one (first) night in bangkok

bangkok hat uns am 5. februar (das nennt sich auch dort winter, obwohl es rund 30 grad hatte) um ca. 20 uhr so begrüsst:

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wir befinden uns in chinatown (der grössten ausserhalb chinas), die man in bangkok nur unter der bezeichnung „yaowarat“ (das ist die wichtigste strasse in chinatown) kennt. wer in bangkok nach dem weg „to chinatown?“ fragt, erntet möglicherweise fragende blicke.

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an diesem strassenstand haben wir unsere erste mahlzeit in bangkok gegessen. es gibt dort ente mit nudeln und suppe oder ente mit sauce und reis, dazu ein paar dim sum, auf die das entenfett tropft, und fertig. dieses essen war der beginn von unserer leidenschaft für streetfood. wir haben wann immer es möglich war an strassenständen gegessen – und es nie bereut. ich finde die warnungen in allen reiseführern vor dem essen auf der strasse extrem übertrieben. wenn es gegart (gekocht, gebraten, frittiert, gedämpft) ist, gibt es keine probleme und selbst die thai wischen sich mit den klopapierartigen serviettenfitzelchen zuerst die plastikteller und das blecherne besteck ab. weil die portionen nicht sehr gross sind (thai essen über den ganzen tag verteilt immer wieder kleinere gerichte), gingen wir durch die nachtmärkte auf der suche nach dem nächsten gang.

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hier gibt’s dried shrimps in verschiedenen grössen und qualitätsklassen. für salate und curries sind sie unverzichtbar.

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wer weiss, was das auf dem bild oben ist, wird von mir zu einem thai-essen eingeladen. wir hatten das aha-erlebnis erst tage später über drei ecken.

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die teigtascherl waren leider roh, sonst hätten wir sie auf der stelle gegessen. vielleicht auch zwei packungen?

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hier deckt sich tout chinatown offenbar mit enten ein – gekocht, gebraten, lackiert. an dem stand herrschte ein furchtbares gedränge und die kundschaft wusste ganz genau, ob sie die zweite von rechts in der linken reihe ganz hinten auf dem vierten haken von vorne haben wollte. das war der moment, in dem wir uns eine küche vor ort gewünscht hatten.

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der hunger wurde grösser und die menschenmassen immer mehr. da entdeckten wir die soi (gasse) texas, berühmt für seafood:

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wir assen gegrillte garnelen, gegrillten tintenfisch, sehr scharfe, saure sauce und waren sehr glücklich, dass wir hier sein durften.

yaowarat_strassenschild.jpg

kommentare

6 kommentare zu “one (first) night in bangkok”

  1. Ana sagt:

    Auf die Frage, was das auf dem bild oben sei:… ähm… getrocknete Robben?! (iiih) .. Quatsch,… keine Ahnung, sieht wie etwas gebackenes aus… Bin schon auf die Antwort gespannt…

  2. Britta sagt:

    Liebe Grüße nach Bangkok – auch wir essen dort mit Vorliebe an den zahlreichen Strassenständen.
    Zum Bild: getrocknete Seegurken?

  3. lamiacucina sagt:

    Ich weiss es nicht und war noch nie dort, hab aber gerne den Bericht gelesen. Fettgebackenes ?

  4. katha sagt:

    ja, ana, so ging’s uns auch: keine ahnung. wir dachten an frittiertes (dafür sahen die dinger aber seltsam leicht und „unfett“ aus). zu den robben gibt’s übernächste woche tatsächlich mehr hier auf esskultur.at zu lesen…

    wie oft warst du denn schon dort, britta? denn: die seegurken stimmen zwar nicht, aber immerhin sind wir schon im wasser…

    lamiacucina könnte doch ein ausflug (ok, mit langer anreise) nach bangkok machen? ich bin sicher, es würde dir und frau l. dort schmecken.

    die auflösung: es handelt sich um getrocknete fischmägen – aller arten und grössen. die sieht man in ganz chinatown. wir waren zwei oder drei tage später in einem der beliebtesten chinesischen restaurants direkt an der yaowarat. wir kamen mit dem jungen chef ins gespräch und durften in die töpfe und den köchen über die schultern sehen. er hat uns erklärt, was die beliebtesten gerichte sind: fish stomach soup ist eine davon! ich bin sehr froh, dass wir nicht ein paar der mägen „zum knabbern“ gekauft haben, weil sie gewässert und gekocht gehören…

  5. entegut sagt:

    Ich dachte, die weißen Schläuche wären Tintenfische.
    Fischmagen – interessant. Hast du auch gefragt, von welchen Fischen? Hungrige auf jeden Fall. Ich finde die nämlich ziemlich groß.

  6. katha sagt:

    ich war ja schon froh, dass ich das überhaupt erfahren habe, drei tage später in einem chinesischen lokal (das in ganz bangkok bekannt ist), vom chef, der zufälligerweise die gleiche kamera wie ich hat und wir so ins gespräch gekommen sind. für mich schaut’s ja auch irgendwie wie beuschl (also lungen) aus, aber ich habe mich (noch) nicht genauer damit beschäftigt. da bräuchten wir jetzt einen china-experten.

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