viennale + esskultur.at = kino + küche

wien ist viennale. seit gestern läuft das wunderbare österreichische (internationale) filmfestival zum 45. mal über die leinwände ausgesucht schöner wiener kinos. schön ist schon das ritual, dass einem jemand vom viennale-team am beginn des films „schöne projektion“ wünscht.

ich habe mich heuer nicht nur rechtzeitig um karten gekümmert (10 filme an 7 tagen sind es geworden), sondern mir selbstverständlich gedanken über das „was essen wir davor oder danach“ gemacht.

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heute nach dem ersten offiziellen viennale-film 2007 mogari no mori (japanisch, still, grün, grossartig! – dieses bild sagt alles) um 11.00 uhr im metro kino mitten in der wiener innenstadt mussten wir nur über die strasse gehen, um im koreanisch-japanischen bada-sushi brennheiss dampfende suppen (eine davon blubberte noch, als sie serviert wurde – das lag wohl an dem dicken tongefäss) vor zugigen, beschlagenen fenstern zu löffeln. stimmiger lassen sich kino & küche nicht kombinieren. in dem moment, in dem wir das nüchtern-karge lokal betraten, die handgeschriebenen koreanischen empfehlungen (vermuten wir) auf zetteln an der wand sahen und einen verflixt köstlichen, würzig-süsslichen duft nach heissem, gekochtem schweine- und rindfleisch, sesam und miso in der nase hatten, spielte ich mit dem gedanken, diese geschäftsidee der viennale anzubieten.

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vorerst muss ich mich aber auf die nächsten kinoküchenkombinationen (kiküko?) konzentrieren. morgen vor oder nach from the ground up (eine doku über kaffee um 13.00 uhr im stadtkino) ist schnell entschieden: ein kaffeehaus, im idealfall eines, das fair gehandelten kaffee im sortiment hat – vielleicht das weltcafé, wenn auch nicht ganz in der nähe? am abend nach michael clayton (18.00 uhr gartenbaukino, mit george clooney, nochmal bei der viennale am 31. oktober, hier ist der trailer zu sehen) muss es amerikanisches fastfood sein, gar kein zweifel. da bietet sich t.g.i. friday’s gegenüber am ring an.

am montag dann se, jie, der neue film vom grossartigen ang lee (von dem mein lieblingsfilm eat drink man woman stammt), als erotischer spionage-thriller angkündigt (20.30 uhr gartenbaukino). was würde davor besser passen als die goldenen zeiten, nur ein paar schritte vom kino entfernt am lueger-platz, mit elegantem beigen leder, dunklem holz und grossen, roten lampen als bühne für die beste shanghai-küche (se, jie spielt in shanghai) der stadt?

diese sucherei beginnt mir grossen spass zu machen. wenn jemand (z. b. von der viennale?) mehr wissen möchte: kathas kiküko-kconsulting steht zu diensten.

kommentare

ein kommentar zu “viennale + esskultur.at = kino + küche”

  1. sisko sagt:

    Sofort will ich auch solche Suppen haben! Brennheiß, dampfend, blubbernd. Jetzt, wo draußen bereits Schnee liegt und der Dresscode eher an arktische Expeditionen erinnert. – Da möchte man am liebsten die Bilder drucken, erwärmen und dreidimensional auffalten.

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