kohlsprossen-couscous

ich muss jetzt geschwind unser heutiges mittagessen mit euch teilen, weil so gut:

ich werd‘ ja oft gefragt, ob ich denn jeden tag so wie in meinen kochbüchern koche und überhaupt jeden tag koche. doch, jeden tag eigentlich schon, nicht immer jeden tag zwei mal.

meist entsteht das gericht spontan rund um unseren gemüse-ernteanteil herum. heute hatten wir zwei lila kohlsprossen“strünke“ im kühlschrank. einen alten granatapfel auf der fensterbank. couscous immer im kastl. die erinnerung an ottolenghis dressing mit zimt und piment (das supergewürz, dem ich nach wie vor eine rosige zukunft prophezeie) im kopf. voilà:

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kohlsprossen-couscous
die elaborierte langfassung:
kohlsprossen-kamut-couscous mit granatapfel, radieschen und kresse
(zufällig rein pflanzlich und damit perfekt für den tierfreitag geeignet)

zutaten für 2

  • 2 kohlsprossenstrünke, lila oder grün
  • salz
  • kreuzkümmel gemahlen
  • olivenöl
  • 1 granatapfel
  • 200 g (kamut-)couscous
  • ein paar radieschen
  • ein paar geröstete mandelstifte (oder pinienkerne oder haselnüsse oder walnüsse)
  • 1 kressebeet
  • basilikum, petersilie oder was sonst noch an kräutern da ist (thymian würde gut passen)
  • piment gemahlen
  • zimt gemahlen
  • sherryessig (oder rotweinessig)
  • schwarzer pfeffer
  • frischer zitronen- oder limettensaft
  • evtl. zitronen-olivenöl

zubereitung

  1. kohlsprossen und obere rosetten abschneiden, waschen, abtupfen, mit salz, kreuzkümmel und olivenöl rundum gut würzen, in einer auflaufform bei 200 grad ca. 20-25 min weich und die äußeren blätter knusprig rösten, dazwischen einmal wenden.
  2. granatapfelkerne auslösen. (oberen strunk mit scharfem messer ausschneiden, den weißen häuten entlang einritzen, mit den daumen auseinanderbrechen. die unter-wasser-methode mag ich nicht, weil ich das viele wasser nicht im gericht haben will.) falls es mehr als 3-4 gehäufte esslöffel kerne sind, die übrigen in einem schüsserl im kühlschrank aufbewahren.
  3. couscous zubereiten. wir machen’s immer so: auf 200 g couscous 200 ml wasser mit 1 gestrichenem tl salz und 1 el olivenöl aufkochen, couscous einrieseln lassen, umrühren, deckel drauf, vom feuer nehmen, 2 minuten quellen lassen. 1 el olivenöl (oder butter) dazu, wieder auf die flamme stellen, bei kleiner hitze weitere 2-3 minuten mit einer gabel rührend garen.
  4. radieschen in stifte, speigerln oder scheiberln schneiden. kresse abschneiden, kräuter abzupfen, grob zupfen oder hacken.
  5. dressing aus auf diese menge ca. knapp 1/4 tl piment, 1/8 tl zimt, 1 knapper el ahornsirup,  1 el sherryessig, 1 el zitronensaft und 2 el olivenöl (oder, wenn vorhanden, die hälfte davon zitronen-olivenöl) rühren.
  6. kohlsprossen (ruhig noch warm) samt würzöl vom braten mit granatapfel, radieschen, mandeln oder nüssen, kräutern und dressing mischen, ordentlich mit grob geschrotetem schwarzem pfeffer würzen. alles mit dem couscous mischen, nach lust mit zitronensaft beträufeln. lauwarm servieren. freuen.
kommentare

6 kommentare zu “kohlsprossen-couscous”

  1. Judith sagt:

    Danke für das tolle Rezept!
    Ich hab’s mit Brokkoli statt Kohlsprossen gemacht, weil die außer mir hier keinem schmecken _leider.

  2. Micha sagt:

    Schön, wie das Gericht Frühling und Winter verbindet. Ach, und ich dachte, ich *darf* nur freitags für den *tierfreitag* posten – tsss, ist das deutsch ;)… dann nehme ich das nämlich in Zukunft gerne lockerer!

  3. Melanie sagt:

    Passt nicht ganz zum fantastisch aussehenden Kohlsprossencouscous, aber: ich bin so begeistert von den vielen Bohnenrezepten in „Italien Vegetarisch“, aber ich finde nirgendwo getrocknete Cannellini oder Borlotti (in den Salzburger Biosupermärkten war ich schon erfolglos) – gibt es da einen geheimen Bezugstipp oder muss ich auf den nächsten Italienausflug warten?

  4. katha sagt:

    geht sicher auch, judith, hier mögen sie zum glück aber alle zwei ;-)

    bevorzugt stimmt das ja, micha, weil ich glaube, dass das an einem tag gebündelte stärker ist. aber wenn’s anders kommt, ist das auch kein problem (und einige posten gern „azyklisch“).

    kein problem, melanie: bei basic müsstest du sie bekommen! (in wien habe ich sie bis dato auch nur dort gefunden.) grüne sackerl einer italienischen marke namens „probios“. hab‘ grad nachgeschaut, jetzt ist die verpackung offenbar je nach herkunft unterschiedlich grün, aber das ist die marke: http://www.probios.it/gruppo-prodotti/39/legumi-legumi-secchi/

  5. Melanie sagt:

    hurra, der ausflug zu basic hat sich vollauf gelohnt, jetzt steht einem ribollita/minestrone/bohnen in tomatensauce-festival nichts mehr im wege.

    vielen dank für die hilfestellung, und überhaupt danke fürs am laufenden band so großartige kochbücher zaubern, es ist wirklich jedes mal eine große freude!

  6. Melanie sagt:

    Wirklich tolles Rezept. Die Idee aus den Kommentaren Brokkoli zu verwenden ist sehr gut, fast besser als das Original :D

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