kathas schneekuchen (inkl. ideenliste zur eiweißverwertung)

wer osterpinzen bäckt, hat eiweiß übrig. 8 stück sogar. wer buchteln bäckt, detto. wer kanarimilch macht, auch. mürbteig, lemon curd, hollandaise, zabaione … es gibt einen haufen gründe, warum in der küche eiweiß eher übrigbleiben als eigelb. und auch, wenn vom gefühl her der dotter wertvoller ist als das eiweiß, ist’s doch schade und zeugt von wenig wertschätzung, die eiklar wegzuschmeißen.

was tun mit eiklar?

sagte sie, und tat selbiges trotzdem jahrelang. obwohl: der wille war da, ich hatte sie immer in schraubgläsern im kühlschrank aufbewahrt, aber dann oft nach vielen wochen mangels mich wirklich überzeugender rezepte wieder ins klo gekippt. ich esse ab und zu gern baiser (mein mann hasst sie), vor allem mit reifen erdbeeren und schlagobers in form von eton mess. ich mag sehr gern busserln, aber halt nur maximal 1 pro monat. und ein stück pavlova fand ich in australien bzw. neuseeland im spätsommer auch eine gute idee, aber eine ganze riesige baisertorte voll? schneehauben auf ribiselkuchen dagegen sind super! meist ist die eiweißverwertungsfrage aber im winter dringlicher als im sommer, weil im winter mehr germteige und vanillesaucen gemacht werden als im sommer. und weil wir grad keine ribiseln eingefroren haben und die frischen erst in gut zwei monaten soweit sind, muss es ein kuchen ohne obst sein (rhabarber-meringue überzeugt mich nicht so sehr wie ribisel-meringue).

so kommt der schneekuchen meiner schwiegermama ins spiel. immer wieder mal gab es ihn, löblich, denn sie schmiss ihre eiklar nicht weg. aber er war mir zu süß und ein bisschen zu bröselig.

irgendwann (leider erst anfang 2019) schaute ich ins handgeschriebene kochbuch meiner oma (1921-2007) und fand: schneekuchen. das rezept bestand aus eineinhalb zeilen, nämlich, ich zitiere: „7 klar, 15 mehl, 15 zucker, 15 fl. fett, 15 mehl, 10 geriebene schokolade (ring- oder rehrückenform)“. mehr nicht. den machte ich dann seither öfter und variierte in alle mögliche richtungen (mit nüssen, mit espresso, mit zitrus, mit gewürzen, andere verhältnisse). meist schmeckte er mir sehr gut, ein bissi zu süß vielleicht, manchmal wurde er etwas trocken (zu viel mehl? zu lang gebacken?), dann habe ich ihn mit marmelade gefüllt (sehr gute idee) und weil ich ein ameisenkuchentrauma habe, geht geriebene schokolade eigentlich sowieso nicht, sie muss geschmolzen werden. dafür gehen nüsse und schoki immer. so sah dann der schneekuchen 1.0 (schon abgewandelt) nach meiner oma zuletzt aus:

keine ausrede mehr

fast forward zu ostern 2020: un-pack-bar viele menschen backen meine pinzen heuer nach. eh klar, corona. jetzt fühle ich mich irgendwie verantwortlich für die vielen 8-eiklar-behältnisse in un-pack-bar vielen kühlschränken (für die, die schon in den klos gelandet sind, auch). und suche nochmal von vorn nach kuchen für viele klar. lande (wieder) bei der bosnischen (und eigentlich vorarlberger) torte, von der ex-reisinger’s-desserteur michael vesely seit jahren schwärmt (ohne mehl, ohne butter, mit nüssen und kandierten zitrusschalen), dagmar gordon, die gern und gut bäckt, auch, und für die die turbohausfrau ein rezept hat (siehe weiter unten in der eiweißliste – und ergänzt ganz unten, erkenntnisse zur herkunft bei der prato!). mache sie am osterdienstag und bin trotz einiger vorausahnender adaptationen (weniger zucker) nicht zufrieden. der geschmack ist fein, noch immer zu süß, aber die konsistenz taugt mir nicht. das typisch bröselig-grobe, das ist nicht meins. entweder gleich ganz knusprig wie baiser oder busserln (außen), oder eher weich wie financiers (die mir aber immer viel zu süß und dicht sind), feinporig. dafür braucht’s dann doch wieder ein bissl mehl – und butter.

und dann schnappte ich mir zwei tage später endlich doch noch einmal den zettel mit den vielen omas-schneekuchen-varianten (die eh schon sehr gut waren) und überlegte mir in einer glücklichen stunde one to rule them all, den schneekuchen 2.0 nach meiner oma:

mein schneekuchen soll sein: feinporig, weich, eher saftig, aber keinesfalls gatschig oder fudgy, keinesfalls bröselig oder grob, wirklich wenig süß, aber schön puristisch nach guter bitterschokolade und nach walnüssen (meine lieblingsnüsse, immer schon) schmeckend, genügend salz. lauwarm genauso gut wie am übernächsten tag. und voilà, es hat ein paar jahrzehnte gedauert, aber jetzt habe ich (und habt somit ihr) meinen liebsten

kathas schneekuchen

zutaten*

für 1 springform mit 20 cm durchmesser

  • 200 g eiweiß (entspricht 5-6 ca. eiklar)
  • 1-1,5 g feines (meer)salz (1,5 g sind obergrenze für all jene, die gern prägnanten salzgeschmack in schokoladigem haben, so wie ich, das entspricht ca. 1/4 teelöffel)
  • 100 g kristallzucker
  • 75 g butter
  • 75 g bitterschokolade ca. 70 % (mein liebling zum backen seit vielen jahren: ecuador 70 % von vivani, original beans ist natürlich auch immer super, aber halt schon luxus)
  • 100 g frisch geriebene walnüsse, das geht am besten, wenn die walnusskerne tiefgekühlt waren (s. zubereitung)
  • 50 g glattes mehl
  • butter und mehl für die form

*bei mir sind immer alle zutaten, die es in bio-qualität gibt, bio. darum führe ich’s nicht bei jeder einzelnen an. gerade bei tierischen produkten würde ich auch nichts anderes empfehlen.

zubereitung
  1. tortenform gründlich ausbuttern, mehlieren und überschüssiges mehl ausklopfen.
  2. backofen auf 160 °C umluft vorheizen (wer keine umluft hat: 180 °C ober-/unterhitze).
  3. in einer kleinen schüssel (bei mir: porzellan) butter und in stücke gebrochene schokolade gemeinsam über wasserdampf (kleiner topf mit kochendem wasser, die schüssel hängt im dampf, nicht im wasser, evtl. einen holzkochlöffel seitlich zwischen schüssel und topf stecken, dann wird’s nicht zu heiß) nur gerade eben schmelzen, ein paar stückerln lösen sich auch noch auf, wenn man die schüssel schon vom dampf genommen hat. die schoko-butter soll nicht heißer als lippenwarm sein! vom topf nehmen.
  4. in der schüssel der küchenmaschine die eiklar mit dem salz mit dem rührbesen gerade fest schlagen. kristallzucker dazu und auf mittlerer bis hoher stufe weiterschlagen, bis der zucker komplett aufgelöst ist. (geht auch mit dem mixer, dann aber wirklich lang genug schlagen!)
  5. währenddessen walnüsse noch gefroren im universalzerkleinerer/in der moulinette fein (!) reiben/zerkleinern. weil sie gefroren sind, werden sie nicht schmierig. habe ich zufällig entdeckt, funktioniert super. die gemahlenen nüsse mit dem mehl verrühren.
  6. lippenwarme schoko-butter auf einen schwung mit hilfe des gummihundes (teigschaber) zum festen süßen schnee geben, kurz auf hoher (!) stufe einmixen.
  7. nuss-mehl-mischung mit dem gummihund vorsichtig unterheben. masse in die vorbereitete form füllen, glattstreichen.
  8. im vorgeheizten ofen bei 160 °C umluft ca. 25 minuten backen. (die oberfläche muss sich fest anfühlen, aber es darf ein klein wenig knirschen. wer ein thermometer hat: ca. 95 °C kuchenkerntemperatur reichen locker.)
  9. schneekuchen aus dem ofen nehmen, 10 minuten überkühlen lassen. ring lösen (geht ohne messer oder andere lösungs-hilfs-mittel) und je nach nervenstärke noch weitere 10 minuten oder länger auskühlen lassen.
  10. der schneekuchen schmeckt fast heiß (ähem), lauwarm, ausgekühlt, am nächsten tag, am übernächsten, weiter reichen die experimente noch nicht ;-)
varianten
  • die mengen lassen sich problemlos skalieren, das war mein ziel, dass das leicht geht!
    also: eiklar wiegen, davon 0,5-0,75 % salz, 50 % zucker, je 37,5 % butter und schokolade, 50 % walnüsse und 25 % mehl.
  • gewürze/geschmacksrichtungen: 1 sehr kurzer, starker espresso (ristretto) oder abrieb von 1 bitterorange/pomeranze oder orange oder gute prise zimt oder etwas echte vanille oder gute prise kardamom etc.; evtl. auch 1 el feinst gehackte pomeranzenmarmelade oder säuerliche marmelade bereits in die masse, das müsste man ausprobieren (habe ich bei anderen klassischen schokomassen schon öfter gemacht, ist ein schmäh von meinrad neunkirchner).
  • nüsse: statt walnüssen gehen auch sehr gute haselnüsse, z.b. piemonteser, die sind auch meist geröstet. auch die walnüsse könnte man dafür vorher im ofen rösten, bis sie duften, dann kommen sie geschmacklich noch mehr in den vordergrund. mir schmeckt der schneekuchen mit den ungerösteten walnüssen (1a-qualtät) sehr schön harmonisch. mandeln finde ich für solche zwecke überbewertet und zu fad. team wal- oder haselnüsse. wer sich’s mit pistazien ausprobieren traut (rösten!), könnte auch klappen.
  • schokolade: geht natürlich auch weniger bitter, wird dann aber meist süßer. bei mir fängt’s bei 70 % an. geht auch mit aromatisierter schoki (also ich meine mit echten gewürzen oder früchten etc.), z.b. chili, zimt, nuss, zitrus …
  • füllen: eignet sich super zum füllen oder bestreichen mit säuerlich-aromatischer marmelade, z.b. dirndln (kornelkirschen), himbeer, rote ribisel, josta, schlehe, weichsel, schwarze ribisel.
  • schlagobers gehört fast dazu.
  • wer mag, kann den schneekuchen auch glasieren, ich mag das nicht. anzuckern geht auch.
tipps

  • eiklar halten in einem sauberen schraubglas im kühlschrank aus meiner erfahrung wochenlang. ich beschrifte die gläser mit anzahl der eiweiß (auch, wenn ich sie dann meist wiege), datum des aufschlagens und mhd der eier.
  • man kann eiklar auch einfrieren, ich mache das aber nie, weil ich sie dann, wenn ich sie bräuchte, erst auftauen müsste. und sooo lange will ich sie ja nicht aufheben, nur bis zur nächsten guten schneekuchen-gelegenheit.

eiweißverwertung – die ideenliste

wie versprochen hier eine (unvollständige) liste, was man mit übrig gebliebenen eiklar alles anstellen kann. ich wollte dazu schon mal ein büchlein (mit dem titel „alles klar“ – for the record am 18.4.20; brauche ich nimmer, hat die prato schon vor mind. 100 jahren gemacht, s. nachtrag vom 19.4.20 ganz unten) schreiben, aber an ideen mangelt es mir nicht und andere erscheinen mir wichtiger, noch dazu, wo ich ja jetzt den perfekten schneekuchen gefunden habe ;-)

süß & groß
  • mein schneekuchen, eh klar (s. rezept oben)
  • die schneekuchen von euren omas oder aus alten kochbüchern (die prato! s. ganz unten)
  • angel food cake (braucht im idealfall eine eigene, sehr hohe form mit ring, hier bei sabine schlimm das rezept von oliver trific aus unserem buch usa vegetarisch)
  • oder die estnische version davon (mit butter!) mit dem lustigen namen munavalgekook (link via hande/vinoroma, danke)
  • bosnische torte (rezept z.b. bei der turbohausfrau oder hier im pdf vom vorarlberger gasthof adler) bzw. bosnischer kuchen (cosycooking) – zur möglichen herkunft siehe auch ganz unten „ps: die prato!“
  • financiers in kuchenform (sehr ansprechend finde ich den hier mit schwarzem sesam)
  • pavlova, down under natürlich wie alles abgekürzt, zu „pav“ nämlich (hier sind traditionelle rezepte aus australien/neuseeland: mit mango und maracuja bei taste.com.au, mit erdbeeren und ribiseln bei bbc good food, mit beeren und banane bei the spruce eats)
  • kaschni (kardinalschnitten – dafür braucht man immer mehr eiweiß als ganze eier, rezept z.b. von richard rauch in unserem band frühling der jahreszeiten-kochschule)
  • schneehaube für blechkuchen, z.b. meine ribiselschnitten, rhabarber, josta oder tartes z.b. zitrone, schwarze ribisel … (in deutschland auch als träubleskuchen bekannt, was mich immer schwer irritiert, weil ich dabei an weintrauben denken muss ;-))
  • für eiweißglasuren (mag ich aber nicht)
süß & klein
  • baiser/meringue/busserl – natur oder z.b. mit anis, ideal für eton mess mit reifen erdbeeren oder himbeeren; mein rezept sowohl für baiser als auch für eton mess steht im falter #23/17
  • hippen (z.b. das rezept von meinrad neunkirchner in unserem kochbuch österreich vegetarisch)
  • mandelbögen
  • kokosbusserl/-makronen
  • anisbusserl
  • nussbusserl
  • schokobusserl
  • pomeranzen-busserl (wo wohl: in der prato!)
  • zimtsterne
  • macarons
  • marshmallows
  • nusszwieback (s. auch rezept von lisa in den kommentaren!)
  • flødeboller aka schwedenbomben
  • als fülle für schaumrollen
  • für schokomousse
süß & warm
  • schneenockerl/îles flottantes mit kanarimilch/vanillesauce
  • soufflés aller art
  • salzburger nockerl
pikant
  • als reines eiweißomelett (verstehe ich aber nicht)
  • einfach zu ganzen eiern für eierspeise/omelett mischen
  • für soufflés
  • zum klären von suppe/consommé
cocktails
  • gin fizz
  • whiskey sour
weitere eiweißverwertungsideenlisten

ps: die prato!

immer vergisst man irgendwas. dass ich vergesse, in der prato (= meine lieblingskochbuchautorin, ich habe das exemplar meiner oma, 47. auflage 1911) nachzuschauen, ist allerdings neu. wobei: ich habe nicht vergessen, nachzuschauen, ich habe vergangene woche halt nur im rezeptregister nach schnee… und eiweiß bzw. eiklar gesucht und quasi nix gefunden. heute blättere ich nochmal durch und finde das:

ein kapitel mit fast 20 seiten und rund 100 (!!!) rezepten für „mit eiweiß bereitetes backwerk.“ , darunter zig busserln, torten, schnitten.

soviel zu: es war alles schon einmal da, es hat alles schon einmal gegeben. darunter eindeutig auch eine ahnin der bosnischen torte, eine „schokoladen-torten mit mandeln“ (eiklar, zucker, mandeln, geriebene schokolade, fein geschnittenes zitronat), die übrigens nach dem backen mit salse (sprich: marmelade) gefüllt wird. hätten wir das auch geklärt!

*ergänzungen der liste jederzeit gern, schreibt bitte in die kommentare, ich werd‘ dann von zeit zu zeit die liste updaten.

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22 Gedanken zu „kathas schneekuchen (inkl. ideenliste zur eiweißverwertung)“

  1. alles super.
    allerdings EINE verwertungsmöglichkeit fehlt noch: als universalkleber.

    meine grossmutter mütterlicherseits (also NICHT die hauswirtschaftslehrerin …) leerte eiweiss, das sie nicht sofort zum „verlängern“ für irgendwelche mehlspeisen mit ei (z.b. kaiserschmarrn, palatschinken, topfenstrudel) verwenden konnte einfach in eine flasche. die „wohnte“ unter der abwasch.

    sollte ich für die schule was basteln und brauchte klebstoff: eiweiss ruled. dass alle anderen kinder schon so fortschrittliches zeug wie uhu – ach nun ja: im krieg wären die froh gewesen. die haltbarkeit der bastelarbeiten war auch nun ja, aber nun ja, im krieg haben die erst gar nicht gebastelt.

    meine haare waren mindestens so widerspenstig wie ich, also sozusagen von gemeingefährlichem ausmass (merke: gewellte haare bleiben NIE glatt, nein, auch nicht wenn man die person, auf deren kopf sie wachsen, haut oder anschreit oder beides). jedenfalls: eiweiss ruled. fast so super wie zuckerwasser. dass haarfestiger schon lange käuflich zu erwerben waren, und dass andere froh gewesen wären über nicht ganz glatte haare, und so: im krieg wären die auch nicht so auf die strasse gegangen.

    jedenfalls: das gehört unbedingt auf die liste, bitteschön. mich umschwirren heute noch imaginäre insekten, wenn ich daran zurückdenke …

  2. Ich danke herzlich fürs Verlinken! In der Tag-Cloud habe ich Eiklar als eigenen Punkt, weil sich dieses Problem eben immer wieder stellt. Was ich demnächst auch online stellen werde, ist ein Rezept für Süßsaures Schweinefleisch, das ich immer schon so mache. Da bin ich erst kürzlich ganz erstaunt draufgekommen, dass die anderen Rezepte für die Panier vom Fleisch nie Eiklar nehmen wie ich. Wahrscheinlich wieder so etwas, wo man in der kulinarischen Hölle des jeweiligen Landes schmoren muss. ;)

  3. danke, stefan, vor allem für die erinnerung, hippen gehören natürlich auf die liste! (dein verlinktes rezept klingt aber auch fein.)

    haha, frau kelef, kommt nicht in frage! nur kulinarisch wertvolle ideen! ;-)

    gern, turbohausfrau. ist in chinesischen stir-fries ganz häufig so (meist mit stärke und reiswein angerührt). nur braucht man halt keine mengen dafür.

  4. sie, frau seiser, sie. das SIND kulinarisch wertvolle tipps. ich kann mich nur nicht mehr genau erinnern, welche insekten auf das eiweiss geflogen sind. beim zuckerwasser bin ich mir sicher.

    wir leben doch in zeiten des grossen insekten-aussterbens. wenn man also mit eiweiss …

    aber: jo eh. der in der umgebung lebende igel (vermutlich sind es mehrerere) sind sehr entzückt darüber dass ich ihnen immer wieder ein wenig katzennassfutter spendiere, und ein bisserl obst oder gemüse.

    und auf balkonien brütet unten ein gartenrotschwanzpärchen, und bei mir kommen die insekten auf ein schluckerl wasser und ein bisserl zuckerwasser, aber die nehmen das aus der schale und nicht aus meinen grauen locken …

  5. Eiweißverwertung ist bei mir auch ein klassischer Träubleskuchen (Ribisel/Johannisbeeren) mit Omas Rezept.
    Stevan Paul in D vegetarisch kommt da gut hin. Er nimmt halt 7 Eiweiß anstelle der „soviel wie grad übrig sind“.

  6. danke, c. neyer, der steht eh auch schon oben, als „schneehaube für blechkuchen“. und stimmt, in unserem buch „deutschland vegetarisch“ steht ebenso ein rezept (von stevan) dafür wie in „österreich vegetarisch“ (von meinrad neunkirchner). das ist ein definitiv grenzüberschreitender kuchen ;-)

  7. danke, hande! und das ist natürlich peferkt: angel food cake + butter! (wie mein schneekuchen: + butter ;-)) ich glaube, ich mag estland! (wenn der von dir approved ist, ergänze ich ihn oben.)

  8. Mein Eiweißkuchen geht viel einfacher pro Eiweiß nehme ich 2dkg Zucker, 2dag Rama flüssig, 2dag Schokolade und 2 dag Mehl.
    Eiweiß und Zucker mit dem Mixer sehr steif schlagen, Schoko und Rama in der Mikrowelle flüssig werden lassen dann abwechselnd mit Mehl unter die Masse geben. Ein sehr saftiger und einfacher Kuchen.

  9. hallo ernelinde, meiner ist genauso einfach, nur wie immer hier auf esskultur genauer erklärt wie was wo warum ;-) ihrer scheint die in vielen haushalten geläufige variante zu sein, der von meiner oma (steht eh oben), ist ganz ähnlich, mir aber so oder so zu süß. mich würde interessieren, wo all die eiweiß- oder schneekuchen dieser art ihren ursprung haben.

  10. Team Walnuss! Ich hab sie auch gern, vor allem schätze ich sie wirklich als Kostbarkeit, da das Klauben und das Trocknen und das Aufmachen viel Arbeit ist. Wir haben daheim ganz feine, kleine aromatische – nur sind sie eine ziemliche Fiselarbeit zum aufmachen.

    Zuckerguß für Lebkuchen. Nachdem meine Mama wirklich viel Lebkuchen verziert gleicht sich im Winter das mit den Dottern gut aus.
    Das Einfrieren im Schraubglas bewährt sich laut ihr auch.

    Ameisenkuchen finde ich sehr lecker, wobei ich ihn auch nur mag, wenn Eierlikör drinnen ist.

  11. Der Schneekuchen ist grad im Backrohr. Ich hatte gerade eine Ja!Natürlich-Orangenbitterschokolade zuhause und Haselnüsse. Bin gespannt auf die Kombination. Die rohe Masse hat jedenfalls schon sehr gut geschmeckt… :-)

    Was sonst auch öfters bei uns (nebst Ribiselschaumschnitten und Pavlova) mit übriggebliebenen Klar passiert: Salzburger Nockerl.

  12. Liebe Katha,
    eigentlich wollte ich ja dieses Wochenende mit den übrigen Eiweiss von meiner Zopf- und Burgerbrötchenbackerei den Schneekuchen deiner Oma machen. Dann hat aber doch die Lust auf Erdbeeren gesiegt (bei uns gibt es schon die kleinen süßen) und es gab Erdbeer-Joghurt-Eis. Mit den 4-5 Eiweiss ist das Eis super fluffig. Manchmal habe ich dann sogar Eigelb übrig, so lecker ist das Eis….
    Den Kuchen werde ich aber sicher bald mal testen, der hört sich super an! Vielleicht mit einer Sahne-Erdbeerhaube?

    Liebe Grüße
    Antje

  13. Liebe Katha,
    erst mal „Danke“ dass Du auch hier wieder was schreibst, bei all Deinen unglaublich vielen und tollen anderen Werken! Deine Website ist nach wie vor und immer wieder eine Quelle an unverzichtbaren super Tipps und Rezepten, und ich habe sie, neben Deinen Büchern, schon oft und oft weiter empfohlen.

    Du hast zwar „Zwieback“ unter „Süß und klein“ gelistet, das ist mir aber zu allgemein, deshalb erwähne ich hier den Nuß-Zwieback, der mir die liebste Eiklar-Verwertung ist. Kennengelernt habe ich ihn als Haselnuß-Zwieback, oft habe ich statt der Haselnüsse Mandeln genommen, am liebsten mag ich die Variante mit Walnüssen. Das Rezept:
    Nuß-Zwieback
    4 Eiklar zu festem Schnee schlagen; 100 g Feinkristallzucker dazu, dann 120 g Mehl, sodann 150 g ganze Haselnüsse (oder ungeschälte Mandeln/ oder Walnuß-Hälften) unterheben.
    In gefetteter und bemehlter Kastenform bei 180° backen, bis der Kuchen hellbraun ist. Aus der Form stürzen, bis zum nächsten Tag stehen lassen.
    Am nächsten Tag fein aufschneiden (so dünn wie möglich), auf einem Backblech auflegen, und bei ca. 140° leicht bähen (=trocknen).

  14. genau, weltbeobachterin, walnüsse sind nicht nur köstlich, sondern (auch für mich) besonders wertvoll.

    danke, julia, und wie ist der nuss-orangige schneekuchen geworden?

    hallo antje, es wird noch genügend gelegenheiten für schneekuchen im leben geben ;-)

    danke, liebe lisa, fürs rezept und auch für dein lob! und den verweis auf den nusszwieback ergänze ich oben!

  15. Katharina heute habe ich Deinen Schneekuchen gebacken!!!
    Einfach großartig!!
    Ganz lieben Dank für das Rezept.
    Herzliche Grüße an Dich und Horst vom Oli den Tausendfüssler!🙂

  16. Liebe Frau Seiser,
    herzlichen Dank für ihre immer hervorragend ausgearbeiteten Rezepte!
    Schneekuchen, Osterpinze….alles klappt auf Anhieb.
    Darum mag ich auch Ihre Kochbücher sehr, jedes ein großes Vergnügen mit Gelinggarantie!
    Liebe Grüße
    Anita

  17. Liebe Katha, vielen Dank für Ihr Rezept, es kam wie gerufen, nachdem die Söhne Carbonara gekocht hatten und hat vorzüglich geschmeckt! Immer wieder schreckte ich wegen der Eiweiß-Frage zurück vor Rezepten mit viel Dotter, nun gibt es keinen Grund bzw. kein Halten mehr :-). Liebe Grüße von Irmi E.

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