kleiner (nicht nur ernte-) dank

mir ist nach dank und nach schreiben, nach kochen und lesen, schnuppern und frieden. nicht nach ruhe in, das hat noch zeit. jedenfalls notiere ich häufig was in gedanken auf esskultur, allein, es findet seinen weg nicht hierher. kleinigkeiten, oft nur so flott am hinteren hirnrand vorbeihuschende, dass ich sie kaum derglenge, manchmal eh nicht, jedenfalls kein bild dazu habe. sodass sie nicht wert wirken, veröffentlicht zu werden. das hat zu tun mit der leichtigkeit des scheins, die auch mich auf z.b. instagram immer wieder verführt: verweile doch, dein essen ist so schön! also für mich halt, weil für mich purismus immer vor chichi kommt, weil weniger immer öfter mehr wird, auf dem teller, an geschmäckern in einem gericht, baustellen im leben und im job – und ersteres ist zu kurz für alles, aber das weiß ich schon lang. zugleich werde ich ungeduldiger, wenn menschen vortäuschen, undankbar sind, heiße luft äußern (und dabei überzeugt davon sind, das nichts sei gehalt), sich gegenseitig die eier kraulen (ermüdend oft in der männlichen reichshälfte beobachtet), wenn sie nicht eine einzige frage nach dem befinden stellen, sondern nur über sich reden, pfauenhaft angeben, andere abwerten. schade um die zeit.

deshalb: danke an alice und roland tauss vom gleichnamigen weingut für die schönen tage, an gerhard fuchs und christian zach für vergnügliche abende, an norbert thaller und family für ein prachtvolles, sinnliches ess-erlebnis, das immer noch stimmiger wird. an peter und silvia für sehr lustige gespräche, an petra für den entspannten balkon-abend, an anja, roland und bagage für längste freundschaft. an malte härtig fürs kaiseki-büchlein. an schwiegermama für paradeiser, berge von estragon und nanaminze. an sarah und christoph für dachterrassenlasagne. an nina für tiefgang. an den freundlichen fleischer bei merkur, der uns den super gereiften ja! natürlich-rostbraten wie gewünscht in halb-kilo-scheiben runtergeschnitten hat. an die ladies der mkd linz, mit denen ich mit franz brandl und christopher lang und der besten lektorin else rieger ein brotbackbuch machen durfte. dafür, dass die biomartin-ladies am vorgartenmarkt wieder offen haben. an stefanie, niki, horst & alle bei brandstätter fürs kleine (gelbe) und große (u.a. gelbe) pläne schmieden. an gela ochsenherz für den wöchentlichen ernteanteil, an den oder die züchter/in der paradeisersorte black pineapple, an muster, tscheppe und werlitsch für ihre weine. an alle, die mir jetzt grad nicht einfallen, mir aber das leben schön und wert und gut und sicher und lustig machen. und vor allem und wegen allem meinem mann horst.

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