sonntagssinnessammlung kw 28

lieblingsbild

wien, freitag, 13. juli 2012
walnusspudding mit nougatsauce, aus roten nüssen von u. & e. aus sierning/oö
das rezept steht in „österreich vegetarisch“
was für ein duft! was für eine konsistenz! was für ein geschmack!

feiner geruch

  • eingezuckerte marillen am tag danach, beim ersten schnuppern
  • marillenmarmelade beim kochen
  • dieser walnusspudding, sobald man ihn auseinanderreißt und die nase zur bruchstelle hält
  • gegrilltes t-bone-steak und wissen, dass ich es essen werde wollen, weil herkunft bekannt

bleibender geschmack

  • frische koriandersamen von ausgetriebenem, blühenden koriander auf dem fensterbankerl
  • die letzte woche beschriebene schichtspeise, fool oder trifle, hin oder her, jedenfalls nach einer nacht im kühlschrank
  • neuer trifle mit weißen nektarinen und ital. mandelkeksen mit neroliwasser
  • saltimbocca mit safranrisotto, gehört zu den langzeitlieblingen
  • alpenlachs, ein trumm mit 55 dag, mit zitronatzitrone aus schönbrunn, petersilerdäpfeln, salat

  • grüner veltliner l&t 2011 bründlmayer
  • sulz (presswurst) vom sonnenschwein, meinklangs rotweinessig, zwieberl und bohnenkraut vom ochsenherz
  • die ersten paradeiser
  • walnusspudding mit nougatsauce! schon jetzt ein lieblingsrezept aus „österreich vegetarisch“ – pfiat di, flüssiger schokokuchen!
  • butternockerl!
  • ribiselschnitten
  • sommerpasta mit sommergemüse
  • die zwei neuen eis-sorten von ja! natürlich: frozen yogurt himbeere (trotz des namens) und vor allem: haselnusseis mit nougatsauce – dass die ohnehin schon sehr gute eis-range (vanille, kaffee!) noch besser werden kann, hätte ich nicht gedacht, die zwei sind definitiv desserttauglich
  • grüner veltliner hefeabstich 2011 wimmer-czerny
  • salami von hermannsdorfer, monatelang im kühlschrank problemlos weitergereift
  • marillenmarmelade, 5 partien, alle eine wonne
  • yuzu-shochu, von und mit frau queenofsoup

wohliges gefühl

  • mit dem web- und sängermeister marillenmarmelade einkochen

  • die weite des steinbruchs in st. margarethen
  • nachricht von unserer grafikerin am sonntag abend: der komplette rezeptteil ist gesetzt!
  • die konsistenz von diesem walnusspudding…
  • wissen, dass seit ein paar tagen jeden tag irgendwo jemand marillenkuchen nach meinem rezept macht und das erste stück lauwarm im stehen mit den fingern isst
  • für die marillenmarmelade bzw. das ausschütteln der gläser vor dem einfüllen omas letzte flasche marillenbrand (preis steht noch drauf: 198 schilling) hernehmen und wissen, dass sie die in der hand gehabt hat, für genau den gleichen zweck

  • so reich beschenkt werden wie von queenofsoup, und alles passt zu mir!
  • twitterati, facebookmenschen, alle miteinander hilfsbereit

angenehmer klang

der web- und sängermeister auf der margarethener freiluftbühne

kommentare

11 kommentare zu “sonntagssinnessammlung kw 28”

  1. oooh, tolle fotos!

  2. the oxonian austrian sagt:

    Der Neid und das Heimweh fressen einen auf bei diesen Bildern und Beschreibungen. Will jetzt unbedingt diesen Walnußpudding probieren, obwohl ich ja eigentlich kein Walnußfan bin.

    trifle ist komplexer als ein fool. fool ist im Endeffekt gesüßter Schlagobers mit Früchten. Trifle ist Fruchtkompott oder frische Früchte auf Biskuit mit Pudding (custard) und Schlagobers.

  3. Eline sagt:

    Dein Walnusspudding ist wahrscheinlich so ähnlich wie mein Walnusskoch – viel besser als jeder Schokokuchen, als jeder flüssige sowieso.

  4. Anna sagt:

    angenehmer klang
    wir sind am 11. August in st.margarethen, darauf freue ich mich jetzt besonders :-) danke für die alle sinne ansprechende sinnigste sinnessammlung der letzten woche
    grüße aus der ferne

  5. also weißt du! dauernd machst du uns den mund wässrig mit rezepten aus dem neuen kochbuch :-) und dann müssen wir noch so lange warten, bis es erscheint! ich möchte schon sooo gerne walnusspudding backen, ich hätte wahrscheinlich auch alles dafür daheim – das ist folter!

  6. Eigentlich lustig, meine Schwiegermama macht seit Jahrzehnten Fools, ohne dass sie es weiß (wir es wissen). Bei ihr heißt die Nachspeise schlicht „Erdbeer“, ist eine traditionelle Verwertungsspeise eingefrorener Erdbeeren vom Sommer und wird gemacht, indem sie Schlagobers mit etwas Zucker aufschlägt und dann angetaute Erdbeeren einrührt. Mmmh, so was von gut. Geht übrigens auch mit Heidelbeeren, dann heißt es, ihr habt es erraten, „Heidelbeer“ ;-)))

  7. Ellja sagt:

    der fisch!!! himmlisch! bei uns kommen heute bachsaiblinge auf den grill!

  8. Hiwwelhubber sagt:

    … wird das mit den ganzen schalen der cedrat nicht etwas bitter, liebe katha, oder sind die schönbrunne goldfrüchte in diesem fall frei von beigeschmack?

  9. katha sagt:

    danke, zwergenprinzessin! zum glück muss es nie beim „lieblingsbild“ bleiben, sonst täte ich mir schwer mit der entscheidung.

    walnusspudding bekommst das nächste mal, the oxonian austrian, den gibt’s nämlich jetzt öfter. und trifle: das ist bei mir so eine mischkulanz, weil nicht unbedingt flaumiger kuchen, sondern gern auch trockene kekse mit (viel) sherry als basis und fruchtpüree und frische früchte und obers und nicht unbedingt pudding, aber dafür geröstete nüsse obenauf – ob das dann noch als trifle durchgeht, ist mir eh egal, hauptsache gut (ist’s immer).

    das besondere an unserem pudding ist die masse aus eingeweichtem, passiertem toastbrot, das macht sie extrasaftig und -flaumig, eline. aber geschmacklich werden die puddingse/koche ähnlich sein. in jedem fall ein zu unrecht vernachlässigtes gericht, bloß, weil die pochiererei im wasserbad ein bisserl eine action ist bzw. zeit braucht.

    uijegerl, anna, da singt die zweite besetzung, aber es wird sicher trotzdem schön!

    noch genau 8 wochen, küchenschabe ;-) aber dann gibt’s dafür auch schon frische nussn (soll heuer allerdings ein schlechtes jahr werden, was mich gar nicht freut).

    das finde ich eine großartige idee, mädel vom land, die nachspeise zur tarnung einfach bloß wie die frucht, aus der sie gemacht wird, zu nennen! aber das, was du beschreibst, ist eigentlich eine simple version der crème plombière, was natürlich weit weniger harmlos klingt ;-)

    ja, ellja, so war er auch, bloß hab ich das foto vom fertigen viech verwackelt, weil der so gut gerochen hat, dass es kein halten mehr gab…

    interessanterweise waren die zitronen ungegart nur süß und extrem aromatisch, hiwwelhubber. das weiße mesokarp (albedo) ist bei dieser sorte ja nicht bitter. aber: nach dem garen hat sich alles verändert (womit ich auch nicht gerechnet hatte) und wurde ziemlich bitter. im nachhinein hätte ich die scheiben lieber roh gelassen und so dazu serviert. aber bekanntlich ist man nachher immer gscheiter.

  10. Michaela sagt:

    Zu oft darf ich bei dir nicht reinschauen, sonst krieg ich zu viel Gusto und Hunger. Das Walnußpudding-Foto schaut super aus.

  11. katha sagt:

    schmeckt noch viel besser, michaela. und nimmer lang hin, bis es auch das rezept dazu gibt.

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