<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>esskultur.at &#187; alles andere</title>
	<atom:link href="http://www.esskultur.at/index.php/category/alles-andere/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.esskultur.at</link>
	<description>kulinarische notizen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Jul 2010 13:30:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.5</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>keine ruhe</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2010/07/12/keine-ruhe/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2010/07/12/keine-ruhe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 13:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=2405</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/07/12/keine-ruhe/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/bankerl.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="bankerl" title="bankerl" /></a>

 	
auch wenn das bild hier das gegenteil suggeriert: bin unterwegs auf recherche quer durch die österreichischen nationalparks und ärgere mich währenddessen noch ein bisserl über meine sommergrippe. daher leider weder zeit zum ausrasten noch für kulinarische notizen. ich gelobe besserung, damit die enttäuschung nicht so groß ist, wenn sich die zeiträume zwischen den beiträgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	<img class="alignnone size-full wp-image-2406" title="bankerl" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/bankerl.jpg" alt="bankerl" width="490" height="325" /></p>
<p>auch wenn das bild hier das gegenteil suggeriert: bin unterwegs auf recherche quer durch die österreichischen nationalparks und ärgere mich währenddessen noch ein bisserl über meine sommergrippe. daher leider weder zeit zum ausrasten noch für kulinarische notizen. ich gelobe besserung, damit die enttäuschung nicht so groß ist, wenn sich die zeiträume zwischen den beiträgen hier gar so ziehen wie ein strudelteig. ich empfehle zur überbrückung ein glaserl eiskalten muskateller und ein wenig muße &#8211; vielleicht auf dem bankerl, das nahe der stammersdorfer kellergasse (beim heurigen göbel) in wien zu finden ist.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2010/07/12/keine-ruhe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>bschoadbinkerl 17. mai 2010</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2010/05/17/bschoadbinkerl-17-mai-2010/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2010/05/17/bschoadbinkerl-17-mai-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 13:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[bschoadbinkerl]]></category>
		<category><![CDATA[bäuerinnen & bauern]]></category>
		<category><![CDATA[food blogs]]></category>
		<category><![CDATA[honig]]></category>
		<category><![CDATA[landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[so schmecken wildpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[südtirol]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=2327</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/05/17/bschoadbinkerl-17-mai-2010/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/zweite_auflage.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="2. auflage 2010" title="2. auflage 2010" /></a>

 	fünf wochen (!) nach erscheinen unseres kochbuches &#8220;so schmecken wildpflanzen&#8221; passierte das hier:

ich muss es wiederholen:
1. auflage märz 2010
2. auflage april 2010
danke, liebe leserinnen und leser, die ihr dazu beigetragen habt!
und falls es jetzt eine steigerungsform von urlaubsreif gibt, ich bin es.
knapp 14 tage &#8211; die ersten 14 tage am stück seit februar 2008 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	fünf wochen (!) nach erscheinen unseres kochbuches &#8220;<a href="http://www.so-schmecken-wildpflanzen.at/">so schmecken wildpflanzen</a>&#8221; passierte das hier:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2328" title="2. auflage 2010" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/zweite_auflage.jpg" alt="2. auflage 2010" width="490" height="246" /></p>
<p>ich muss es wiederholen:<br />
1. auflage märz 2010<br />
2. auflage april 2010</p>
<p>danke, liebe leserinnen und leser, die ihr dazu beigetragen habt!</p>
<p>und falls es jetzt eine steigerungsform von urlaubsreif gibt, ich bin es.</p>
<p>knapp 14 tage &#8211; die ersten 14 tage am stück seit februar 2008 &#8211; sind vom ursprünglich &#8220;freien mai&#8221; übrig geblieben, vulkan, ausgewachsener entspannungsbedarf und die lust auf komfort und wirklich gutes essen haben uns südtirol als destination über pfingsten samt ein paar tage davor und danach wählen lassen.</p>
<p>anfang juni bin ich dann wieder in amt und würden.</p>
<p>bis dahin habe ich natürlich vorgesorgt: am kommenden freitag, dem 21. mai, gibt es im rondo (der standard) meine reportage &#8220;die gegend schmecken&#8221; über <a href="http://www.rennbauer.at/">wanderimker johannes gruber</a> und sein 12 sorten- und lagenhonige umfassendes sortiment zu lesen (<a href="http://derstandard.at/1577836992783/Essen-Die-Gegend-schmecken">hier</a> auch online).</p>
<p>hier ein bonusfoto von der gemeinen hüpfbiene, eine aus dem stall von johannes gruber, aufgenommen am 28. april 2010 in der oststeiermark:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2329" title="biene löwenzahn" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/biene_loewenzahn.jpg" alt="biene löwenzahn" width="490" height="348" /></p>
<p>wer zwischenzeitlich mehr über meine arbeit am wildpflanzen-kochbuch wissen möchte, liest bitte <a href="http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php?article_id=426">im ausführlichen interview</a>, das katharina höhnk von <a href="http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php">valentinas-kochbuch.de</a> mit mir geführt hat, weiter.</p>
<p>noch nicht genug? dann gibt&#8217;s auch im food blog <a href="http://www.kulinarische-momentaufnahmen.de/">kulinarische momentaufnahmen</a> &#8211; einem diplomprojekt von grafikdesignstudentin ariane &#8211; <a href="http://www.kulinarische-momentaufnahmen.de/5-interview-katharina-seiser-esskultur/">ein interview mit mir</a> zu entdecken, ein sehr langes (ich bin schuld), in dem es um esskultur.at, food blogs und meine kulinarische geschichte geht.</p>
<p>viel freude mit dem lesestoff und bis bald!</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2010/05/17/bschoadbinkerl-17-mai-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>kurz</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2010/04/02/kurz/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2010/04/02/kurz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 06:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[prag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=2265</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/04/02/kurz/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/urlaub.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="urlaub" title="urlaub" /></a>

 	


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	<img class="alignnone size-full wp-image-2267" title="urlaub" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/urlaub.jpg" alt="urlaub" width="490" height="332" /></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2010/04/02/kurz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>spannung</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/19/spannung/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/19/spannung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 20:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[aus milch]]></category>
		<category><![CDATA[bäuerinnen & bauern]]></category>
		<category><![CDATA[einkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[food blogs]]></category>
		<category><![CDATA[landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[oberösterreich]]></category>
		<category><![CDATA[slow food]]></category>
		<category><![CDATA[termine]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=2071</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/19/spannung/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/kaeseharfe.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="kaeseharfe" title="kaeseharfe" /></a>

 	
gut gespannt war am samstag nicht nur die käseharfe beim butter- &#38; käseseminar am naturbauernhof von robert strasser (organisiert von slow food linz), sondern auch meine neugier auf die herstellung der besten mir bekannten heimischen butter, nämlich robert strassers sauerrahm-rohmilchbutter (ich hätte die ca. 25 kilo frisch gemachte butter gerne mitgenommen, aber dafür sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	<img class="alignnone size-full wp-image-2072" title="kaeseharfe" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/kaeseharfe.jpg" alt="kaeseharfe" width="490" height="332" /></p>
<p>gut gespannt war am samstag nicht nur die käseharfe beim <strong>butter- &amp; käseseminar</strong> am <a href="http://www.naturbauernhof.at/">naturbauernhof</a> von robert strasser (organisiert von <a href="http://www.slowfoodlinz.at/">slow food linz</a>), sondern auch meine neugier auf die herstellung der besten mir bekannten heimischen butter, nämlich robert strassers sauerrahm-rohmilchbutter (ich hätte die ca. 25 kilo frisch gemachte butter gerne mitgenommen, aber dafür sind die wägen der öbb zu gut beheizt). ausserdem haben wir ziegenkäse gemacht, die im freien lebenden schweine samt nachwuchs und eber vinzenz besucht und bratl aus dem holzofen mit stöcklkraut gegessen. mehr übers seminar, wenn zeit dafür ist.</p>
<p><strong>wien: markt der vielfalt am 22. jänner</strong></p>
<p>spannend könnte auch der <a href="http://slowfood-wien.at/index.php/termine">markt der vielfalt</a> von slow food wien diesen freitag werden. im restaurant <strong>hansen in der börse</strong> gibt es von 15 bis 21 uhr eine menge zu verkosten, unter anderem die sehr feinen produkte vom <a href="http://www.bauernhof-hackl.at/">labonca biohof</a> (über dessen bratwürste ich <a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/01/05/nicht-wurst/">hier</a> schon vor einem jahr geschrieben habe). ich hoffe, franz wirth nimmt nicht nur die von mir vorbestellten grammeln und das uhudlergelee mit, sondern von diesen zwei geheimtipps (die grammeln sind die besten, die ich kenne, das unerhört walderdbeerige uhudler weingelee macht sich auf brioche ganz ausgezeichnet) auch noch ein paar gläser mehr für jene, die auch auf den geschmack kommen.</p>
<p><strong>anonyme köche in der nzz am sonntag</strong></p>
<p>mit spannung habe ich das <a href="http://www.anonymekoeche.net/wp-content/uploads/NZZ-am-Sonntag-Principe.pdf">porträt über seelenbruder claudio in der nzz am sonntag</a> (pdf) gelesen. schon verrückt, dass man als kollegin, quasi-nachbarin, von anfang an mitlesende und schwester im geiste das gefühl haben kann, das blog <a href="http://www.anonymekoeche.net/">anonyme köche</a> und den autor viel besser zu kennen als die autorin des porträts, die mit fast ein wenig ehrfurcht von claudios kulinarischem wahn(sinn) erzählt. meine hochachtung in den westen, möge deine gefolgschaft wachsen und die frohbotschaft des guten kochens und essens weitertragen!</p>
<p><strong>zucker-geschichte im neuen biorama</strong></p>
<p>ein klein wenig angespannt habe ich letzten freitag <strong>das neue biorama</strong> aus dem postkasten gefischt, weil ich darin mit einer <strong>magazingeschichte zum thema zucker</strong> und den mythen, die über ihn kursieren, debütiere, ohne die layoutierte geschichte vorab gesehen zu haben. es ist zum glück alles in meinem sinne, daher kann ich diese knallgelbe ausgabe auch meinen leserinnen &amp; lesern aufs süsseste empfehlen. <span style="text-decoration: line-through;">(werde mich im nachhinein um ein pdf bemühen, das ich dann, wenn zeit dafür ist, online stellen werde.)</span> <a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/02/09/des-zuckers-weisse-weste/">hier</a> geht&#8217;s zum aktuellen beitrag samt pdf der geschichte.</p>
<p><strong>curry-beitrag in wien, wie es isst&#8230;/10</strong></p>
<p>mit freudiger spannung habe ich schon vor weihnachten den neuen (und wie esskultur.at-leserinnen &amp; leser <a href="http://www.esskultur.at/index.php/kulinarische-links/">schon lange wissen</a>, für wien überlebensnotwendigen) <strong>falter-führer</strong> &#8220;<a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=31074&amp;show=prtext&amp;SESSID=31171dcdc26ec225c7e95b3601cb9e46">wien, wie es isst&#8230;/10</a>&#8221; aus der folie geschält. es war nämlich ein &#8220;autorenbeleg&#8221;. richtig: einer der beiträge vorne im buch ist von mir. dort empfehlen profilierte esserinnen &amp; esser (die gewöhnlich der schreibenden zunft angehören) lokale zu einem bestimmten thema. ich freue mich, dass ich mit meinem <strong>text über indische und thai-currys</strong> mit dem titel: &#8220;mehr als scharf&#8221; in diesem von mir sehr geschätzten büchlein debütiere (in letzter zeit häufen sich meine debüts, fällt mir grade auf). den falter-führer gibt&#8217;s in jeder wiener buchhandlung und natürlich <a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=31074">im falter-webshop</a>. irgendwann werden die empfehlungen aus dem aktuellen buch auch online sein. wenn es soweit ist, gibt&#8217;s ein update.</p>
<p><strong>esskultur.at twittert</strong></p>
<p>noch ein debüt, und zwar ein titelgemäß spannendes, habe ich zu vermelden: esskultur.at gibt&#8217;s seit wenigen wochen <a href="http://twitter.com/katha_esskultur">auch auf twitter</a>. ich hätte früher draufkommen können, dass dieser dienst die ideale möglichkeit ist, die zig kulinarischen miniaturen, die mir jeden tag durch den kopf schiessen, festzuhalten und &#8211; bei interesse &#8211; auch zugänglich zu machen. für einen einzigen ess-gedanken fange ich keinen beitrag auf esskultur.at an &#8211; hier habe ich mich auf die lange form eingeschossen (für die ich viel zu selten zeit habe, leider). auf twitter kann man dagegen nur nachrichten in der länge von 140 zeichen (ähnlich sms) eingeben. die sind öffentlich einsehbar. ich notiere dort also kurze rezeptideen (derzeit stehen wir bei <a href="http://twitter.com/katha_esskultur/status/7954244164">winterfreuden XV</a> &#8211; die ich <a href="http://twitter.com/katha_esskultur/status/7956691204">falsch nummeriert</a> habe, aber auf twitter kann man nachträglich nix ändern), <a href="http://twitter.com/katha_esskultur/status/7954209038">lokal-</a> und <a href="http://twitter.com/katha_esskultur/statuses/7704595831">einkaufstipps</a> &#8211; naturgemäss hauptsächlich für wien, links zu kulinarisch wertvollen artikeln, tv- oder kino-empfehlungen, kulinarische termine und tausche mich mit all jenen aus, die ebenfalls &#8220;auf twitter&#8221; sind und denen ich &#8220;folge&#8221; (die sind erkennbar am klammeraffen vor dem roten und verlinkten @namen). das ganze ist recht persönlich und kurzweilig, neugierige dürften daran eine freude haben. wer mag, kann mir auf diesem wege natürlich auch gerne kulinarische fragen aller art stellen (dafür müssen sie/musst du selbst einen <a href="http://twitter.com/">twitter-account</a> eröffnen. kostet nix, geht in einer minute).</p>
<p>wer meine kulinarischen miniaturen auf twitter mitverfolgen möchte, hat dazu drei möglichkeiten:</p>
<p>1. hier auf esskultur.at stehen in der rechten spalte unter &#8220;esskultur.at twittert&#8221; immer meine 5 jüngsten &#8220;tweets&#8221; (so nennt man die einzelnen einträge). nicht viel, aber zum gelegentlichen einischnuppern reicht&#8217;s.</p>
<p>2. wer meine tweets weiter zurück (oder zu einem bestimmten thema) nachlesen möchte, klickt entweder auf die überschrift &#8220;<strong>esskultur.at twittert</strong>&#8221; hier in der rechten spalte oder geht direkt auf <a href="http://twitter.com/katha_esskultur">http://twitter.com/katha_esskultur</a></p>
<p>3. wer geschmack gefunden hat, legt sich selbst einen twitter-account zu und &#8220;folgt&#8221; mir (und anderen) auf diese weise. daraus ergibt sich dann die eigene twitter-&#8221;timeline&#8221;, in der chronologisch von unten nach oben die tweets (beiträge) von all jenen aufscheinen, denen man &#8220;folgt&#8221;. auf diese weise kann man sehr schnell miteinander ins &#8220;gespräch&#8221; kommen, gegenseitig fragen beantworten (<a href="http://twitter.com/Kuechenlatein">ulrike</a> von <a href="http://ostwestwind.twoday.net/">küchenlatein</a> hat beispielsweise vorgestern nach dem <a href="http://twitter.com/Kuechenlatein/status/7823770195">nutzen eines wokbrenners</a> gefragt, ich selbst war <a href="http://twitter.com/katha_esskultur/status/7764006810">auf der suche nach &#8220;trockener butter&#8221;</a> &#8211; und auch da konnten mir z. b. <a href="http://twitter.com/CucinaCasalinga">nathalie</a> von <a href="http://cucina-casalinga.blogspot.com/">cucina casalinga</a> und <a href="http://twitter.com/vinoroma">hande</a> von <a href="http://www.vinoroma.com/">vinoroma</a> helfen) oder einfach nur ein bissl mit gleichgesinnten sinn &amp; unsinn austauschen.</p>
<p>als gschtudierte kommunikationswissenschafterin probiere ich gerne neues aus &#8211; aus neugier und um&#8217;s abhaken zu können. dass zum bloggen (esskultur.at ist ja, obwohl&#8217;s nirgendwo so steht, ein blog &#8211; ein online-notizbuch) nun das mikrobloggen auf twitter kommt, hätte ich selbst nicht gedacht &#8211; aber es ergänzt sich prächtig.</p>
<p>-</p>
<p>nachtrag: spannend #7 (ente hat mich auf dumme gedanken gebracht, dass das hier eigentlich eine liste sei&#8230;) ist auch, dass mich die <a href="http://www.kuechengoetter.de/index.html">küchengötter</a> ausgerechnet mit meinem <strong>schlachten-gehört-hergezeigt</strong>-satz aus den <a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/11/10-tage-10-listen-unbequeme-themen/">unbequemen themen</a> (10 tage, 10 listen&#8230;) in ihren <a href="http://www.kuechengoetter.de/rezept-blog/FOODTRENDS-2010-TEIL-2-Vom-Kochen-und-Essen-beitrag-1431314.html">foodtrends 2010</a> zitieren.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/19/spannung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>21</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>mit allesnuss</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/13/mit-allesnuss/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/13/mit-allesnuss/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 23:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[konditoreien]]></category>
		<category><![CDATA[köche & köchinnen]]></category>
		<category><![CDATA[lokale]]></category>
		<category><![CDATA[restaurants]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=2054</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/13/mit-allesnuss/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/tk_minestrone.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="tk_minestrone" title="tk_minestrone" /></a>

 	zurück aus berlin war der kühlschrank leer (was ich übrigens sehr gerne mag, weil ich dann das gefühl habe, grosszügig nach lust und laune einkaufen zu dürfen) &#8211; und mein magen auch. angesichts der realen und virtuellen postberge erteilte ich mir keine gemütliche einkaufserlaubnis, sondern konsultierte den tiefkühler. was für eine wunderbare erfindung! jene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	zurück aus berlin war der kühlschrank leer (was ich übrigens sehr gerne mag, weil ich dann das gefühl habe, grosszügig nach lust und laune einkaufen zu dürfen) &#8211; und mein magen auch. angesichts der realen und virtuellen postberge erteilte ich mir keine gemütliche einkaufserlaubnis, sondern konsultierte den tiefkühler. was für eine wunderbare erfindung! jene minestrone, die der web- und sängermeister wochen zuvor in rauen mengen aus allerfeinstem demeter-gemüse zubereitet hatte, war ja noch da. und ausserdem ein halbes baguette vom kasses. parmesan wartete noch im kühlschrank und mit diesem teller (danach folgte noch ein halber) war ich auch schon wieder versöhnt mit dem unfreundlichen, weil eisig kalten wien.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2055" title="tk_minestrone" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/tk_minestrone.jpg" alt="tk_minestrone" width="490" height="332" /></p>
<p>diesmal kochen wir rückwärts, so sah die minestrone in ihren bestandteilen am 1. dezember aus:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2059" title="minestrone" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/minestrone.jpg" alt="minestrone" width="490" height="332" /></p>
<p>was ich aber eigentlich erzählen wollte:</p>
<p>der erste abend in berlin wäre fast ins wasser (in den schnee) gefallen, weil meine airberlin-maschine zur geplanten abflugszeit in wien noch gar nicht in berlin gestartet war. in der zwischenzeit bestieg der web- und sängermeister die von der aua (ja, wir hatten dummerweise getrennte flüge gebucht, nicht aus sicherheitsgründen&#8230;), die eigentlich nach meiner starten hätte sollen. jedenfalls ging sich&#8217;s dann doch noch irgendwie aus, dass wir bloss eine viertelstunde nach der reservierten uhrzeit im gehypten, michelinbesternten <a href="http://www.reinstoff.eu/Restaurant_reinstoff_Berlin_Start.html">reinstoff</a> eintrafen. halt nicht wie geplant &#8220;frisch gemacht&#8221;, sondern mit zwei grossen koffern, in dicken daunenmänteln und mit schuhwerk, das für eine bergwanderung getaugt hätte. aber wer packt schon die schweren, dicken schuhe in den koffer, die zieht man natürlich an. egal, die damen vom service waren nett, das sehr dunkle, sehr schicke (aber auch sehr schöne) lokal war voll, wir freuten uns auf das essen, das ja laut meiner erinnerung vor allem wegen der kombination aus regionalen zutaten und modernen kochtechniken gelobt wurde. leider funktioniert das konzept anders als gedacht (ab hier würde der web- und sängermeister eine andere version der geschichte erzählen, ihm hat&#8217;s nämlich rundum getaugt). es gibt zwei menüs, eines mit regionalen zutaten und konventionellen gartechniken (und kombinationen), ein zweites, das modern und mutig und wasweissichwas sein soll, aber für mich nicht in frage kommt, weil ich weder stopfleber noch trüffel noch seezunge noch rinderfilet brauche. schade, ich hätte mir da ein weit mutigeres konzept erwartet. egal. die kleinen grüsse aus der küche waren ebenso gut wie das gesamte (regionale, konventionelle) menü. handwerklich perfekt &#8211; und für mich trotzdem langweilig auf hohem niveau. okay, meine erwartungen sind schuld, aber die waren durch <a href="http://www.zeit.de/2009/42/Siebeck-42?page=1">allerlei</a> <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonntag-Sonntag-Reinstoff-Edison-Hoefe;art2566,2770859">berichte</a> von den lieben kollegen aus den <a href="http://www.reinstoff.eu/Restaurant_reinstoff_Berlin_Presse_files/091101_Feinschmecker.pdf">deutschen</a> (pdf) medien geschürt.</p>
<p>zu silvester hat die komische oper das gesamte publikum zu einem buffet in der pause der &#8220;liebe zu den drei orangen&#8221; verdonnert, gegen 20 euro aufpreis auf die karte natürlich. ein ausverkauftes opernhaus in einer pause an buffets zu verköstigen ist einfach nur anstrengend (und unnötig). ich will jetzt gar nicht ausrechnen, was das an mehreinnahmen gebracht hat. buffets sind überhaupt ein heikles thema, weil sie mir im grunde genommen viel zu intim sind. ich will das alles nicht von meinen mitmenschen wissen, was sie da im laufe einer halben stunde von sich preisgeben: geschmacksvorlieben, manieren, körpergerüche, essgewohnheiten. überspringen wir also silvester.</p>
<p>zu <a href="http://www.hasir.de/">hasir</a> wollten wir schon letztes mal, &#8220;richtig&#8221; türkisch interssiert mich schon lange (und nach diesem besuch weiterhin, weil ich nicht glaube, dass das essen im hasir dem sagenhaften ruf der türkischen küche bei z. b. claudia roden gerecht wird). leider war die frau, die mir gegenüber sass, so tief in &#8220;l&#8217;eau d&#8217;issey&#8221; gefallen, dass mir ab dem moment das essen schwer fiel, weil ich den rhythmus aus mit dem mund einatmen (nasenatmung vermeiden!), kauen, schlucken und wieder luftholen in der kurzen zeit einfach nicht perfektionieren konnte. egal. der junge kellner war ein obermacho, bei dem unsere üblichen bemühungen (so freundlich wie nur möglich mit dem ziel, dem service irgendwann doch ein lächeln abzuringen) nichts nützten. weil das essen ziemlich salzig, ein wenig scharf und der salat sehr sauer war (und vielleicht auch ein wenig aus frust) wollte ich baklava hinterher. leider gibt&#8217;s das im hasir nicht, aber nebenan war eine kleine bäckerei mit tabletten voller süssigkeiten, da wollte ich dann eben was mitnehmen.</p>
<p>in dieser baklaveria (oder so) hörte der inhaber (?) nicht etwa mit dem telefonieren auf, als wir eintraten, sondern ging zur sicherheit nach hinten, um nicht weiter gestört zu werden. er wollte dann doch was verkaufen. ich bat um erklärung der sorten, er fragte nach der gewünschten schachtelgrösse (von denen er zillionen hinter sich gestapelt hatte). ich verlangte die kleinste, was er mit murren zur kenntnis nahm. er fing an, irgendeinen der süssen würfel in die kiste zu schlichten. natürlich ohne mir meine frage zu beantworten. ich blieb hartnäckig. nach zwei oder drei weiteren unbeantworteten fragen schaut er zum web- und sängermeister und sagt: &#8220;warum hast du deine frau überhaupt mitgebracht?&#8221; ich frage mich noch immer, warum wir nicht einfach gegangen sind. es hat vermutlich etwas mit meinen prioritäten zu tun: essen vor würde vielleicht. er ergänzt: &#8220;frauen sind immer so anstrengend. meine auch.&#8221; dann schaufelt er süssigkeit um süssigkeit in die kiste. pistazien mag ich eigentlich nicht, ich frage schon ziemlich enerviert nach der nusssorte in der süssigkeit, die er vermutlich als nächstes auf die schaufel nimmt (das system habe ich kapiert und dass ich ihm nicht entkomme, ebenso). &#8220;ist das mit walnuss?&#8221; &#8220;jaja. mit haselnuss.&#8221; &#8220;mit was jetzt, walnuss oder haselnuss?&#8221; &#8220;mit allesnuss.&#8221; ich gebe auf. er erklärt dann noch, dass er die kiste voll machen muss, weil er sonst nicht genug verdient und verlangt 10 euro. es muss mit meiner erziehung oder wasweissich womit noch zu tun haben, dass ich tatsächlich zahle und das zeug mitnehme (der web- und sängermeister weilt nach wie vor in berlin und isst noch immer dran, obwohl er baklava nicht leiden kann). ich betone, dass das jetzt für zwei wochen reicht (nicht schlecht geschätzt&#8230;) und er meint nur drauf &#8220;zwei tage! und dann wiederkommen und frische kaufen.&#8221; ganz gewiss.</p>
<p>am nächsten tag hatten wir eine verabredung (mit der berliner esskultur.at-leserin t., was für ein wunderbares medium ist das internet doch, dass es die leit zsambringt)  im <a href="http://www.restaurant-hotspot.de/">hotspot</a>, einem für seine authentische sichuanküche und seine weinkarte gerühmten chinarestaurant. der chef hat das lob verinnerlicht und ist dementsprechend selbstbewusst. bis zu dem zeitpunkt, zu dem ich nach den dampfbrötchen frage, die ich zur teegeräucherten ente kenne, war auch alles gut. er erklärt, dass es das in china nicht gäbe &#8211; danach ward er nicht mehr gesehen. geschmeckt hat es trotzdem. und wenn du in wien bist, t., dann gehen wir zum vergleich in den <a href="http://www.zumkaiserlichenthron.at/">kaiserlichen thron</a> oder in die <a href="http://www.goldenezeiten.at/">goldenen zeiten</a>!</p>
<p>weil uns dort aufgrund der uhrzeit (aber ohne vorwarnung oder erinnerung, das kann ich nicht leiden und es ist ausserdem nicht gerade umsatzfördernd) keine desserts mehr (schon wieder!) serviert wurden, mein süsser gusto aber noch nicht befriedigt war, hatte t. eine idee: ein russischer supermarkt auf dem weg zur s-bahn, dem auch eine art kleines 24/7-deli angeschlossen ist. dort wählten wir auf bildern jenes gericht, von dem wir annahmen, dass es sich um eine art quarkkeulchen handelte, von denen der junge mann hinter der theke jedoch noch nie gehört hatte. er fand sie dann doch, fragte sogar, ob wir sie warm wollen würden (wollten wir), und servierte sie mit sauerrahm, während auf dem fernseher irgendein lauter osteuropäischer kanal lief und wir staunend in dem russisch-georgisch-wasauchimmer-imbisstand all die bilder und gerichte und lebensmittel betrachteten.</p>
<p><a href="http://www.dolores-online.de/">dolores</a> (nette website!) stand auch am berlin-programm, weil der web- und sängermeister die dort individuell frisch zusammengebauten burritos schon seit jahren lobt und mit dem <a href="http://customers.frescogrill.at/">fresco grill</a> in wien vergleicht. gut war&#8217;s, frisch und viel zu viel. das marinierte rind schmeckt mir im fresco grill besser, die guacamole bei dolores.</p>
<p>bei <a href="http://www.ishin.de/">ishin</a> in mitte ass ich diesmal leider das falsche, was mir selten passiert, mich aber dann umso mehr ärgert. ishin kann nichts dafür.</p>
<p>pho &#8211; die vietnamesische suppe mit reisnudeln &#8211; gab&#8217;s im <a href="http://www.dudu-berlin.de/">dudu</a>. dort begrüsste uns ein wunderschöner gasthusky, auch die anderen gäste waren hübsch, das essen ebenso, und weil ich mich dort gleich so kosmopolitisch fühlte, warf ich alle chilis in die pho und wunderte mich, warum die suppe immer schärfer und schärfer wurde. es hatte minusgrade, das passte schon. zum ausgleich suchten wir dann die <a href="http://www.werkstatt-der-suesse.de/">werkstatt der süsse</a> auf, wo ein ehemaliger restaurant-patissier allerfeinste, wirklich allerfeinste schokoladenkonditorskunst praktiziert. die himbeer-ganache-schnitte war ganz ausgezeichnet, ebenso wie ein paar andere kleinigkeiten, durch die wir uns (es war ja kalt) durchkosteten. er arbeitet ausschliesslich mit valrhona. so eine patisserie mit bio- und fairtrade-produkten, das wäre eine sensation. scheinbar schliesst sich diese art von high-end-kochkunst und nachhaltigkeit noch immer aus. schade.</p>
<p>weil es (uns) immer kälter wurde, beschlossen wir am vorletzten tag meiner berlinwoche fast-heimatliche gefilde anzusteuern. <a href="http://www.lebensmittel-in-mitte.de/">lebensmittel in mitte</a> heisst ein eher süddeutsches wirtshaus mit kleinem lebensmittelangebot, in dem bayerische und ähnlich gehaltvolle speisen einem anstrengend schick-urbanen (in wien würde man sagen: bobo-) publikum serviert werden. beim essen stiegen mir dann die tränen in die augen. nicht vor rührung oder heimweh, sondern weil der senf so sauscharf war, wie er mir überhaupt noch nie untergekommen ist. auf nachfrage, was das denn genau für einer sei &#8211; vermutlich löwensenf? -, legt der koch die finger auf die lippen wie zu einem &#8220;pssst!&#8221; und huscht nach hinten in sein reich. kurz darauf kommt er mit einem mit alufolie umhüllten becher zu uns zurück, den er mir mit den worten &#8220;löwensenf, extrascharf&#8221; in die hand drückt. ich bin total baff ob der netten geste und gelobe, lokale nicht mehr so schnell nach ihrem publikum (abzu)urteilen. und ich bin sicher, dass der löwensenf aus dem grossgebinde anders (und schärfer) schmeckt als der aus dem glas.</p>
<p>am letzten berliner abend fabrizierten wir im theater-appartement des web- und sängermeisters aus butter, eiern, gruyère-artigem käse und salz nach anlaufschwierigkeiten mit den induktionsplatten (die pfanne war gewölbt, da geht nix mit induktion, neinneinnein, aber zum glück war auch noch ein grosser topf da, man möge sich mal kurz vorstellen, wie man ein omelett in einem grossen nudeltopf wendet) käseomeletts. lebensmittel sind keine in den appartements, aber zumindest koch- und essgeschirr. weil ich auf pfeffer zum käseomelett bestanden habe und ich die kleine <a href="http://www.adhoc-design.de/index.php?aid=76">reisepfeffermühle von adhoc</a> noch immer nicht besitze (im mak-shop gibt&#8217;s die, ich habe sie vor weihnachten gesehen, hätte ich sie doch gleich mitgenommen!), wurde der web- und sängermeister beauftragt, von der abendprobe an der komischen oper pfeffer mitzubringen. ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass er tatsächlich welchen beschaffen würde. aber man soll die künstler(innen) nicht unterschätzen: er hat in der kantine sein (mein) leid geklagt, worauf der nette kantinenbetreiber einen salzstreuer ausgeleert, ihn ausgewaschen, ausgetrocknet, mit frischem gemahlenem pfeffer befüllt und dem web- und sängermeister vertrauensvoll mitgegeben hat. berlin, ich komme wieder.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2010/01/13/mit-allesnuss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>48</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>10 tage, 10 listen: küchenkatastrophen</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/18/10-tage-10-listen-kuchenkatastrophen/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/18/10-tage-10-listen-kuchenkatastrophen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 19:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[listen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=1994</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/18/10-tage-10-listen-kuchenkatastrophen/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>

 	bevor wir uns dem süssen abschluss der 10 tage, 10 listen widmen, gehe ich heute nochmal aufs ganze: meine gesammelten küchenkatastrophen der letzten jahre mögen der vorfestlichen entspannung und erheiterung dienen (wer den schaden hat&#8230;). um jede ergänzung (geteiltes leid&#8230;) bin ich dankbar. und bevor mir noch dümmere sprichwörter einfallen, nur mehr das eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	bevor wir uns dem süssen abschluss der 10 tage, 10 listen widmen, gehe ich heute nochmal aufs ganze: meine gesammelten küchenkatastrophen der letzten jahre mögen der vorfestlichen entspannung und erheiterung dienen (wer den schaden hat&#8230;). um jede ergänzung (geteiltes leid&#8230;) bin ich dankbar. und bevor mir noch dümmere sprichwörter einfallen, nur mehr das eine von meiner oma, das in jeder lebenslage passt: was immer du tust, bedenke das ende.</p>
<p><strong>10 tage, 10 listen<br />
tag 9: kathas kathartische (?) küchenkatastrophen</strong></p>
<p>1. jener (winzige) teil meines rechten mittelfingermittelgliedes, den ich vor etwa zehn jahren feinsäuberlich gemeinsam mit karotten in die gelbe melaminschüssel hobelte, mit dem verflixt scharfen <a href="http://images.google.at/images?q=v-hobel&amp;sourceid=navclient-ff&amp;rlz=1B3GGGL_deAT236AT236&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ei=c9ErS_2sLJCqnAO-7eyFCQ&amp;sa=X&amp;oi=image_result_group&amp;ct=title&amp;resnum=4&amp;ved=0CC4QsAQwAw">v-hobel</a> nämlich, der fast einen rettungseinsatz zur folge gehabt hätte. nicht wegen mir. ich nahm das (saubere) stückerl aus der schüssel mit den bunten gemüsestückchen, und als die wunde kurz darauf zu bluten begann (lustig: lauter winzige löchlein, das muss wegen des scharfen schnittes gewesen sein, sowas habe ich vorher und nachher nicht gesehen), hab&#8217; ich halt wie immer bei verletzungen schwedentropfen draufgeschüttet. bloss meine freundin, mit der ich das gemüsegratin vorbereitet hatte, wurde immer bleicher und brauchte mein gutes zureden. sie konnte kein blut sehen &#8211; und sie war (ist) vegetarierin. die narbe ist noch immer sichtbar.</p>
<p>2. jener gewürzkuchen aus einem alten gusto-heft, der zwar von der menge her in die kastenform passte, aber beim backen wie ein aus einer unterirdischen quelle gespeister vulkan lava spie &#8211; mehr, als ich zuvor in die form gefüllt hatte. wann immer ich das rezept in der kuchen-mappe sehe, will ich es automatisch zerreissen und endlich aus meinem leben verbannen. ich halte aber jedesmal inne, um es doch noch als mahnung aufzubewahren.</p>
<p>3. jener morgen, an dem die würmchen an der küchendecke unserer vorigen wohnung in ottakring krochen. das heisst: sie krochen vermutlich nicht erst an jenem morgen, aber da waren sie uns halt wegen der schieren menge aufgefallen. das hat man davon, wenn man immer dieses verunreinigte, unhygienische biozeug kauft.</p>
<p>4. jene flasche kernöl, die beim schwungvollen, weil verärgertem öffnen der kühlschranktür vor meine füsse fiel. viel spass beim putzen. jetzt haben wir einen neuen kühlschrank.</p>
<p>5. jener topfenteig für marillenknödel &#8211; ich glaube, es war mein erster &#8211; den ich in einem anfall von grössenwahn (grosse köche machen alles mit den händen) glaubte mit den händen vermischen zu müssen. ich hätte den teig aus dem fenster geschmissen, wäre er nicht mitsamt der schüssel fest und innig mit meinen händen verbunden gewesen.</p>
<p>6. jener plastikbehälter mit einem fertigen schnitzel vom fleischer vom markt, den ich am 17. 4. 2009 am frühen nachmittag (ich habe beweisfotos gemacht) auf den rost des nur wenige wochen alten (richtig: nigelnagelneuen) backrohres stellte, wo er beim aufwärmen schmolz und in weissen fäden auf das jungfräuliche email des tapferen neff-herdes tropfte, um dort kurz darauf zu erstarren. klugerweise hatte ich auch noch umluft eingschaltet (damit&#8217;s schneller warm wird), was fein verteilte fäden auf dem (ebenso neuen) rost und backrohrboden zur folge hatte. zuerst dachte ich, das ist aber ein komisches schnitzel, aus dem was weisses tropft. bis ich endlich realisierte, was ich angestellt hatte. zu meiner ehrenrettung sei gesagt: zwei tage vorher bekam ich mein <a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/04/17/essbesteck-aus-titan/">essbesteck aus titan</a> implantiert und mir ging&#8217;s nicht wirklich gut (sonst hätte ich mir auch garantiert kein schnitzel vom fleischer am markt geholt). ich hatte den fleischer sogar noch gefragt, ob ich&#8217;s in der schale aufwärmen dürfe, was er bejahte. er meinte wohl, dass ich die mikrowelle meinte &#8211; woher hätte er auch wissen sollen, dass wir sowas nicht besitzen. jetzt verstehe ich jedenfalls alle, die solche haarsträubenden geschichten erzählen. vorher hätte ich die nase über deren blödheit gerümpft.</p>
<p>7. jenes mittagessen, bei dem ich statt 500 g 1 kg spaghetti ins wasser warf und erst draufkam, dass irgendwas nicht stimmte, als sie nur schwer im topf mit dem sugo platz fanden, das (gute, mir ist noch immer leid drum) sugo viel zu wenig und die nudeln irgendwie klebrig waren. wir waren zu fünft.</p>
<p>8. jener dünnflüssige palatschinkenteig, den der web- und sängermeister vor ein paar wochen anrührte, nachdem ich ihm ein rezept zum ausprobieren angedient hatte. er begann zu schimpfen, auf das rezept, den autor, und stellte mehr in frage, als mir zu dem zeitpunkt lieb war. bis er draufkam, dass er beim runterrechnen vergessen hatte, die milchmenge zu halbieren. merke: wann immer du rezepte abwandelst, tue es vorher in ruhe und schreibe dir ausnahmslos die neu berechneten mengen dazu. (das ändert nichts daran, dass ich vor kurzem bei einem guglhupfrezept vorher hochgerechnet, aber trotzdem die falsche zahl hingeschrieben hatte. ergebnis siehe punkt 2. was ein ei zuviel alles anrichten kann.)</p>
<p>9. jenes indische curry von unserem nachbarschaftlichen <a href="http://www.restaurantindus.at/">lieblingsinder</a>, dessen zweite hälfte (die vom curry, nicht die vom inder) ich mir im sommer an einem der unzähligen viel-zu-viel-arbeitstage spät nachmittags, schon zittrig vor hunger, aufwärmen wollte. das heisst, ich wärmte das curry auch auf. nur zu lange. als es im büro, in das ich für einen nur ganz kurzen arbeitsschritt zurückgekehrt war, verbrannt zu riechen begann, qualmte das häufchen curry drüben in der küche schon nur mehr schwarz in der beschichteten pfanne. immerhin sind wir nicht abgebrannt. merke: pause ist pause und arbeit ist arbeit. den satz müsste ich auswendig lernen. so lang ist er ja gar nicht.</p>
<p>10. jener wasserkocher, der uns letzte woche eine elektrikerrechnung von 1.650 euro beschert hat (zahlt der vermieter). wobei, mein braver wasserkocher kann nichts dafür, er kann halt mit seiner vielen energie (2.400 watt sind nicht nichts) nicht so richtig umgehen. ich habe ihn &#8211; wie so oft jeden tag &#8211; eingeschaltet, was einen kurzen &#8211; und stundenlange stromlosigkeit in der gesamten wohnung &#8211; zur folge hatte und mit zwei tagen zwei elektrikern, einer menge gschturi, dreck, letztendlich neu verlegten leitungen, getrennten stromkreisen für alle grossen küchengeräte und einem frisch gestrichenen vorzimmer ein glückliches ende fand. diagnose: vom vorzimmer zur küche noch (längst verbotene) leitungen aus den 30er-jahren, die gesamte wohnung hing bis auf den geschirrspüler an einem einzigen stromkreis, im schlimmsten fall hätte bei dem kurzschluss eine wand unter strom stehen können. ausserdem, hat der elektriker beim abschied gesagt, war die wohnung nicht geerdet. jetzt wissen wir auch, warum wir in den letzten jahren manchmal beim griff auf den herd, die brotschneid- oder die (edelstahl-)küchenmaschine ein kleines schlagerl bekommen haben. wir hatten uns schon gewundert.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/18/10-tage-10-listen-kuchenkatastrophen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>10 tage, 10 listen: kein interesse</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/16/10-tage-10-listen-kein-interesse/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/16/10-tage-10-listen-kein-interesse/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 16:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[listen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=1970</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/16/10-tage-10-listen-kein-interesse/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>

 	aus zeitmangel eine liste jener themen, die mich zum glück keine zeit kosten, weil sie mich nicht interessieren.
10 tage, 10 listen
tag 7: das lässt mich kalt
1. acrylamid
2. kalorientabellen
3. transfettsäuren
4. diäten
5. cocktails
6. ampelkennzeichnung
7. süssstoffe
8. light-produkte
9. ernährungspyramiden
10. analog-alles
und zum ausgleich das, was mich (oft: leider) nicht kalt lässt:
1. aromen (auch die &#8220;natürlichen&#8221;)
2. geschmacksverstärker
3. angst vor salz
4. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	aus zeitmangel eine liste jener themen, die mich zum glück keine zeit kosten, weil sie mich nicht interessieren.</p>
<p><strong>10 tage, 10 listen<br />
tag 7: das lässt mich kalt</strong></p>
<p>1. acrylamid<br />
2. kalorientabellen<br />
3. transfettsäuren<br />
4. diäten<br />
5. cocktails<br />
6. ampelkennzeichnung<br />
7. süssstoffe<br />
8. light-produkte<br />
9. ernährungspyramiden<br />
10. analog-alles</p>
<p>und zum ausgleich das, was mich (oft: leider) nicht kalt lässt:<br />
1. aromen (auch die &#8220;natürlichen&#8221;)<br />
2. geschmacksverstärker<br />
3. angst vor salz<br />
4. massentierhaltung auf niedrigstem gesetzlichem niveau<br />
5. die forderung nach den billigsten lebensmitteln und die behauptung, diese könnten die besten sein<br />
6. fertiggerichte<br />
7. ernährungstipps von &#8220;expert/inn/en&#8221;, garniert mit möglichst vielen zahlen<br />
8. die nicht auszurottende ansicht, cholesterinarme ernährung wäre gesund<br />
9. agrarsubventionen<br />
10. bsuff</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/16/10-tage-10-listen-kein-interesse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>10 tage, 10 listen: unbequeme themen</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/11/10-tage-10-listen-unbequeme-themen/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/11/10-tage-10-listen-unbequeme-themen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 11:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[listen]]></category>
		<category><![CDATA[lokale]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=1835</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/11/10-tage-10-listen-unbequeme-themen/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>

 	da habe ich mir wieder was angefangen: jetzt muss ich in alten handschriftlichen (familien-)kochbüchern ein keksrezept suchen, weil mir diese ansbacher sonst keine ruhe lassen.
heute sind aber jene themen dran, deren anhaltende, faire, ausführliche und viel häufigere diskussion ich mir auf breiter basis wünsche (einige davon werden schon bald ihren weg durch die medien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	da habe ich mir wieder was angefangen: jetzt muss ich in alten handschriftlichen (familien-)kochbüchern ein keksrezept suchen, weil mir diese ansbacher sonst keine ruhe lassen.</p>
<p>heute sind aber jene themen dran, deren anhaltende, faire, ausführliche und viel häufigere diskussion ich mir auf breiter basis wünsche (einige davon werden schon bald ihren weg durch die medien machen, da bin ich mir sicher). kaum jemand spricht gerne darüber, manche werden totgeschwiegen, andere sind überhaupt noch nicht präsent, die meisten davon unbequem. leider gelingt es mir dabei nicht, emotionslos-distanziert zu bleiben, wie sich das für meinen job normalerweise gehören würde. das ist aber auch kein magazinartikel hier, sondern meine meinung, ungefiltert, ungeschönt, ungebürstet.</p>
<p><strong>10 tage, 10 listen<br />
tag 2: das gehört diskutiert, auch wenn es unangenehm ist<br />
</strong></p>
<p>1. solange menschen verhungern, braucht man über <strong>artgerechte tierhaltung</strong> nicht nachdenken: eines der schwachsinnigsten totschlagargumente, das mich nicht weniger aufregt, je öfter ich es höre. wie wäre es statt &#8220;entweder-oder&#8221; mit &#8220;sowohl-als auch&#8221;? was für eine borniertheit, arroganz, bequemlichkeit, gewohnheit und völlige übersättigung lässt uns jeden tag bei allen möglichen mahlzeiten nicht vorstellbares (und nicht aushaltbares) tierleid in kauf nehmen? (ich nehme mich nicht aus.)</p>
<p>2. <strong>vegetarische ernährung</strong> ist für nutztiere auf jeden fall harmloser, weil dafür keine tiere sterben müssen. das stimmt leider nicht. je mehr milchprodukte gegessen werden, desto problematischer: um milch zu geben, muss die kuh einmal im jahr ein kalb bekommen. die für dieses kalb bestimmte milch essen wir in form von milch, butter, obers, joghurt, käse usw. diese kälber werden nicht alle zu milchkühen herangezogen (was bei den männlichen auch besonders schwierig wäre&#8230;), sondern geschlachtet und gegessen. wer glaubt, als vegetarier/in das schlachten von tieren zu verhindern, irrt.</p>
<p>3. warum gibt es verdammt noch mal kein gesetz, das gastronomen verpflichtet, <strong>fertiggerichte auf der karte zu deklarieren</strong>? es macht mich wütend, wenn ich nicht herausfinden kann, was &#8220;hausgemacht&#8221; (in dem haus, in dem ich gerade essen bestellen möchte) ist und was nicht. warum soll ich für industriellen frass dasselbe zahlen wie für das, was koch und köchin aus frischen zutaten kraft ihres wissens und ihrer erfahrung zubereitet haben? (nein, ich will kein weiteres ama-siegel, sondern eines, auf das ich mich verlassen kann.)</p>
<p>4. in der gastronomie: <strong>mineralwasser</strong> aufschwatzen: nein, ich habe nichts dagegen, wenn eine gebühr für leitungswasser auf der rechnung steht. die gläser müssen gewaschen, befüllt, getragen werden, kein problem. aber ich kann es nicht leiden, wenn mir mineralwasser aufgedrängt wird. mir schmeckt (wiener) leitungswasser besser. ist das so schwer zu verstehen?</p>
<p>5. wo soll in zukunft das brot herkommen? in wien (grossraum knapp 2,5 millionen einwohner) gibt es so gut wie <strong>keine vernünftigen bäckereien </strong>mehr (damit meine ich: handarbeit, keine backmischungen, keine zusatzstoffe, keine technischen hilfsstoffe, keine tiefgefrorenen teiglinge, dafür mehrstufig geführter sauerteig, biologische zutaten, lange teigruhe, ordentliche öfen). ich esse kein backfabrikenbrot. aber wer soll in 20, 30 jahren brot backen, wenn&#8217;s heute schon kaum mehr jemand kann?</p>
<p>6. <strong>schlachten gehört hergezeigt</strong>. und zwar jeder und jedem, die/der tierische produkte isst. auch kindern. nein, ich glaube nicht, dass jeder mensch ein tier getötet haben muss, um die berechtigung zu haben, fleisch oder milchprodukte zu essen. aber ich glaube, dass jeder mensch wissen muss, wie das geht, was dabei passiert, welche emotionen dadurch ausgelöst werden und was man dabei verdammt noch mal endlich besser machen kann (schlachten vor ort, tiere vorab gewöhnen, tiere verabschieden, tieren danken, zeit nehmen, stress vermeiden,&#8230;). das käme einer revolution gleich, nach der endlich niemand mehr zu den &#8220;seligen&#8221; zuständen davor (nix wissen, nix sehen, nix hören) zurück könnte.</p>
<p>7. <strong>vegan ist wichtig</strong>. ich bin weder vegetarierin noch veganerin, aber je mehr ich mich mit lebensmittelproduktion und all ihren folgen und verbindungen auseinandersetze, umso öfter komme ich zum schluss, dass tendenziell vegane ernährung klug wäre. wenn es dafür hierzulande eine tradition gäbe. wenn es viel mehr auswahl gäbe. wenn es lokale gäbe, die tolle vegane küche anbieten würden. wer den schritt nicht gehen will (ich glaube, ich in diesem leben auch nicht), muss tierische produkte von kleinen, überschaubaren betrieben aus der region kaufen. michael pollan sagt dazu &#8220;shake the hand that feeds you&#8221; &#8211; und ich bin sicher, das ist ein ganz simpler schlüssel zu besseren lebensmitteln.</p>
<p>8. was sind die alternativen zum konventionellen handel? stichwort: <strong>community supported agriculture </strong>(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaftsgemeinschaftshof">csa</a>). darüber gibt&#8217;s mehr zu erzählen. ich glaube, das wird in den nächsten jahren und jahrzehnten einen ordentlichen wirbel machen.</p>
<p>9. was kümmert mich saatgut? sehr viel mehr als gedacht. <strong>freies saatgut</strong> ist keine selbstverständlichkeit mehr, sondern die ausnahme. klingt verrückt, interessiert kaum jemanden, weiss fast niemand, ist aber enorm wichtig: 5 konzerne weltweit kontrollieren 80 prozent des saatguts. wie schon so oft hier sei die &#8220;<a href="http://www.arche-noah.at/etomite/">arche noah</a>&#8221; empfohlen, ein grossartiger verein, der 2010 jubiläum feiert.</p>
<p>10. <strong>gemeinsam kochen und essen</strong>: überhaupt. öfter. mehr. mit der familie. mit freundinnen und freunden. mit nachbarinnen und nachbarn. es klingt fast schon peinlich banal, naiv oder pathetisch, aber ich bin überzeugt davon, dass das miteinander lebensmittel zubereiten und essen (esskultur!) die welt ein bissl besser (und friedlicher) machen kann.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/11/10-tage-10-listen-unbequeme-themen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>32</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>10 tage, 10 listen: keks</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/10/10-tage-10-listen-keks/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/10/10-tage-10-listen-keks/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 09:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[(aus) getreide]]></category>
		<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[listen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=1820</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/10/10-tage-10-listen-keks/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=esskulturat-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3827006074" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>

 	ich mag listen sehr. vor allem listen schreiben. ich lese sie auch gerne, was vermutlich damit zu tun hat, dass man nach der lektüre einer liste zu einem bestimmten thema das gefühl hat, einen für den moment erschöpfenden, abgerundeten überblick über ebendieses zu haben. trügerisch, aber irgendwie beruhigend. (und vermutlich auch der grund, warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	ich mag listen sehr. vor allem listen schreiben. ich lese sie auch gerne, was vermutlich damit zu tun hat, dass man nach der lektüre einer liste zu einem bestimmten thema das gefühl hat, einen für den moment erschöpfenden, abgerundeten überblick über ebendieses zu haben. trügerisch, aber irgendwie beruhigend. (und vermutlich auch der grund, warum bücher wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827006074?ie=UTF8&amp;tag=esskulturat-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3827006074">schotts sammelsurium</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=esskulturat-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3827006074" border="0" alt="" width="1" height="1" /> so beliebt sind). wenn ich geschichten recherchiere, hört das suchen (und finden) nie auf. das merkt man auch an meinen laaangen texten. deshalb gibt&#8217;s für die armen gestressten gemüter leichte kost: 10 tage lang jeweils eine liste mit 10 posten aus allen möglichen ecken der esskultur(.at). wer mitmachen mag, ist natürlich herzlich eingeladen. wer neugierig ist und etwas bestimmtes wissen möchte, möge die anregung dafür kundtun, vielleicht nehme ich sie ja auf und antworte in form einer liste.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1824" title="vanillekipferl in der blauen sterndose" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/vanillekipferl_dose.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>10 tage, 10 listen<br />
tag 1: der ideale keksteller (darf auch eine etagere sein)</strong></p>
<p>1. <strong>vanillekipferl </strong>- die nach katharina prato ohne ei natürlich.<br />
2. <strong>schokoknöpfe</strong>, johnnys oder wie auch immer sie heissen mögen &#8211; eine masse aus schokolade, nüssen, butter und zucker, zu kugeln geformt, bei moderater hitze zu halbkugeligen krapferln gebacken.<br />
3. <strong>agnesiapnätzchen </strong>- fünfschillinggrosse, dünne mürbteigtalerchen, mit hagebuttenmarmelade zusammengepickt, in zimtkristallzucker gewälzt.<br />
4. <strong>rumkugeln </strong>- die nach dem rezept von der mama des webmeisterlichen freundes thomas, aber ganz kleine.<br />
5. hundsordinäre, knusprige <strong>buttergegs </strong>(das ist wienerisch) &#8211; aus sehr gutem, gewürzten (zitrone, rum, vanille, vielleicht auch macis) mürbteig in allerliebsten formen ausgestochen.<br />
6. <strong>miniaturkokoskuppeln </strong>- die kann aber nur meine tante resi und ich habe sie seit schätzungsweise fünf jahren (viel zu lange) nicht mehr gegessen.<br />
7. <strong>walnusstaler </strong>- eine heidenarbeit: walnussmürbteig, talerchen wie bei 3., ein hauch marillenmarmelade (es gilt nur die selbstgemachte), ein noch dünnerer hauch marzipan (das ausrollen mit zucker lässt schimpfwörter aufkommen, von deren existenz tief im inneren man bis dahin gar nichts wusste), schoko-butter-glasur und obenauf ein stückerl walnusshirn (und zwar von den allerbesten walnüssen).<br />
8. <strong>butterbrote </strong>- irgendwo in meinem geschmacksgedächtnis geistern die herum, ich weiss nicht, wer sie gemacht hat oder wann, aber sie haben einen bleibenden eindruck hinterlassen. auf unserem esstisch liegen vier oder fünf rezepte dafür, daraus muss ich noch das ideale destillieren.<br />
9. irgendwas mit zitrusfrucht, z. b. <strong>orangenkekserl </strong>mit kandierten veilchen oder limettenglasierte sterne oder ich muss noch was mit zitronenmyrte erfinden (dem ätherischen öl) oder mit zedrat,&#8230;<br />
10. <strong>busserl </strong>- nuss oder kokos, bloss bitte ohne unnötiges zeug (schokostücke, kandierte früchte) drin.</p>
<p>ausser konkurrenz: die selbstgemachte schokolade meiner tante christl (mit kokosfett), die in kleinen förmchen auf schneegefüllten blechen im freien stand, bis sie endlich, endlich, endlich gegessen werden durfte.</p>
<p>auch noch ausser konkurrenz: die nervenkeks von tante herta. die haben nix mit dem zirkus um diese jahreszeit zu tun, sie sollten &#8211; alleine aus namensgründen &#8211; allzeit bereit stehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1825" title="vanillekipferl am blech" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/vanillekipferl_blech.jpg" alt="" width="500" height="283" /></p>
<p>im umkehrschluss können mir gestohlen bleiben:<br />
1. alle keks mit margarine<br />
2. alle keks mit schlechter schokolade<br />
3. fast alle lebkuchen (ausnahme: mäuse und lokomotiven von erni und otto)<br />
4. vollkornkekskrempel (ausnahme: siehe 3.)<br />
5. keks aus kuchenteigen<br />
6. spritzgebäck<br />
7. eisenbahner (das ist kein widerspruch zu 3.)<br />
8. ischler krapferl<br />
9. zimtsterne<br />
10. alle keks, die länger als einen tag in einer engen, gemeinsamen dose wohnen müssen &#8211; das ist keksquälerei</p>
<p>beim schreiben ist mir dreierlei auf- und eingefallen: erstens sind tanten beim thema keks von nicht zu unterschätzender wichtigkeit (omas vermutlich auch). zweitens habe ich meinen idealen keksteller bisher nur im geiste gesehen, irgendwas fehlt immer. drittens habe ich ein problem, wenn jetzt jemand rezepte haben wollen würde&#8230;</p>
<p>ps: dafür habe ich grade eine nette <a href="http://psb1.uibk.ac.at/habitzel/kekse/">sammlung alter österreichischer keksrezepte</a> gefunden.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2009/12/10/10-tage-10-listen-keks/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>28</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>glatt und verkehrt</title>
		<link>http://www.esskultur.at/index.php/2009/11/22/glatt-und-verkehrt/</link>
		<comments>http://www.esskultur.at/index.php/2009/11/22/glatt-und-verkehrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[(aus) getreide]]></category>
		<category><![CDATA[alles andere]]></category>
		<category><![CDATA[aus milch]]></category>
		<category><![CDATA[kräuter & gewürze]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esskultur.at/?p=1764</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.esskultur.at/index.php/2009/11/22/glatt-und-verkehrt/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_doppelte_tour.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="polsterzipf_doppelte_tour" /></a>

 	
am freitag habe ich den hauptteil meines bisher grössten beruflichen projektes abgeschlossen. im letzten halben jahr hat es mich hunderte stunden beschäftigt. ich war erstaunt und dankbar, dass ich trotz pausenlos durchgearbeiteter wochenenden &#8211; dieses projekt lief neben meiner regulären journalistischen arbeit &#8211; gesund geblieben bin. weh tut mir bloss, dass mir für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p> 	<img class="alignnone size-full wp-image-1765" title="polsterzipf_doppelte_tour" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_doppelte_tour.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>am freitag habe ich den hauptteil meines bisher grössten beruflichen projektes abgeschlossen. im letzten halben jahr hat es mich hunderte stunden beschäftigt. ich war erstaunt und dankbar, dass ich trotz pausenlos durchgearbeiteter wochenenden &#8211; dieses projekt lief neben meiner regulären journalistischen arbeit &#8211; gesund geblieben bin. weh tut mir bloss, dass mir für die pflege aller beziehungen währenddessen keine zeit blieb. die frequenz von &#8220;treff&#8217;ma uns&#8221;-, &#8220;mach&#8217;ma  was&#8221;-, &#8220;gemma essen&#8221;-anrufen und -mails wurde immer geringer, weil meine antwort immer die gleiche war: &#8220;gute idee, grundsätzlich gerne, aber leider geht sich&#8217;s bei mir hint und vorn nicht aus, weisst eh&#8230;&#8221;. diese fäden werde ich jetzt dann wieder aufnehmen und hoffen, dass sich dabei keiner so verwurschtelt hat, dass er gerissen ist.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1767" title="polsterzipf_roh" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_roh.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>erst in den letzten zwei wochen habe ich gemerkt, was &#8220;erschöpfung&#8221; bedeutet und wie es sein muss, wenn man sich in den anfang eines burnouts hineinarbeitet. vermutlich hat das in meiner umgebung niemand mitbekommen &#8211; ich hätte auch keine diskussionen darüber zugelassen, weil mir diese zeit abgegangen wäre. so habe ich mir also am freitag nachmittag zwei optionen zur wahl gestellt: entweder ein paar tage wegfahren, in eine therme mit viel wärme und wasser oder die paar tage (drei habe ich mir erlaubt) zuhause nur das zu tun, was sich grade richtig anfühlt. heute ist tag zwei und ich habe zum ersten mal seit monaten neun stunden geschlafen. das mit den thermen-hotels war mir zu anstrengend, selbst in <a href="http://www.balance-resort.at/">diesem hier</a>, das ich gerne mag, bin ich am ende doch wieder frustiert, weil die küche nicht zur angenehm schlichten architektur und der wunderschönen saunalandschaft (was für ein blödes wort) passt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1766" title="polsterzipf_gebacken" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_gebacken.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><strong>polsterzipf </strong>zu machen und endlich die messer abzuziehen (auch das schweizer messer, das ins auto gehört und seit wochen auf diesen moment wartet) schien mir der passende anfang dafür zu sein, wieder ins lot zu kommen. weil der web- und sängermeister seit einer woche wieder in berlin weilt, stand einer kleinen <strong>studie </strong>also nichts (und niemand) im weg.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1768" title="polsterzipf_vergleich" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_vergleich.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>angestachelt durch diskussionen über <strong>topfenteig</strong>, <strong>topfenmürbteig </strong>und <strong>topfenblätterteig </strong><a href="http://entegutallesgut.wordpress.com/2009/11/16/blatter-oder-murbteig/">hier</a> und <a href="http://lamiacucina.wordpress.com/2009/11/16/apple-pie/">hier</a> (<a href="http://www.anonymekoeche.net/?p=1085">teige </a>scheinen überhaupt grade ein gefundenes fressen zu sein) wollte ich&#8217;s genau wissen: wann blättert er besser, der topfenteig? wenn er schlampig oder schön glatt (so, wie ich&#8217;s üblicherweise mache) zusammengeknetet wurde? und was passiert, wenn ihm &#8211; wie bei blätterteig &#8211; auch noch ein paar touren zuteil wurden? 385 g topfen waren im haus. butter sowieso und glattes mehl (das womöglich ganz gefährliche, das vorige woche aus den regalen genommen wurde) auch.</p>
<p>ich beschloss, vier varianten ein- und desselben teiges zu machen: einen schlampig zusammengekneteten, bei dem noch topfen- und butterspuren zu sehen sind, einen homogen-glatten und jeweils die hälfte davon mit zwei touren und zusätzlicher rastzeit im kühlschrank.</p>
<p>dafür stellte ich gestern abend zwei teige aus jeweils gut 190 g topfen (20 prozentiger lembacher biotopfen, nicht passiert, das mache ich nie), gut 190 g kalter, geriebener butter (lembacher biobutter), 190 g glattem weizenmehl (waldviertler biomehl von ja! natürlich) und einem gestrichenen löfferl meersalz her. den einen verknetete ich grob und gschlampert, butter- und topfenstückerl waren zu sehen. den anderen knetete ich länger, bis er schon recht klebrig wurde und seine oberfläche wie die eines feinporigen badschwamms aussah &#8211; von der wärme der hände. beide teige kamen für eine stunde in den kühlschrank. dann halbierte ich beide und machte mit jeweils einer hälfte davon eine einfache und eine doppelte tour (das bedeutet, dass der teig mit mehl dick ausgerollt, das mehl mit einem pinsel abgekehrt und der teig danach zweimal gefaltet wird, also gedrittelt ist, um 90 grad gedreht und wieder dick ausgerollt wird, anschliessend dreimal &#8211; von rechts und von links jeweils bis zur mitte und anschliessend zusammengeklappt &#8211; gefaltet wird). so kamen die beiden tourierten topfenteige ebenfalls wieder in den kühlschrank.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1769" title="polsterzipf_teige" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_teige.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>ich hatte also vier verschiedene teig-varianten im kühlschrank sitzen:</p>
<p><strong>teig 1</strong>: schlampig verkneteter<br />
<strong>teig 2</strong>: glatt verkneteter<br />
<strong>teig 3</strong>: schlampig verkneteter mit 2 touren<br />
<strong>teig 4</strong>: glatt verkneteter mit 2 touren</p>
<p>falls jemand auch welche machen möchte, hier das <strong>polsterzipf-rezept</strong>:</p>
<p>200 g <strong>mehl glatt</strong>, auf die arbeitsfläche schütten<br />
1 schwachen teelöffel <strong>meersalz </strong>mit einer gabel mit dem mehl mischen<br />
200 g <strong>biotopfen 20 prozent</strong> auf das mehl geben<br />
200 g kalte <strong>biobutter</strong> mit dem groben reibeisen darauf reiben</p>
<ul>
<li>alles rasch mit den händen verbröseln und zu einem glatten teig verkneten.</li>
<li> in frischhaltefolie wickeln und eine stunde im kühlschrank rasten lassen.</li>
<li> anschliessend entweder gleich auf mehl ausrollen oder zuerst zwei touren machen (s. o.) und danach nochmal eine halbe stunde oder länger rasten lassen. der teig kann auch über nacht im kühlschrank bleiben, das stört ihn gar nicht.</li>
<li> backrohr auf 200 grad vorheizen, blech vorher herausnehmen.</li>
<li> aus dem ausgerollten teig (ein paar millimeter dick) quadrate schneiden. in die mitte wenig <strong>ribiselmarmelade </strong>setzen. die ränder mit verschlagenem <strong>ei </strong>dünn bestreichen. quadrate diagonal zu polsterzipfen zusammenschlagen, vom mittelzipf zu den seiten hin festdrücken und evtl. mit den zinken einer gabel noch stärker verschliessen. auf ein (kaltes) blech mit backpapier oder silikonmatte setzen.</li>
<li> bei 200 grad ca. 15 minuten backen.</li>
<li> noch heiss mit reichlich staubzucker bezuckern und am besten lauwarm essen. die polsterzipf schmecken aber auch ausgekühlt und in einer blechdose aufbewahrt nach ein paar tagen noch gut.</li>
</ul>
<p>zurück zur studie:<br />
also doch glatt verkneten? ja, weil sich die variante 1 als ziemliche sauerei herausgestellt hat:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1770" title="polsterzipf_verkehrt" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_verkehrt.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>als ich zusah, wie sich die erste fuhre im eigenen, austretenden fett zu baden begann, wünschte ich mir, ich hätte mich doch für das balance resort entschieden. ich verfluchte mich für meine entscheidung, die silpat-matte bei so einer wichtigen studie das erste mal verwendet zu haben &#8211; bis ich feststellte, dass das backpapier ohnehin aus gewesen wäre. was rückschlüsse auf meine verfassung der letzten wochen zulässt, weil normalerweise in diesem haushalt nie irgendetwas ausgeht, ohne davor nachgekauft geworden zu sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1771" title="polsterzipf_teller_1" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_teller_1.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>aber bevor es richtig bergauf geht, muss offenbar erst das tal ganz durchschritten werden, denn es wurde danach tatsächlich besser:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1772" title="polsterzipf_teller_2" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_teller_2.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1773" title="polsterzipf_teller_3" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_teller_3.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1774" title="polsterzipf_teller_4" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_teller_4.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>wir lernen dreierlei: 1. vertraue deinem gefühl (das mir sagte, ein grob zusammengekneteter topfenmürbteig wird nix). 2. vertraue den erfahrungen anderer (die sagten, dass auch dem topfenmürbteig ein paar touren gut stehen würden). 3. iss keinesfalls ausschliesslich polsterzipf zum abendessen.</p>
<p>erlauben wir uns einen blick aufs detail (wesentliche?):</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1775" title="polsterzipf_einzeln_1" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_einzeln_1.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><strong>teig 1</strong> ist zum vergessen. grob verkneten führt bei diesem topfenteig zum austritt der fettes, sobald der teig warm wird, das zeug schwimmt im eigenen saft, geht nicht ordentlich auf und ist anschliessend zwar vielleicht magerer (wenn das fett am blech bleibt), aber speckig und kulinarisch uninteressant.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1776" title="polsterzipf_einzeln_2" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_einzeln_2.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><strong>teig 2</strong> funktioniert wunderbar. so habe ich ihn bisher gemacht und hätte ich nur diese beiden varianten probiert, hätte ich weiterhin darauf beharrt, dass man an diesem teig nichts verbessern kann. aber:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1777" title="polsterzipf_einzeln_3" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_einzeln_3.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><strong>teig 3</strong> (zur erinnerung, der gschlampert-getourte, falsch, der gschlamperte, ordentlich getourte) plustert sich schön auf, wirkt aber irgendwie zrupft.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1778" title="polsterzipf_einzeln_4" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_einzeln_4.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><strong>teig 4</strong> ist kein blätterteig! bitteschön, das ist ein glatt verkneteter topfenteig mit zwei touren. das wort &#8220;topfenblätterteig&#8221; ist damit rehabilitiert und sollte eingang in die lehrbücher finden. und wer angesichts dieses polsterzipfs noch behauptet, dass topfenblätterteig bloss ein schwacher abklatsch des königs der teige, des blätterteigs, wäre, die oder der muss blind sein. das ding splittert und knuspert wie blätterteig, nur hat es zusätzlich die säure vom topfen. in kombination mit der ribiselmarmelade ist das unschlagbar.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1779" title="polsterzipf_alle_davor" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_alle_davor.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>zu diesem zeitpunkt gestern abend war mir schon ein bisserl schlecht vom vielen vergleichsverkosten. dass ich das gar so ernst genommen habe, lässt vermuten, dass meine entspannung noch nicht hundertprozentig funktioniert. die kleine polsterzipfstudie hat aber ebenso zur wiederherstellung der inneren ordnung beigetragen wie das für heute verordnete projekt &#8220;messer abziehen&#8221;. was für ein schöner anblick und für eine genugtuung (allzeit bereit! alles in ordnung!) eine leiste mit zehn scharfen messern sein kann! aber davon ein andermal.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1780" title="polsterzipf_alle_danach" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_alle_danach.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>für die petit fours zum tee am morgigen tag drei meines erholungsaufenthaltes zuhause ist jedenfalls gesorgt. sowas feines gibt&#8217;s in wellnesshotels nämlich nicht:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1781" title="polsterzipf_dose" src="http://www.esskultur.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/polsterzipf_dose.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.esskultur.at/index.php/2009/11/22/glatt-und-verkehrt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>27</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
