mädel vom Land sagt:

    So schön deine Sonntagssinnessammlungen… Und ich freu mich schon sehr auf dein / euer neues Buch!

  2. Danke für den Tipp mit der Gärtnerei. „Meine“ gibt es leider nicht mehr, auf dem Gelände werden derzeit Wohnungen gebaut, und der Feigenhof hat zwar eine enorme Auswahl an Kräutern, aber auch enorme Preise.

  3. katha sagt:

    danke, mädel vom land,für beides: die freude und die vorfreude.

    gerne, turbohausfrau. ich mag die gärtnerei bach sehr, weil evi bach mit einer leidenschaft hunderte (!) sorten kultiviert (und das in einer 1a-qualität, auch nicht selbstverständlich). bin neugierig, was du sagst. vorsicht mit hund, dort gibt’s katzen ;-)

  4. ich seh ihn richtig vor mir den web- und sängermeister wie er durch die wohnung tschilpt ;-)

    einmal anderer meinung als du: ich mag keinen waldmeister (leider wächst er haufenweise im schattigen eck in meinem garten), und weiß gar nicht, was ich mit ihm machen soll …
    aufs buch bin ich schon ziemlich neugierig, wann ungefähr wird es denn so weit sein?

  5. katha sagt:

    oh, ich mag waldmeister sehr, küchenschabe, bin glaube ich ein wenig cumarinsüchtig. rezepte dazu stehen im wildpflanzen-buch…
    was das neue buch betrifft, erzähle ich dir das gerne beim esskultur-fest – du (ihr) kommst doch!?

    ps: grade nachgeschaut, habe mich richtig erinnert: du magst doch tonkabohnen. waldmeister ist vom aromenspektrum her nicht so weit weg.

  6. Martina sagt:

    ich liebe deine sonntagssinnessammlungen!!
    aufs shortbreadrezept freu ich mich schon, wird dann gleich nachgebacken.
    minzen in der gärtnerei bach wurden auch von mir am samstag gestreichelt :-) nudelminze hab ich mir aber zu ostern aus dem garten der eltern (in kärnten) mitgebracht, wächst schon fleißig.würd dir ja was davon anbieten, wennst nicht eh schon die perfekte quelle hättest.
    meine stuwerviertelsche hausamsel hält leider den schnabel seit gegenüber krähen eingezogen sind – ich vermisse das allabendliche ständchen von ihr.
    freu mich auf dein neues buch!!
    lg
    Martina

  7. katha sagt:

    danke, martina! sehr lustig, dass du auch am samstag bei bach warst. die elterliche minze würde mich aber seeehr interessieren, weil meines wissens hat man die in kärten oft über jahrzehnte gepflegt und das sind dann ganz eigene „haussorten“. offenbar haben wir’s ja nicht weit voneinander, wenn du vom stuwerviertel samt krähen (wir haben hier vor dem hauseck immer ein paar von den frechen viechern, mag sie sehr) schreibst…
    die vorige kulinarische notiz mit der einladung zum fest hast du bestimmt auch gesehen…

  8. Eline sagt:

    @katha & küchenschabe,
    hmm, ich mag Waldmeister,aber keine Tonkabohne.

    @Amseln:
    Derzeit rennen bei uns dieweiblichen Amseln den männlichen am Dachfirst nach. Ob sie die Mandln becircen oder verjagen wollen ist nicht nur uns Beobachtern sondern auch den Mandln nicht ganz klar.
    Diese sitzen wiederum in der Morgen- und Abenddämmerung auf einer Rauchfang-Abdeckung (von uns Amselstage genannt) und tschilpen sich die Sehnsucht aus dem zarten Leib. So ein Tschilp-Duett von euch beiden stell ich mir auch sehr schön vor ;-)

    @Die Hartl-Öle hab ich jetzt auch schon gesehen, werde demnächst kaufen und mit dem in der Glasflasche vergleichen.

  9. katha sagt:

    ah, eline, gut, dass du mich erinnerst. ich hätte oben im text eh einen hinweis für dich „verstecken“ wollen, aber drauf vergessen: habe nachgefragt: bis auf haselnuss und walnuss sind alle gleich! (und gerade die haselnuss finde ich so super…)

    unser tschilpkonzert wird jedenfalls nicht veröffentlicht ;-)

  10. Eline sagt:

    katha,
    hätte mir eh denken können, dass du nicht aufs Nachfragen vergessen hast.
    Da kauf ich lieber weiterhin beim Lieblingskoch in der Glasflasche.

  11. @katha und eline
    ich mag tonkabohnen aber keinen waldmeister :-)

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  1. […] besten schmeckt mir shortbread zu schwarztee (darjeeling, ceylon), zu kaffee passt es nicht. auch ziemlich super schmeckt es um diese jahreszeit […]



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