wie schmeckt vegan? tag 21/21

frühstück

1 apfel sorte unbekannt (zu mürb, zu süß)

ein paar maroni

ich freue mich sehr aufs frühstück morgen, das frühstück war eine der härteren übungen in diesen drei wochen für mich.

tenka-ichi

mittagessen

auf 6x tofu im chinesischen restaurant goldene zeiten in wien, für mich seit vielen jahren die benchmark in sachen tofu. wer noch nie tofu gegessen hat, bitte damit anfangen. wer noch nie guten tofu gegessen, hat, bitte den probieren.

vegan-8130

es gab außerdem davor eingelegte erdnüsse, kleine tofucremetoasts und krautsalat, danach gemüseteigtascherl und gebratenen reis, dazu wokgemüse aus brokkoli, pak choi, breiten bohnen, sojasprossen und obenauf knupsrig frittierten shitakepilzen.

jasmintee

abendessen

was der boden hergibt

ein mehrgängiges rein pflanzliches menü in der cuchina, einem kleinen lokal hier im 2. bezirk, das tagsüber von alexandra gaggl bespielt wird, und jetzt zum zweiten mal abends als pop-up-dinner-location für sehr feine pflanzliche menüs von stephan tabery und alexandra gaggl dient. für diese zweite runde, die heute abend begonnen hat, gibt’s noch für einige termine freie plätze an der großen tafel. zahlt sich aus:

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weinbegleitung

espresso

vegane erkenntnisse

für die tausenden neuen leserinnen und leser der letzten wochen (die langjährigen können zum nächsten punkt springen): ich habe nicht nur in printmedien und büchern (und im radio und im fernsehen) über meiner meinung nach „gutes“ essen geschrieben (bzw. gesprochen) und mehrere kochbücher zu diesem thema veröffentlicht (und werde das auch weiterhin tun), sondern natürlich auch mehrmals ausführlich hier auf esskultur. wer nachlesen mag, zum beispiel

mein fazit, meine bilanz dieses veganen selbstversuches aus kulinarischer sicht wird in der märz-ausgabe der maxima zu lesen sein.

die kommenden 7 tage werde ich, wie versprochen, weiterhin täglich mein kulinarisches tagebuch veröffentlichen. ich bin selbst gespannt, wie es sich gestalten wird.

eine sache, die ich hier und heute noch unbedingt loswerden möchte: was immer ihr ändern wollt, es geht nicht gegen-, nur miteinander.

die idee, von der ich gestern nacht geschrieben habe, versuche ich bis ende der woche so zu formulieren, dass sie keine theoretische bleibt. stay tuned.

der heutige tag war jedenfalls ein würdiger abschluss, einer, der mich zufrieden macht. das war in diesen 21 tagen nicht immer so.

ich habe mir gerade ein stück bio-rohmilch-sauerrahmbutter aus dem tiefkühler genommen.

kommentare

21 kommentare zu “wie schmeckt vegan? tag 21/21”

  1. Juliane sagt:

    Ne, nech? Jetzt soll ich mir die Maxima kaufen, um das Fazit zu lesen?
    Wird denn da noch irgendwas Neues drin stehen oder hast Du schon alles in den „Veganen Erkenntnissen“ geschrieben?
    LG Juliane

  2. Tom sagt:

    Hmm, scheint das wäre, zumindest gemessen an meinem Hunger, eine sehr kostenintensive und zeitraubende Angelegenheit :o Hätte das Zeug, welches du in 20 Tagen gegessen hast, wohl in der Hälfte der Zeit gegessen :D Und dann noch die ganzen Restaurantbesuch :o

    Aber interessant zu lesen…

    Gruß Tom

  3. Hesting sagt:

    Wo versteckt sich denn der Tofu oben links?

    Lass Dir das Frühstück schmecken!

  4. Katharina sagt:

    Vielen Dank für dieses inspirierende Tagebuch! Ich freu mich schon auf die letzte Woche.

  5. Tina sagt:

    Hallo!
    Ich bin eine von den „Neuen“ hier und sehr begeistert von der Konsequenz, mit der Du Dein Ding machst und Deine Qualitätsvorstellungen umsetzt.
    Danke für die Eindrücke der vergangenen drei Wochen! Bin gestern mit ganz anderen Augen durch den Bio-Supermarkt gelaufen (auch wenn ich sicher keinen veganen Käse o.ä. kaufen werde).
    Werde mich dann auch mal in ältere Beiträge vertiefen und bin sehr gespannt auf Deine Berichte von den nächsten sieben Tagen!

  6. Joerg Utecht sagt:

    Veganes Frühstück IST eine harte Übung :-)

  7. Kathi sagt:

    Bravo! Danke für deinen Einblick in deine Sichtweise, Geschmacksweise und Hintergrundgedanken.

    Ich stehe tendenziell veganer Essensweise aufgeschlossen gegenüber – fast etwas merkwürdig, denn selber möchte ich mich nicht (komplett) vegan ernähren.
    Zu viel Ersatz, zu viel Technik im Essen. Und wie du auch schon irgendwo hier geschrieben hattest – es ist halt ein himmelweiter Unterschied zwischen „mein Gericht schmeckt lecker und ist zufällig vegan“ und vegan zu jeder Tageszeit.

    Ich bin gespannt auf die Tagebücher der nächsten Tage – und aufs Gesamtfazit!

  8. andrea sagt:

    hallo katha,

    danke für deine einblicke, ich lese ja schon länger mit und teile in vielen bereichen – schweinehaltnung, eier usw. – deine meinung, im hinblick auf deine erkenntnisse kann ich als fazit für mich persönlich nur dein statement „es geht nur miteinander“ bestätigen. nur wer bewusst einkauft kann auch was ändern, bitte auch mal nachdenken und nicht nur immer mit dem argument ist billig kaufen alle kommen, in diesem sinne
    liebe grüße aus der steiermark
    andrea

  9. Sigrid sagt:

    Ich bin auch eine von den Neuen und haben dieses Experiment sehr interessiert verfolgt. Wird es ein Fazit auch hier zu lesen geben? Ich komme aus Sachsen und bin mir nicht sicher, ob es die Maxmia auch hier gibt.
    Deine Schreibe gefällt mir und viele Deiner An- und Einsichten teile ich. Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht immer so konsequent bin (z.B. Schokolade).
    Trotz dem Danke fürs zum Nachdenken-Anregen.
    Und ich werde jetzt regelmäßig hier lesen.

    Sigrid

  10. mischa reska sagt:

    Hab mich angenehm vom vegan-blog lesen inspirierieren lassen,aber wie oft passte dann doch oft noch eine Kleinigkeit …

    Mo. Grüne Berglinsen, roter Chicoree und Knollenzist mit Cremant und fromage blanche*
    Di. Couscousweizen mit gebratenem Chicoree und Radicchio, Mandeln und Bergamottensaft
    Mi. gebratene Chanterelle auf Brunnenkresse mit pochiertem Ei*
    Do. gebratene Kohlröschen mit sauer eingelegtem Rotkraut und Chinakohl drüber Cashewnüsse und Forellenkaviar*
    Fr. Couscousweizen mit Topinambur-, Süßkartoffelwürfel dazu Avocadocreme
    Sa. Roter Reis, roten Zwiebeln, grüne Berglinsen, weißen Champions mit Creme Fraiche*
    So. Couscousweizen mit Gemüse und Merguez*

    So. war übrigens nicht ich, sondern im Chez Omar (esskultur – Paris im duzend 6)
    Do. im Clamento dem neuen kleinen Bruder von Septime, da gab’s auch ein Dessert! Extra toll! Danke!

  11. Claudia sagt:

    Ich bin so gespannt auf Deine nächsten Tage…worauf hast Du und Dein Körper wohl Hunger???

    Auf jeden Fall „chapeau“ zu Deinen letzten 21 Tagen!!

    Liebe Grüße
    Claudia

  12. entegut sagt:

    Katha, Butter und ein resches Brot! Lass es dir schmecken !!!

    @juliane maxima kaufe ich mir prinzipiell nicht, ich mag diese aufgemotzten Gutscheinheftln nicht. Kannst aber als Wartende bei der Merkurkassa lesen.

  13. Joel sagt:

    Hallo Katharina

    Vielen Dank für deinen Selbstversuch. Ich fand das höchst spannend hier mitzulesen.
    Du hast mir vieles bestätigt was ich schon lange gedacht habe in Bezug auf veganes Essen.

    Wenn mich jemand fragt zu welcher Ess-Fraktion ich denn gehöre, sage ich immer:
    Ich bin AUCH Vegetarier, ich bin AUCH Veganer und ich esse AUCH Fleisch.

    Ganz liebe Grüße aus Luxemburg

  14. katha sagt:

    danke für eure kommentare.

    ad fazit/maxima märz-ausgabe:
    ja, das war, wie in tag 1/21 beschrieben, der deal. der selbstversuch war ein auftrag für die maxima, daher halte ich es für fair, das fazit dieser geschichte vorzubehalten. nach erscheinen werde ich den artikel aber auch auf esskultur veröffentlichen.

    der tofu oben links ist in feine streifen geschnitten, hesting.

    danke fürs paris-update, mischa!

  15. Andrea sagt:

    sehr schöne fotos! die vorfreude auf mein abendessen bei was der boden hergibt steigt!

  16. katha sagt:

    danke, andrea, viel vergnügen!

  17. Evelyn sagt:

    Mit Interesse habe ich deinen Selbstversuch verfolgt, und ich ziehe meinen imaginären Hut vor dir, das hätte ich nicht geschafft, mein allesfressender Schweinehund hätte wahrscheinlich gesiegt.
    Erstaunt war ich aber teilweise über die sehr untergriffigen Kommentare der militanten Veganer oder Vegetarier und Innen, die keine andere Essenseinstellung als die ihre zulassen, und beim Lesen immer einen Teil ihres Hirns ausschalten, anders kann ichs mir nicht vorstellen.

    Ich bin gerade auf Facebook über einen Aufruf von VGT gestolpert, in dem Sie ihre „Fans“ ersuchen, dem Autor eines Blogs die Meinung zu geigen ( http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/ ), weil er angeblich Vegetarier und Veganer ins schlechte Licht rückt.
    Verrückte Welt!
    Auch ee

  18. daniela sagt:

    Was für ein schöner Abschluss einer an- und aufregenden Zeit.

    Das Cuchina ist eine dieser kleinen, feinen Perlen, um die ich die Wiener so beneide.
    Und ein schönes Beispiel, dass Essen sehr schamckhaft und „rund“ ist, wenn es ganz unauffällig auch noch auf einer traditionellen Heilslehre aufbaut (in diesem Falle TCM). :-)

  19. katha sagt:

    das mit dem aufruf finde ich eine ziemlich arge sache, evelyn, ich kannte den artikel und halte aus mehreren gründen auch nicht besonders viel davon (weil der autor paleo-verfechter ist, also genauso anhänger einer essensglaubenslehre, und meiner meinung nach unnötig vereinfacht und überzeichent), aber solche aktionen halte ich grundsätzlich für entbehrlich.

    ja, das war’s, daniela.

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