der italiener, elmar und der heilige

der letzte weg des alten italieners, liegend, ohne warme decken, und das bei dem sauwetter:

gerade hat ihn sein neues herrli elmar abgeholt, nachdem ich ihn vor nicht einmal 24 stunden im bazar online inseriert hatte. war er zu billig? und: ich hatte ihn 11 jahre und ein paar monate. da entwickelt man selbst zu einem italienischen edelstahl-kühlschrank ein verhältnis. ich habe ihm, als er schon im lift stand, noch „baba, kühlschrank!“ nachgerufen. ein bisserl wehmütig.

dabei: das heisst doch, der neue, der heilige kühlschrank ist gekommen! linksdrehend, jawohl, und der webmeister hätte vor lauter griffe anschrauben und den heiligen bewundern (und weil ich unbedingt noch den verpackungsmüll im auto haben wollte, damit ich ihn nach der fahrt zum flughafen gleich auf die deponie bringen konnte) fast seinen flieger nach berlin verpasst. aber: er ist dort angekommen und ich bin noch da, alleine mit dem heiligen. aber nur bis morgen, denn dann muss er zum ersten mal alleine zuhause bleiben. er scheint das schon zu ahnen und nicht recht zu wissen, ob ihn das kalt oder vor schreck erstarren lassen soll:

ich reise nämlich auch nach berlin. nicht zur berlinale, sondern zum essen. und zu des web- und sängermeisters letzter fledermaus an der komischen oper in dieser saison.

zum heiligen gibt’s noch mehr zu erzählen, stichwort „211“, aber dafür bin ich heute schon zu müde. nach bewegenden momenten mit dem italiener, elmar und dem neuen ist das verständlich, oder?

kommentare

8 kommentare zu “der italiener, elmar und der heilige”

  1. sisko sagt:

    Immer weniger Computer werden mit einem Resetknopf ausgestattet, dafür verfügen Kühlschränke über eine entsprechende Taste. Hoffentlich ist in Abwesenheit der Besitzerin kein Neustart notwendig . . .

  2. lamiacucina sagt:

    ging die Heiligsprechung nicht etwas schnell ? Mein Frigi.daire ist 25 Jahre alt und erst selig gesprochen.

  3. noumenon sagt:

    sehr schön geschrieben. ich lass gerade meinen mann anhand der ersten sätze raten, um wen/was es sich bei dem „italiener“ handelt :o).

    viel spaß in berlin.

  4. katha sagt:

    nur, wenn ich rot sehen will, sisko. aber das schaust du dir am besten in natura an.

    nein, robert, das hat mit „211“ zu tun. ich sage nur: a++, da kann man gar nicht früh genug einen heiligen ins haus holen. der italiener ist zwar von geburt an katholisch, aber mehr als selig wird da nicht mehr draus. more to come.

    danke, noumenon, gleich zweifach.

  5. entegut sagt:

    Jössas, der Monolith war ein Eiskasten und ich dachte eine Eingangstür.
    Haben das die anderen eigentlich gewusst?
    Der sieht aber nett aus!
    Wieso hast du keinen mit einer Frischezone genommen?
    Ich habe leider keinen in der Größe bekommen, wie ich wollte. Waren mir alle mit zu kleinem Volumen. Aber mittlerweile weiß ich schon, ich bekomme nie das, was ich gerne möchte. Ich bin quasi immer der geistige Vorreiter der späteren Produktentwicklungen. :-D

  6. katha sagt:

    liebe ente, nur kurz (zum heiligen, jetzt ausgepackten monolithen mit richtigem türanschlag schreibe ich eh noch was): frischezone brauch ich nicht, ich habe das jetzt endlich kapiert: wenn man nur einmal pro woche oder gar seltener dazukommt, frisches gemüse (und obst, aber welches davon muss schon in den kühlschrank?) zu kaufen, dann ist so eine frischezone gescheit. für uns uninteressant, weil wir so gut wie immer frisch einkaufen und dann bald verbrauchen. und ausserdem: a++ gibt’s nicht mit frischezone, die frisst offenbar zu viel strom… übers volumen (des kühlschranks) haben wir wochenlang diskutiert, aber der platz hier in dieser küche ist beschränkt und deshalb konnte ich nur in die höhe gehen, leiderleider nicht in die breite.

  7. Viel Spaß mit dem linksdrehenden, heiligen Monolithen. Vielleicht bis dieser Tage wie anvisiert… (?)

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  1. […] pfefferoni braten, so wie in den goldenen zeiten. der smeg darf sich in der zwischenzeit mit dem santo anfreunden und seine energie in der mitte […]



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