wie schmeckt vegan? tag 11

frühstück

der letzte rest vom mohnstrudel. puh.

darjeeling ff tumsong

vor dem mittagessen

1 topaz, mit dem web- und sängermeister paarlich geteilt

mittagessen

vegan-7920

kisir (ohne i-punkte), türkischer bulgursalat (bei uns ohne bulgur, weil nicht in bio zu bekommen, dafür couscous im haus) ungefähr ein bisschen anders nach mundschenk peter putzers rezept – danke, peter, für die inspiration! war total super, vom wusm in nullkommanix geschnitten, gehackt, mariniert, abgeschmeckt und uns 80er-style (langsam kann man hier eine korrelation mit veganismus ausmachen!) auf den sonnenbeschienenen esstisch mitten auf die arbeit serviert. rezept folgt irgendwann, weil das war richtig gut. und wieder so ein gericht, bei dem nix (nichts) fehlt. herrlich!

nachmittagskaffee

espresso im sitzen mit dem web- und sängermeister

abendessen

pizza marinara bei pizza mari‘, dazu salat und ein glas hauswein (vegan? diese baustelle tue ich mir auch für die nächsten 10 tage nicht mehr an, sorry)

außerdem habe ich dem web- und sängermeister ein paar von seinen randl weggegessen, die davor von jedweder mozzarella- oder salami-kontamination befreit wurden, dabei eine theorie diskutiert (siehe unten) und die idee überlegt, eine pizzastanze für die zu erfinden, die gerne die letscherte mitte abgeben und dafür die dicken, knusprig-weichen rändern in empfang nehmen würden (für mich also).

nach dem abendessen

pannobile rot auf dem sofa, jetzt gleich nach dem veröffentlichen dieser kulinarischen notiz

1 rum-kokos-kugel von der schwiegermama

glücklich, fast satt und zufrieden, auch, weil mir mein zweistand (der einstand war vor weihnachten) in der heutigen ausgabe der süddeutschen zeitung (ab sofort regelmäßig) große freude macht (aber dazu mehr hoffentlich morgen, ich habe da nämlich das perfekte bild zu diesem lokaltermin im mühltalhof)

vegane erkenntnisse

leider bin ich beim zahlen erst draufgekommen, dass ich zumindest schwammerl auf der pizza haben hätte können. weil die gibt es nämlich als eine der wenigen möglichen rein pflanzlichen drauf-gaben. das wäre 1. gut gewesen, 2. hätte es mir das „fast“ vor „satt“ erspart und 3. hätte ich heute auch was für meinen eiweißhaushalt getan. vegan essen ist nicht einfach, auch, wenn es manchmal einfach ist, vegan zu bestellen.

wenn der tischnachbar pizzateile mit käse drauf übrig lässt und die folglich weggeschmissen werden – ist das vegan vetretbar? ich find es nachhaltiger, sie zu essen, habe es aber natürlich nicht getan. bis jetzt 0 (null) ausrutscher, fehltritte, normabweichungen, sünden – wie auch immer man das bei einer heilslehre (entschuldigung) nennen mag – in 11 tagen. geht doch. heute auch wieder mit vergnügen, was an mehreren faktoren liegt: gutes essen, das nicht so tut als ob, und beste gesellschaft.

kommentare

18 kommentare zu “wie schmeckt vegan? tag 11”

  1. Lisa sagt:

    Das Wort „Eiweißhaushalt“ aus deiner Feder zu lesen irritiert mich irgendwie!

  2. katha sagt:

    mich auch ;-)

  3. Martina sagt:

    Hallo Katha,

    bin über Facebookumwege auf Deinen Selbstversuch gestoßen. Ist wirklich sehr spannend zu lesen und ich fühle mit Dir, weil ich mich seit 1.Jänner zwecks Detox ebenfalls vegan ernähre. Allerdings lasse ich auch den Alk weg, wobei mir bei Deinen Weinerwähnungen echt das Wasser im Mund zusammenläuft:)
    Ich kann Dir als Inspiration für Rezepte Heidi Swansons Foodblog 101cookbooks ans Herz legen. Die Rezepte sind zwar vegetarisch und nicht vegan, lassen sich von einem Profi aber leicht abwandeln und sind alles andere als 08/15 Veganismus :)
    z.B. http://www.101cookbooks.com/archives/double-broccoli-quinoa-recipe.html

    liebe Grüße bis hoffentlich bald einmal

    Martina

  4. entegut sagt:

    jööö, couscous aus der puddingform meiner kindheit!

    sind zurückgeschickte pizzastücke vegan vertretbar – geht es jetzt hier um ideologie, oder doch nur um den geschmack (schuhe …)? ;-)
    fein, wenn du beim wein darauf pfeifst, diesen kelch vorüber ziehen zu lassen.

  5. kuri sagt:

    liebe katha, ich find deine tagebuchnotizen immer sehr interessant – einerseits amüsant, wiel gut geschrieben, aber vor allem auch sehr spannend, was die profunde auseinandersetzung mit dem essen, eigentlich mit den einzelnen zutaten angeht. bei allem mitgefühl für die oft empfundene und ausgedrückte einschränkung – chapeau! :) gruß aus kärnten!

  6. duni sagt:

    habe Deinen artikel grad in der sz gelesen-gut gelungen!!!

  7. pepe sagt:

    Ha! Wenn ich gewußt hätte, daß Du mich heut verlinkst, hätte ich nicht grad jetzt am Bildergalerieskript gebastelt ;)

    Wie geht dein Kısır/Tabouleh (weil mit Couscous würd ich’s eher so bezeichnen), abgesehen von dieser Änderung und den Pinienkernen oben drauf? (Hab ich übrigens auch schon reingemischt, ich find sie passen super, aber – soweit ich das recherchieren konnte – halt nicht mehr „original türkisch“ und das war ja bei unserem çapuling-Abend die Voraussetzung).

    So, und jetzt krieg ich wieder Gusto auf Kısır. An einem (Fast-)Sonntag blöd, wenn nix dafür z’haus ist ;)

  8. Andrea sagt:

    kisir schaut sehr gut aus, auch bei peter putzer schon bewundert – ist schon auf der „nachkochliste“ – danke euch beiden! @ pizza – wie hältst du es mit spinat? passt auch gut zur marinara!

  9. Ich lese seit deinem ersten Post „Wie schmeckt vegan“ aufmerksam und interessiert mit. Heute muss ich dir aber endlich mal sagen, dass ich dich für dein Durchhaltevermögen bewundere. NULL!!! Ausrutscher… genial! Ich glaube ich wäre spätestens gestern bei dem Pizzarest mit Käse schwach geworden ;-)
    Zur Unterstützung habe ich übrigens für dich vegan gekocht, das wird spätestens heute Abend gepostet.

  10. warst schon oder gehst du im Mühltalhof, heute vielleicht? da bin ich mal gespannt, was du dazu schreibst. gibt es auch schöne Bilder von der Mühl. Ich mag die Gegend da drumherum sehr.

  11. Friederike sagt:

    Ich bin auch so eine Pizzarandlesserin ;-)
    Wenn du Karfiol gern magst, dann hab ich einen Tipp für dich, ich hab einen solchen Salat mit veganem Tahindressing verblogt.
    lg,

  12. Alex sagt:

    Hallo,

    bis heute morgen wusste ich gar nicht wer du bist, dann lese ich heute bei grain de sel von deinem Selbstversuch um dann hier zu erfahren, dass das Kochbuch, was ich an Weihnachten geschenkt bekommen habe von dir ist und ich wie @duni heute morgen auch deinen Artikel in der SZ gelesen habe… :)
    Schöne neue Welt :)

    toller Selbstversuch, ich kann so mit dir mitfühlen, da ich mich seit zwei Wochen auch einem ähnlichen Selbstexperiment unterworfen habe.
    deine Worte des ersten Tages zu Butter, Sauerrahm, Parmesan, Speck, Sardellen sind so wahr…
    liebe grüße
    Alex

  13. Über grain de sel bin ich auf Deinen Selbstversuch
    gestossen.
    Magst Du noch ein ganz einfaches, schnelles, wirklich
    feines Dessert ausprobieren, das ich grad vorher bei
    mir gepostet habe? http://www.lunaris.org/?p=2795
    Seidentofu-Schokopudding aus der Dezemberausgabe von
    essen&trinken.
    Toll daß Du das machst! Ich könnt auf Käse, Sahne
    Eier nur schwer verzichten.
    Ich lese aber ab jetzt interessiert mit, wie es Dir ergeht.

    Angelika

  14. Leonie sagt:

    Und „Pizza Marinara“ ist tatsächlich vegan? Ich dachte, die sei mit Meeresfrüchten und Käse obendrauf.

  15. Andrea sagt:

    marinara ist nur mit paradeissauce, oregano, knoblauch – mein italiener versteht mich so am besten. besser als wenn ich ihm erkläre was NICHT drauf sein soll.

  16. katha sagt:

    danke für eure kommentare.

    in unserem couscoussalat war paprikacreme vom ernteanteil, pepe, außerdem die granatapfelmelasse (nicht sirup, der hatte mir zu viele e-nummern), und irgendwas war sonst noch anders, fällt mir aber grade nicht ein. jedenfalls sehr gut und erfrischend.

    die seidentofu-mousse habe ich so ähnlich schon am tag 9/21 gemacht, angelika.

  17. pepe sagt:

    Was hast Du da für eine Granatapfelmelasse in Verwendung? Ich hab leider kein Nar ekşisi sosu ohne Konservierungsmittel gefunden :(

  18. katha sagt:

    peter, die nennt sich pomegranate molasses von al wadi (libanon), zutaten: wasser, granatapfelsaft, zucker, säureregulator e330 (also zitronensäure).

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