retten wir lieber die biskuitroulade

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“was süßes” sagt und schreibt sich so einfach, aber was ist “was süßes”? in unserem familieninternen wording (web- und sängermeister und ich) kann zumindest der zeitraum dafür zweifelsfrei eingegrenzt werden: irgendwann zwischen mittag- und abendessen, eher näher am mittag- als am abendessen. es gibt ausreißer nach dem abendessen und in der früh, aber die werden hier und heute nicht behandelt.

[exkurs: die freuden des home office und der selbständigen tätigkeit von beiden bestehen u. a. in dieser nachmittäglichen zusammenkunft. etwas, das ein ehernes, eher ein freudiges gesetz in unserem bald 15-jährigen zusammensein geworden ist. wenn wir beide zuhause sind, wird gemeinsam "was süßes" gegessen. egal, wieviel arbeit wir haben, egal, was sonst noch zu tun ist, egal, ob es schiach oder schön ist, egal, ob wir übermütig oder frustriert, überarbeitet oder unrund, fad oder fröhlich sind.]

“was süßes” meint “kaffee und kuchen”, aber da es bei mir meist darjeeling oder earl grey, seltener espresso, beim web- und sängermeister meist espresso, seltener gar nix ist, hat sich unser familieninternes wording vom terminus technicus “kaffee und kuchen” auf “was süßes” verlagert.

“was süßes” folgt strengen regeln, es ist:

  • keine schokolade
  • keine praline (es gibt ausnahmen*)
  • kein obst (es gibt ausnahmen*) und kein kompott (anderer anlass, andere tageszeit)
  • kein dessert im klassischen sinne, nichts cremiges oder moussiges, keine süßen knödel oder tascherl aus erdäpfel-, topfen- oder brandteig (denn: wenn es die zu mittag gab, brauchen wir brauche ich nicht “was süßes”, sondern “ein kleines speckbrot” zwischen mittag- und abendessen)
  • kein eis (es gibt ausnahmen*)
  • kein sorbet
  • kein – und jetzt wird’s kritisch – keks, cookie oder sonstwie lagerfähiges knuspergebilde (es gibt ausnahmen*)

was süßes” ist nämlich:

  • kuchen
  • tarte
  • roulade

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  • strudel
  • schlangerl (natürlich!)
  • torte (selten, nicht meine lieblingsspeise, es gibt ausnahmen*)
  • plundergebäck (selten, weil nicht in der qualität, wie ich sie will, zu bekommen)

dieses “was süßes” darf sein aus:

  • germteig
  • biskuitteig

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  • rührteig
  • mürbteig
  • strudelteig

und es gibt eigentlich nur dann ein problem: wenn nichts davon im haus ist.

dann werde ich nämlich unleidlich. und ja, luxussorgen, und nein, in diesen momenten sonst keine sorgen, und nein, meine sorgen möchtet ihr nicht haben (ich eure auch nicht).

in so einem fall, wie heute nachmittag, gilt es blitzschnell zu handeln. was ist der schnellste kuchen der welt? richtig: biskuitroulade. vom ersten gedanken daran bis zum ersten bissen darin vergeht eine gute halbe stunde. vorausgesetzt, es sind genügend eier zuhause.

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warum nicht allen menschen bei plötzlichem gusto auf “was süßes” auf der stelle eine lauwarme, flauschige, mit fruchtig-säuerlicher, duftiger marillenmarmelade gefüllte biskuitroulade in den sinn kommt, verstehe ich nicht. ich mag sie, seit ich mich erinnern kann. mir scheint aber, sie ist vom aussterben bedroht. ich trage gerne dazu bei, die biskuitoulade zu retten. wenn’s sein muss, auch mit einer facebook-gruppe.

meine biskuitroulade wird kalt geschlagen, warm ist mir zu aufwändig. ich mag sie nur mit mehl, stärke macht sie zwar feiner, aber ich mag sie genau so, wie sie ist. so habe ich sie vor bald 25 jahren als eine der ersten massen in der schule gelernt: pro ei 30 g zucker, 20 g mehl. basta.

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meine biskuitroulade

zutaten für 1 roulade (ich werde den teufel tun und hier eine personenanzahl nennen)

  • 5 große bio-eier
  • 150 g kristallzucker
  • 1 el vanillezucker
  • 100 g glattes mehl
  • prise salz
  • abgeriebene schale 1/2 bio-zitrone
  • einige el passierte marillenmarmelade, evtl. mit etwas echtem (!) braunem rum parfümiert

zubereitung (stellt ruhig die stoppuhr)

  1. backrohr auf 200 grad ober-/unterhitze vorheizen (keine heißluft! sonst wird’s zwieback!)
  2. ein blech mit backpapier bereitstellen
  3. trockene zutaten auswiegen, mehl mit prise salz mischen
  4. eier trennen, eiweiß in mixbecher oder mixschüssel, dotter in zweite, etwas größere schüssel geben
  5. zuerst (!) eiweiß mit (weiterer) prise salz schlagen, nachdem es an volumen gewonnen hat und weiß wird, ein paar el vom zucker mitschlagen, cremig-steif schlagen (becher umdrehen, da darf nix rausrutschen)
  6. restlichen zucker und vanillezucker zu den dottern geben, zitronenschale mit der zestenreibe drüberreiben
  7. dotter-zucker-mischung mit denselben rührern wie vorhin den schnee hellgelb cremig rühren
  8. ca. ein viertel bis ein drittel des schnees auf die dottermasse geben, gesamtes mehl darübersieben, kurz mit dem mixer verrühren (so gibt’s keine mehlnester und es geht schneller, ganz wichtig bei biskuit!)
  9. restlichen schnee mit dem schneebesen rasch unterheben, dabei vorsichtig behandeln – jedes luftbläschen macht flausch!
  10. biskuitmasse auf das vorbereitete blech mit backpapier gießen und mit einem gummihund oder einer teigkarte zu einem halbwegs gleichmäßigen rechteck verstreichen, die masse muss nicht bis ganz zum rand gehen
  11. blech kurz beherzt genau waagrecht auf die arbeitsfläche knallen, so wird die oberfläche gleichmäßiger
  12. blech ins vorgeheizte rohr schieben, ca. 8-10 minuten backen
  13. währenddessen abwaschen (geht sich locker aus) und ein zweites blatt backpapier auf die schon wieder saubere arbeitsfläche breiten, dieses locker aus dem handgelenk mit etwas kristallzucker besprenkeln
  14. die roulade ist fertig, wenn sie auf fingerdruck an der oberfläche fest, aber insgesamt noch elastisch ist – das ist der heikelste punkt: nicht zu lange backen, sonst wird sie 1. trocken und 2. bricht sie beim einrollen
  15. jetzt nicht ablenken lassen!
  16. biskuitroulade aus dem rohr nehmen und blech auf dem herd abstellen, biskuitroulade am papier nehmen und in sekundenschnelle auf das bezuckerte papier stürzen, sofort, und mit sofort meine ich sofort, das obere papier abziehen – wenn die biskuitroulade brennheiß ist, geht das problemlos, wer zu lange fackelt: mit einem recht feuchten, kalten wettex gut drüberstreichen, dann löst sich das papier auch
  17. biskuitroulade mit dem papier sofort heiß einrollen, und zwar eng, aber ohne zu viel druck auszuüben, ende nach unten
  18. 10-15 minuten (oder solange es erträglich ist) überkühlen lassen
  19. vorsichtig aufrollen
  20. marillenmarmelade auf der lauwarmen roulade vollflächig verteilen, geht am besten mit einer teigkarte
  21. roulade behutsam wieder einrollen – diesmal natürlich ohne papier
  22. mit einem scharfen messer schräg in mindestens 2 cm dicke scheiben schneiden
  23. heißer earl grey passt besonders gut dazu

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ps: in der neuen maxima (märz) ist auf den seiten 138-142 meine schon vor ein paar monaten angekündigte hendl-reportage mit dem titel “die eier-revolution” zu finden. die zugehörigen bio-eier  vom “moosdorfer haushuhn” gibt’s leider erst ab 18. märz, lesen ist natürlich vorher erlaubt. und ein wenig selbstkritik angebracht: ich habe diese reportage, die mir so wichtig war (und ist), im jänner geschrieben, während ich noch krank war. stilistisch ist sie daher – auch, weil zugunsten größerer fotos nochmal gekürzt wurde – nicht meine schönste. aber inhaltlich gehört sie zu den wichtigsten der letzten jahre.

ah, die *ausnahmen: pralinen mit grillagemassen oder sehr fruchtige, von der textur eher leichte 1a-pralinen, beide so gut wie nie im haus; erdbeeren, gerne mieze schindler, aus dem web- und sängermeisterelterlichen garten, mit kristallzucker zum eintauchen; affogato, naturalmente! – aber nur im sommer; das mit den keksen ist schwierig: ganz frische, ofenwarme mürbteigkekse wie linzer augen gelten, ebenso mostkrapferl oder polsterzipf, beide aber nur mit ribiselmarmelade; ratzka!

edit 5. märz 2013: es hat tatsächlich 12 stunden gedauert, bis ich (ohne fremde hilfe!) draufgekommen bin, dass ich dieses biskuit-rezept schon einmal auf esskultur veröffentlicht habe, vor bald fünf jahren: mit himbeerobers. gute dinge kann man eben nicht oft genug sagen.

kommentare

47 kommentare zu “retten wir lieber die biskuitroulade”

  1. Helga sagt:

    So mach ichs auch. Mein Sohn liebt sie mit roh gerührter Erdbeermarmelade! Könnte er glaube ich jeden Tag essen :)

  2. meine mama hat früher die biskuitroulade immer zur einen hälfte mit marillenmarmelade (für mich), zur anderen hälfte mit schokocreme (für den bruder) gefüllt, weil sie eben eine sehr liebe mama ist! geschrei gab es nur, wenn auf meinem teller ein stück landete, wo schon ein bisschen schokocreme mit dabei war …

  3. Eumelchen sagt:

    Danke fùr das gute Rezept! Wird in den nächsten Tagen ausprobiert!
    Appropos Ausnahme sternderln-es fehlen die Torten! Wùrde mich interessieren welche vor dir Gnade finden!!!!!

  4. brigitte sagt:

    Ich glaube, sie ist (war) vom Aussterben bedroht, weil sie zu oft verunstaltet wurde. Ich war im Internat und dort kannte man drei Desserts: Pudding, Obstsalat und Biskuitroulade. Natürlich schön trocken und mit Marmelade aus 2,5 kg Plastikbechern, die niemals Marillen gesehen hat. Außerdem bin ich auch ein Landei und wenn auf irgendwelchen Dorffesten “Mehlspeisenteller” verkauft wurden, war die vorgeschnittene und ausgetrocknete Biskuitroulade meist Füllmaterial. In diesem Sinne habe ich sie erst im Erwachsenenalter wieder zu schätzen gelernt.

  5. Nadja sagt:

    Ich stimme der Brigitte zu, die Bisquitroulade ist zu oft Opfer des Blasmusikkonzertkekstellers geworden (ich spreche als Blasmusikerin aus eigener Erfahrung…), als dass ich sie noch mag. Meine Mama macht ab und zu eine. Aber die ist immer gebrochen, und wenn sie nicht perfekt gerollt ist, mag ich sie auch nicht. Eine solche, wie du sie machst, würd ich aber gern probieren und mich vom Gegenteil überzeugen lassen!

    Liebe Grüße
    Nadja

  6. kaltmamsell sagt:

    Hmmm, gebe ich in dieser Form dem Biskuit vielleicht nochmal eine Chance – sonst respektiere ich Biskuit eigentlich nicht, weil Pappadeckl.
    Eine Frage zum Eischnee: Sehe ich es richtig, dass er nicht zu fest geschlagen werden darf, weil sich die Bläschen sonst im Ofen nicht mehr ausdehnen können? Oder werden die Bläschen in der Hitze nur noch fest und der Eischnee soll so steif wie möglich werden? Mit dem Schneebesen meiner Kenwood bekomme ich nämlich Eischnee fest bis zur Konsistenz von Wandmaterial – ist das hier gut oder schlecht? (Dass es ungeheuer faszinierend ist, versteht sich von selbst, oder?)

  7. katha sagt:

    werte leser/innen: natürlich sind varianten möglich! biskuit lässt sich mit weniger mehl und zucker, mit einem teil stärke (statt mehl), dicker, dünner machen. und statt mit marillenmarmelade z. b. mit passierter himbeermarmelade füllen. oder, ganz ausgekühlt, mit allen denkbaren frucht-obers-kombinationen. da mag ich entweder die variante himbeer (stand schon vor 5 jahren auf esskultur…) oder die mit lemon curd und maracuja der frau küchenschabe besonders gerne (hier auf esskultur ein klein wenig abgewandelt).

    ich glaub’ ja, kinder mögen grundsätzlich diese simplen, überschaubaren dinge, helga, noch dazu, wenn sie sich ihre lieblingsmarmelade aussuchen können.

    bei schokocreme würde ich auch meutern (schreibweise?), küchenschabe. aber immerhin habt ihr beide eure lieblingsvariante bekommen, und nicht einmal so, einmal so. (eine andere möglichkeit wäre, die biskuitplatte vor dem füllen zu halbieren…)

    schmeckt mit euren superfrischen eiern sicher besonders gut, eumelchen! und: die tortenausnahme steht oben… ein stück sachertorte würde ich durchaus als “was süßes” bezeichnen, allerdings nicht mehrere tage hintereinander ;-) (und schwarzwälder krieg ich ja keine…)

    immerhin ist das trauma nicht für die ewigkeit gewesen, brigitte! ich fürchte, ich habe das internatsessen (1,5 jahre lang) fast zur gänze verdrängt. schade eigentlich, wären sicher schöne esskultur-geschichten gewesen.

    blasmusikonzertkeksteller! danke für dieses wunderbare wort samt bild vor dem inneren auge, nadja! was war da noch drauf? jetzt will ich’s genauer wissen!

    gestern hat mir nicky via twitter noch den link zu ihrer biskuitroulade geschickt, kaltmamsell, die hat noch weniger mehl, probier’s vielleicht so? denn du fürchtest die zu trockenen, staubigen rouladen, was ich verstehen kann. darum: bloß nicht zu lang backen!
    ad schnee: ich bin ja keine lebensmitteltechnologin (aber solche lesen hier mit…), erkläre das mit dem nicht ganz festen schnee aber immer so: wenn er zu fest ist, brauchst du viele “umdrehungen” mit dem schneebesen, um ihn in die masse zu inkorporieren (was für ein wort in der früh!). wenn er eine spur cremiger ist (dabei hilft auch der zucker), geht das mühelos und sehr schnell. und bei biskuit zählt quasi jede sekunde, damit’s flaumig bleibt und den luftbläschen nicht schon vor dem sehr heißen, folglich kurzen saunagang die luft ausgeht.

  8. fnam sagt:

    frage:
    kann mann biskuitroulade eigentlich auch mit vollmehl machen?
    braucht’s da zusätzliche flüssigkeit im rezept oder gibt’s sonstwelche tricks, damit das ganze nicht zu fest wird?

    ich hab schon (bei bäckern/im backwarenhandel) viel vollkorn-gebäck gesehen, aber vollkorn-biskuitrollade ist mir nicht in erinnerung …

    (zur erklärung: hier schreibt ein absoluter laie! ich eß zwar gern gute mehlspeisen – bevorzugt vollkorn, hab bis jetzt aber höchstens 2 – 4 mal selbst was gebacken. und das nur unter anleitung. ausnahme: fertige teige selbst befüllt)

  9. katha sagt:

    klar geht das, fnam, ich würde aber vorsichtig den anteil an vollkornmehl steigern (nicht 1:1 ersetzen), evtl. esslöffelweise milch ergänzen. ich bin keine weizenvollkornliebhaberin, auch keine dinkelliebhaberin, daher nicht ganz die richtige adresse. bei einer biskuitroulade spielt mehl aber eh eine untergeordnete rolle. das ist bei rührteigen oder germteigen eine andere sache.

    vielleicht hat jemand von den leser/innen/n tipps für fnam?

  10. hiwwelhubber sagt:

    Katha, ganz recht so: Biskuitrouaden sind einfach unterschätzt!

    Also retten wir mal zusammen eren Ansehen.

    Tatsächlich hab auch ich wunderbare frühe Erinnerungen dran – neben allen Marmeladen auch solche mit Erdbeersahne, oder mit Johannisbeergellee und einer ganz dünnen Schicht leichter Vanillebuttercreme (die mit Pudding) gefüllt und mit bitteren Schokospänen bedeckt, und zwar anstatt einer Torte auf den großen Geburtstagskaffeerunden… gutes Argument meiner Mutter war dann immer: Das gibt bei gleicher Menge mehr Portionen!

    Was ich mittlerweile sehr liebe, ist auch eine leichte, aufgeschlagene Ganache als Füllung (100 gr. gute Schokolade nach Geschmack mit 200 ml Sahne aufkochen, über Nacht kühlen und dann wie reine Sahne aufschlagen).

    Aber wieso bekommst Du denn in Wien keine Schwarzwälder?

  11. hiwwelhubber sagt:

    @ Kaltmamsell: Das Unterschlagen von Zucker verhindert, dass der Eischnee so grisselig gerät – und genau das soll vermieden werden wenn es heißt, man soll nicht zu steif schlagen.

  12. kaltmamsell sagt:

    @hiwwelhuber Ich weiß nicht genau, was “grisselig” ist, aber mit 100 Gramm Zucker wurden mir letzthin 8 Eiweiß in der Maschine derart voluminös und vor allem fest (konnte ich in standfähige Scheiben schneiden), dass kein rasches Unterziehen möglich war. Auf jeden Fall weiß ich jetzt: Wenn Geschwindigkeit gefragt ist, nicht zu fest schlagen.

  13. hiwwelhubber sagt:

    *lach* das meinst körnig, also mit so kleinen Körnchen.. und ok: soooooo fest soll der Schnee dann auch wieder nicht sein…

    Besten Gruß vom HH.

  14. Verena sagt:

    Mh, so lecker sieht sie aus, deine biskuitrolle! bei uns gab es sie früher oft mir schlagrahm und frisch geraffelten äpfeln drin.

  15. uli sagt:

    Marille mit Weichsel schon mal für die roulade probiert? Falls der hund das angebot nicht zu verlockend findet, schmeckts auch menschen noch besser als die einzeln verkochten früchte!

  16. Deine Roulade sieht herrlich aus.
    Und sie ist sicher was feines Süßes.
    Aber wer hat sich diese verrückte Regel ausgedacht, Schokolade darf nicht bei den süßen Sachen dabei sein?

    Das geht ja mal gar nicht.

    Mit leckerem Gruß, Peter

  17. Ich nenne eine Personenzahl. Das Rezept ist exakt für eine Person. Für meinen Sohn nämlich. Der schafft die am Stück :-)

  18. Das Mädel vom Land sagt:

    Katha, ist glaube, es gibt keinen weiteren Menschen, der über “was Süßes” derart kurzweilig und lustig schreiben kann. Ich beneide dich um deinen Stil :-)

  19. eumelchen sagt:

    die hoffnung stirbt zuletzt! auch bei schwarzwälder kirschtorte!werde üben.

  20. Claus sagt:

    Ich mag die Dinger nicht! (Es gibt Ausnahmen) ;-)

  21. Ralf sagt:

    Das ist ja mal wieder ein ganz wunderbarere Text.
    Nur eine kurze Fachfrage: echter? Rum
    Was ist denn damit gemeint. Inländer, Übersee oder was?
    Ansonsten am (Nach)mittag was süßes mit was heißem (Kaffee oder Tee) mit dem Schatzi ist immer eine super Sache. Und schon wieder 10 km Jogging auf dem Plan.

  22. Sigrid sagt:

    seit 2 oder 3 Jahren habe ich Biskuitrouladen auch im Repertoire – meist in der Erdbeerzeit mit Erdbeerquarksahne Masse.
    Allerdings mache ich es mir einfach und trenne keine Eier sondern schlage die ganzen Eier mit dem Zucker 5 Minuten! weiß cremig – danach das Mehl unterheben (nach meinem Rezept etwas mehr). Super einfach und der Biskuit wird feinporig perfekt ) Man müsste direkt mal eine Vergleichsstudie starten, mit gleichen Zutaten mit und ohne Eier trennen.

  23. Sanne sagt:

    Biskuitrouladen habe ich fast schon verdrängt. Vielleicht weil meine Beinahe-Schwiegermutter sie vor Jahrzehnten regelmäßig Sonntag für Sonntag gemacht hat. Nur leider mit Schokoladecremefüllung bzw. -überzug. Das nannte sich damals “Baumstamm”.
    Aber das Rezept verlockt zum Wieder-Einmal-Ausprobieren. LG S

  24. irmi egger sagt:

    was für ein lustiges rezept – vor allem das beherzte auf die arbeitsfläche knallen des bleches führte zu erstaunten blicken – hehehe – nach kaum 5 minuten ist schon mehr als die hälfte verputzt :-) mhhh, danke und lieben gruß von irmi e.

  25. entegut sagt:

    ist das kristallzucker auf der roulade?
    mit himbeerobers ist ein schulklassiker. ;-)

  26. Regina sagt:

    Hallo zusammen – seit dem zimtschneckenrezept bin ich fan deiner seite. …. und so eine Biskuitroulade hat letzte Woche meine mama(eine bäuerin) zum nachmittagskaffee gebracht. Kommentar meines Sohnes(11 Jahre): warum machen die omas immer die besten kuchen? meine antwort: weil die die einfachsten machen. stimmt doch, oder? drum gibts morgen bei meinem geburtstagskaffee zimtschnecken und biskuitroulade für die gäste. ganz liebe grüße.

  27. Muffin sagt:

    Ich bin gerade über diese wundervolle Anekdote gestolpert. Und ich bin verwirrt: Schokolade ist nichts Süßes? Also klar, es geht nix über Torte, Kuchen, Tarte, Biskuitrolle und Co., aber ein Stückchen leckere Schoki tut es zur Not auch. Finde ich. Punkt. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
    Mir war übrigens nie bewusst, wie einfach Biskuitrolle zu machen ist. Vielen Dank daher für dieses Rezept. :)

  28. Lisa sagt:

    @fnam:
    ich backe ausschließlich mit selbstgemahlenem Dinkelmehl,
    auch Biskuits; weil ich den leicht nussigen Geschmack viel lieber mag, und weil mich seit meinem ersten Kontakt mit meiner Mühle dieser sehr sinnliche Vorgang, die Dinkelkörner in fein duftendes Mehl verwandeln zu lassen, haptisch-visuell-olfaktorisch so entzückt.
    Wenn man mag, kann man die Kleie aussieben – aber auch ungesiebt funktioniert es gut bei sehr feinem Mahlgrad.
    Bisher (seit gut 30 Jahren) ist’s immer wunderbar gelungen.
    Was die genauen Mengen-Adaptionen angeht – einfach probieren!
    Viel Erfolg!

  29. Andrea sagt:

    in Schweden gibt es ja sogar ein Wort für “was Süßes” in einem Sinne: Fika – Man trifft sich am Nachmittag zur Fika – gemütlich auf einen Kaffee und Kuchen

  30. mischa reska sagt:

    Frau weiß was sie will – auch beim Süßen. Sehr symphatisch!

  31. anna sagt:

    liebe katha… wieder mal danke :) fürs das lust machen auf was, was ich vor allem wegen der unmengen an billigst-fertig-biskuitrouladen die ich so oft aufschneiden mußte, gar nicht mehr verlockend fand, und danke für dein so genaues, und mit so feinen tricks gespickte rezept, das mir die perfekteste roulade meines eigentlich gar nicht so unbegabten back-lebens beschert hat :) (bis jetzt immer eh lecker, aber eine spur zu dick, zu brüchig, zu hart, zu… alles… )
    werd ich mir merken :)
    lg, anna

  32. Timo Kühne sagt:

    Ich liebe Biskuitroulade. Leider habe ich sie nie so schön hinbekommen wir ihr. Das ist wirklich alles sehr gut beschrieben. Ich werde das gleich mal nach eurem Rezept und Vorgehensweise ausprobieren.

  33. Hesting sagt:

    Oooh, diese Kaffeezeitregel ist ganz nach meinem Geschmack.
    Allerdings kenne ich Biskuitrouladen auch nur in “pappsüß”, weswegen ich ebenfalls eine leichte Aversion gegen dieses Gebäck habe. Zu den in unserer Familie bekannten selbstgebackenen Kuchen zählt die Biskuitroulade jedenfalls nicht.

    Zu der Vollkornmehlfrage: ich glaube nicht, dass man damit die erforderliche “Fluffigkeit” des Teiges hinbekommt.

  34. silvia sagt:

    danke für das wunderbare rezept! habe es am samstag ausprobiert, zwar mit schokocremefüllung, aber die roulade hat sooo gut geschmeckt. mein kleiner sohn hat mir beim backen geholfen und obwohl er gerade in der “mag ich nicht”-phase angekommen ist, hat er drei stücke restlos gegessen :-) das nächste mal probier ich sie mit marillenmarmelade

  35. mischa reska sagt:

    Leider gelingt mir mit dem Gasofen Biskuit wie die meisten Teige nie so richtig.
    Da ich als Herd Gas behalten will brauche ich wohl ein getrenntes (Einbau)Elektro-Rohr. Gibts Tipps was da zu empfehlen ist?
    Hier bei den tollen Einkaufsquellen hab ich mich schon durchgelesen…

  36. katha sagt:

    ihre zurückhaltung macht sie so leicht abwandelbar, hiwwelhubber, genau. was es mit der schwarzwälder auf sich hat? natürlich könnte ich irgendwo eine kaufen, aber die schmeckt mir ja nicht. das ist eher eine kleine private spitze, die ich da in mehrere richtungen abgeschossen habe…

    mit geriebenen äpfeln im obers? das ist eine neue, sehr spannende variante, verena, danke! obers dann aber schon gezuckert, nehme ich an?

    marille mit weichsel, uli, das geht auch im nachhinein mit zwei gläsern, stimmt’s? klingt fast zwingend, denn sie sind zur gleichen zeit reif – aber auf die idee, sie zu kombinieren, wäre ich noch nie gekommen. danke!

    tja, peter, meine regeln bestimme ich.

    nicht dein ernst, magentratzerl? wie alt ist dein sohn?

    danke, mädel vom land, du weißt ja, wie das ist, wenn man von einem thema ganz und gar durchdrungen ist.

    üben, eumelchen? wieso üben?

    man muss auch nicht alles mögen, claus, wäre ja fad (es gibt ausnahmen).

    sorry, dass ich die frage jetzt erst beantworte, ralf: echter rum meint gereifter brauner rum, eben kein inländer rum, denn der ist gefäbt und aromatisiert.

    biskuitrezepte gibt’s ja zuhauf, sigrid, hauptsache, sie wird gemacht! erdbeeren mag ich am liebsten mit obers in der roulade. wobei, mit richtig gutem, cremigem topfen – warum nicht?

    baumstämme darf ich nicht essen, sanne, aber das ist eine andere geschichte. gib ihr eine chance – der biskuitroulade.

    da warst aber schnell, irmi. gerne. und diese knallerei soll die oberfläche ein wenig ebnen – ungleichmäßig aufgehen tut sie dann trotzdem ;-)

    ja, ente, vom einrollen.

    das freut mich, regina. zimtschnecken und biskuitroulade, so ist für alle teig- und geschmacksvorlieben was dabei.

    nein, muffin, ein stück schokolade ist (für mich) nichts süßes im o. g. sinne, richtig.

    danke, lisa, für den vollkorn-input. stimmt eh, frisch gemahlenes mehl hat einen wunderbaren duft. ich mag bloß oft das backwerk daraus nicht, wenn es zu trocken ist und bei den ohren herausstaubt.

    stimmt, andrea, bei uns kommt man bloß auf einen kaffee (auch, wenn’s dann eh meist was süßes dazu gibt…).

    gerade beim süßen, mischa, weil das nicht meine bevorzugte geschmacksrichtung ist.

    schön, wenn etwas verloren geglaubtes wieder aufleben darf, anna, das gefällt mir!

    und, timo, wie ging’s?

    süß ist sie schon, hesting, aber sie soll ja auch “was süßes” sein.

    das ist doch das beste, silvia, wenn kinder mit in der küche stehen, freude dran haben, mitbekommen, wie einfach backen (oder kochen) sein kann und es ihnen dann auch noch schmeckt. ich glaube, das ist mindestens so viel wert wie eine mathematikstunde. oder doch mehr?

    sorry, mischa, dass ich erst jetzt antworte, ich war letzte woche in der waagrechten, deshalb passiert alles ein bisserl zeitversetzt: wir haben die gleiche kombination: oben gas (mein heiß geliebter smeg), unten elektro. unser backrohr ist von neff, ich bin da völlig undogmatisch, es muss nichts (meine ich ernst) können außer ober-/unterhitze, heißluft und grillen. im nachhinein wäre mir ein backrohr, das bis 300 grad heizen kann, noch lieber als unseres mit 260 grad, aber ansonsten ist mir in den letzten jahren nie was abgegangen. ah, doch, reine unterhitze, die hätte ich auch schon brauchen können. jedenfalls keine programme samt timer und so weiter, das brauchen wir alles nicht.

  37. mischa reska sagt:

    Noch eine kleine Frage – für welche Teige verwendet man Um/Heißluft für welche besser die klassische Ober/Unterhitze?
    Und wenn wir gerade bei den wirklich wichtigen Fragen sind: bei welchen Teigen läßt man den Herd anfangs
    einen Spalt offen?
    Wenn ich das weiß fühle ich mich wirklich reicher!

  38. katha sagt:

    mischa, ich mach’ fast alles mit ober-/unterhitze, heißluft nur bei mehreren blechen gleichzeitig (manchmal bei keksen, aber auch die eher hintereinander). das mit dem spalt in der tür habe ich theoretisch noch nie hinterfragt, aber es handelt sich immer um germteige, die dann dadurch (weil langsamer heiß?) noch besser aufgehen.

  39. Ralf sagt:

    So heute habe ich sie denn endlich nachgebacken.
    Geschmacklich absolut 1A. An der Optik muss ich noch ein wenig arbeiten, aber warum sollte auch die <biskuitroulade direkt bei mersten Mal schon perfekt werden.
    Wie heißt s doch so schön: Nur Übung macht den Meister!
    Dadurch habe ich einen Grund mehr sie nunmehr häufiger für uns zwei Süßschnäbel nachzubacken.
    Da ich auch nur die Rollen mit dem Einheitsgeschmack kannte kam diese Art Kuchen für mich nie in Frage.
    Aber jetzt weiß ich erstmal wie toll sie schmecken und wie fein schnell es geht wenn mal grad kein Kuchen zum Kaffee verfügbar ist.
    Nochmals Danke für Rezept

  40. katha sagt:

    sehr gerne, ralf, freut mich, dass du sie schon nachgebacken hast. die form ist reine übungssache. nicht immer wird sie so schon gleichmäßig wie die oben.

  41. pilger sagt:

    Thank you for the great recipe.
    I have already tried it out for 3 times in last 2 weeks.
    Only the baking result today did not come out right as last 2 times: the biscuit was not as fluffy as before, and it even shrunk quite a bit after cooling down (before filling in jam)….
    There was nothing different I have done comparing before, besides the eggs were out off refrigerator directly. Could it be the reason, or there is something else?
    Thank you in advance.

  42. katha sagt:

    i just looked at your biskuitroulade, pilger, it’s perfect! (i suppose it was the 1st one.)
    i do not think that the cold eggs are the reason, because i always use eggs directly from the fridge.
    i made the experience you write about, too. it could be the weather (higher humidity due to rain?), it could be slightly overbeaten dough. it could be the age of the eggs. let’s make it over and over again and try to find out ;-)

  43. pilger sagt:

    Thank you, Katha, for your prompt response.
    Right, the blog you saw was my very first try. It came out so beautifully and very rich in taste. I really love it.
    Could it be rain? You might be right; I did bake it on last Sunday morning.
    Regarding the overbeaten thing, thank you for the good advice, I will pay more attention to it and handle with more care next time, and see how it will be.
    Sorry that I can only express myself in English, but I do understand German well and enjoy your articles and recipes in your website very much.
    There are so many good things in your site to try out….
    Thank you again. Have fun!

TRACKBACKS
  1. [...] das kommt häufig vor, weil ich gerne und oft kuchen backe, für mich der inbegriff von was süßem. weil mir die roten rüben, die seit monaten teil unseres ernteanteils vom ochsenherz gärtnerhof [...]

  2. [...] eine schnelle Biskuitroulade für die Französisch-Konversationsstunde mit unserem Freund [...]

  3. […] tolle Nachspeise – einfach gemacht und trotzdem vielseitig. Meine Mama füllt sie am liebsten klassisch mit selbstgemachter Marmelade, immer die Sorte, die grad “wegmuss” – also […]

  4. […] biskuitroulade mit marillenmarmelade (esskultur-rezept) oder mit erdbeerobers […]



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