kommet, kostet, kochet!

ein haufen termine!

  1. goldenes buch für #öveg
  2. neue kochkurse (krendeln lernen!)
  3. seisernale warenkunde im tv
  4. apicius-abend mit lukas nagl

am 9. april (bitte kommen, details weiter unten!) wird unser kochbuch österreich vegetarisch (erschienen bei brandstätter, aktuell in der frisch gedruckten 6. auflage) vom hauptverband des österreichischen buchhandels bei babette’s in wien mit dem goldenen buch ausgezeichnet.

das ist sehr schön, aber wenn man, so wie ich gerade, nach fotos vom erscheinungszeitraum des buches um 2012 herum sucht, auch ein bisschen traurig. denn mindestens genauso viel wie mir gebührt diese auszeichnung meinrad neunkirchner, von dem die rezepte in #öveg stammen. meinrad wäre vergangenen sonntag 57 geworden. vor knapp drei jahren ist er gestorben.

es hätte ihn sehr gefreut, auch wenn er es auf seine typische bescheidene art hinuntergespielt und ein bisschen verlegen dreingeschaut hätte, super, hätte er gesagt, und: passt schon. er wusste, dass der adelstitel, den ihm die heimische presse verliehen hatte – der meister der aromen – schon seine berechtigung hatte, obwohl er niemals damit hausieren gegangen wäre. dass er ein ganz großer war – von dem zum glück drei bücher bleiben, alle drei haben meinrad, thomas apolt (fotografie, rechts im bild) und ich gemeinsam gemacht. wir waren ein super team und hatten trotz der vielen arbeit (bücher sind viel mehr arbeit, als alle, die das noch nie gemacht haben, glauben) oft auch eine ordentliche gaudi, wie man an dem bild oben nur unschwer erkennen kann.

dankbarkeit statt terminen

aus der sentimentalitätsgasse komme ich jetzt schwer wieder heraus, obwohl ich noch nicht einmal weit hineingegangen bin. aber: all das, was ich heute ankündigen und erzählen wollte, nach langer zeit wieder einmal, hat auch mit meinrad zu tun. mit dem, was ich von ihm lernen durfte, in vielen, vielen stunden des diskutierens von rezepten, gerichten, speisen, zutaten, geschmäckern, kombinationen, ideen. das fundament für mein wissen und meine leidenschaft hat sicher meine mutter durch ihren beruf (drogistin mit schwerpunkt lose kräuter und gewürze) und ihre leidenschaft (gut essen gehen) gelegt. den rohbau haben mein studium und meine ausbildungen, meine neugier und meine reisen, das viele, viele kosten, schmecken, kochen, vergleichen, probieren geformt. bei der gestaltung und anordnung der räume, bei den ausblicken, materialien und der unterscheidung von nützlichem und unnützem hat ganz gewiss meinrad eine tragende rolle gespielt. was seither passiert, ist ein langsames eingewöhnen, stetiges verbessern und adaptieren, ein dann und wann ein wenig gemütlich machen in den erfahrungsräumen, mit den tausenden echten büchern und den vielen noch zu schreibenden, die meiste zeit aber weitersuchen, sortieren, kosten, schmecken, kochen, überlegen, riechen, einordnen, lesen, zusammenhänge finden, mehr und mehr gelassenheit üben im wissen, dass ich keine oder nur eine ganz kleine ahnung von dem habe, was mich so sehr fesselt (das klingt kokett, ist aber schon so gemeint – alle, die sich die zeit nehmen, in irgendein thema ernsthaft einzutauchen, kennen das gefühl nach der ersten euphorie über den wissenszuwachs, dass es dazu an allen ecken und enden im eigenen erfahrungsuniversum fehlt und dass sich das alles in dem leben auch nicht ausgehen wird), aber auch im wissen, dass die wenige ahnung auf einem guten fundament steht, in guter lage, mit weitem blick und vielen möglichkeiten. zum beispiel neue kochbücher (aktuell in arbeit: das salzkammergut-kochbuch mit lukas nagl siehe 4.), neue kochkurse, neue medien:

jetzt aber wirklich: termine!

1. das goldene buch für #öveg

das goldene buch für österreich vegetarisch
dienstag, 9. april 2019
17.00 bis ca. 19.00 uhr
bei babette’s am hof in wien
anmeldungen bitte bis diesen donnerstag, 4. april an
amhof@babettes.at
die teilnahme kostet nix, aber die kostprobenanzahl will gut geplant sein!

hier steht ein bisschen mehr über die veranstaltung.

es wird feierlich verliehen, fröhlich erzählt (fotograf thomas apolt und art direktorin miriam strobach sind neben dem gesammelten brandstätter-verlagsteam auch da) und verkostet! das team von babette’s bereitet ein paar klassiker aus #öveg für uns zu.

spezialwunsch: zeigt her euer #öveg!

wer von euch/ihnen (irgendwie hat sich in den bald elf jahren esskultur das gefühl, dass wir alle per du sind, auch verändert, mir ist mittlerweile wieder ein bisschen mehr nach höflich-distanziertem, weniger aufdringlich-jovialem sie zumute, mal sehen) ein echt hergenommenes exemplar von österreich vegetarisch mitbringen möchte: bitte sehr gern! ich weiß, dass das buch in vielen küchen stets bei der hand ist, eine größere auszeichnung gibt’s ja nicht. deshalb: zeigt her euer #öveg! je zerfledderter, angepatzter, beschrifteter, desto lieber! vielleicht wird das älteste und ramponierteste exemplar ja mit einem nigelnagelneuen von der 6. auflage belohnt?

2. neue kochkurse, krendeln inklusive

heuer wird’s aufgrund der häufigen nachfrage mehr kochkurse von/mit mir geben, natürlich immer mit #allesbio-zutaten (in kooperation mit ja! natürlich).

die ersten beiden schon jetzt im frühling:

der mehlspeisen-backkurs anfang mai ist schon ausgebucht (machen wir wieder, wenn alles klappt, versprochen).
da geht’s um germteig, strudelteig und topfenblätterteig, backen lernen auf österreichisch also. (wer flexibel ist, könnte sich evtl. auf die warteliste setzen lassen?)

der frühlings-kochkurs (infos unter dem bild) kam letzte woche spontan dazu.
wer immer schon einmal kasnudeln machen und krendeln lernen wollte (außerdem: superflauschige topfenknöderl), es sind noch ein paar plätze frei!

kochkurs
frische frühlingsküche

dienstag, 16. april 2019
17.30 bis 21.30 uhr
in der ichkoche.at-kochschule beim naschmarkt in wien
hier geht’s zum kurs mit allen details und ameldung
(wer sich via ja! natürlich anmeldet, bekommt derzeit sogar 25 % rabatt.)

3. seisernale warenkunde ab sofort im tv

die (auch für mich) wahrscheinlich überraschendste nachricht kommt ganz zum schluss: seit vergangenem freitag, 22. märz, bin ich zwei mal pro monat freitags live im fernsehen zu erleben: mit meiner seisernalen warenkunde im studio 2 auf orf 2. die sendung läuft wochentags am vorabend von 17.30 bis 18.30 uhr. ich darf übers thema und dessen aufbereitung entscheiden, bringe zutaten mit und spreche dann live auf sendung 5-6 minuten mit der moderatorin/dem moderator darüber, worauf’s ankommt. bei der premiere am 22. märz ging’s um … richtig, zitrusfrüchte! die blutorange war’s. letzten freitag, am 29. märz habe ich mich dem rhabarber gewidmet.

fernsehen ist, das wissen alle, die hier schon länger lesen, ein für mich eher fremdes medium. als ich vergangenen herbst gefragt wurde, ob ich mir vorstellen kann, mein warenkundliches wissen als expertin in einer live-sendung zu teilen, konnte ich mir das folglich gar nicht vorstellen. es gab ein casting. man wollte mich. ich zierte mich ein bisschen (contra: fernsehen, mich im fernsehen sehen, live-auftritt, schminken, nicht nur leiberln anziehen können, freitag abende blockiert, auf der straße angeredet werden, womöglich im alten leiberl; pro: ehrgeiz, chance, viele menschen mit im besten fall neuen ideen für gutes essen zu verführen, kriterien für die auswahl von lebensmittel vermitteln, herausforderung, selbst themen bestimmen können). dann sagte ich für vorerst acht termine (verlängerung wahrscheinlich …) zu und voilà, es hat nicht weh getan, es war aber sehr aufregend. größte überraschung: es macht mir große freude! vom konzipieren übers einkaufen, vorbereiten, vorkochen bis zum live-auftritt und dem gespräch mit dem moderator/der moderatorin. maske ist lustig (komme mir vor, als wäre ich zeugin von mir fremden stammesritualen), leiberln habe ich trotzdem an. mal sehen, was die künftigen freitage so bringen werden!

zum nachschauen der letzten sendung:
seisernale warenkunde: rhabarber (6:18 minuten)
29. märz 2019, orf tv-thek, abrufbar bis 5. april 2019

die nächsten fixen termine:
freitag, 19. april
freitag, 26. april
freitag, 24. mai
freitag, 31. mai
jeweils irgendwann zwischen 17.30 und 18.30 uhr auf orf 2
(die beiträge sind danach jeweils eine woche in der tv-thek abrufbar.)

4. apicius-abend mit lukas nagl am traunsee

eine völlig spontane idee (keine schnapsidee, den kannten die römer noch nicht!) ist gemeinsam mit lukas nagl, mit dem ich derzeit an einem salzkammergut-kochbuch (erscheint im frühjahr 2020 bei brandstätter) arbeite, entstanden. er macht seit jahren seine fantastische traunsee-fischsauce. ich schenkte ihm das apicius-kochbuch dazu – das älteste erhaltene kochbuch der antike, von wegen theoretisches unterfutter. hotelier wolfgang gröller hat daraus diesen abend geschmiedet: beim aktuellen felix wirtshausfestival kocht lukas nun nächsten donnerstag (11. april) gemeinsam mit italienischen köchen einen abend lang nach apicius. es wird eine ziemliche sause, hausgemachte würste, taube, mostbrötchen, viel fischsauce, hirnchen (sagt apicius so, nicht ich!), eingelegte pfirsiche, puntarelle, schwarzkohl etc. – natürlich nicht nach originalrezepten, das wäre ja fad, sondern frei nach lukas nagl & freunden (und frei von all den heute so typisch italienischen zutaten wie tomaten, melanzani, paprika, erdäpfeln, die’s damals noch nicht gab). opulent und fröhlich auf jeden fall. musik aus der antike wird’s auch geben. meine rolle? ich darf in form von einigen verblüffenden und erhellenden stellen aus dem apicius-kochbuch durch den abend begleiten. noch gibt es ein paar karten (hoffentlich auch zimmer, denn die übernachtung im „das traunsee“ oder im „syposium hotel post“ empfiehlt sich)!

apicius – eine lukullische genussreise ins alte rom
lukas nagl kocht gemeinsam mit italienischen gastköchen frei nach antiken rezepten
ich lese spannende stellen aus dem ältesten erhaltenen kochbuch der antike
donnerstag, 11. april 2019 ab 18.30 uhr
im restaurant „bootshaus“ in traunkirchen am traunsee
alle infos zum abend und buchung (bitte zum 11.4. runterscrollen, geht leider nicht anders zu verlinken)

kommet, kostet, kochet!

ich würd‘ mich sehr freuen, euch/sie beim einen oder anderen anlass zu sehen!
mit #öveg unterm arm bei babette’s, mit kochlust bei einem der kochkurse, mit neugier beim apicius-abend.

Ein Gedanke zu „kommet, kostet, kochet!“

  1. Ach, Katharina, ich wünsche Dir (darf ich Dich noch duzen?, hahaha) noch ganz viele Jahre, in denen Du uns alle beglückst, womit auch immer. An Meinrad Neunkirchner denke ich öfter, einfach so. Allet Jute weiterhin.

Schreiben Sie einen Kommentar