mag noch jemand eine schwedenbombe?

[seiserschmarrn, der dritte]

kopenhagen-0315

ich mochte nur die mit kokos. an meine letzte schwedenbombe kann ich mich nicht mehr erinnern. sie wird wohl 10 oder 15 jahre her sein. ich vermisse sie nicht, obwohl sie mir damals geschmeckt hatten. wie fast allen kindern in österreich.

die erwachsen gewordenen kinder wollen jetzt die schwedenbombe “retten”. und ein insolventes unternehmen noch dazu. flehende kauf- und solidaritätsappelle, stets mit einer ganz persönlichen erinnerung versehen und immer mit dem verweis auf die bevorzugte sorte, tauchen seit ein paar tagen wieder vermehrt in meiner twitter- und facebook-timeline auf. frei nach dem von slow food geborgten motto “essen, was man retten will”. gestern gab’s sogar einen beitrag in der zib dazu.

wenn man die erinnerungen und emotionen weglässt, bleibt:

Inhaltsstoffe / tech. Angaben
Zucker, Hühnereiweiß, Pflanzenfett teilweise gehärtet, Glucosesirup, Kokosraspel, Magerkakao, Weizenmehl, Sojamehl, Magermilchpulver, Geliermittel Agar-Agar, Emulgator Sojalecithin, Hühnereigelbpulver, Vollmilchpulver, Karamellzuckersirup, Vanillearoma.

(quelle: http://www.codecheck.info/suesswaren_snacks/schaumzuckerwaren/ean_9001496002128/id_359656/NIEMETZ_Schwedenbomben.pro, auf einem aktuellen foto einer packung schwedenbomben ab werk in diesem wiener blog sind die zutaten nicht ganz gleich, aber sehr ähnlich aufgelistet)

  1. zucker: schreckt mich nicht, ist aber konventioneller zucker, den ich nicht kaufe (warum, habe ich in mehreren reportagen/magazingeschichten ausführlich argumentiert). aber der ist nicht das problem (sondern in allen anderen süßwaren auch enthalten).
  2. hühnereiweiß: das ist das problem. und zwar ein großes. ohne angabe von herkunft/art ist nämlich nicht feststellbar, aus welchen eiern welcher herkunft das hühnereiweiß gewonnen wurde. vermutlich handelt es sich um pulverisiertes hühnereiweiß oder flüssigeiweiß, wie es auch für industriell hergestellte macarons u. ä. üblicherweise verwendet wird. wäre es aus freilandeiern, würde das der hersteller deklarieren, denn das wäre ja ein nicht zu unterschätzender marketingvorteil. wäre es aus bodenhaltungseiern, würden das viele unternehmen in österreich auch ausloben – obwohl das nach österreichischer (und eu-) rechtslage mindeststandard ist. wie geflügel gehalten wird, gehört neben der schweinehaltung zum unwürdigsten, was massentierhaltung heute zu bieten hat. hühnereiweiß ohne genauere angabe ist keine zutat, die man zuhause gerne zum backen verwenden würde. es ist nicht auszuschließen, dass es sich um hühnereiweiß aus käfighaltung handelt, solange der hersteller die angabe nicht spezifiziert. (das gilt im übrigen für jede backware aus der bäckerei, konditorei oder dem supermarkt, die eier enthält.) und mir wäre auch bodenhaltung zu wenig.
  3. pflanzenfett teilweise gehärtet: margarine halt, so what, ich esse keine margarine, wozu auch? ein surrogatprodukt, das nur dann nötig ist, wenn man aus gesundheitlichen oder ideologischen gründen keine butter essen darf. teilgehärtet heißt im übrigen auch, dass trans-fettsäuren, die keinen so guten ruf haben, nicht auszuschließen sind. in schwedenbomben wird nicht viel fett enthalten sein, aber wozu überhaupt? im überzug?
  4. glucosesirup: siehe zucker. quelle? unbekannt. gilt vielen gesundheitsaposteln als das böse schlechthin. es ist halt einfach noch billigerer zucker, der technologische vorteile hat. er wird nicht aus zuckerrüben oder -rohr, sondern aus mais, erdäpfeln oder weizen hergestellt. industriell wird dazu übrigens auch gentechnik benötigt, nämlich um ein enzym herzustellen, das wiederum für die stärkeverzuckerung benötigt wird, wodurch glucosesirup entsteht.
  5. kokosraspel: natürlich wissen wir nicht, wo die kokosnüsse herkommen, aber soweit sind wir ja nicht mal bei bio-produkten, die aus mehreren zutaten bestehen.
  6. magerkakao: wie und unter welchen bedingungen kakao angebaut wird, dürfte sich herumgesprochen haben. konventionellen kakao kaufe ich nie.
  7. weizenmehl: wird vermutlich für textur/stabilität sorgen edit: ist natürlich hauptbestandteil der waffel, kommt bestimmt auch irgendwo her.
  8. sojamehl: wetten, dass es nicht aus österreichischem soja stammt? und wozu überhaupt soja in produkten wie diesem? sojaanbau im großen stil, vor allem in südamerika, zieht einen rattenschwanz an problemen hinterher: monokulturen, gentechnik (vor allem für futtermittel) und rodung von regenwald sind nur ein paar davon. es gibt soja aus österreich, garantiert gentechnikfrei, aber vermutlich ist es preislich “nicht konkurrenzfähig”.
  9. magermilchpulver: noch so ein tierisches produkt, über das sich kaum jemand gedanken macht (außer die, die unter allergien oder unverträglichkeiten leiden). woher kommt das milchpulver? wie wurden die milchkühe dafür gehalten?
  10. geliermittel agar-agar: immerhin keine gelatine (sonst müssten wir auch noch das thema schweinehaltung diskutieren).
  11. emulgator sojalecithin: siehe sojamehl.
  12. hühnereigelbpulver: siehe hühnereiweiß. (steht auf dem foto nicht in der zutatenliste, könnte aber in der waffel enthalten sein.)
  13. vollmilchpulver: siehe magermilchpulver.
  14. karamellzuckersirup: süßungsmittel nr. 3, siehe zucker und glucosesirup.
  15. vanillearoma: was ich von aromen halte, habe ich hier deutlich formuliert. obwohl ich bei dem punkt noch am meisten nachsicht walten lasse, und zwar aus einem einzigen grund: die manner biskotten, die ich jahrelang wegen der eier nicht gekauft hatte, werden seit einiger zeit aus freilandeiern gemacht. sonst sind keine tierischen produkte enthalten. also ziemlich okay, wäre da nicht das vanille-aroma… da ich aber bis dato keine guten bio-biskotten gefunden habe, bleibe ich immer wieder bei denen von manner hängen. trotz aroma.

ja, ich schaue mir fast jedes produkt so genau an. (das ist auch mein job.)

bei reinen genussmitteln – und dazu zählen schwedenbomben – finde ich es besonders unanständig, sie nur auf ihren “guten geschmack” zu reduzieren. es kann verdammt noch mal nicht sein, dass wir, die wir in einem der reichsten länder der welt leben, die verantwortung am süßigkeitenregal abgeben, nur weil dort irgendeine emotion anspringt. und nein, 66 arbeitsplätze können auch nicht der grund sein, ein produkt zu kaufen, das inhaltlich nicht überzeugen kann. (das ist im übrigen immer ein totschlagargument: darf man alte atomkraftwerke, tierversuchslabore, schlecht geführte kinderheime, betriebe der rüstungsindustrie, unternehmen, die ihre mitarbeiter/innen ausbeuten, etc. nicht zusperren, weil dann arbeitsplätze gefährdet sind? die verantwortung für die mitarbeiter/innen trägt das unternehmen.)

aber: wer verbietet niemetz oder ähnlichen unternehmen in einer ähnlichen lage, sich neu auszurichten und ein zeitgemäßes produkt auf den markt zu bringen, das nicht bloß aus mitleid (auch mit sich selbst und den verklärten kindheitstagen) oder patriotismus gekauft wird? es gibt ja genügend beispiele für genussmittel, die im prinzip kein mensch braucht, die aber ethisch und ökologisch verantwortungsvoll hergestellt werden und hervorragend schmecken (auf dem schokoladensektor fällt mir spontan nougsus von zotter ein, oder all die konsequenten jungen chocolatiers in amerika).

ich habe nichts gegen kulinarische kindheitserinnerungen. im gegenteil. sie bestimmen, wie und was wir essen. aber das schöne sprichwort “tradition ist die weitergabe des feuers, nicht die anbetung der asche” gilt besonders dann, wenn etwas besser gemacht werden kann, weil man weiß, was falsch oder auch nur nicht mehr richtig ist. auch, wenn’s vielleicht ein bisserl weh tut.

was für eine großartige vorstellung: bio-schwedenbomben mit echter vanille. aus eiweiß von österreichischen bio-freilandeiern. mit österreichischem bio-rübenzucker. fair gehandeltem bio-kakao, -kokos und -vanilleextrakt. in einer zu 100 % abbaubaren verpackung. die super ausschaut. so, dass man die dinger einfach kaufen muss. (und weil sie super schmecken, sowieso.) wär’ das nicht was?

schwedenbomben scheinen übrigens ungeachtet des österreichischen markennamens aus dänemark zu kommen. dort heißen sie flødeboller. im noma werden hausgemachte flødeboller zum kaffee gereicht. mit himbeeren (wie auf meinen fotos vom sommer 2009), mit roten rüben oder sanddorn.

den eigenen kindern merk-würdige kulinarische ereignisse zu bescheren, könnte zum beispiel heißen, mit ihnen gemeinsam flødeboller oder eben schwedenbomben zu machen. aus anständigen zutaten.

mag noch wer eine schwedenbombe?

kopenhagen-0319

edit 7. februar 2013: dieser text ist unter dem titel die inneren werte der schwedenbombe auch als gastkommentar auf derstandard.at erschienen.

kommentare

138 kommentare zu “mag noch jemand eine schwedenbombe?”

  1. Dagmar sagt:

    Danke!!
    Ich hatte die letzten Tage die ganze Zeit einen schlechten Nachgeschmack von dem Schwedenbombenhype, weil mir das was Du da so feinsäuberlich niedergeschrieben hat, wage im Kopf rumgewabert ist. Ich hatte nicht ein einziges Mal den Gusto mir welche zu kaufen, obwohl ich sie vor vielen Jahren auch ab und zu ganz gern gegessen hab.
    Ich glaub, ich werd mal versuchen, welche zu machen. Gute Idee. Und viel verwortagelter als die da werden meine dann hoffentlich auch nicht aussehen.
    http://amalielovesdenmark.blogspot.co.at/2012/04/fldeboller-schoko-schaumkusse-auf.html

  2. Claudio sagt:

    Der wohl unnötigste Kommentar, den ich hier je hinterlassen habe, aber dennoch: Blendend gedacht und beeindruckend geschrieben – brava!

  3. Eva sagt:

    Was für ein Plädoyer. Was für ein Einsatz. Würden viele Menschen nur ansatzweise so konsequent handeln, was für eine Welt hätten wir! Respekt auf der ganzen Linie.

  4. lyss sagt:

    discussion like this is EXACTLY what our food industry needs. thank you! better choices, comes from more transparency, which in turns, lifts standards. slowly, but i believe, surely.

  5. tom sagt:

    JAAAA… ich mag sie weiter. Ohne kindisch-sentimentale Rettungsaktionen. Ob beim Niemetz oder beim Wissler. Warum alles Essen kaputtr eden – hier geht’s um Genuss (ja die 3 Sterne Wissler Schwedenbombe schmeckt besser).

    Auf den Bildern, das sind übrigens keine von Niemetz. Und kommen die Schwedenbomben aus Dänemark – hm, die gibt’s quer durch die ganze Welt unter unterschiedlichsten Namen…

  6. Dagmar sagt:

    Entschuldigung: Liest Du genau: Das sind die vom Noma. Himbeere. Und nix Industrie mit Qualei.

  7. martina enzmann sagt:

    einfach nur danke…für diesen guten kommentar….

  8. Holger sagt:

    Der Hype bezieht sich ja nicht auf die Zuaten des Produkts, sondern auf das Wickie Slime und Paiper Feeling einer Generation.

    Noma und Zotter als alternative Vorbilder anzubieten, würde den Umsatz von Niemetz wohl nicht steigern. Mit den Kids selber kochen und backen kann und soll man immer, mit oder ohne Niemetz.

  9. Dein Kommentar ist super, Katha, danke dafür. Allerdings… liest man sich das Noma-Rezept durch, dessen Link Dagmar in ihrem Kommentar hinterlassen hat, so findet man eben auch genau solche Zutaten, die anscheinend zur Herstellung von Schwedenbomben notwendig sind: Glukosesirup (aus Weizen wahrscheinlich), Hühnereiweißpulver, Gelatine – gibt es diese Zutaten überhaupt in Bio? Hm, schwieriges Thema…

  10. padrone sagt:

    So gut, Dich da draußen zu wissen!

  11. Birgit sagt:

    Habe vor ca. 2 Monaten nach gefühlten 20 Jahren wieder mal eine Packung gekauft um den Vergleich zu den absolut nicht geniessbaren Schweizer Pendants aufzuzeigen. Ein Vergleich von industriellem Müll. Auch die eventuell aufkommenden Kindheitserinnerung ändern nichts an dieser Tatsache.
    Danke für deinen Kommentar dazu. Ein wichtiges und hoffentlich wirkungsvolles Instrument, denn viele würden ja, wenn sie es nur wüssten, oder sich bewusst wären, was da alles drinnen ist.
    Nächstens haben wir Kinderbesuch und ich habe heute beschlossen, dafür Schwedenbomben machen. Da freue ich mich drauf.

  12. Esskulturqualitätsjournalismus bzw. Qualitätsesskulturjournalismus auf höchstem Niveau. Respekt. Sollte von einschlägigen Magazinen übernommen werden bzw. auf der Der-Standard-Meinungsseite landen.

  13. tobe mayr sagt:

    Was antwortet denn eigentlich Niemetz auf eine Frage nach den Urspruengen der Inhaltsstoffe?

  14. Georg sagt:

    Wenn Niemetz so produzieren würde, wie Sie es gerne hätten, dann würde eine Schwedenbombe wahrscheinlich 5€ kosten. Das würde sicher helfen…

  15. Eline sagt:

    Wir haben als Kinder immer auf Schwedenbomben-Bruch gespart und uns dann direkt bei der Fabrik ganze Kartons voll mit leicht “angepeckten”, aber billigen Schwedenbomben (nur mit Kokos,eh klar!)gekauft.
    Heute würde ich sie nimmer essen.Nicht nur wegen der Inhaltsstoffe sondern auch wegen des picksüssen Geschmackes, den ich nimmer mag. Und auch wegen der nicht sehr sympathischen Erzeugerfirma, die sich nie durch besonders soziales Verhalten ausgezeichnet hat. So verzopft wie das Cafe Niemetz sich über Jahrzehnte präsentierte, so verzopft war auch die Firmenphilosophie – ich trauere sicher nicht um Niemetz!
    Mein Bioladen hat gestern Bio-Schwedenbomben angeboten, die werde ich mir mal bezüglich Inhaltsstoffen genau ansehen.

  16. katha sagt:

    danke euch allen fürs lesen und empfehlen. scheint ein bisserl ein wespennest zu sein, dabei habe ich doch bloß die zutatenliste gelesen…

    danke, dagmar, und ich hab’ gestern auch noch z. b. folgendes rezept gefunden:
    http://www.velbekomme.com/danish-delights-fl%C3%B8deboller/

    claudio, du koketter nachbar, ich freu’ mich über jeden davon. danke.

    danke, eva. ich bin beim einkaufen und essen (vor allem in der gastronomie) auch keine heilige. aber nachdenken und weg-weisen muss erlaubt sein.

    agree, lyss, and thank you for sharing thoughts and attitude – as often.

    weil’s um genuss geht, gehört drüber geredet, tom. den rest hat dagmar beantwort.

    genau, das ist das noma-rezept, dagmar, ich hab’s mir gestern noch schmunzelnd (wegen der zutaten…) im buch durchgesehen.

    danke, martina. gerne.

    eben weil sich der hype nicht aufs produkt selbst bezieht, musste ich drüber schreiben, holger. dem letzten satz stimme ich selbstverständlich zu.

    danke, mädel vom land, ich hatte gehofft, dass das jemand aufgreift, denn die baustelle wollte ich nicht auch noch in meiner kulinarischen notiz/meinem seiserschmarrn (der zu lang und bebildert ist, weiß gar nicht, ob er als solcher durchgeht) aufmachen. denn kritikfähigkeit beim essen heißt eben, nicht alles, was man vorgesetzt bekkommt, nur nach hedonistischen gesichtspunkten zu betrachten. zutaten, die in der gastronomie verwendet werden, sind ein noch viel schwierigeres thema, weil wir einfach keine ahnung davon haben. und so viel mit “vertrauen” und “hausgemacht” argumentiert wird, ohne, dass das irgendwie nachvollziehbar ist.

    hach, padrone! (zum glück bin ich nicht allein…)

    ich hatte auch überlegt, mir eine nostalgiepackung zu kaufen, birgit, aber dann beschlossen, dass ich meinen prinzipien bei selbst gekauften produkten treu bleiben will. eier ohne herkunftsbezeichnung gehen einfach gar nimmer. beim geschmack wäre es mir wahrscheinlich so gegangen wie dir. gut, dass du das mit dem schwedenbomben machen übernimmst, dann werden wir nämlich ein garantiert anständiges rezept von dir bekommen – wenn sie zu deiner zufriedenheit gelingen.

    danke, christoph. du könntest recht haben.

    das weiß ich nicht, tobe, denn das ist keine magazingeschichte, sondern meine meinung. ich habe das gemacht, was alle konsument/inn/en tun können: die zutatenliste studiert und mir meine gedanken dazu gemacht. aber interessieren würde mich das natürlich auch. ich nehme an, bei niemetz haben’s grad andere sorgen.

    das würde tatsächlich helfen, georg, denn dann wäre niemetz auf einen schlag konsolidiert. (vorausgesetzt, die leute kaufen auch dann noch, weil sie produkt und firma “retten” wollen. konsequenterweise müssten sie das.)

    wenn man so einen kindheitserinnerungsgeschmack nach vielen jahren wiederbeleben will, eline, passiert fast immer das gleiche: es schmeckt nimmer. bin neugierig, ob das produkt aus dem bio-laden was kann. leider tummeln sich dort so viele me-too-produkte, die nicht dem gesetz des guten geschmackes, sondern nur dem des geldverdienens folgen. aber was erzähl’ ich dir das, wir sind sowieso einer meinung.

  17. Verena sagt:

    oh schon wieder einen sprachlichen Unterschied gelernt: deine Schwedenbombe ist bei uns in der Schweiz ein Negerkuss, bestimmt genauso ungesund. “Unsere” Schwedenbombe besteht aus einem hellen Biskuitboden. Vanillecreme. Wieder Biskuit und schliesslich einem hellgrünen Marzipanmäntelchen. Die Form eine Halbkugel.
    Ich lese ja auch immer diese Inhaltszettel und back dann lieber zu Hause oder kaufe im Bio-Laden.

  18. nanue sagt:

    Ich kaufe ab und zu diese: (bei Landmanns Biomarkt – Deutschland)
    Bio-Kuss von linea natura 100g für ca. 2,20€. Sogar mit Bourbon-Vanille.
    Schmecken ganz gut, aber nur ganz frisch.
    Hab auch Kindheitserinnerungen an die Niemetzschwedenbomben und würde diese heute nicht mehr runterbekommen.

  19. Hugo Gold sagt:

    eine anhäufung von polemischen vermutungen dass es mir nur mehr bitter aufstößt. das ist alles nur kein ordentlicher journalismus.
    warum muß hier von einer doch bekannten autorin polemisch vermutet werden, hätte man nicht auch bei niemetz einfach fragen können? ich finds degoutant, werd mir aber meine schwedenbomben nicht vermiesen lassen.

  20. bygones sagt:

    “bio-schwedenbomben mit echter vanille” und kosten würden die dann? 1€ pro Stück?

  21. ZwetschgenGeist sagt:

    Pflanzliches gehärtetes Fett wird darüber hinaus häufig aus Palmöl produziert. Und für die Kultivierung von Palmöl werden in Indonesien die Regenwälder abgeholzt.

    Unbedingt meiden. Ist aber leider fast unmöglich, weil in sooo vielen Süßwaren enthalten

  22. andi sagt:

    Servus

    1. Super Artikel!
    2. Die liebe Gentechnik macht auch das Antibiotikum, welches dir hilft, wenns dir schlecht geht und s’ dich “durchräumt” (im Agrarsektor halt nicht vertretbar).
    3. Groß und Kleinschreibung beachten ;-)

    mfg

  23. katha sagt:

    dass die schwedenbombe in der schweiz eine andere süßspeise meint, wusste ich nicht. danke, verena. solange du nicht nach den zutatenlisten bäckst, ist das eine gute idee ;-)

    wie schmecken die im vergleich zu denen von niemetz, nanue? denn gerade die mit kokos waren (sind) schon sehr speziell von der textur – innen wie außen.

    ganz oben steht “seiserschmarrn”, hugo. es handelt sich um (meine) meinung, etwas, das im “ordentlichen journalismus” zu recht seinen platz hat.

  24. Andrea Klein sagt:

    Wow, spannend.
    ich gebe zu, ich esse die immer noch (als Vorwand gilt: die Kinder haben eine Packung, und die werden sonst schlecht…)
    Was gibts denn sonst noch für un-süßigkeiten? eh alle, oder?
    *schüttel*

  25. Hugo Gold sagt:

    ja, ok meinung, trotzdem sollte meinung nicht nur auf vermutungen basieren, sonst wirds schnell, zumindest dem anschein nach, untergriffig. oder könnte zumindest dafür gehalten werden. sintemalen andere (deiner persönlichen freundinnen) es für “recherche” (sic!) halten.

  26. Sash sagt:

    Wie können sie überhaupt noch leben?
    Wer ständig nach negativem sucht, wird auch etwas finden…

  27. katha sagt:

    so what, bygones? zum überleben sind sie nicht notwendig, bloß zum dran erfreuen. dafür ist ein euro (die kalkulation müsste aber erst mal wer ernsthaft machen) zu viel?

    ja, zwetschgengeist, damit wäre die nächste baustelle eröffnet. ein auch in der bio-branche (zu recht) umstrittenes thema.

    ad 1. andi, danke!
    ad 2. kosten-nutzen-rechnung, wird schwierig, aber da schwedenbomben u. a. süßigkeiten nicht auf rezept verkauft werden, dürfte es von mir aus auch ohne grüne gentechnik sein.
    ad 3. in fast sechs jahren der (ich glaube) 3. kommentar zu dem thema. ist okay.

    jede/r, wie sie/er mag, andrea. da gibt’s schon viele feine dinge, niemand muss darben.

    recherche, hugo, steckt hinter vielen meiner oben notierten gedanken zu den zutaten. sonst würde ich nicht drüber schreiben. wir können aber gerne über tendenziöse berichterstattung vermeintlich “objektiver” zeitungs- und magazinartikel diskutieren. war schon während des studiums eines meiner lieblingsthemen. aber es geht hier ja um was anderes: dass man emotionen offenbar nicht mit einem blick auf die sache in die quere kommen darf. solange die diskussion nicht untergriffig wird, finde ich sie spannend.

  28. katha sagt:

    sie sind zum ersten mal hier, sash, gell?

    ad untergriffig: ausfällige kommentare werden gelöscht. passiert selten, aber gerade eben.

    danke, alex.

  29. Didi sagt:

    Nur ein paar Anmerkungen: die Schwedenbombe ist eine österreichische Entwicklung. Vielleicht gab es damals ähnliche Produkte, doch die Schwedenbombe wurde damals (1925) von Walter Niemetz und einem befreundeten schwedischen Konditor in Wien entwickelt und deshalb heißt sie auch so.

    In der Schweiz gab es zumindest bis 2010 (war damals auf einer Messe in Lugano) keine Schwedenbomben, sondern nur maximal vergleichbare Produkte (wie z.B. Dickmanns in Deutschland).

    Ansonsten ein sehr guter Artikel und ein Grund mehr die Schwedenbombe nicht zu retten. Auch wenn mein hauptgrund, als ehemaliger Niemetzmitarbeiter, ein anderer wäre. (Hat was mit fast schon archaischen Führungsstrukturen dort zu tun)

  30. Lara sagt:

    Durch die hartnäckige Kleinschreibung sehr mühsam zu lesen.
    Wenn man sich bemüht, kann man an jedem Lebensmittel etwas Ungesundes finden.
    Und JA, es ist gut, dass nicht alle Unternehmen auf den BIO-Hype aufspringen. Die dadurch komplett überteuerten Preise sind kaum erträglich, und bei genauer Betrachtung ist die Bezeichnung “Bio” sehr stumpfsinnig. BIO bedeutet Leben, Adjektiv des Wortes Biologie. Also laut wikipedia (und wörtlicher Übersetzung)die Wissenschaft des Lebendigen.
    -Bitte zeigt mir 1 zB Hühnerei, das tot ist!!!
    Conclusio: bitte, bitte nicht immer alles auf den BIO-Hype reduzieren (es nervt langsam!), sondern einfach mal genießen lernen…

  31. Zwieselzwuck sagt:

    sehr fein. dem bericht nach müssten wir wohl 99% aller lebensmittelbetriebe in österreich, bzw. ganz europa, dicht machen.
    das klingt wie:
    in einem biohühnerstall wurden die österreichischen bio-holzschindeln mit handgemachten europäischen nägeln montiert, welche böswilliger weise aus eisenerz bestehen, welches in afrika unter WOMÖGLICH (nicht nachgewiesen) schlechten bedingungen gefördert wurde.
    also lasst uns die firma verteufeln, die einen kuchen aus den eiern backt, aber den ursprung der biohühnerfarmdachschindelnageleisenerzmine nicht deklariert.

    mahlzeit, ich hol mir jetzt eine schwedenbombe…

  32. jürgen sagt:

    ich meine ernährungstechnisch über die schwedenbombe zu diskutieren ist überflüssig. das gilt aber genauso für jeden anderen artikel im süssigkeitenregal eines supermarktes. was soll an einer solidaritätsbekundung mit einer süssware und der marke, aus welchem grund auch immer, schlecht sein? stirbt die schwedenbombe, wird die lücke von dickmanns geschlossen. und mal ehrlich, wenn ich mich schon zu unethischem genuss hinreissen lasse, dann soll es auch schmecken. in diesem qualitätskriterium ist die schwedenbombe von niemetz eindeutig klassensieger.

  33. nina sagt:

    absehen vom schwedenbomben hype, hätte ich zu diesem artikel doch ein paar anmerkungen.
    vorne weg, möchte ich sagen, dass ich sehr wohl auch auf inhaltsstoffe schaue und bewusst einkaufe.
    was ich gar nicht mag, sind lebensmittel-guerillias.
    auf der einen seite werden die inghaltsstoffe des einen produktes (schwedenbomben) angeprangert – aber bei der anderen firma (manner biskotten) ist es ok, weils ja kein vergleichbares bioprodukt gibt. na wenn das von dir wirklich ernst gemeint wäre, dann würdest halt auf biskotten ganz verzichten.
    das is wieder so eine halbseidene möchte-gern-bio-geschichte.
    wenn du wirklich auf die nachhaltigkeit (auch der erde) schauen würdest, hättest du auch keinen pc/laptop – da sind erst giftige stoffe drinnen :) und die arbeitsbedinungen unter denen er hergestellt wurde – no, sind auch nicht schlecht.
    keine sorge, ich fang jetzt nicht mit (deinem?!) auto an, deiner kleidungen oder sonst was.

    nicht falsch verstehen – ich sag auch, dass man alles nachfragen muss und sich nicht das blaue vom himmel erzählen lassen darf – aber wenn man das öffentlich macht, sollte man halt mit besten beispiel voran gehen :)

  34. Wenn ich hier so manchen Ausbruch lese, scheint die “Niemetz Schwedenbombe” mehr ein emotionales/sentimentales Minenfeld denn ein Genussmittel bzw. ein Wirtschaftsthema zu sein . . .

  35. günther sagt:

    Eine zutat wurde vergessen, ne menge kunststoff, der liegt uns noch viel länger im magen…

  36. NobodyIsPerfect sagt:

    Kannst du Haribo, und all die sonstigen Süßigkeiten auch auseinander nehmen? Haribo ist bekanntlich ja nicht insolvent, verwendet aber trotzdem keine BIO oder bessere Zutaten. Auch dort wirst du all solche Zutaten finden.

    Schließlich schlagen sich Bio und bessere Zutaten im Preis nieder. Klar: Zotter hat damit Erfolg, aber das wäre ja gelacht, wenn das das einzige Rezept ist. Das wahre Rezept steckt hinter dem Marketing und nicht wie Produkte gemacht sind!!!

  37. NobodyIsPerfect sagt:

    nicht alles wo BIO drauf steht ist auch BIO und nachhältig: siehe Bio-Sprit, Bio-Gas in Deutschland (aus Kukuruz), …

    genauso verhält es sich mit Klimaschutz: nicht jedes Wasserkraftwerk dient dem Klimaschutz z.B. Zerstörung des Amazonien Regenwaldes, oder das Riesenwasserkraftwerk in der Türkei, etc.

    d.h. selbst wenn der Zotter alles mit Bio produziert, muss es noch lange nicht stimmen, dass dies auch wirklich Bio und nachhältig ist. Zumindest ein Konsument kann das schwer bis gar nicht nachprüfen.

  38. Andrea sagt:

    In den Medien handelt es sich um die Wiener Niemetz Schwedenbomben. Du postest aber Bilder von irgendwelchen Billigmarken!

  39. golya sagt:

    so ein schwachsinn… Produkte die solchen Standards entsprechen könnten sich dann halt nur noch so bobos wie du leisten. wir müssen zu zweit mit 220 euro im monat für essen auskommen, da gehen halt nur s-budget produkte, und nicht so ein bio-bobo-frass

  40. er pe sagt:

    die diskussion um die schwedenbomben in den letzten tagen ist mir auf die nerven gegangen. weniger wegen der zutaten, sondern wegen der parallel verlaufenden kriminalisierung der flüchtlinge, die ihre situation öffentlich gemacht haben.
    weil der punkt der ist, dass der/die österreicher/in flüchtlinge per se für diebe, drogenhändler und mörder hält, aber seine/ihre soziale seite entdeckt, wenn fett und zucker in gefahr sind.

  41. GROßSCHREIBER sagt:

    ICH KANN TEXTE DIE NUR MIT KLEINBUCHSTABEN GESCHRIEBEN SIND NICHT LESEN – HILFE

  42. Arnonym sagt:

    Schön, die Upper-Class, die sich solche Fantasieprodukte über einen längeren Zeitraum leisten kann, freut sich über österreichische Bio-Schwedenbomben, der Rest nicht. Dasselbe gilt für etliche andere Bio-Produkte.

    Mein Beitrag hat nichts mit besonderen Sympathien für Niemetz oder Abneigungen gegen andere Unternehmen zu tun.

  43. Max Mustermann sagt:

    Immer schön Bioprodukte kaufen toll oder? Erzählen Sie das mal Menschen die an der Armutsgrenze leben!

  44. Petra sagt:

    Wenn man nur wenig Geld für Lebensmittel zur Verfügung hat, macht’s nicht gerade dann Sinn, es nicht für eine Mischung billiger Zutaten bzw. Transfette unf Zucker auszugeben?
    Gerade aus dieser Sicht müsste man ja eher grundsätzlich notwendige Dinge kaufen und in diesem Produkt ist NICHTS sinnvolles enthalten, das man essen SOLLTE. Das hat auch nicht wirklich was mit Bio oder nicht-bio zu tun.
    110 Euro für Essen im Monat würde ich jedenfalls sicher nicht für Schwedenbomben ausgeben…

  45. golya sagt:

    @Petra: Oh entschuldigung dass auch das Prekariat mal etwas süßes zu sich nehmen will,das positive erinnerungen hervorruft.

  46. Sash sagt:

    @katha
    Ja das ist korrekt. Aber alles was in den anderen Einträgen hier zwischen den Zeilen zu lesen war/ist, eine sonderbare Abneigung zur Chemie gegenüber. Alles ist Chemie und sich darüber zu echauffieren, weil die Schwedenbomben gerade aktuell sind finde ich ziemlich einseitig. Der Eintrag ist zwar gut geschrieben, betrifft aber im Grunde ALLE Süßigkeiten, die nicht im Öko Laden zu finden sind. Niemetz da jetzt herauszupicken finde ich ein bisschen übertrieben, da dieses beispiel augenscheinlich NICHT als Stellvertreter für die gesamte Süßigkeiten-Industrie steht sondern eben nur als gesonderter Hersteller der nunja doch traditionellen und auch “einzigartigen” (weil kaum Vergleichsprodukt) Schwedenbomben.

  47. ernesto sagt:

    danke für den kommentar. und danke auch für den absolut richtigen und wichtigen hinweis, dass schwedenbomben nicht dem überleben dienen, und daher auch gerne mehr kosten dürfen, wenn sie anständig hergestellt sind. es ist ja unglaublich, was hier viele poterInnen alles vertauschen und vermischen, bis hin zu belehrungen und unfreundlichkeiten gegen die autorin.
    kaum jemand der kommentierenden scheint hier eine (fundierte) ahnung von der problematik der lebensmittelindustrie und ihrer folgen und implikationen zu haben (was die meisten supermarkt-bioprodukte selbstverständlich miteinbezieht), aber alle haben eine meinung, sobald die rede davon ist. vor allem aber wird dauernd esskultur mit fresskultur verwechselt. wer gut kochen kann, muss nicht s-budget kaufen. wers nicht kann, schimpft auf die bobos und auf bio.

  48. golya sagt:

    @ernesto

    ja klar ist die lebensmittelindustrie scheiße. riesen scheiße sogar. am ende des tages müssen wir trotzdem was essen, und da bin ich froh wenn die nudeln von s-budget nur 60 cent das kilo kosten, statt 6 euro von einem markenprodukt oder gar 12 euro das kilo für handgemachte bio-nudeln.

    ich kann aus s-budget produkten wundebare dinge kochen – gutes kochen muss nicht die besten zutaten zur verfügung haben

    und da darf auch mal was süßes her – in dem fall ganz furchtbar chemische schwedenbomben

  49. Ulrike sagt:

    Hach, das spricht mir aus der Seele! Ich lese auch IMMER alle Zutaten, aber bio allein ist auch nicht immer besser… Und ja ich bekenne mich schuldig und kaufe Gelatine und benutze die auch, wenn deren Herkunft nicht geklärt ist.

  50. bioverweigerer sagt:

    bio? – nein danke!

    ich verzichte gerne auf überteuerte produkte die “angeblich” nachhaltig produziert/angebaut wurden, sind außer teuer nix.

    da lob ich mir die chemie in den prosukten – die zeit die ich durch mein ungesundes leben kürzer lebe verbraucht ein biotyp damit um am regal das kleingedruckte zu lesen.
    ich esse was mir schmeckt! und schwedenbomben schmecken einfach sehr gut, und wenn die vom markt wären würde die lücke sowieso nur durch nestle aufgefüllt werden, also es ich lieber nichtbio von einen wiener traditionsunternehmen als von einen ausländischen konzern.

    die natur findet sowiso ihren weg, egal ob wir naturschutz betrieben oder nicht, ich machs nicht weil sich die evolution immer ihren weg findet, mit oder ohne regenwälder es geht immer weiter.

  51. Kathi sagt:

    Danke für diesen Beitrag der sicher seine Richtigkeit hat ABER meine Güte- muss man immer alles zu Tode kommentieren und jedes Lebensmittel in seine Einzelteile analysieren. Ja, Schwedenbomben sind sicher nicht das gesündeste Nahrungsmittel aber meine Güte- wie oft kauft man sich denn eine Packung davon? Wer es aus gesundheitlichen oder sonstigen Aspekten nicht essen möchte muss es ja nicht tun. Und allen anderen kann ich nur sagen- Mahlzeit und lasst es euch schmecken. Leider weiss man bei den meisten Nahrungsmitteln nicht mehr so genau was genau enthalten ist und wie die Zutaten angebaut werden und als berufstätiger Mensch der nebenbei noch Haushalt und Familie fehlt mir -so wie vielen anderen auch die Zeit und auch die Lust jedes einzelne Lebensmittel genauerstens nach Ursprung und Art des Anbaues zu analysieren.
    Ich hab es auf jeden Fall gut gefunden, dass sich solch eine grosse Solidarität entwickelt hat. Und wenn der Hype wieder etwas nachgelassen hat werden sich die Menschen wieder andere unsgesunde Süssigkeiten kaufen. Und das ist OK so denn wie gesagt wer will der soll und wer nicht der nicht!

  52. Güni sagt:

    Und bald greifen wir auch die Mannerschnitten an. ^^

  53. Katharina Watzka sagt:

    Toller seiserschmarrn !

  54. maxi sagt:

    Zum Textinhalt kann man so oder so stehen, aber warum ein Foto dazu, das KEINE Schwedenbomben zeigt?

  55. etwascremig sagt:

    Genau das zipft micht auch schon ständig an, wenn ich mir in den Medien das stumpfsinnige “Rettet die Schwedenbombe” anhören muss. Solang in dem Ding Bodenhaltungs-Ei verarbeitet wird, kann man es einfach nicht kaufen.

    und @bioverweigerer: Die Natur findet bestimmt ihren Weg, meist aber indem sie sich Denkverweigerern früher oder später einfach entledigt.

  56. golya sagt:

    @etwascremig

    Ich würde ja bio kaufen wenn ich es mit leisten könnte. Ich bin aber kein Mensch deswegen!

  57. etwascremig sagt:

    @golya

    Man muss nicht ständig zum Bioprodukt greifen. Aber ein bisschen mehr Bewusstsein beim Lebensmitteleinkauf schadet auch keinem.

  58. golya sagt:

    @etwascremig

    Bewusstsein muss man sich leisten können. Ich muss es wohl nochmal betonen

  59. Birgit sagt:

    Was mich wirklich nervt ist dieses Abdriften vom eigentlichen Thema und das schwarz-weiss Denken. Ein begrenztes Budget für Lebensmittel zu haben = kann mir keine guten Produkte kaufen und andere, die das können sind Bobos. Eine andere Gleichung scheint es nicht zu geben. Wir sind zu zweit und mit EUR 220.– umgerechnet in Schweizer Franken kommen wir hier, trotz hohen Preisniveaus ziemlich weit – und das mit dem Einkauf von u.a. auch Bio-Produkten. Ich behaupte, dass es, wenn man gut überlegt und plant, auch mit kleinem Budget möglich ist Nahrungsmittel mit Zutaten bedenklicher Herkunft oder fragwürdigen Produktionsmethoden auszuschliessen und entsprechende Nahrungsmittel zu kaufen und trotzdem davon satt zu werden. Freude am selber Kochen vorausgesetzt. Natürlich ohne grosse Extravaganzen. Aber ob man die wirklich braucht, ist so oder so wieder eine ganz andere Frage.

  60. ich sagt:

    Das mit Deinem Job tut mir leid! Muss relativ aufwendig sein noch etwas zu essen zu finden von dem Du weist das es “in Ordnung” ist (ala Manner Biskoten) – Und ja, das ein offensichtlich ehemalig erfolgreiches Unternehmen irgendwann den Bach runter geht liegt ziemlich sicher am Management, Fehlentscheidungen und vielleicht auch ein Bisserl am Zeitgeist (Gesundheitstrip) obwohl es da jede Menge und immer neue Kalorienbomben in allen Ausführungen gibt.
    Es ist gut das wir versuchen die Schwedenbomben zu erhalten. Ich mag sie auch – wären sie ev aus Bodenhaltungseiern = noch besser! Hoffentlich findet der Masseverwalter einen fähigen neuen Eigentümer, der weis was er an der Marke und diesem Speziellen Produkt hat und achtsamer damit umgeht!
    Aber Freilandhaltung ist Schwachsinn, das muss ich mal loswerden! Und je mehr m2 pro Huhn desto Schwachsinniger! Hühner haben Angst vor großen freien Flächen. Das ist natürliches Verhalten,(sind Fluchttiere) meine Oma hatte selbst jede menge Hühner! Sicher müssen Sie auch mal raus und unbedingt sollten Tiere auch wie Lebewesen behandelt werden, aber wenn sie nicht raus wollen – Könnens auch drinnen im kleinen Stall bleiben…Wenn es ihnen dann besser geht, haben Sie auch weniger Stress – und das ist es was wir ja wollen – und nicht einen an Menschliche Bedürfnisse angepassten und auf Hühner umgelegten Standard der – ich wiederhole: Einfach Schwachsinnig ist!

  61. excellensa sagt:

    Ein toller seiserschmarrn, der manchen schwer im Magen zu liegen scheint. Aufklärung über Lebensmittel tut halt noch immer Not. Und manche/r scheint zu vergessen, was sinnlichen Genuß wirklich ausmacht. Empfehle zur Abhilfe einen Kaiserschmarrn nach öveg.

  62. katha sagt:

    danke erneut an alle fürs lesen und empfehlen.

    vielen dank, didi, für die hintergrundinfos und fürs lob. über die angedeuteten niemetz-interna wüssten vermutlich einige gerne mehr. dass die schwedenbombe unter dieser bezeichnung eine niemetz-erfindung ist, war eh klar. es scheint aber diese art von schaumgebäck schon länger zu geben, eben z. b. in form von dänischen flødeboller – mangels dänischkenntnissen kann (und will) ich da nicht weiterrecherchieren, ist auch nicht wichtig.

    lara, du bist zum ersten mal hier, oder?

    bon appétit, zwieselzwuck.

    da reden (oder lesen) wir aneinander vorbei, jürgen. selbstverständlich gelten diese kriterien für alle produkte am markt.

    auch zum ersten mal hier, nina? aber danke für deine gedanken zum thema.

    indeed, christoph.

    im magen hoffentlich nicht, günther, aber du hast recht (das thema verpackung habe ich bei meiner wunschvorstellung erwähnt).

    klar könnten wir das, nobodyisperfect, bloß gibt’s dazu gerade keinen aktuellen anlass.
    auch an dich die (rhetorische) frage: du bist zum ersten mal hier?

    andrea, hättest du den text ganz gelesen, hättest du bemerkt, dass das, was du mir unterstellst, nicht stimmt.

    willkommen, golya, ich nehme an, zum ersten (und letzten) mal hier?

    was das eine mit dem anderen zu tun hat, müssen wir jetzt aber nicht verstehen, er pe, oder?

    mir geht’s umgekehrt genauso, großschreiber. vorlesen lassen?

    first time esskultur, arnonym? aber jedem anonymen seine meinung.

    kennst du mein neues buch, max mustermann?

    die entscheidung darüber, petra, muss wohl jede/r selbst treffen. auch wenn ich zu einer ähnlichen haltung neige, weiß ich nicht, wie ich in so einer situation wirklich handeln würde. jetzt bin ich in der glücklichen lage, das geld, das ich mir erarbeite, für das auszugeben, was mir wichtig ist. dazu gehören gute (für mein verständnis dieses begriffs möge man das archiv hier auf esskultur nachlesen) lebensmittel.

    das beispiel schwedenbomben wurde aus aktuellem anlass gewählt, sash, logisch, aber korrekt ist, dass sich wahrscheinlich fast alle produkte dieser art ähnlich schlecht schlagen würden.

    danke, ernesto, tut gut, das zwischen all den doch überwiegend unfreundlichen und erstaunlich anlassigen kommentaren hier zu lesen.

    ein bisserl viel lob für eine marke, golya, nicht wahr? aber was ich gut finde: kochen, auch, wenn’s keine “luxuriösen” zutaten sind. die braucht man nämlich tatsächlich nicht für gutes essen.

    danke, ulrike, hast du als fachfrau in der aufzählung eine falsche behauptung oder vermutung gefunden? (ich nehme an, du hättest’s mir schon gesagt, wenn ja.) ad gelatine: gibt’s bio, ist mir trotzdem noch lieber als konventionelle – und oft auch lieber in der anwendung als agar-agar.

    liest sich ein bisserl verbittert, bioverweigerer, aber jeder wie er mag.

    danke fürs danke, kathi. den rest der einschätzung teile ich naturgemäß nicht, aber ich nehme an, dass du zum ersten mal hier bist. von “zu tode kommentieren” kann nämlich keine rede sein, ich finde die diskussion grade recht lebendig. im ernst: eben weil berufstätige nicht (immer) zeit haben, sich knapp vor ladenschluss im geschäft noch über ein produkt genauer zu informieren, gibt’s andere berufstätige, deren job es ist, genau das zu tun. und erkenntnisse, die sie daraus gewinnen (und ansichten darüber), mitzuteilen. in allen medien, mit allen journalistischen mitteln.

    von denen bin ich (fast) geheilt, güni, aber ja, wär’ möglich.

    danke, katharina!

    steht im text, maxi, zugegeben erst recht spät, aber wenn ich was kommentiere, lese ich auch zu ende.

    dann sind wir zumindest zwei, etwascremig, die das anzipft.

    golya, bei dem kommentar bin ich ausgestiegen. soll heißen? (beim nächsten auch. obwohl, stimmt nicht: ich bin gegenteiliger meinung. “bewusstsein” ist zum glück nicht vom einkommen abhängig.)

    danke, birgit, für deine verhältnisse ist das ja fast ein wutentbrannter kommentar. wir sehen das (wie so oft) ähnlich.

    anonymes ich, auf diese unqualifizierten äußerungen muss ich nicht antworten. ich war übrigens grade ende dezember auf mehreren legehennenbetrieben unterwegs zur recherche. zwei wichtige stichwörter zur freilandhaltung von geflügel: ständige rückzugsmöglichkeit in den stall muss gegeben sein und schutz in form von bäumen/sträuchern detto. niemand zwingt die tiere ins freie, aber sie nützen die möglichkeit gerne, wenn es der schar gut geht und das wetter passt.

    danke, excellensa! eigenartig, wenn die ähnlich denkenden auf einmal nicht mehr “unter sich” sind, das bin ich in meinem virtuellen “haus” nicht gewöhnt. aber auch gut, dass wir hier diskutieren können und sich die diskussion bis auf ein paar unhöflichkeiten auch in einem vernünftigen tonfall führen lässt.

  63. Ryszard sagt:

    Hallo Katharina,
    es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist was “zutatenlesen auf der Rückseite” angeht. :-) Danke für deinen Beitrag und viel Erfolg!

  64. Thomas sagt:

    @katha ich bin zum ersten Mal hier (bin über einen Post auf Facebook hierher gekommen)
    Grundsätzlich bin ich voll deiner Meinung, dass – wenn möglich – die Erwartungshaltung an österreichische Firmen eben jene sein sollte, ebenfalls österreichische Produkte – zB Soja – zu verwenden. Aber eben nur grundsätzlich!
    Erstens wäre es überhaupt nicht möglich, alle Ansprüche des Marktes mit österreichischen Produkten zu befriedigen, zweitens sind österreichische Produkte global gesehen nicht immer besser als die von anderen Regionen auf der Welt! z.B. Stichwort “Kartoffeln in Äthiopien” wo europäische Kartoffeln billiger sind als einheimische äthiopische Kartoffeln – wegen u.a. der Agrarsubventionen.
    Drittens ist es zwar Okay zu behaupten, dass diese oder jene Lebensmittel besser oder schlechter sind, weil sie ökologischer oder CO2neutraler hergestellt wurden, aber ich finde es überheblich – siehe auch einige Kommentare – das Wissen darüber besser darzustellen, weil eben dieses zu erwerben unmengen an CO2 freigesetzt hat – und wenn es nur die Internetrecherche betreffen würde. Darauf zielt es doch meist ab, oder?

    Alleine dass wir darüber diskutieren können, stellt uns besser als einen Großteil der Weltbevölkerung (damit meine ich wirtschaftlich gesehen als diejenigen, die sich kein Internet/PC leisten können)! Oder glaubt ihr alle, dass die Diskussion damit erledigt ist denjenigen mit 200 Euro Budget für Lebensmittel zu erklären, dass man damit trotzdem ökologisch (ich schreibe absichtlich nicht “Bio”) einkaufen kann? Was erzählen wir dann denjenigen, die dafür vielleicht 100 Dollar PRO JAHR aufbringen können?!

    Andererseits zu behaupten, dass 66 österreichische Arbeitsplätze kein Argument sind – weil für diese die Firma zuständig ist! Okay das nehme ich so hin! Aber eine Gegenfrage: Angenommen, man unterstellt Entscheidungsträgern, dass sie nach besten Vorsätzten, oder aus einer gewissen Unwissenheit heraus handeln! In diesem Beispiel dem Management der Firma Niemetz – und zwar, dass es für Maketing des Produktes “Schwedenbombe” unwichtig ist, österreichische Herkunftsangaben zu machen – vielleicht aus der Tatsache heraus, dass deutsches Soja in Österreich verarbeitet zu Sojamehl nach EU-Recht plötzlich österreichisches Sojamehl wäre?! Ein bodenständiger, “g’rader Michl” würde sich deswegen nicht zu dieser Lüge verleiten lassen! Wäre es verwerflich, hier einfach in der Rezeptangabe zu beschreiben was drinnen ist, und nicht, aus welchem Land es kam? Dem patriotischen Gedanken folgend wäre dieselbe Schwedenbombe in Deutschland nicht verkäuflich, weil die böse Firma Niemetz doch bitte deutsches Sojamehl verarbeiten könnte, oder?

    Ich möchte bitte nicht falsch verstanden werden! Ich liebe unser Österreich und ich bin froh, was es uns alles bietet!Aber ich würde es sehr begrüßen, wenn mehr von uns einfach mal akzeptieren könnten, dass der eine oder andere von uns(!) jeden Euro zweimal “umdrehen” muss. Ich lasse hier den Einwand übrigens nicht gelten: “Aber Zeit zum Internetsurfen oder Geld zum Schwedenbombenkaufen haben Sie!” Denn dann muss ich wieder darauf verweisen, wie gut es uns geht: auch wenn wir wenig Geld haben, wir dürfen trotzdem selbst entscheiden wofür wir es ausgeben – und wenn es “nur” Schwedenbomben sind!

    Trotzdem möchte dir ein großes Lob aussprechen und zwar dafür, duss du offensichtlich alles recherchierst und zweitens, dass du auf alle Kommentare eingehst. Leider ist es nicht selbstverständlich, andere Meinungen einfach mal zur Anregung “so stehen” zu lassen, siehe @etwascremigs tolle Einstellung! Jeder der anders denkt als er/sie soll früher sterben, Leute die so denken wie er/sie dürfen länger leben! Nein, die Natur exekutiert diese Meinung, sie entledigt sich all dieser bösen Menschen die von einem Tag auf den anderen Leben – hätten ja auch in eine “bessere” Familie geboren werden können, also sind sie selber Schuld, oder!?

    In diesem Sinne, Details hervorheben – Ja! Verurteilen- Geht überhaupt nicht!

  65. felix weisskirchner sagt:

    tadellos argumentierter artikel … kann man gar nichts dagegen sagen. und ein playdoyer für qualität bei unserer nahrung ist nie verkehrt.
    aber mir fehlt trotzdem etwas.
    nämlich die berücksichtigung der umstände, warum niemetz schon seit einiger zeit am konkurs entlangschrammt.
    ja ein grund ist wahrscheinlich, dass man es vor ca. 10 jahren verpasst hat, sich mit zeitgemäßen (bio- bzw. fair-trade-produkten) produkten eine neue marktposition zu suchen, die auch ihrer argumentation standhält.
    aber wieso konnte dickmann niemetz aus dem markt drängen?
    vielleicht weil die alleinerziehende mutter trotz aller liebe zu den kindern nicht soviel freizeit hat um mit ihnen auch noch schwedenbomben zu basteln? oder doch eher weil dickmanns billiger sind – und das garantiert nicht auf grund höherwertiger rohstoffe – und die kinder das süße zeug einfach wollen, ganz gleich wie schändlich der kakaomarkt aussieht oder die hühner gehalten werden. und weil immer mehr menschen sehr genau überlegen müssen, wofür sie wieviel ausgeben können.
    bei allem verständnis für den versuch medial als vorbild zu wirken, aber von dem schrumpfenden prozentsatz an elitär-verdienern und ihrer überschaubaren kinderschar kann nur ein sehr kleiner anteil an betrieben – egal welche branche – wirklich leben.
    und dann bleibt noch als kleines restübel die erbärmlichen spannen der produzenten und ein enormer finanzdruck von seiten der einkäufer der übermächtigen handelsketten. (als ehemaliger werbetreibender hatte ich mal gelegenheit da etwas von den praktiken mitzubekommen – ekelerregend.)
    womit zusammengefasst ein kritikpunkt von mir bleibt – als höfliche bitte formuliert: erstmal einen rundumblick machen und alle zusammenhänge studieren bevor man/frau den standpunkt festlegt.
    was aber nicht heißt, dass ich den angeführten kritikpunkten per se widerspreche.

  66. martina sagt:

    hm – tja. die schwedenbomben sind eine seite des problems und die obsession mit dem inhalt und der produktion von lebensmitteln die andere. und was ist das problem? unsere obsession mit dem essen. unser verlust der ausgewogenheit. und die attitüde moralischer empörung über “unverantwortliches essen”, die menschen mit ess- und körperstörungen oder auch nur mit einem anstrengenden job und privatleben, das wenig zeit für die dauernde reflexion von grundbedürfnissen lässt, in das eck der unvernünftigen, unbeherrschten, minderinformierten stellt. und die geste der moralischen und informationellen überlegenheit, mit der die litanei des problematischen in form der inhaltsstoffe herunter gebetet werden. ich bin vegetarierin aus tierethischen gründen und ich habe zum glück zeit und geld genug, um auf biologische und sozial verträglich produzierte lebensmittel zurückgreifen zu können. aber mich machen beiträge wie dieser ganz wurlert: ich werde verbal gemaßregelt, und das nur, weil ich in zeiten der hemmungslosen globalisierung am erhalt einer österreichischen traditionsmarke und wiener arbeitsplätzen interessiert bin?

  67. Babsi sagt:

    Also fürs erste: Schwedenbomben spitze. In so einem Beitrag kommt einfach nur durch, dass es Bio-Fanatikern und Vegetariern eigentlich am Keks geht, dass sie selbst sooo brav auf etwas schauen und andere währenddessen geniesen. Wo wir schon beim nächsten sind: Bio? Ernsthaft? Bin ja nur froh, dass es nicht mein Geld ist, dass für so ein Zeug rausgeht. Aber gebt es ruhig her :D Ist ganz sicher guuut (hoffe der Sarkasmus kommt hier durch)
    Vegetarierer? Ach du meine Güte.. Wahrscheinlich habt ihr dann Eisenmangel und könnt nicht mal Blut spenden um Leben zu retten. Aber hauptsache die Tierchen rennen herum. Klar doch.

  68. katha sagt:

    danke, ryszard, fürs lob und fürs zeit nehmen, es hier zu hinterlassen. wohltuend in der flut der beschimpfungen.

    danke, thomas, für deine gedanken zum thema. wissenserwerb halte ich grundsätzlich für nichts verwerfliches, im gegenteil, vielen leser/inne/n würde mehr lust daran gut anstehen. damit sie für differenzierte überlegungen und äußerungen gerüstet sind. ein im tonfall höflich bleibender kommentar wie deiner ist bei diesem thema offenbar nicht selbstverständlich.

    danke, felix, für kommentar und kritik. die seite heißt esskultur, bei dem text oben handelt es sich um meine meinung. selbstverständlich ist das derzeitige problem der schwedenbomben nicht ihre “qualität”, denn die wird von den (jetzt) treuen kund/inn/en ja über den grünen klee gelobt. aber ich maße mir nicht an, über managementfehler zu urteilen, oder über mitarbeiter/innenführung, bloß über das, womit ich mich auskenne. der blick auf die zutatenliste und eine interpretation ist allen unbenommen, egal ob sie dementsprechende vor- und ausbildung haben oder nicht. ich habe damit aber offenbar in ein wespennest gestochen.

    interessant, martina, dass du eine auflistung von zutaten und (m)eine interpretation davon als “verbale maßregelung” empfindest. ich bezeichne das als diskussionsgrundlage.

    was, außer schlecht geschlafen zu haben, ist dein problem, babsi? du bist offenbar zum ersten mal hier und findest es völlig in ordnung, inhaltsleeren wortmüll abzulassen. von der orthografie haben wir noch gar nicht gesprochen.

    danke weiterhin allen fürs lesen und empfehlen.
    wem’s die zeit nicht wert ist, ein paar minuten für einen gehalt- und oder sinnvollen kommentar samt kurzem rechtschreibscan aufzuwenden, die/der könnte es alternativ auch einfach bleiben lassen. danke.

  69. Robert sagt:

    Also, dass es der Fa. Niemetz so schlecht geht, ist klarerweise deren eigenes Verschulden. Und Gründe dafür gibt es zahllose. Das Produkt scheint mir nicht so verdammenswert wie in deinem Artikel dargestellt, denn wie schon eine Vorposterin richtig recherchiert hat, sind die Zutaten aus dem von dir so gelobten Noma-Rezept auch ohne Herkunftsangaben. Hast du übrigens bei Niemetz recherchiert, woher die Zutaten kommen?
    Richtig ist aber tatsächlich, dass einer der Punkte, die für die Zukunft der Niemetz’schen Schwedenbomben wichtig sein könnte, die Verwendung von nachhaltigen Lebensmitteln ist. So gesehen, ist die Schlußfolgerung deines Artikels schon richtig. Die Polemik davor erschließt sich mir nicht so ganz. Und einen Süßwarenhersteller mit einem Atomkraftwerksbetreiber in einen Topf zu werfen, ist schlicht und einfach Polemik.

  70. katha sagt:

    ich habe das noma-rezept nicht gelobt, robert, nur darüber berichtet. und in einem meiner kommentare weiter oben sehr deutlich formuliert, was ich von zusatzstoffen in der gastronomie halte. gut, dass du die polemik ansprichst: die war in diesem einen von dir zitierten punkt absicht, weil ich einer diskussion über die arbeitsplätze vorbeugen wollte – das ist ja auch gelungen. wir befinden uns auf (m)einer website namens “esskultur”, das ist und bleibt der fokus aller hier veröffentlichten und diskutierten beiträge.

  71. Robert sagt:

    Katha, wenn die im Noma ihre flødeboller möglicherweise auch nur aus den gleichen Zutaten herstellen, dann braucht man sie auch nicht erwähnen oder darauf hinweisen, dass dies auch ein Problem ist. Auf meine Frage, ob du bei Niemetz recherchiert hast, habe ich keine Antwort gefunden. Und Esskultur umschließt für mich auch die Umstände wie sie zustande kommt. Und da gehören Arbeitsplätze etc. auch dazu.

    Ansonsten würde ich mich ebenso freuen, wenn in der Zukunft eine “nachhaltige” Schwedenbombe in den Supermarktregalen zu finden ist. Und eine Marktchance gegenüber den Dickmanns etc. hat. Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg.

  72. katha sagt:

    das ist keine reportage oder magazingeschichte, robert, sondern (m)eine meinung. analog zu einer buchbesprechung, für die das fertige produkt, so, wie’s jede/r kaufen kann, als basis dient, könnte man das als eine produktbesprechung bezeichnen. es geht darum, das, was alle lesen können (offenbar aber nur wenige tun), zu interpretieren. und ich bin sicher, niemetz würde/wird sich melden, wenn es spezifizierungen zu den zutaten mitzuteilen gäbe.
    hervorheben und weglassen sind zulässige journalistische mittel, um ein thema auf einen punkt zu bringen. man könnte auch über die verpackung diskutieren, über die gesundheitlichen aspekte (was für mich nicht im vordergrund steht, aber sinnerfassendes lesen dürfte auch nicht die stärke vieler – anderer – kommentator/inn/en hier und auf den anderen kanälen, auf denen diese kolumne diskutiert wird – derstandard.at, facebook – sein), über den geschmack, den süßegrad, über die geschichte von schwedenbomben und ähnlichen produkten in anderen ländern. mein fokus ist (und das wissen alle, die hier seit jahren mitlesen oder sich die mühe machen, einmal kurz querzulesen, was ich sonst noch so schreibe): lebensmittel, woraus sie bestehen, wo sie herkommen, wie sie gemacht werden. dazu gehören auch menschen, die sie produzieren, aber sorry, bei industrieller fertigung ist das leider kein wirklich qualitätsbestimmender faktor (mehr).

  73. Christian sagt:

    Babsi
    7. februar 2013 um 07:58
    “Vegetarierer? Ach du meine Güte.. Wahrscheinlich habt ihr dann Eisenmangel und könnt nicht mal Blut spenden um Leben zu retten. Aber hauptsache die Tierchen rennen herum.”

    Wie es mit der Eisenversorgung Vegetariern und Veganern aussieht, kannst du ganz einfach im Österreichischen Ernährungsbericht von 2008 nachschlagen:
    http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/5/6/0/CH1048/CMS1288948560136/der_gesamte_ernaehrungsbericht.pdf
    Hier ist auf Seite 44 aus der Tabelle zu entnehmen:
    Eisen (mg)
    ———–
    Gesamt 15mg
    Vegan 22mg
    Vegetarier 15mg
    Omnivor 13mg
    DACH 10/15

    und weiters:

    “Obwohl die Eisenspeicher der
    Vegetarier und Veganer meist geringer sind als die der Mischköstler, kommt es in den westlichen Ländern bei vegetarischen Ernährungsformen nicht häufiger zu Eisenmangelanämien als bei nicht-vegetarischen Ernährungsformen [Glatzl,
    2004].”

    Bitte also das nächste mal ausführlicher informieren, bevor du solche Gerüchte verbreitest.

  74. Toller Artikel mit toller Recherche. Werde den Blog gleich mal zu meinen Favoriten hinzufügen :)

  75. Mitreisende sagt:

    Danke Katharina, wie immer großartig recherchiert und geschrieben !

  76. Eline sagt:

    “Eigentlich”;-) habe ich ja schon längst aufgehört, im Standard-Forum zu posten. Aber was dort an unsäglichen Beschimpfungen, Unterstellungen, Sexismus und Dummheit als Reaktion auf deinen Gastkommentar losgelassen wird, bringt mich in Rage und doch wieder zum Posten im Forum.
    Es ist manchmal zum Mäusemelken, wie Uninformiertheit und Ignoranz zusammenspielen.
    Danke, katha!

  77. katha sagt:

    danke, christian, bei den meisten kommentaren hier stehen fakten nicht so hoch im kurs.

    danke, roman und mitreisende.

    danke, eline! wieder und wieder.

  78. blogleser sagt:

    Hallo,
    schön geschrieben und mir aus der Seele sprechend. Was mir an der Firma Niemetz aber schon immer unsympathisch war und was anscheinend noch niemand gemerkt hat, ist dieser Aufdruck auf den Schwedenbomben-Kartons: “Wir machen unsere werten Kunden darauf aufmerksam…” Wer seine eigenen Kunden auf das Strafrecht hinweist, verdient von mir kein Mitleid.

  79. hiwwelhubber sagt:

    Katha, wie immer kritisch, das lob ich mir :)
    Und die Flut der Kommentare zeigt doch, das so ein Thema “anstand”…

    Einen Vorteil haben die Schwedenbomben allerdings: den politisch-korrekt-neutralen Namen. Unsere Negerküse und Mohrenköpfe in D sind passé, also damit auch ein Stück der Kindheitserinnerungen… ober will jemand sagen, dass das “Schokoschaumkussbrötchen” sinnlich klingen würde?

    Nix für ungut – Gruß aus dem gerade ziemlich fassenachtischen Mainz
    der HH.

  80. Eumelchen sagt:

    Traurig,dass in der heutigen zeit manche Menschen des lesens nich mächtig sind- und dann trotzdem Kommentare abgeben! Wie gesagt- einfach traurig!

  81. gut geschrieben! was man mit dem richtigen hype alles bewirken kann! :) andrea

  82. superflo sagt:

    Interessanter Beitrag – habe den ersten “Was soll denn jetzt der Sch…?”-Reflex runtergeschluckt und aufmerksam bis zu Ende gelesen. Als bewusster Konsument, der sich mit Ernährung einigermaßen gut auszukennen versucht (nicht zuletzt wegen eines Diabetiker-Kindes daheim…), habe ich auch aus diesen Absätzen wieder etwas dazugelernt.

    Ich verstehe aber nicht, was all die aufgezeigten Missstände speziell mit Niemetz zu tun haben.
    Bei vielen Dingen habe ich die Wahl: Ich kann die billigen 6er-Semmerl aus China beim Lidl kaufen oder Ja-Natürlich-Bio-Gebäck bei Billa/Merkur (ich kaufe letzteres). Billigst-Hendlfleisch “aus der EU” oder Fleisch mit dem AMA-Gütesiegel (wenigstens heimisch – ich kaufe letzteres). Billigsten Clever-Apfelsaft (China) oder naturtrüben Öllinger-Apfelsaft aus der Steiermark.

    Aber bei industriell gefertigter Ware hat man halt meist nicht wirklich die Wahl – Ferrero, Masterfood und Konsorten verwenden doch alle das billigste Pflanzenfett, um ihre Produkte zu strecken. Und im Sommer kommt dann wieder bei irgendeinem Testbericht heraus, welches Eis nur Eis und keine Eiscreme ist, was das bedeutet und welches Eis tatsächlich ein wenig Milch bzw. Obers enthält usw.

    Will sagen: Hier geht es um die “Rettung” eines Wiener Traditionsunternehmens, das Süßwaren herstellt. Das mag der eine nachvollziehen, der andere mag es befremdlich finden.

    Was hat das jedoch damit zu tun, dass diese Süßwaren nicht besonders gesund sind und die Zutaten womöglich teilweise bedenklicher Herkunft sind? Niemetz ist hier in bester Gesellschaft und ein kleines, strauchelndes Familienunternehmen als Paradebeispiel für Nicht-Nachhaltige Produktion herauszuheben finde ich hochgradig unfair.
    Hier versagt seit Jahrzehnten die weltweite Politik und die großen Nahrungsmitelkonzerne nutzen ihre Macht natürlich nicht, um etwas zu ändern, sondern um ihren Shareholder Value zu maximieren.
    Die Illusion, dass sich hier ein mittelständisches Unternehmen mit einwandfreien Zutaten hervortun könnte, ist bestenfalls naiv. Ich finde 1,29 für die 6 kleinen Schaumdinger eigentlich schon relativ teuer – trotz billigster Zutaten.
    Ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen: Waren es vielleicht nur Managementfehler und lassen sich Schwedenbomben tatsächlich aus heimischen und unbedenklichen Zutaten herstellen, ohne den Preis verdreifachen zu müssen? Wenn das geht, nehm ich alles zurück. Ansonsten finde ich es wie gesagt relativ unfair, eine kleine Süßwarenfirma an den Öko-Pranger zu stellen und das dann noch IMO sinnloserweise mit der Thematik der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Firma Niemetz zu verknüpfen.

  83. Sílvia sagt:

    Nicht nur Papier ist geduldig, leider auch das Internet!

  84. katha sagt:

    danke, blogleser. wie geht der “warnhinweis” weiter? (erinnere mich nicht daran.)

    danke dir, hiwwelhubber – ob das thema anstand, weiß ich nicht, polarisieren tut’s in jedem fall.

    ja, eumelchen, hinter der anonymität lässt sich viel verstecken – und gleichzeitig äußerungen tätigen, die man mit real name nie machen würde.

    danke, andrea. ob das irgendwas bewirkt, das wissen wir nicht. wenn ein paar mehr leute beim nächsten einkauf das produkt umdrehen und auf die zutatenliste schauen, wäre schon was erreicht.

    niemetz ist einfach nur das aktuelle beispiel für die ganze sortimentsgruppe, superflo. offenbar funktioniert das mit der aufmerksamkeit, obwohl all die anderen “marken”produzenten natürlich um keinen deut besser sind. aber ich glaube schon, dass den leser/innen klar ist, dass es sich um ein exempel handelt. ein beitrag über gummibärli hätte wohl kaum diese aufmerksamkeit fürs thema (weg von den emotionen, hin zum inhalt) gebracht. danke für deine gedanken dazu.

    aber, silvia, da oben stehen über 2.100 facebook-empfehlungen dieses artikels. so eine rasende verbreitung geht auch nur dank internet.

  85. blogleser sagt:

    Hallo katha, dank fürs posten, hier der volle Text: Wir machen unsere werten Kunden darauf aufmerksam, dass der Orginal-Schwedenbombem-Karton nur für diese verwendet werden darf. Eine Verwendung des Kartons für ähnliche Süßwaren jeglicher Art würde zwangsläufig eine strafrechtl. Verfolgung im Sinne des Wettbewerbsgesetzes wegen unlauteren Wettbewerbes herbeiführen.
    LG, blogleser

  86. wohnblog sagt:

    wenn schon von “konventionellem” zucker die rede ist: egal ob konventionell oder unkonventionell – er beeinflußt den insulinhaushalt in gleicher weise.

    der einzige unterschied mag noch im placeboeffekt begründet sein, wenn jemand meint, “unkonventioneller” zucker sein weniger ungesund.

  87. nanue sagt:

    zu deiner frage katha wie die “biokuss” schmecken im vergleich zu den niemetz:
    also ich kann die niemetz nur in meinem geschmacksgedächdnis nachschlagen, denn die letzte ist bestimmt wie bei dir mind. 15 jahre her.
    meine erinnerung sagt mir, dass die n. schon “besser” waren, wenn es um knackigkeit, konsistenz und schmelz geht. rein vom geschmack her waren sie glaub ich gar nicht so viel besser. kokos gibts von biokuss aber meines Wissens nicht.

    gab es schon mal einen post mit derart vielen emotionalen kommentaren? unglaublich was die schwedenbomben in uns auslösen. da gehts ans eingemachte…

  88. katha sagt:

    ah, danke, blogleser, na die haben sorgen!

    irrtum, wohnblog, niemand hat von “gesundheit” geschrieben. wer hier schon länger mitliest, weiß, dass es mir darum nur selten geht – zumindest nicht im herkömmlichen sinn. konventioneller und bio-zuckeranbau unterscheiden sich massiv, vor allem im einsatz von beizmitteln fürs saatgut und in der unkrautbekämpfung. das weiß ich deshalb so genau, weil ich vor einigen jahren beim bio-zuckeranbau im weinviertel und der -verarbeitung in tschechien dabei war und mir das thema sehr genau angeschaut bzw. recherchiert habe. mag sein, dass im “raffinierten” zucker mit herkömmlichen messmethoden keine (großen) unterschiede feststellbar sind, aber mir geht’s um ein bisserl mehr beim essen als bloß um messwerte oder meine bauchspeicheldrüse.

    danke, nanue, für die verkostungsnotiz. in der textur sind die von niemetz sicher ungeschlagen, das glaube ich gern. und wenn’s keine kokos gibt…
    ja, da springen offenbar sehr viele (unbewusste?) emotionen an, hätte ich auch nicht gedacht. aber gut, dann weiß ich, dass mir die arbeit nie ausgehen wird.

  89. Ist nach dem EU-Solidaritätsprinzip nicht Schweden für die Rettung von Niemetz zuständig?

  90. Andreas Za sagt:

    Als wenn ich mir als 49jähriger von einer Blogschreiberin vorschreiben lassen würde, was ich esse oder nicht. So nicht!
    Und ich werde daher also auch nicht der Frage nachgehen, woher die Kokosraspel kommen.
    Wie Lara schreibt, wer auf diese Art analysiert, findet heraus, daß man sich am besten gleich auf den Friedhof legt. Das ist am Nachhaltigsten…

  91. DerDoc sagt:

    Du wirkst nicht sympathisch, weder im Blog, noch in deinen Kommentaren.
    Wenn man sich deine Reaktionen auf Kommentare ansieht, merkt man erst, wie wenig tolerant du eigentlich zu sein scheinst. Kritik – auch wenn sie ebenso subjektiv gefärbt ist wie dein erhobener Anspruch auf Subjektivität in deinem Blog – wehrst du vehement ab, extrem wie du mit anders Denkenden umgehst, vor allem, wenn sie nicht dein Niveau haben…

    Nun zu den guten Dingen:
    Ich finde es gut, dass du anders denkst als ein Großteil der Bevölkerung. Anders im Sinne von: kritisch
    Ich finde es gut, dass du dein Wissen mit Anderen teilst und so dazu beitragen möchtest, die Menschen aufzuklären.
    Ich finde es großartig, das du auf Kommentare eingehst.

    Du solltest mMn nur daran arbeiten, nicht ins Extreme abzudriften – Extremisten schaffen es nicht, Menschen aufzuklären – was ich als dein Ziel identifiziert hätte – sondern scharen nur Gleichgesinnte um sich.

    Mag also sein, das hier Esskultur gelebt wird, Diskussionskultur suche ich noch…

  92. Lisa sagt:

    Meine Güte – ein süßes Wespennest, in das Du da stichst, tatsächlich!

    In all den (erstaunlich zahlreichen) Kommentaren – wer hätte vermutet, dass diese kleinen Bomben so viele ins Mark treffen, zumal wenn sie sie angegriffen sehen? – vermischt sich eine Vielzahl an Themen, und ich bin über etliche der Reaktionen fassungslos.
    Chapeau dass Du tatsächlich allen KommentatorInnen antwortest.
    Und, wie ich finde, @ Doc, erstaunlich respektvoll, und noch immer unter Bewahrung Deines Humors und Esprits. Sehe ich als hohe Diskussionskultur der Frau Esskultur!

    Danke für Deinen vorzüglichen Artikel, wie jedes Mal habe ich ihn mit großem Genuss ob Deiner sprachlichen Kunst und mit großem Erkenntnisgewinn gelesen.

    Ja, gelegentlich werde ich – solange es sie gibt – vielleicht auch noch mal Schwedenbomben essen, wenn ich drauf Lust habe; das Recht diese Wahl zu treffen, hat jedeR.

    Dein Text ist ja kein religiöses Bekenntnis, keine dogmatische Verkündigung mit Befolgungszwang, sondern die freie Äußerung einer Meinung, zu der Du auf Grund Deines über viele Jahre erworbenen, sorgfältig recherchierten Wissens gelangt bist – ich bin dankbar, dass Du dieses Wissen aufbereitest und teilst, und was ich damit mache, verantworte ich dann wieder selbst.

    Im Zuge des ganzen Hypes habe ich tatsächlich auch schon Dickmanns verkostet. Den Vergleich gewinnt Niemetz auf meiner persönlichen Geschmacks-Skala haushoch.

    Was den Familienbetrieb Niemetz betrifft – vielleicht wäre der schon längst auf einem Höhenflug, wäre mehr Achtsamkeit in die Herkunft und Qualität der Zutaten investiert worden.
    Gerade der erwähnte Zotter war ja auch nicht von Anfang an auf diesem enormen Erfolgskurs, sondern ist durch einen Konkurs gegangen, bevor er seine neue Linie entwickelt hat.

    Vor Monaten, als die Schwierigkeiten der Firma Niemetz ruchbar wurden, ging ich auf ihre Website, und was ich da an Selbstpräsentation sah, scheint mir eine sprachliche Entsprechung zur Zutatenliste der Süssigkeiten zu sein.
    Vorgestrig, billig gemacht (im Sinn von wenig durchdacht in Bezug auf die Qualität), und der Verweis auf “jahrzehntelang im Trend” und “zu Österreich gehörend wie Cola und Hamburger zu Amerika” fast auch rührend-lächerlich.

    Was ich aus der ganzen Diskussion erfahre, ist auch, dass vielen Menschen etwas wichtig ist, das sie als Teil einer kulinarisch-nationalen Identität begreifen. (Umsomehr wundert’s mich, dass der Ruf nach mehr Qualität dann nicht weiter aufgenommen wird.)

    Lernfähigkeit bleibt uns als Menschen bis zum Ende erhalten – als Individuen, als Kollektiven, auch als Firmen übrigens.
    Etwas polemisch frage ich, ob vielleicht auch die jahrelange Konsumation von Eiern aus Legebatterien etc. etc. mit bewirken kann, dass der eigene Horizont sich bei manchen der hier Kommentierenden verengt hat.

    Danke Dir, Katha, immer wieder, dass Du auf ernsthafte und für mich höchst genussvoll zu lesende Weise dazu beiträgst, diesen Horizont zu erweitern!

  93. katha sagt:

    du könntest das ja den schwedischen botschafter, fragen, christoph, mein politikwissenschaftsstudium ist schon zu lange her für solche heiklen diplomatischen angelegenheiten.

    ich vermute, es handelt sich bei deinem besuch, andreas, um den ersten und den letzten. falls du vorhast, weiter hier zu kommentieren, bitte ich dich um einen höflichen tonfall.

    die frage nach der diskussionskultur gehört in dieser runde tatsächlich gestellt, derdoc. wie hier überwiegend anonym müll abgelassen wird, mir (die nicht anonym ist, keine selbstverständlichkeit in blogs), dinge unterstellt werden, beleidigungen an den kopf geworfen, das gehört tatsächlich diskutiert. sachliche diskussion schaut nämlich anders aus. weil ich sachlich und mit kühlem kopf antworte, bin ich dir, der du anonym zu pflegen bleibst “unsympathisch”? da stimmen die ebenen, die verhältnisse und die “diskussions”inhalte nicht zusammen.
    in einer sache gebe ich dir recht: inhaltlich hätte ich einen haufen nach diesem shitstorm zu sagen. ein follow-up-artikel wäre wahrscheinlich sinnvoll, allein, mir fehlt die zeit dafür, jetzt hunderte kommentare hier, auf derstandard.at, auf facebook zu analysieren. obwohl diese qualitative inhaltsanalyse sehr aufschlussreich wäre. denn warum schaffen es nur wenige, sinnerfassend zu lesen? warum wird hier und in den anderen foren mit schaum vor dem mund gegeifert, gehässig formuliert, untergriffig und beleidigend rotz abgelassen, statt sachlich auf meine dargelegten punkte eingegangen? warum fühlen sich die leute also so emotional berührt, nur wenn ihnen jemand die zutatenliste eines kindheitsverklärten produktes vorliest? das ist doch das eigentlich interessante. die dabei auftauchenden “argumente”, wie: die deutschen sind auch nicht besser, andere süßigkeiten sind auch nicht besser, davon ernährt man sich ja nicht, ich esse eh nicht so viel davon – wie wenn es jemals darum gegangen wäre! aber gut, die meisten der kommentare hier zu dieser kulinarischen notiz stammen von leuten, die noch nie hier waren, die sich aber nach der lektüre dieses textes anmaßen, mich zu kennen, über mich oder meine arbeit zu urteilen. das ist lächerlich – und schade, denn inhaltlich gäbe es so viel zu besprechen.
    danke für dein auch geäußertes lob. das freut mich.

    und der sonntag fängt gut an, lisa, danke. es gleicht sich doch immer irgendwie alles aus. dass dein so ausführlicher und gehaltvoller kommentar nach all den zum teil wirklich unerträglichen und mich persönlich beleidigenden (ent)äußerungen steht, gefällt mir. danke für deine bestätigung meiner arbeit bzw. dem lob für und der freude an esskultur!

  94. DerDoc sagt:

    Ich bin so öffentlich – wie es in einem Kommentarfeld geht ;)
    Meine Emailadresse hast du ja – also so anonym bin ich nicht ;)

    Inhaltlich widerspreche ich dir nicht – auch wenn ich diese Lebensweise der absoluten Nahrungskontrolle für mich nicht Teile und Lebe. Ich besitze aber diese Toleranz, andere so leben zu lassen und sie deshalb nicht in eine Ecke zu stellen. Den Eindruck erweckst du mit deinen Kommentaren leider nicht. Weit weg von sachlicher Distanziertheit bei Untergriffigkeiten – nobody is perfect, dann erwarte dies auch in der Esskultur (vor allem von anderen) nicht.

  95. hoha sagt:

    Liebe Katha,
    Bitte, Bitte tu was mit dem Seitenumbruch, ich werde damit nicht froh.

    Bekanntermasen kann man zu Deinen Überlegungen positiv oder ablehnend eingestellt sein, mir sind Deine Überlegungen nicht fremd, teile sie aber nur begrenzt.
    Ich esse Fleisch – möglichst vom Bauern meines Vertrauens – und auch sonst nicht immer gesund, aber wissen möchte ich schon, was da an meinem frühen Tod mitarbeitet.

    Daher vielen Dank für Deine Überlegungen.

    Übrigens habe ich noch keine Bomben gekauft – selber machen ist nach Ostern (nach der Fastenzeit) eine Option.

  96. katha sagt:

    danke, hoha, und du meinst den zeilenumbruch? da hat’s uns gestern was zerschossen, so sorry, wir sind dran. sehr ärgerlich. (und bitte lass von den selbstgemachten schwedenbomben wissen, das interessiert mich.) btw: ich esse auch fleisch, mehr darüber unter der gleichnamigen rubrik hier auf esskultur. fleisch würde ich auch ganz gewiss nicht mit “ungesund” gleichsetzen. ethische aspekte sind wieder was anderes.

  97. christa sagt:

    Ich finde es bewundernswert, dass Sie sich so eingehend mit unserer Esskultur beschäftigen und dies auch veröffentlichen. Die Diskussion, wie wir mit unserer Umwelt und uns selbst umgehen, ist ja leider nicht neu – ich erinnere mich, dass vor 20 Jahren dieselben Themen schon relevant waren. Dass wir nach wie vor darüber diskutieren, zeigt, dass sich grundsätzlich nicht sehr viel zum Besseren verändert hat.
    Warum sich viele Menschen den negativen Auswirkungen unserer (Ess-) Kultur verschließen, hängt wohl mit den “Zutaten” zusammen, aus denen wir Menschen gemacht sind. Abweichungen von der eigenen Lebensweise werden oft als Angriff auf die eigene Person empfunden und lösen Ängste aus. So kann eine irrational scheinende Verteidigung der Schwedenbombe einfach ein Symbol für die Verteidigung der eigenen Person sein.

    Was den finanziellen Aspekt hochwertiger (gesunder und umweltschonender) Produkte (in allen Lebensbereichen) betrifft, ist es sicher so, dass diese für einen Teil der Bevölkerung nicht mehr erschwinglich sind. Warum das so ist, hängt wiederum mit unserer Kultur zusammen …

  98. gelikatesse sagt:

    Wenn ich mir anschaue was KonsumentInnen alles bewirken können (Schwedenbomben & Co.) frage ich mich ernsthaft, ob man nicht eine Petition zur Wiedereröffnung der Wiener Bäckerei in Salzburg (von mir aus auch in allen anderen Bundesländern) starten könnte. Mir fehlen die Golatschen und die Nusskipferln und ich weiß, dass ich nicht die einzige bin.

  99. gelikatesse sagt:

    ps: 100%ige Zustimmung für deinen Artikel. Ich mochte Schwedenbomben nie (war aus der Manja Fraktion) und gerade das Cafe Niemetz (so es überhaupt noch existiert) ist mir zutiefst zwider gewesen.

  100. @ gelikatesse: Schließe mich der Petition zur Wiedereröffnung der Wiener Bäckerei in der Getreidegasse vollinhaltlich an. Raus mit Spar, rein mit Bäckerei!

  101. felix weisskirchner sagt:

    hab’ da jetzt nochmal unter heftigem scrollen bisserl quergelesen.

    mit manchem habe ich echt ein problem. nämlich mit dem versuch mit halbwissen sich zum meinungsmacher hochzustilisieren und “moralische” vorschriften aufzustellen.

    am beispiel PALMÖL, dass mir da zwischendurch ins auge gesprungen ist. das böse palmöl ist ja in gehärteten fetten, ergo auch in der schwedenbombe und überhaupt in fast allen süßigkeiten enthalten.
    wird jedenfalls so im kommentar konstatiert. (stimmt zwar nicht aber “was solls, hauptsache mal gepostet”.)

    so schreibt es da wer … sorry namen hab’ ich mir nicht angesehen, tut auch nichts zur sache.

    jawohl, in einigen süßigkeiten (abhängig von der (mach-)art ist es drinnen und ich bin auch alles andere als ein freund der nachhaltigen zerstörung der regenwälder in indonesien (und phillipinen, afrika und südamerika hat der/die posterIn vergessen zu erwähnen) und nicht nur für palmöl, auch für papier (schulhefte, lehrbücher, tageszeitungen, schönheits- und kochmagazine … kicher – das werden wir uns doch nicht nehmen lassen, immerhin die bildung unserer kinder, etc., … ^^) … und ausserdem … wenn dein kind nach einem hamburger schreit, im restaurant seinen “käptn dingsbums-teller” (= fischstäbchen) glücklich anstrahlt, man/frau sich mal auf die schnelle beim schnitzelwirt verpflegt … überall kommt in den friteusen eine ölmischung mit palmöl zum einsatz, in jeder margarine und so weiter und so fort .. kann man aber auch nicht durch oliven oder nussöl ersetzen … nicht wegen des eigengeschmacks oder gar weil nicht ausreichende mengen am markt sind … sondern in erster linie weil alle fette/öle sehr unterschiedliche eigenschaften beim erhitzen haben und für manche verwendung schlichtweg nicht geeignet sind.
    und von wegen margarine … tja, meine lieben, butter wäre ja eine alternative, bloß nicht für veganer, vegetarier oder menschen mit problemen in sachen cholesterinspiegel …. um nur ein paar gruppen zu nennen.
    angeblich hat ja alles zwei seiten … der würfel hat schon mal sechs und jedes nahrungsmittel einen ganzen a…nhang voll …
    also meine bitte: niemals das ganze aus den augen verlieren … das mündet leicht in intoleranz und extremismus … auch bei der ernährungsdiskussion … und zumindest bei uns ist noch nicht so weit, dass wir uns wegen des futters gegenseitig den schädel einschlagen (müssen).

    und den diversen postern empfehle ich sich vor absonderung eines “absoluten” kommentars erst mal im iNet schlau zu machen … dort gibts sehr viel fundierte informationen aus ALLEN lebens- und wirtschaftsbereichen .. mit etwas hirneinsatz kann man da die zusammenhänge schon hinbekommen … und den lesern und postern trau ich allemal soviel hirn zu – wird halt nur sehr oft von der euphorie in eine kleine einbahnstraße gedrängt. muss man/frau auch manchmal gegensteuern … nicht immer einfach die übung, weiß ich von mir selber. ;-)

  102. gelikatesse sagt:

    @christoph sehr gut, dann sind wir schon zu zweit! Leider ist Salzburg ja schon länger von einer Geschäfte und Handweksbetrieben-Sterblichkeit befallen… Das tut ja fast weh…

  103. Christian sagt:

    “und nicht nur für palmöl, auch für papier (schulhefte, lehrbücher, tageszeitungen, schönheits- und kochmagazine … kicher – das werden wir uns doch nicht nehmen lassen, immerhin die bildung unserer kinder, etc., … ^^) …”
    Der Vergleich hinkt ein bisschen: Wir haben hier in Österreich eine sehr nachhaltige Forstwirtschaft (es wird nicht mehr abgeholzt als wieder aufgeforstet), daher ist Papier aus dieser Sicht okölogisch kein Problem.
    Ein großes Problem bei Palmöl hingegen ist derzeit die Verdrängung vieler Regenwaldflächen für die Plantagen, weil es eben ein sehr kosteneffizientes Pflanzenöl ist/viel pro Hektar abwirft und die Nachfrage nach diesem Öl entsprechend hoch ist.

  104. felix weisskirchner sagt:

    @ Christian

    Der Vergleich hinkt nicht.
    Ja, wir haben in A eine nachhaltige Forstwirtschaft.
    Nein, die von mir angesprochenen Papier- bzw. Printprodukte werden nicht aus dieser abgedeckt. Ganz abgesehen vom hohen Nicht-Holzfaser-Anteil bei Qualitätspapieren (Baumwolle!!) … und es ist eben ein Unterschied zwischen Klo-, Drucker- und Kunstdruckpapier. Und so manches Magazin stammt aus einem österreichischen Verlag – und wird im Ausland produziert. Mit österreichischem Öko-Papier? Sicher nicht.

    Nein, ich werde jetzt nicht jedes Argument en detail ausführen, ich betreibe nur ein bisserl Quellenangabe. ;-)
    Meinen Informationen entstammen:
    .) den offiziellen Statistiken der CEPI (Confederation of European Paper Industries), Stand 2011, veröffentlicht 2012
    .) dem Infopapier der austropapier über Standorte und Produktionsart
    .) persönlichen Infos eines ehemaligen Agenturkollegen, der zuvor für den größten Papierkonzern Europas gearbeitet hat (in der EDV, nicht am Fließband wohlgemerkt) und mit ein paar tausend anderen mal so locker entlassen wurde, weil man halt kostengünstiger in Übersee werkeln kann – ohne allzu große Nachhaltigkeitsauflagen
    .) der regelmäßigen Lektüre von Fachzeitschriften zum Thema Druck und Papier
    .) der jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Thema – ”Welches Papier nehme ich wofür, wer liefert es?”

    (Das meinte ich mit “erst informieren, dann posten” ^^).

    Nimm’s leicht, nach über 25 Jahren Werbebranche hatte ich eben auch viel mit Papier zu tun und ausserdem hab’ ich hinter mehr Kulissen geblickt als mir manchmal lieb war … inklusive einem Geplauder mit einem Typen, der mit Investment in Palmöl-Mühlen zu tun hatte … ja, es IST schlimm!

    Das echte ökologische Umdenken findet nur bei einem kleinen Teil des Mittelstandes statt … sofern es den Job nicht tangiert. Und auch das nur innerhalb der vorgegbenen, leistbaren Möglichkeiten.
    Sagte schon Brecht in der “Dreigroschenoper”: “Erst kommmt das Fressen, dann die Moral.”
    Wenn ich am Land für frische öko-bio-fair trade-Produkte erst mal extra 40-50 km fahren muss, stellt sich die Frage, wie groß mein Öko-footprint dann ist.
    In der Großstadt, wo immer so gerne groß getönt wird, dort wächst das Zeug nun mal nicht – eigenartig aber das Bio-Zeug wächst am Land und die Bio-Läden sind in der Stadt. Wenn ich bei mir zum Bauern fahre, dann habe ich die Auswahl zwischen Eiern, Milch, aktuellem Obst (oft genug eher zweifelhaft), Speck und Geselchtem. Aus. Weder abwechslungsreich noch ausgewogen in Sachen Ernährung. Beim Bauern bekomme ich noch nicht mal Mehl oder Getreide. Ich hätte sogar eine Mühle am Hof, aber ob das Ding nach ca. 30 Jahren Pause noch läuft will ich gar nicht wissen – abgesehen davon, dass es eine Größenordnung hat, wo der Wochen-Mehlbedarf einer 4köpfigen Familie (Brot, Gebäck inkl.) als Kollateralschaden eines Mahlvorganges in die Geografie geblasen wird. ;-)

    … und deswegen stinkt es mir halt manchmal, wenn Menschen aus ihren Lebensumständen und ihren Möglichkeiten heraus eine moralisch-gesellschaftliche Norm machen wollen, ohne erst einmal über den Tellerrand geblickt zu haben.
    Ist aber trotzdem gut dass es sie gibt – als Kristallisationspunkt für Diskussionen und als Lieferanten für Denkanstöße.

  105. Eva-Maria sagt:

    Gratulation zu Ihren Kommentaren zu den “Schwedenbomben” … die Fa.Nimetz krankt wirtschaftlich seit Jahren…. wäre jeder Rettungseuro hinausgeworfenes Geld… und da gibts Nimetzfamilienmitglieder die sitzen in Amerika auf sehr viel Geld… sollen doch die kommen und den Betrieb retten!!!
    Weiter so Frau Seiser und lb.G.

  106. Nadja sagt:

    Kaum bin ich zehn Tage weg, ist hier die Hölle los. Die unqualifizierten Kommentare mancher Leser (Standardkommentatoren sind teilweise wirkiche Aasgeier!) kann ich nicht nachvollziehen – ich finde es bewundernswert, wie genau du dir alles angesehen hast. Dass hier die Emotionalität einiger Menschen so durchschlägt, dass sie nicht mehr genau lesen können, ist schade. Ich hoffe, dein Blog bleibt weiter so ehrlich und informativ!

    Liebe Grüße
    Nadja

  107. Tina sagt:

    @katha: Leider bin ich erst heute auf diesen Eintrag gestossen, weil derzeit im Ausland lebend.
    Wahnsinn was da abgeht! “warum wird hier und in den anderen foren mit schaum vor dem mund gegeifert, gehässig formuliert, untergriffig und beleidigend rotz abgelassen, statt sachlich auf meine dargelegten punkte eingegangen? warum fühlen sich die leute also so emotional berührt, nur wenn ihnen jemand die zutatenliste eines kindheitsverklärten produktes vorliest?” Allein diese Worte sagen alles.
    Für mich waren die Gedanken und das Wissen hinter der Zutatenliste schlicht und einfach interessant. Welche Eier oder welchen Kakao ich weiterhin kaufe bleibt ja trotzdem mir überlassen. Muss ich deshalb so ausfallend werden? Für mich geht, zumindest Zuhause, ohne Bio-Eier gar nix. Mein Mann versteht diesen Ansatz überhaupt nicht. Ich liebe ihn trotzdem und er liebt mich trotzdem :-). Hier wird von “esskultur” geschrieben. Ich glaube “Kultur” im Allgemeinen würde hier so manchem Blogeintragenden nicht schaden. Momentan bin ich mehr als entsetzt. Ist das Niveau in Ö wirklich so gesunken? :-o LG – Tina

  108. Carla sagt:

    Sorry aber das ist billigste Polemik.

  109. Georg sagt:

    Am besten wir ernähren uns künftig von Luft und Liebe – alles andere ist wohl (wie hier suggeriert wird) weder gesundheitlich noch ethisch vertretbar…

  110. irmi egger sagt:

    @Carla: Ich verstehe nicht, wieso es billige Polemik sein soll, die Zutatenliste genauer anzusehen und darauf hinzuweisen, dass bei Niemetz auf Tierhaltungsbedingungen oder andere Kriterien wie Bio oder fairtrade Zutaten bislang nicht geachtet wurde.
    Dass mir Schwedenbomben gut schmecken und eine nostalgische Kindheitserinnerung sind, ändert ja nichts daran, dass es da bessere Alternativen gäbe.
    Beim Einkauf der Koch- und Backzutaten für zuhause achte ich drauf, aber bei Fertigprodukten denke ich auch selten daran, was da verarbeitet wurde. Daher finde ich es super, dass Katha von esskultur hier aufklärerisch tätig war.

  111. Nicole Fischer sagt:

    Hallo Katha,
    ich bin das erste Mal auf deinem Blog gelandet und gleich auf so ein brisantes Thema gestoßen.
    Ich finde es gut, dass du rein objektiv mit der aktuellen Informationslage das wiedergegeben hast, was die Schwedenbombe ist.
    Wenn ich viele der Kommentare lese, die dir mit Unverständnis kommen, dann sieht man sehr gut, wie sehr die Medien mit ihrer vermeintlichen “Aufklärung” dafür gesorgt haben, vieles entweder schlecht zu machen oder zu verklären.
    Natürlich macht der unraffinierte Bio-Rohrzucker genauso dick. Ebenso heißt biologisch-ökologisch noch lange nicht nachhaltig und gesund. Ich kann von allem zu viel essen und davon krank werden. Es geht doch auch viel mehr um Zusatzstoffe, die in vielen Studien als Allergieauslöser nachgewiesen wurden.
    Ebenso ist es verkehrt zu denken, diese Welt könne sich “regenerieren”. Die Erde hat diese Möglichkeit nur, wenn sie in Ruhe gelassen wird und nicht weiter strapaziert.
    Ökologisch-biologisch zielt darauf ab, dass es geschlossene Betriebsabläufe gibt, der Boden, Wasser und Nützlinge als eine Gesamtheit betrachtet wird, die nur Fruchtbarkeit und damit Erträge bringt, wenn alles dementsprechend behandelt wird.
    In unserem jetzigen Trinkwasser befinden sich schon Pestizide. Wohl bekomm’s, vor allem unseren Kindern!
    Des Weiteren ist dieser Landbau vertretbarer in Drittländern als der konventionelle. Es werden soziale Aspekte und das vorhandene Klima in Betracht gezogen und der Bauer bekommt am Ende immer noch mehr Lohn als die armen Kakaobauern bei Ferrero oder anderswo.
    Was ist daran so schlimm, wenn Süßigkeiten wie die Schwedenbombe etwas Besonderes bleiben und aus besseren Zutaten bestehen könnten?
    Ich kaufe mir lieber eine Schokolade für 2 € von Rapunzel und nasche vielleicht ne Woche oder auch anderthalb davon als Mars, Ferrero oder Kraft Geld in die Schuhe zu schustern, damit sie Menschenrechte auf der ganzen Welt mit Füßen treten können.
    Und gerade diese Firmen haben es am einfachsten, sich umzustellen und mehr auf ihren Anbau und soziale Standards zu achten und Wert zu legen.

    Mach weiter so Katha! Es sollte immer wieder über Essen und angebliche LEBENSmittel diskutiert werden.
    Uns gehts hier in Europa echt zu gut!

  112. katha sagt:

    vielen dank, christa, für den ruhigen und sachlichen kommentar.

    gelikatesse & christoph, irgendwer hat hier auf esskultur doch davon berichtet, dass der bäcker der wiener bäckerei zu ursprunger ging. habt ihr dort schon mal nachgefragt? und um “alte” produkte gebeten? ihr seid nicht die einzigen, denen diese “ikone” abgeht.
    ah, das niemetz, das war doch bei der pferdeschwemme. mir war es auch immer suspekt. bin so oft dran vorbeigefahren, -geradelt, -gegangen – aber wäre nie im leben auf die idee gekommen, auch nur einen schritt hinein zu setzen.

    was ist der punkt, felix? ich hab’ ihn jedenfalls nicht gefunden.

    aber, christian & felix, ich finde es gut, dass ihr die diskussion übers palmöl weiterführt. wie man sieht, steckt in so einer kleinen schwedenbombe viel potential für weiterführende auseinandersetzungen. und wenn wir auch nicht einer meinung sind, felix, danke für die wunderbare formulierung “als Kollateralschaden eines Mahlvorganges in die Geografie geblasen wird”. im übrigen: wächst nicht jede nahrung am land und will (auch) in der stadt gegessen werden?

    danke, eva-maria, ich hab’ mir erlaubt, den kommentar von der hendlsuppe hier zu schwedenbomben zu verschieben, schien mir passender.

    danke, nadja. und zu deiner hoffnung: das ist der plan ;-)

    die frage ist, tina, ob das niveau in bezug auf essen in österreich jemals höher war. danke für deinen kommentar.

    muss nicht beantwortet werden, carla, oder?
    dabei hat das irmi sogar besser getan, als mir der sinn gestanden wäre. danke dafür!

    und licht, georg, lichtnahrung googeln. aber sorry, ist nix für mich. wärst du vor deinem kommentar schon einmal hier gewesen, oder hättest dich noch ein wenig auf esskultur umgeschaut, wüsstest du das.

    vielen dank für deinen ausführlichen kommentar, nicole, und willkommen! ich stimme dir in vielen deiner punkte zu, bloß im letzten nicht: ich glaube nicht, dass es uns “zu” gut geht. denn leid anderer wird davon nicht besser, dass wir uns nicht an unserem wohlstand freuen. aber etwas ändern wollen und versuchen, das geht vermutlich am besten aus unserer position.

  113. bradbury sagt:

    Gott, was für ein pedantischer Artikel. Ich hoffe, der Autor lebt auf einem Bauernhof aus selbergebrannten Ziegeln und ißt nur selbergezogene Karotten von selberkompostierter Erde. Und fährt nicht Auto, hat kein Smartphone, keinen Strom, kein Internet, keine Industrietextilien, nichts aus Plastik und kein Glas in den Fenstern.

    Weil alles andere wäre moralisch verwerflich, weit mehr noch als Hühnereiweiß.

  114. tigerkater sagt:

    Mein Gott, jetzt muss ich auch noch kommentieren, oder besser gesagt: ein innerer Zwang drängt mich dazu:

    Erstens lieber bradbury ist der Autor eine AutorIN und zweitens bitte ich nicht nur Dich, sondern alle, die es soweit nach unten (kommentartechnisch :) geschafft haben, vielleicht noch einmal den Finger zu bewegen und mit ein paar Mausklicks in diesem Blog zu stöbern, um dann über “pedantisch”, “Polemik”, “nicht sympathisch”, genussfeindlich u.ä. zu urteilen.

    Danke.

    Ich fürchte aber, dass viele ohnehin hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Müll ablassen und dann verschwinden. Anonym.

    Grauslich ist das, wirklich. Geht mir auf den Keks.

  115. Sílvia sagt:

    Ach, Katha, da kommt schon wieder shit, du solltest den thread einfach schließen, das ist ja doch nur noch ärgerlich.
    lg – und ich freu mich schon auf deinen nächsten
    Schmarrn!

  116. Anna sagt:

    Ich finde Katharina hat RECHT. Es wird noch immer nicht oft genug angeprangert, welch ein Schrott sich in unseren Süssigkeiten befindet, der dort nicht hingehört. Ich habe ein Kind und einige Bekannte, die eine Allergie gegen viele Inhaltsstoffe haben. An die denkt keiner!

    Liebe Katharina, mach weiter so, du bist diejenige, die den Kopf hinhält. Wir können dir nur zustimmen und dich bestärken und dir danken !!
    Grüße aus der Ferne
    Anna

  117. Ilse sagt:

    Ich hätte nie gedacht, dass Schwedenbomben (oder Schaumküsse, bei uns) solche Wespennester sind! Aber das ganze Glump das wir als Kinder gegessen haben, hat uns auch nicht umgebracht.

  118. @ Ilse: Schwedenbomben scheinen in Österreich in einer Linie mit Lipizzanern, Mozart, Neutralität, Sängerknaben, Sisi, The Sound of Music sowie “erstes Opfer des Nationalsozialismus” gehandelt zu werden . . .

  119. katha sagt:

    ach, bradbury, da hat selbst tigerkater die contenance verloren.

    bis jetzt musste ich in bald 6 jahren esskultur noch keinen thread schließen, silvia. regelt sich eh meist von selbst, dank kommentaren wie dem von tigerkater, von dir oder von anna. danke euch.

    vom umbringen war auch nie die rede, ilse. vom genauer hinschauen und die folgen des tuns bedenken, schon.

    bei 1-6 stimme ich dir zu, christoph, 7 geht mir in dem zusammenhang dann doch ein bisserl zu weit. ich kenn’ dich ja und deine ironie, aber die anderen?

  120. bradbury sagt:

    Ich bin kein Hit-and-Run-Kommentator, mir ist Feedback durchaus wichtig und ich laß mich gern mal auf eine Diskussion ein. In diesem Sinne:

    “Der Autor” habe ich in diesem Fall als Neutrum verstanden wissen wollen, nachdem für mich nach genauem Lesen des Artikels kein Geschlecht erkennbar war und ich nicht das gesamte Blog zu diesem Zweck durchrecherchiert habe. Wenn diese Versäumnis meine gesamte Meinung schlagartig invalidiert, soll es halt so sein. Muß man(/frau) halt hier aufhören zu lesen.

    Und, zur Polemik (sic!): Hier ist nun mal wenig Platz für ausführliche Diskussionen. Wenn man Dinge schnell auf den Punkt bringen muß, spitzt man sie an. Dadurch verlieren sie an Tiefe, zugegeben.

    Mein Punkt bleibt und ich bin überzeugt davon: Es ist weit mehr kaputt an der Welt als Hühnereiweiß (vorsicht, überspitzt gesagt). Und ich sehe einfach viel zu oft, daß sich Leute ihren gesamten Zivilisationsluxus und die von Welt dafür erbrachten Opfer rechtfertigen, in dem sie sich ein spezielles Projekt suchen, mit dem sie sich reinwaschen. Sei’s, einen Hybrid fahren, nur mehr Gemüse essen, an Ärzte Ohne Grenzen zu spenden, bewußt kaufen, was auch immer: Alles davon und mehr sind gute Sachen, keine Frage. Aber, wer Ablass bezahlt, um nachher von der hohen Kanzel zu predigen, hat gar nichts verstanden. Man sollte sich Mühe geben um der Mühe selbst Willen, nicht, um sich nachher als etwas Besseres fühlen zu dürfen als die primitiven Massen, die, gänzlich verblendet, noch immer den Weltfrieden mit Schwendenbomben zerstören. Niemand, der jemals moderne massenproduzierte Medizin oder Technologie benötigt und verwendet hat, darf sich ein Urteil erlauben. Man kann nur versuchen, friedlich zu sein, ein Bißchen Dankbar, und alles so gut zu machen, wie man kann.

    Don’t judge others for sinning differently than you.

  121. katha sagt:

    jetzt sind wir wieder im spiel, bradbury, gut. nur so viel: du müsstest für die einfache information, dass es sich um eine autorin handelt, nicht “das gesamte blog durchrecherchieren”, sondern nur ganz oben rechts einen blick auf “über esskultur” werfen. dann wüsstest du außerdem, dass es mein job ist, mich mit essen auseinanderzusetzen und andere daran teilhaben zu lassen. ich schreibe nämlich beruflich übers essen. dass ich das auch noch auf esskultur tue, das ist mein verständnis von “so gut, wie ich es kann”. ist mein fokus aufs essen, und nicht auf hybridautos, medizin, textilien, ziegel oder strom, nun verständlich(er)?

  122. fnam sagt:

    @bradbury:
    ich bin verwirrt und nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden hab:
    bist du der meinung, daß mann/frau nix kritisieren darf, was mann/frau nicht zumindest versucht besser zu machen???
    oder wie?
    oder was?
    zitate:
    “… wer Ablass bezahlt, um nachher von der hohen Kanzel zu predigen, hat gar nichts verstanden”
    “Niemand, der jemals moderne massenproduzierte Medizin oder Technologie benötigt und verwendet hat, darf sich ein Urteil erlauben.”

    ich versuche nur mir klar zu werden ob ich deiner meinung bin oder nicht.
    also: was ist jetzt deine meinung?

  123. bradbury sagt:

    @katha: wegen AutorIn: Ok, ich war unaufmerksam, unperfekt. Darf ich ausnahmsweise?

    Ich glaube, aufgestoßen ist mir dieses “unanständig [...], sie nur auf ihren guten Geschmack zu reduzieren”. Daraus spricht eine moralische Haltung, keine Ethische. Es ist nicht unanständig, etwas zu genießen, wenn, dann ist es unvernünftig oder unverantwortlich. Und das ist mein innerster Punkt: Meine Meinung (Auch @fnam), ist, die Welt ist schlecht genug, ohne daß wir einander für unsere Laster in kleine Fetzen zerreißen (und da geht es schon lang nicht mehr um Schwedenbomben). Kritisieren ist gut und fortschrittstreibend. Muß aber ganzheitlich bleiben. Man kann nunmal einfach nicht Leute für Sojamehlkonsum an den Pranger stellen, selber aber Benzin und IPhones unbedenklich verwenden. Und Menschen für seinen Lieblings-Aufreger unanständig nennen. Niemetz ist dann doch nicht das gleiche wie ein Atomkraftwerk oder Tierlabor, trotz unperfekter Produktionskette. Wenn alles gleich schlimm ist, ist nichts mehr wirklich ernstzunehmen, kein Kampf mehr zu priorisieren, alles gleichermaßen egal. Und das ist auch mein Problem mit Fokus: Es fokussiert sich leichter mit Scheuklappen. Und dann gerät Kritik in Gefahr, unverhältnismäßig, polemisch, unkonstruktiv oder monochrom zu werden, wodurch sie wirkungslos wird. Was schade wäre. Weil, Aufklärung und Kritik sind gut, lebenswichtig. Ein Urteil aber darf sich niemand von uns erlauben.

    Aber, ich weiß, meine Meinung ist nicht so leicht zu durchschauen, weil sie eben nicht punktuell zielgerichtet ist. Zu einem Artikel über die völlige Unbedenklichkeit industriell massengefertigter Lebensmittel hätte ich ebenso glühend leidenschaftlich (mit Sicherheit weit extremeres) Kontra gegeben.

    Und mein persönliches Hauptreizthema ist nun mal einfach Selbstgerechtigkeit. Leben und Leben lassen ist für mich das Um und Auf der Zivilisation.

    (Und Zotter-Schokolade schmeckt mir leider einfach nicht)

  124. Wilfried Holweg sagt:

    Zitat zur Herkunft des Namens, aus den OÖNachrichten:

    “Schwedenbombe”: So kam es zu ihrem Namen
    Walter Niemetz, dessen Vater Edmund 1890 mit der Gründung einer Konditorei in Wien den Grundstein des Unternehmens legte, arbeitete als junger Mann für längere Zeit in Frankreich. Er fand dort Freunde aus vieler Herren Länder. Unter ihnen war auch ein Schwede, der Niemetz nach dessen Rückkehr in Wien besuchte. In nächtelangen Plaudereien kamen sie auf die Idee, eine lockere, leichte Süßigkeit aus Eischnee und Schokolade zu entwerfen. Als der schwedische Freund wieder abreiste, machte sich Niemetz an die Arbeit, verwirklichte die Idee und nannte das Ergebnis im Andenken an seinen Freund „Schwedenbombe“.
    1930 eröffnete Niemetz die Süßwaren-Manufaktur im dritten Wiener Gemeindebezirk. Dort werden bis heute auch die Schokoriegel Manja und Swedy hergestellt. An der Rezeptur der „Schwedenbombe“ hat sich übrigens bis heute nichts geändert. Nur in den 1970er-Jahren ersetzte die Oblate eine Waffel.

  125. katha sagt:

    danke, wilfried, für die ergänzung. die geschichte der schwedenbomben bzw. ihres namens ging eh durch die medien. warum ich die dänischen zitiere, hat mit der idee für dieses gebäck zu tun. einen schaumspitz auf boden (in dänemark marzipan) mit schokoüberzug, das scheint’s eben vor den schwedenbomben schon gegeben zu haben.

  126. oskar sagt:

    hm.. ich hab mir jetzt alles durchgelesen…
    ich frag mich nur was ich noch essen sollte.. denn jedes kommerziell hergestelltes lebensmittel beinhaltet heut stoffe die nicht gesund für uns sind.. aussser natürlich “bioware” die direckt vom bauern meines vertrauens kommt..
    und ich werde mir meine schwedenbomen weiterhin schmecken lassen und sie mir von niemanden zutode reden lassen..
    auch empfinde ich ihre kommentare zu den kommentaren sehr zynisch und menschenfeidlich die kritische meinung anderer ist für sie einfach nicht akzeptabel, und das sollte ein guter und seriöser jornalist nicht machen.. übrigens rechtschreibfehler sind frei und ein geschenk des hauses…

  127. prist sagt:

    EIN SUPER-OBERSCHLAUER DA GANZ OBEN!!
    Essen gefahrlos möglich-aber nicht täglich-wie bei allem

  128. katha sagt:

    anstatt die kommentare noch während des shitstorms zu löschen, habe ich sie einfach offen gelassen. und das, obwohl hier und nur bei dieser kulinarischen notiz zum ersten mal in fast sechs jahren ein ungewohnt ungustiöser tonfall herrschte. das ist zum glück wieder vorbei, ein paar kommentatoren wie oskar und prist tröpfeln zwar noch vorbei, aber statt aufkommenden ärgers über impertinenz und unhöflichkeit reicht ein kleiner blick auf den facebook-counter beim button “empfehlen” direkt unterm schwedenbomben-seiserschmarrn: 2.400 leser/innen haben meine kleine analyse aus konsument/inn/ensicht auf facebook weiterempfohlen. danke!

TRACKBACKS
  1. [...] gefährdet wie davor. Außerdem sind die Schwedenbomben als Süßigkeit echt nicht so super (Katharina Seiser lesen.). Nichts desto trotz hat die Niemetz-Retten-Facebookgruppe über 30.000 [...]

  2. [...] anyways, butterness in ehren, K. von esskultur bringt es schön auf den punkt: [...]

  3. [...] zu mir durchgedrungen. Richtig interessant wurde es erst mit dem Artikel von Katharina Seiser auf esskultur.at. Erstens mal inhaltlich sehr interessant und super geschrieben. Außerdem bringt’s mich [...]

  4. [...] (und gleichzeitig mehrere tausend empfehlungen, facebook-shares und retweets meines seiserschmarrns zum thema schwedenbomben, die die untergriffigen und übellaunigen kommentare locker aufwiegen) folgt der [...]

  5. [...] (*Anmerkung in KW 7 zu diesem Punkt ist der kontroversiell gehandelte Beitrag von @katha_esskultur, denn sie zündet mit Fragen zu Zutaten #schwedenbombe gegen Emotionen. Muss gesagt, nicht immer gelebt werden. http://www.esskultur.at/index.php/2013/02/05/mag-noch-jemand-eine-schwedenbombe/) [...]

  6. [...] Was ist eigentlich drin in so einer Schwedenbombe? Das erklärt die Journalistin Katharina Seiser auf ihrem Food-Blog esskultur.at [...]

  7. [...] Erbe der Alpen und staune über einmalig schönen Bilder, bewundere die  Sprachkünste oder  Zivilcourage einzelner [...]

  8. [...] in einem Produkt wirklich drin ist, wie es etwa Katharina Seiser auf ihrem Blog Esskultur mit der Schwedenbombe gemacht hat. Aber wenn man Hans-Ulrich Grimm so liest, merkt man schnell, dass man etwa bei den [...]



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