rucola? arugula!

was ich am medium internet besonders schätze, ist seine unmittelbarkeit. über online entdeckte rezepte war auf esskultur.at schon einmal eine hymne zu lesen.

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am freitag fand ich via feedreader dieses salat-rezept auf serious eats. ich mag fenchel, ich mag rucola (das englische „arugula“ ist deshalb so komisch für mich, weil „ein rucola“ – was man so natürlich nur umgangssprachlich sagen würde – auf mundart-wienerisch-oberösterreichisch tatsächlich so ähnlich klingt wie „a rugola“), ich mag saure äpfel und vor allem mag ich walnüsse.

ich mag walnüsse so sehr, dass immer ein sehr grosses honigglas (ein kilo?) voll im kühlschrank sein muss. natürlich nicht irgendwelche, sondern idealerweise grosse, knackig-süsse, leicht herbe stücke, am besten vom eigenen nussbaum – oder zumindest von einem mir bekannten. (wir haben bei einem befreundetem paar einmal rote walnüsse gegessen, die hätte ich gerne als zweitnüsse im kühlschrank.) wenn mir gar nichts schmecken will, was leider öfter vorkommt, dann wirken so zwei, drei walnusshälften besänftigend. als meine labradorhündin nonia noch lebte, standen wir dann gemeinsam vor dem kühlschrank und zerbissen abwechselnd walnusshälften mit kräftigen kieferbewegungen. das war unser kleines geheimnis.

da das entdeckte rucola-rezept ohne parmesan und ohne balsamico auskommt, muss es gut sein. vor allem, weil viel zitronensaft und viel dijonsenf drin vorkommen. leider auch eine schalotte, aber selbst die hat sich letztendlich als passend herausgestellt. (ich finde rohe zwiebel oder schalotten in salaten meist stinkig-penetrant. obwohl: in thailand habe ich mich gerne daran gewöhnt…)

am samstag gab es also den serious eats (auch diese bezeichnung gefällt mir) arugula salat auch bei uns. er war verblüffend gut (nicht nur, aber vor allem wegen der walnüsse…) und stimmig und wird ohne änderungen ins repertoire aufgenommen.

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und wer jetzt lust auf arugula bekommen hat, möge unbedingt vier dinge beachten:

  1. ein cup walnüsse ist viel. trotzdem nicht weniger nehmen!
  2. die walnüsse un-be-dingt ganz langsam ohne fett rösten, bis sie durchwärmt sind. dann aber nicht gleich aufessen, sondern ausnahmslos gemäss rezept verwenden.
  3. fenchel und apfel müssen wirklich hauchfein geschnitten werden (mit dem v-hobel oder einer mandoline geht das ruckzuck). sonst wird der salat plump. mit den walnüssen gibt’s eh genug zu beissen.
  4. bloss keine süssen äpfel verwenden! nur knackige, säuerliche sorten wie der genannte granny smith haben genug kraft, um es mit dem fenchel und den walnüssen aufzunehmen.

ps: wir haben die angegebene menge zu zweit gegessen.

pps: jetzt gerade liegt meine gasthündin coco, auch eine ältere schwarze labradordame, neben meinem knallroten hag-drehstuhl am parkettboden. sie ist vor einer dreiviertelstunde bei mir abgeliefert worden. wir werden sehen, wie ich mich nach über vier monaten ohne hund vier tage lang wieder mit hund anstelle. am besten, wir essen gleich noch eine walnuss miteinander.

kommentare

ein kommentar zu “rucola? arugula!”

  1. Christina sagt:

    Hallo Katharina,

    eine (vielleicht dumme?) Frage: Was suchen die Walnüsse denn im Kühlschrank ? Außer eine nette französiche Weichkäse-Romanze ?

    Bitte um Antwort und danke schonmal!

    Liebe Grüße.

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