pomeranzenparfümierter nougatgugelhupf
morgen ist samstag und samstag ist kuchentag (zumindest war das früher mal so, in den guten alten zeiten), daher komme ich ausnahmsweise sofort zur sache:
dieses rezept ist die adaptation eines klassikers, sie ist aus der not und aus der tugend entstanden. nachdem ich erfolgreich auf pomeranzenjagd war (bio aus italien, bei maran, falls das jemand aus wien liest und mir gugelhupftechnisch blind vertraut, also sofort noch einkaufen gehen möchte) und der erste verarbeitungsversuch – ein bitterorangen-mandelkuchen – wegen unpackbarer bitterkeit als niederlage zu werten war, wollte ich es bei der zweiten pomeranzen-verwendung behutsamer angehen. der gugelhupf (das ist jener part, der sich auf die tugend bezieht) stammt in seinen grundfesten von den gebrüdern obauer und ist seit zehn jahren mein gar allerliebster kuchenteig (habe ich nie ein wort darüber auf esskultur.at verloren?). so gut wie diese masse riecht im gebackenen zustand keine sonst, so flaumig, ohne schwammig zu sein, ist keine zweite. obauer-gugelhupfe könnte ich jeden samstag essen – aber die guten alten zeiten sind vorbei. das zugehörige kochbuch (1. auflage, neuauflage
) ist leider vergriffen. wenn ich aus meinen nunmehr rund 1.000 kulinarischen büchern die zehn besten heimischen kochbücher auswählen müsste, wäre dieses garantiert dabei. nur so als kleiner tipp für leute, die gerne in modernen antiquariaten stöbern…
das obauer-rezept ist eigentlich für einen unkonventionellen marmorgugelhupf. die dunkle masse wird nämlich mit nutella (!) – dafür sind sich die vier-hauben-köche nicht zu gut – gefärbt und aromatisiert. nutella esse ich nicht, dafür aber z. b. diese nougatcreme von ja! natürlich (entspricht der tiger creme von rapunzel).
jetzt kommt die not ins spiel: was mache ich mit den restlichen drei wertvollen pomeranzen, die eh so schwer zu bekommen sind? die schale an sich ist ja nicht bitter, daher gehört sie wo hineingerieben. schokolade & haselnuss (=nougatcreme) passen perfekt zu orangen, der pomeranzenparfümierte nougatgugelhupf stand in diesem moment schon vor meiner inneren nase.
für einen
pomeranzenparfümierten nougatgugelhupf
nach art der frau esskultur
nehme man
- 3 eier (bio-freiland – muss ich das noch extra erwähnen?)
- 250 ml obers
- 1 packerl vanillezucker (od. 1 gehäuften el)
- 200 g kristallzucker
- 250 g glattes mehl
- 1/2 packerl weinsteinbackpulver
- 4 el milch
- 3-4 gehäufte el nougatcreme (für hardcore-haselnussfans: samba)
- 1 bio-pomeranze (ich nehme an, eine normale bio-orange geht auch)
- prise salz
so wird der gugelhupf daraus
- backrohr auf 180 grad vorheizen.
- gugelhupfform (meine neue ist aus altmodischem schwarzem email von riess und sie ist um welten besser als die alte antihaft-form, gugelhupf bräunt gleichmässiger, wird knuspriger und geht problemlos raus) bebuttern – das geht am besten mit den fingern – und sorgfältig bemehlen. überschüssiges mehl durch kräftiges klopfen der kopfüber gehaltenen form gegen den (inneren) rand der abwasch entfernen.
- mehl mit backpulver und einer prise salz gut vermischen.
- eier trennen. dotter in ein kleines schüsserl, eiklar in einen mixbecher.
- eiklar zu festem schnee schlagen. die schneebesen brauchen, wenn man diese reihenfolge einhält, nicht extra abgewaschen zu werden.
- in einer grösseren rührschüssel das obers mit dem handmixer halbfest (!!! das ist der wichtigste moment in diesem rezept, nicht ganz fest schlagen!) schlagen, unter weiterem schlagen zucker und vanillezucker einarbeiten.
- dotter in die obers-zucker-masse einrühren, mehlmischung abwechselnd mit dem eischnee einrühren (ich mache das meistens auch mit dem mixer, flaumiger wird’s mit dem gummihund), milch dazugeben und kurz verrühren.
- nougatcreme und die mit einem zestenreisser fein abgeriebene schale der pomeranze zum schluss unterziehen (schnell: mixer, flaumiger: gummihund).
- masse nicht in schüsseln füllen und servieren, sondern in die vorbereitete gugelhupfform füllen. die form einmal gut auf die arbeitsfläche aufschlagen (masse verteilt sich besser, keine luftblasen).
- im vorgeheizten backrohr eine knappe stunde backen.
- kurz überkühlen lassen und stürzen.
- wer mag, bestaubzuckert den gugelhupf.
lauwarm schmeckt er am besten, sehr intensiv fruchtig nach pomeranze duftend, die kombination mit nuss & kakao genauso rund wie erwartet. darjeeling (oder ein ungesüsster espresso) passt perfekt dazu.
(nur nicht auf das messer neidisch sein, gell?)
er erinnert mich frappant an den geschmack von messino. und da er mir sehr schmeckt, dieser pomeranzenparfümierte nougatgugelhupf, könnte man daraus schliessen, dass ich messino mag. das hat vielleicht vor 20 jahren gestimmt.
mir war der gugelhupf fast zu süss (aber das soll niemanden in alarmbereitschaft versetzen, mir ist fast jeder kuchen zu süss) und zu nougat-dominant. das nächste mal werde ich einen löffel nougatcreme durch einen löffel meines lieblingskakaopulvers ersetzen und dafür noch einen löffel milch mehr zur masse geben. falls das jemand vor mir ausprobieren sollte: bitte um berichterstattung.
falls nach der ersten runde etwas übrig bleiben soll (zu zweit haben selbst wir noch keinen obauer-gugelhupf auf einen sitz geschafft): in frischhaltefolie eingewickelt hält er sich problemlos ein paar tage.
im übrigen bin ich der meinung, die tradition des samstagskuchens muss wiederbelebt werden.






Am 29. Januar 2010 um 16:16 Uhr
Ich bin auf das Messer neidisch, beleidigt guckend, jetzt.
Am 29. Januar 2010 um 16:52 Uhr
ja, das messer!
wo hast du das denn gekauft? (ernste frage)
Am 29. Januar 2010 um 17:19 Uhr
Mein alter Gedächtnisspeicher könnte mir einen Streich spielen, aber ich vermute die Herkunft des Messers im Salzburger Blumenfachgeschäft Astrein.
Am 29. Januar 2010 um 17:46 Uhr
hm… 30 euro nach salzburg, wahrscheinlich 30 fürs messer und dann wieder zurück. lohnt sich das?
Am 29. Januar 2010 um 17:57 Uhr
sisko muss es deshalb wissen, weil er uns dieses messer schon vor einigen jahren geschenkt hat. und weil ich das geschäft kenne und es dort kein “dauerhaft im sortiment” gibt, würde ich mir die reise schenken, thomas christopher.
und jetzt zu den wirklich wichtigen dingen: dem gugelhupf!
Am 29. Januar 2010 um 18:24 Uhr
Als Brillenschlange habe ich mich zuerst sehr gewundert, warum und welches Beerenfruchtschnittchen so im Vordergrund steht und der Gugelhupf eher den weichgezeichneten Hintergrund bilden darf ;-o))
Hier in Berlin ist nüschte mit Pomeranze. Ein Versuch, sie auf Mallorca zu ordern, scheitert an der Bestellmenge: 10 kg. Auch wenn ich Bitterorangenmarmelade (”thick cut”) über alles liebe. so viel mag ich nicht verarbeiten – auch nicht zu dem verführerisch klingenden Gugelhupf. Trotzdem werde ich ihn nachmachen und berichten…
Am 29. Januar 2010 um 18:26 Uhr
Ich glaube, ich lasse backen. Appetit habe ich jedenfalls schon mal.
Am 29. Januar 2010 um 19:22 Uhr
Geschmack nach Messino. Ich weiß gar nicht, ob mir das Zeug heute noch schmeckt. Aber die Vorstellung davon ist absolut grandios.
Am 29. Januar 2010 um 23:49 Uhr
war eigentlich dieser samstagspomeranzenobauerguglhupf daran schuld, dass jetzt 0,5 liter kalbsjus in der wohnung in ätherischer form herumdampfen?
ceterum censeo… (der rest wird mit stowasser nachgereicht)
Am 30. Januar 2010 um 11:17 Uhr
Liebe Katha,
ich hatte merkwürdiger Weise in unserer “Mittelstadt” Mainz nie Probleme, Pommeranzen aufzutreiben: Wir haben hier merhrer persische Lebensmittelhändler, und dort gibt es diese interessanten Früchte im Winter immer wieder mal (allerdings nicht in Bio) in großen Kartons, fast billig sogar…
Marmelade war also immer gesichtert, und ein Glas geriebene Schale mit Zucker gemischt steht ewig im Kühlschrank. Schmeckt übrigens herrlich in einfachem Griesflamerie! – Die Perser nehmen den Saft übrigenz zu Fisch, wie sie berichteten, ich habs aber noch nicht ausprobiert…
Wiellecht gibts die Perser ja auch in Wien?
Schöne Grüße sagt der HH.
Am 30. Januar 2010 um 16:12 Uhr
zuersteinmal das allerwichtigste lieber tiegerkater! stowasser is not needed-sowas weiß man als alter lateiner einfach!!!! ich glaube die fortsetzung lautet :carthaginem esse delendam! tatsächllich (nach weisen Quellen) hat cato der ältere gesagt:carthago delenda est!
in verbindung mit dem gugelhupf ist “delendam” richtig-die vernichtung desselben war unbedingt erforderlich -und ich bin stolz darauf sagen zu können : ich habe an dieser heldentat mitgewrkt!!!!!!dazu wäre noch zu bemerken-besser gehts nicht.
ich habe noch eine frage an die frau esskultur- kann man den lieben kleinen nicht auch mit normalen bio orangen machen. pomeranzen habe ich noch nie irgendwo gesehen
zurückkommend auf den samstagskuchen: darf ich schüchtern daran erinnern, daß heute samstag ist? ich hoffe das diese tatsache auch folgen hat!!!
liebe grüße eumelchen
Am 30. Januar 2010 um 16:49 Uhr
leider muss ich mir an dieser stelle bereits jeden kommentar zum messer schenken;(
das rezept ähnelt frappant unserem alten familienguglhupf, den es seit jahrzehnten häufig für samstag u sonnrtag gibt – bloß wurde der esslöffel kakao im lauf der jahrzehnte durch zerlassene schokolade ergänzt bzw. ersetzt, das schlagobers gibt es nicht, sondern 15dag butter (erweicht) und etwa 1achtel liter milch 8lauwarm), etwas rum und zitronenschale…
die orange/pomeranze werd ich ebenso probieren wie das schlagobers und die creme.
punkto form: es geht mir nix über die 30 jahre alte keramikform punkto außen knusprig-innen weich, flaumig, oder doch lieber ein bissl speckig;)?
schon probiert – das mehl zum bestäuben durch eine mischung aus braunem zucker und semmelbrösel ersetzen?
übrigens – das verhältnis mehl-zucker bei uns ist 25dag zu 15dag, und das ist reichlich süß, auch bei ausschließlicher verwendung von reinem kakao!
Am 30. Januar 2010 um 17:07 Uhr
@eumelchen: es geht mir ja um die lateinische übersetzung des letzten satzes im beitrag: im übrigen bin ich der meinung, die tradition des samstagskuchens muss wiederbelebt werden.
und da brauch ich den stowasser
@uli: bitte keine messerkommentare schenken
und nochmals @ uli: ich liebe speckigen guglhupf, mit diesem rezept allerdings nicht wirklich zu erzeugen…
Am 30. Januar 2010 um 17:21 Uhr
tigerkater-das habe ich schon kapiert– ich werde mich dieses problems annehmen! mir ging es aber um die vernichtung des kleinen schokoladebraunen!!!
ich möchte auch noch darauf hinweisen-ich halte nicht viel von samstagskuchenbackungsverssrechungen–beweise will ich sehen und vor allem kosten!!!!!
eumelchen
Am 30. Januar 2010 um 20:24 Uhr
zum lieblingskochbuch: hier http://www.buchlandung.at/ hab ich’s im letzten jahr mehrmals gekauft und auch verschenkt, die hatten noch lange einen restposten. vielleicht hat man da ja noch glück?
lg qos
Am 31. Januar 2010 um 07:03 Uhr
alte Bräuche wie die Tradition des Samstagkuchens sollte man brauchen, nicht pflegen. Nur so lassen sie sich erhalten.
Am 31. Januar 2010 um 12:51 Uhr
Wenns Dir zu süss wird, man könnte die 3 Pomeranzen auch mit Prokofiev beschallen und warten, dass Prinzessinnen schlüpfen…
Am 31. Januar 2010 um 17:36 Uhr
ob selbst gebacken, thea, oder backen gelassen, schnick schnack schnuck, bin gespannt auf eure eindrücke und assoziationen.
das eigenartige daran, marqueee, ist doch, dass messino aus hellem teig, orangen”fruchtfülle” und schokoglasur bestehen und nirgendwo auch nur eine einzige haselnuss oder nougat drin zu finden ist. und sie selbstverständlich aromatisiert sind. aber der nachgeschmack des gugelhupfes erinnert trotzdem daran.
klugt kombiniert, tigerkater. so war es.
danke für den tipp mit dem persischen lebensmittelhändler, hiwwelhubber. aber gerade wenn ich die schale verwende (was man bei marmelade ja auch tut) möchte ich schon unbehandelte früchte.
klar geht der auch mit normalen bio-orangen, eumelchen.
mein wiederbelebungsversuch hat funktioniert: gestern (samstag!) gab’s karotten-pomeranzen-kuchen – der zwar erst heute früh angeschnitten wurde, aber so war das ja früher auch, oder?
ach, uli, jetzt machst du mich aber neugierig auf deinen kommentar zum messer. bitteschön! der bebröselungstrick klingt interessant.
im original-obauer-rezept ist das mehl-zucker-verhältnis 25 zu 25! ich hab’ das auch beim üblichen marmorgugelhupf schon längst auf 20 dag reduziert, werde aber nochmal nach unten korrigieren – die nougatcreme ist auch wirklich sehr süss.
was ist jetzt mit dem zitat, tigerkater? hm? hilferuf auf die insel?
die tradition kann nur wiederbelebt werden, eumelchen, wenn sie an vielen orten gleichzeitig “angeschoben” wird. diesmal hast du ja eine gute ausrede, aber hoffentlich bald nicht mehr
– sollen wir mal zur sicherheit eine samstagskuchenwunschliste schreiben?
noch eine obauer-kochbuch-liebhaberin – willkommen im club, queenofsoup!
ja, robert, ein viertel des gestern gemachten karotten-pomeranzen-kuchens ist auch schon aufgebraucht.
(das zitat “tradition ist die weitergabe des feuers, nicht die anbetung der asche” von gustav mahler u. a. passt doch wunderbar hierher, oder?)
das muss der web- und sängermeister übernehmen, duni
Am 31. Januar 2010 um 20:36 Uhr
… unbehandelt waren jene von meinem Perser schon, aber wohl eben nicht aus dem Bio-Anbau.
Und da es manchmal sprachliche Verwirrungen bzw. Unklarheiten gibt: Die Mittel, mit denen man die Schalen behandelt, riecht bzw. schmeckt man ja am strengen Geschmack sofort raus. Also eigentlich kann man das gar nicht verwechseln!
Schönen Abend wünscht der HH!
Am 31. Januar 2010 um 21:53 Uhr
Mir scheint, dieses Rezept läuft bei mir unter “Obersguglhupf”. Es ist lediglich, weil es bei mir ein heller Guglhupf ist, ein Unterschied in der Zuckermenge (bei mir 25 dag).
Ob ich mir jetzt die Hacken wegen Pomeranzen ablaufen würde, weiß ich ehrlich gestanden nicht. Ich schätze normale Bio Orangen tun das auch. Was ich mir noch gut vorstellen könnte: Eine helle und eine dunkle Masse, eventuell nur in eine Masse die Orangenzeste und dann wie ein Marmorguglhupf verarbeiten.
Was die Messer anbelangt, ich habe so ähnliche allerdings als “butter spreader” in Amerika gekauft. Entweder bei crate&barrel oder macy’s weiß ich jetzt nicht mehr.
Am 31. Januar 2010 um 23:02 Uhr
das original von den obauers ist ja auch ein marmorgugelhupf, ente, mit 25 dag zucker. ich wollte aber diesmal keinen marmornern, sondern eben einen durch und durch nougatigen.
das messer hat eine elendslange schneid’ von mindestens 25 cm – butter damit zu verstreichen wäre eine meisterleistung
Am 1. Februar 2010 um 18:19 Uhr
ich wollt ja nur sagen, dass der messergriff mich sprachlos macht;) – einfach schön! und die frage nach der quelle hatte sich bereits erübrigt………
habe vor jahrzehnten beim guten alten rasper eines mit salamiförmigem griff erstanden, das bis heut sehr gut schneidet! – nicht zu vergleichen mit späteren, die nur nach messer ausschauen!
die weitergabe des feuers ist gut, das zitat edel und doch erlaub ich mir zu sagen:
die weitergabe des kuchens zum wochenende ist löblich, die beweinung der brösel danach gehört dazu!;)
der bröselbestreutrick ist gut, aber kommt in dickwandigen formen besser zur geltung, in modernen antihaft ist die gefahr des anbrennens nicht ausgeschlossen.
Am 1. Februar 2010 um 21:29 Uhr
Ein nougatigerkater Hupf find ich sehr schön!
Am 1. Februar 2010 um 21:31 Uhr
ich dachte vor diesem messer auch, dass die bloss hübsch (…?) aussehen, aber bestimmt nicht schneiden, uli.
wenn du mir jetzt noch sagst, wie wir ein tiger(enten)muster im gugelhupf hinkriegen, dann wird der umgehend gemacht, ente!
Am 1. Februar 2010 um 23:41 Uhr
@ente danke *schnurr
Am 2. Februar 2010 um 21:48 Uhr
@tigerkater: Gütiger Himmel, du bist ja richtig handzahm.
Ihn hast du aber gut eingekocht, katha!
@katha: Das braucht ganz viele Hupfer, die noch durch die Küche gugln, bis wir das richtige Muster heraus haben.
Am 4. Februar 2010 um 10:40 Uhr
Entschuldigt die Frage, aber was bitte ist ein “Gummihund”?
Am 4. Februar 2010 um 11:40 Uhr
aufs messer bin ich nicht neidisch, aber auf den kuchen schon
Am 4. Februar 2010 um 11:48 Uhr
gummihund ist die umgangssprachliche bezeichnung für einen teigschaber, richensa, vermutlich, weil er wie die zunge eines hundes in jede ecke oder rundung des gefässes kommt.
ich hätte grade auch gerne wieder ein stück, ellja
Am 4. Februar 2010 um 14:19 Uhr
Ich habe den Guglhupf leicht abgewandelt nachgebacken. Leider habe ich keine Pomeranzen bekommen.
http://loreley.twoday.net/stories/6172751/
Ein Problem hatte ich aber. Im Rezept steht nicht, wann das steifgeschlagene Eiweiss untergemengt werden muss. Nach dem Mehl oder schon vorher? Ich habe einen kleinen Teil mit dem Mehl reingegeben, weil der Teig zu fest wurde. Viel kann ich nicht falsch gemacht haben, denn der Kuchen wurde sehr locker und aussen etwas knusprig.
Danke für die Inspiration. Solche klassichen Sachen reizen mich am meisten.
Am 4. Februar 2010 um 17:56 Uhr
danke, loreley, für den eischnee-hinweis, wird sofort vermerkt! ja, mit dem mehl abwechselnd.
die variante mit normaler orange, weniger zucker und geschmolzener bitterschokolade schmeckt bestimmt köstlich. in der nougatcreme wird halt auch noch das haselnussaroma mitgeliefert. in jedem fall gut!
Am 5. Februar 2010 um 00:19 Uhr
so a superklasse obauer-interpretation .. bitte, werfen a weng, in mei richtung, übers laund, auffi .. und erst die griffige landeshauptstädtische textbild-schnitten ~ fantastisch!!
Am 5. Februar 2010 um 11:37 Uhr
Herrliches Rezept!!!
Habs gleich nachgebacken. Hatte glücklicherweise noch genau 3 EL Nougatcreme und Orangen vorrätig. Der Kuchen hat viel Lob geerntet. Vielen Dank dafür!!
Was man auch noch zugeben kann ist Cardamom (nach Belieben), schmeckt auch interessant!
Liebe Grüße.
Am 7. Februar 2010 um 16:03 Uhr
Verspätet, aber ich habe den Gugelhupf mit einem gehäuften Teelöffel Kakao und gerade selbstgemacher Orangeade (aus Pomeranzen) gemacht. Das war mein erster Gugelhupf, ich bin völlig begeistert von der Konsistenz (in der Tat sehr fluffig).
Nächstes mal nehme ich einen Hauch mehr Kakao. Die kleinen Orangeatstückchen im Teig gefallen mir aber gut.
Am 8. Februar 2010 um 14:07 Uhr
Dieses Rezept hat mich sofort angesprungen, weil es mich seit Wochen in den Fingern juckt, meinem Stamm-Obsthändler auf dem Viktualienmarkt Pomeranzen abzukaufen, ich nur nicht wußte, was ich dann mit ihnen anfangen sollte.
Außerdem habe ich noch nie einen Sahne-statt-Butter-Teig gemacht und war
gespannt darauf.
Ich habe gleich mal Ihre Kakaopulver-statt-Samba-Variante probiert, i. e. habe 3 kleine EL Samba genommen + einen gehäuften EL Kakaopulver.
Das Resultat war ein sehr wohlschmeckender Guglhupf von geradezu idealer Konsistenz (was für mich eine flaumige Schwere ist), der mir nur einen Tick zu süß und einen Tick zu wenig pomeranzig-bitter war. Das heißt für mich für das nächste Mal vielleicht ein EL weniger Samba und/oder etwas weniger Zucker, sowie die Schale von 1 1/2 Pomeranzen …
Übrigens: die Tradition des Samstagskuchens wird auch in München gepflegt, heißt dort aber Sonntagskuchen.
Am 8. Februar 2010 um 15:39 Uhr
Das Kuchenrezept hat mich die ganze Woche über angemacht am Sonntag war dann endlich Zeit zu backen.
Statt Vanillezucker hab ich das Mark von einer kleinen Vanilleschote genommen, statt Pomeranzenschale Orangenschale. Die Kollegen waren heute sehr angetan vom Montagsfrühstücksguglhupf. Die Konsistenz ist auch wirklich toll, hatte bisher noch nie von Sahne statt Butter Teig gehört, das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
Überhaupt grosse Begeisterung für diesen Blog.
Für die Berliner: Im KADEWE gibts Pomeranzen, allerdings wie überall nur im Januar/ Februar und vermutlich ist es nicht die günstigste Möglichkeit.
Am 9. Februar 2010 um 22:35 Uhr
I C H W I L L D A S M E S S E R!!!!!!!!!
Am 9. Februar 2010 um 22:47 Uhr
diese eure/ihre rezeptaneignungen finde ich wie immer grossartig. danke fürs hier vorbeikommen und rückmelden. das freut mich.
und das messer, peppinella, das ist unverkäuflich. es sei denn…
nein, geht nicht. es wird gerade eben benötigt: zum schneiden eines marmorgugelhupfs. es ist und bleibt das unentbehrliche gugelhupfmesser. sorry.
Am 10. Februar 2010 um 12:45 Uhr
nochmal zum guglhupf, und weil es auch zum zuckerthema passt:
werd ihn demnächst als marmor, mit zerlassener schokolade, nochmal backen, weil er soooooooo gut ist, zuckerreduziert im inneren (25:15), und mit der braunzucker-bröselmischung außen, die die knusprigkeit zumindest bis zum nächsten tag hält! (hoffe auch bei diesem rezept;)), und die ich lieber mag els die optische behübschung durch staubzucker.
wenn weiß, dann backzucker!- hat für mich die angenehmste konsistenz, die sich vielem anpasst!
Am 13. Februar 2010 um 18:23 Uhr
Ich bin auch auf das Messer neidisch! Auf den Kuchen nicht, denn kann ich im Notfall ja selbst backen…
Am 14. Februar 2010 um 20:33 Uhr
Bin ein bisschen spät dran mit meinem Beitrag. Aber ich habe den Gugelhupf gestern nachgebacken mit nur 15 dkg Zucker und 10 dkg geschmolzener Schokolade als Marmorgugelhupf. Ist wirklich sehr flauming und fein geworden. Mehr dazu + Fotos gibt es gerade auf meinem Blog.
Am 21. Februar 2010 um 11:30 Uhr
habe beim letzten “normalen” obauer-gugelhupf auch bloss 15 dag zucker genommen. das ist für mich aber die untergrenze.
Am 25. Februar 2010 um 10:37 Uhr
Für alle Kochbuch-Interessierten: Vergriffene, aber antiquarisch beziehbare Bücher kann man sehr gut bei eurobuch.com recherchieren.
Am 27. Februar 2010 um 12:45 Uhr
Ja, hat denn jemand eine so verspielte Kuchenmesserquelle gefunden? Das wäre fabelhaft. ich hätte so gerne ein schmackhaftes Kuchenmesser. Ansonsten lass ich mir von einem Tischler eines mit so fabelhaften Griff bauen und male es selbst an….
Am 9. April 2010 um 15:38 Uhr
Spät aber doch ein Kommentar zum Messer: schaut doch einmal rein bei http://www.exklusives-schenken.ch (Tortenheber und Eislöffel Aloha), aber leider liefern die nur innerhalb der Schweiz. Sonst noch http://www.pigmento.de (Tortenheber Filou).
Noch ein Tipp zum originellen Kuchen: einen ordentlichen Schuss Cointreau- Orangenlikör hinein…
Am 9. April 2010 um 19:18 Uhr
dankeschön für den tipp. auf in die schweiz….
das buttermesser von pigmento.de ist auch voll süß…..
Am 24. Mai 2010 um 17:18 Uhr
Nach langer Zeit muss ich doch noch einen Kommentar zu diesem wirklich GENIALEN Rezept schreiben. Es ist inzwischen mein und meiner Familie Lieblingskuchen geworden und ich backe fast nur mehr diesen, aber in immer anderen Varianten. Am liebsten hab ich ihn mit Zitronenabrieb und 3 Rippen Kochschoko, auf dem Blech gebacken, entweder mit Obst belegt (säuerliches, zB. jetzt Rhabarber) oder auch nicht und mit Zitronenglasur überzogen!!
lg
Am 14. Juni 2010 um 22:24 Uhr
sie ahnen ja nicht, friederike, wie gut sich das anfühlt, wenn menschen wie sie mir hier zurückschreiben, wie ein einfaches rezept in ihren familienalltag aufnahme findet und abgewandelt wird und freude macht! gute idee mit dem blechkuchen und mit der zitronen-schoko-kombination.