heureka! die grönland-österreich-connection

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seit ich im april in grönland war, ist mir immer wieder mal der geräucherte fisch (im bild ganz vorne) eingefallen, den ich im restaurant h8 in der kleinen siedlung in rodebay/oqaatsut nahe ilulissat in der diskobucht essen durfte. „durfte“ deshalb, weil es der garantiert beste fisch war, den ich bis dahin geschmeckt hatte (und seither auch): saftig, mild, vollmundig, ohne fett oder gar tranig zu sein. ich fragte nach dem namen, weil ich versuchen wollte, so einen fisch auch zuhause zu bekommen. die mitreisenden amerikanerinnen, briten und der schotte konnten ihr glück überhaupt nicht fassen, als der wirt „arctic char“ sagte und achselzuckend ergänzte, dass er ihn eh selbst räuchere, wie alle hier. sie schauten mich fassungslos an, als ich gestehen musste, von dem tier noch nie etwas gehört zu haben. und meine hoffnung, den superfisch auch in österreich zu finden, habe ich gleich vor ort im ewigen eis gelassen.

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mittlerweile bin ich schlauer. seit wenigen minuten sogar sehr schlau. ich wusste nämlich schon, dass es sich dabei um den wandersaibling (lat. salvelinus alpinus – auch seesaibling genannt) handeln muss, der unter sportfischer/innen in kanada als einer der besten (und seltensten) fische überhaupt gilt. aber gerade eben habe ich (zufällig, ich gestehe) herausgefunden, dass der (lat. salvelinus alpinus…, auch noch kavalierlachs oder eismeersaibling genannt), den peter brauchl seit 25 jahren in österreich züchtet (und für diese erste binnenlachszucht europas von vielen als spinner abgetan wurde), ursprünglich vom – jajaja! – wandersaibling, also: arctic char abstammt! für die nicht-österreicher/innen: alpenlachs gilt als haushoch bester fisch in und aus österreich, von legendärer qualität. mittlerweile wird er auch in der schweiz und in deutschland in lizenz gezüchtet. ich habe ihn ja schon öfter gegessen: in restaurants, selbst zubereitet, geräuchert gekauft – weil er mir jedes mal erstaunlich gut schmeckt. ich musste nach grönland reisen, um herauszufinden, warum.

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kommentare

5 kommentare zu “heureka! die grönland-österreich-connection”

  1. Claudio sagt:

    Wilde Geschichte, die du uns da auftischst. Danke.

  2. lamiacucina sagt:

    Danke für den Tipp ! Die Schweizer Version solls ab Ende 08 in der Fischzucht Rubigen geben, da muss ich auch hin. Auch wenn da leider keine Huskies herumsitzen.

  3. entegut sagt:

    Wo das Gute liegt so nah …

TRACKBACKS
  1. […] ein schmerzhaftes wirbelsäulenproblem eingefangen habe) und ein zweiter der alpenlachs ist (von dem ich vor zehn tagen geschwärmt habe), beginne ich gefallen an der idee zu finden. es gab dann vier fischgänge mit jeweils vier […]

  2. […] und dass der beste fisch aus grönland käme (den eindruck hatte ich schon letztes jahr nach meiner grönlandreise, die ja mit ein grund war, warum ich unbedingt ins noma wollte). aber: die leute dort wüssten ja […]



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