seisernale warenkunde im ORF: mörser

letzten freitag, am 10.12.21, gings’s live im studio 2 in orf 2 in meiner 14-tägigen seisernalen warenkunde um mörser und warum ich finde, dass dieses wahrscheinlich älteste küchengerät der menschheit auch eine saison hat. vor allem aber, welchen mörser aus welchem material man wofür verwendet – und wie. und btw: das war die letzte #seisernalewarenkunde 2021, mitte jänner 2022 geht’s weiter.

hier geht’s zu meinem mörser-beitrag in der orf-tv-thek, (er dauert 7 min), online ist er bis freitag, 17.12.21 um 17.30 uhr.

weil ich so viele nachfragen zu den verschiedenen mörsern, die ich mithatte, bekommen habe, hier ein paar spontan von der ferne aus (ich bin grad in südfrankreich, drum gibt’s auch keine extrigen mörser-fotos aus unserer küche, sondern screenshots vom tv-beitrag) notierte zweckdienliche hinweise zum aufspüren des richtigen mörsers und vielleicht auch zum (sich selbst) schenken:

winzige mörser aus porzellan (oder auch alabaster oder marmor) nenne ich safranmörser, sie sind ein schönes geschenk mit zb dem superen pannonischen bio-safran von hannes pinterits und dem ebenso superen safran-buch “das rote gold” aus dem AT Verlag.

der japanische (sesam)mörser (meist aus keramik) mit den rauen rillen heißt suribachi, in wien bekommt man ihn zb bei nippon-ya in der faulmanngasse, unbedingt auch das bambusbeserl zum putzen dazukaufen. dazu passt der 1a-bio-sesam in weiß/gold/schwarz von wadaman, den’s ebenfalls dort gibt, und zb ein japanisches kochbuch (alle von nancy singleton hachisu sind super) oder auch meine beiden gelben immer schon vegan und vor allem immer wieder vegan (erschienen im brandstätter verlag).

pfeffermörser aus gusseisen gibt’s von skeppshult in allen möglichen varianten. dazu passt natürlich mein (ausverkaufter, sorry, ab anfang/mitte jänner gibt’s die nächste lieferung!) 5-länder-pfeffer und nathalie pernstichs pfeffer-buch bei mandelbaum.

die klassischen mörser aus porzellan bekommt man gut online und im apothekenbedarf (die aus küchengeschäften sind manchmal overdesigned aber unterfunktionell – das war zumindest meine erfahrung vor vielen jahren, als ich zuletzt einen gekauft hatte; wichtig ist vor allem eine leicht angeraute oberfläche an der innenseite der reibschale und vorne am stößel/pistill, außerdem sollte die schale keinesfalls zu flach sein). dazu könnte man schön zb brotgewürz oder die von mir kuratierte aromabox “vegane genüsse” von babette’s kombinieren. im falle von brotgewürz eines der brotbackbücher von lutz geißler, im falle der aromabox wieder sehr gern meine beiden gelben veganen (basierend darauf habe ich die gewürze in der box nämlich ausgewählt).

granit- oder marmormörser (sauschwer und groß) bekommt man am einfachsten (und mit abstand am preiswertesten) in asiashops, denn der versand ist wegen des gewichtes oft recht teuer. dazu passen die (frischen) zutaten für eine thai-currypaste und natürlich auch ein kochbuch wie jene für nerds von david thompson. oder italienische kochbücher wie alle von claudio del principe – der hat nämlich schon in “italien vegetarisch” darauf bestanden, pesto mit dem mörser zuzubereiten. (und nein, ich finde, man muss weder thai-currypaste noch pesto im mörser zubereiten, aber es funktioniert, das weiß ich aus eigener erfahrung.)

ob man alle diese mörser braucht? natürlich nicht. ob man alle verwendet, wenn man sie hat? natürlich!

2 Gedanken zu „seisernale warenkunde im ORF: mörser“

  1. gute frage! ich kenne ihn nicht, aber von der beschreibung klingt er nicht schlecht. die kleine vertiefung wirkt mir zu flach, aber sonst scheint er zu taugen. hast du ihn und bist zufrieden?

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