keine ruhe

12. Juli 2010

bankerl

auch wenn das bild hier das gegenteil suggeriert: bin unterwegs auf recherche quer durch die österreichischen nationalparks und ärgere mich währenddessen noch ein bisserl über meine sommergrippe. daher leider weder zeit zum ausrasten noch für kulinarische notizen. ich gelobe besserung, damit die enttäuschung nicht so groß ist, wenn sich die zeiträume zwischen den beiträgen hier gar so ziehen wie ein strudelteig. ich empfehle zur überbrückung ein glaserl eiskalten muskateller und ein wenig muße – vielleicht auf dem bankerl, das nahe der stammersdorfer kellergasse (beim heurigen göbel) in wien zu finden ist.

sommerservice via new york times

30. Juni 2010

mark bittman hat auch heuer wieder 101 sommerliche und sehr schnelle rezepte (eigentlich mehr rezeptideen oder -impulse) in der new york times veröffentlicht. diesmal zum thema grillen.

insgesamt sind’s jetzt schon 5 mal 101 fast ausschließlich sommerliche ideen (nur die appetizer sind im dezember erschienen) – und freundlicherweise gibt’s auch nach wie vor alle online:

the minimalist: 101 fast recipes for grilling (2010)
the minimalist: 101 simple salads for the season (2009)
the minimalist: 101 20-minute dishes for inspired picnics
(2008)
the minimalist: 101 simple appetizers in 20 minutes or less (2007)
the minimalist: summer express: 101 simple meals ready in 10 minutes or less (2007)

auf die kleine gefahr hin, mich zu wiederholen: speichern oder ausdrucken und als inspirationsquelle für jene tage, an denen einfach nix schnelles einfallen will, bereithalten.

für alle, die lieber in büchern blättern:
mark bittman’s kitchen express

  • 404 schnelle gerichte
  • in die vier jahreszeiten unterteilt
  • jeweils mit frühstück (!) beginnend
  • in der einleitung gruppiert bittman viele der rezepte (rezepttitel mit seitenverweis) in 14 themen wie “brown-bag lunches”, “recipes that bareley disturb the kitchen”, “the easiest of the easiest” oder “the best recipes for reheating”.
  • mit dem großen vorteil eines ordentlichen registers

für mich eine der besten kochbuchideen überhaupt, allerdings nur für köchinnen und köche mit übung oder ohne furcht, weil die rezepte fast ohne mengenangaben und genaue zubereitungsschritte auskommen.

bschoadbinkerl 21. juni 2010

21. Juni 2010

heute war ja wintersonnenwende und zur feier des bevorstehenden frühlings haben wir zimtschnecken gebacken.

frau esskultur im radio

das klingt, als hätte ich was anderes als zimt in die schnecken gepackt? keine sorge, bin nur ein bisserl aufgeregt, weil ich am dienstag (morgen, in weniger als 12 stunden) zu mittag in einer live-radiosendung zu gast sein werde. mahlzeit burgenland heißt sie, dauert von 11.00 bis 13.00 uhr, der gast ist bis 12.30 uhr im studio. wir werden über so schmecken wildpflanzen sprechen, über ein rezept daraus, nämlich das für sauerrahmdalken mit eingelegten nüssen, über esskultur.at und worüber sonst noch, weiß derzeit nur der moderator oder die moderatorin.

wer mithören möchte, kann das hier tun.

wildpflanzen auf facebook

so schmecken wildpflanzen ist jetzt auch bei facebook. ich wurde quasi von allen seiten bedrängt, meinem eigenen erfolg doch nicht im wege zu stehen und endlich, endlich eine seite dafür anzulegen. der web- und sängermeister hat’s gestern eingerichtet, ich kümmere mich natürlich um die inhaltlichen updates. der “gefällt mir”-button wurde von herrn zuckerberg extra zum draufklicken konstruiert. wer kann und mag: bitte schön! und wer außerdem die frohbotschaft weiterverbreiten mag: bitte gerne.

hoamat

brünnerling most

über das zugehörige oberösterreichische – genauer: traunviertler – festmahl wird noch gesondert zu berichten sein.

statt eulen nach athen semmerln nach wien tragen

14. Juni 2010

gragger_handsemmerl

so lange gab’s noch nie nix zu lesen hier. mea culpa. aber anstatt mich lange mit schuldbekenntnissen (nein, der urlaub war bloß zehn tage lang und sehr schön, südtirol, viel essen, wenig tun, guter wein, hitze, danke der nachfrage) aufzuhalten, habe ich 240 grad heiße neuigkeiten für alle, die in wien wohnen:

gragger_eingang

mein lieblingsbäcker helmut gragger eröffnet diesen mittwoch am freitag, dem 25. juni seine holzofenbäckerei in der wiener innenstadt!

gragger_helmut

miassn’s denn umbedingd s’weana brod von an owaestreichischn bäcka mochn lossn? jawohl. in wien gab es bis dato (zumindest seit ich in dieser stadt wohne, seit 9 jahren also) keine gescheite bäckerei. das sage ich nicht voreilig (das weiß meine leser/innenschaft aber eh), sondern nach zahllosen brottestungen, die alle eines gemeinsam hatten: fades, belangloses, genussfeindliches brot. in dieser stadt war bisher weder gutes brot noch gebäck aufzutreiben, außer von denen, die es von auswärts anliefern.

gragger_ofentuer

jetzt wird in der spiegelgasse 23 in dem nigelnagelneuen, mit mühlviertler fichte und buche direkt befeuerten holzofen von montag bis samstag  früh bis nachmittags gebacken – und eines sage ich euch, liebe handsemmerlfans: solche habt ihr in wien noch nicht bekommen!

gragger_ofen

das derzeitige sortiment:

  • handsemmerl
  • mohnflesserl

gragger_mohnflesserl

  • flûte
  • dinkelspitz
  • butterkipferl
  • hildegard-kipferl
  • passauer
  • butter-salzstangerl
  • knoblauchstangerl
  • käsestangerl
  • baguette (und zwar wohl das einzige weit und breit, das man warm aus dem holzofen kaufen kann, so, wie es sich gehört)

gragger_brotregal

  • p-brot (so ein brot hat es in wien bisher nicht gegeben, extrem hoher sauerteiganteil in einem hauptsächlich aus weizenmehl bestehenden brot, extrem lange teigführung, ein frankophiles wunderding)
  • florianer chorherrenbrot (mein lieblingsbrot)
  • mühlviertler vollkornlaib
  • roggen-dinkel-körndlbrot
  • briocheknopf
  • süße tarteletts in wechselnden sorten

außerdem gibt es belegte baguettes, salate, antipasti und warme gerichte.

gragger_ringelblume

der kaffee ist für wiener verhältnisse so stark, dass er rezeptpflichtig sein müsste, ein (bio und fair gehandelter) arabica mit wenig säure von der kaffeerösterei alt wien aus einer ordentlichen brasilia-maschine.

das schön schlichte geschirr wurde von einer oberösterreichischen keramikkünstlerin extra angefertigt.

wer mich und/oder gragger kennt, weiß, dass er ausschließlich bio-zutaten verwendet (auch die bäckerei in wien wird demnächst bio-zertifiziert sein) und neben dem holzofen, dem lehrling und der handarbeit die zeit seine wichtigste mitarbeiterin ist.

gragger_ofenwarm

helmut gragger wird auf jeden fall bis zum herbst/winter selbst jeden tag in wien backen. er hat den holzofen – ein unikat, das vor ort erbaut wurde – mit zwei backräumen à 1,80 mal 1,80 m fläche konstruiert und noch ist gar kein drandenken, dass ihn jemand anderer zähmen könnte. bei solchen öfen gibt’s keine thermometer und keine kontrolle, das ist gefühlssache.

gragger & cie
holzofenbäckerei
spiegelgasse 23
1010 wien
tel. 01 5130555

mo bis sa 8 bis 20 uhr

gragger_ofen_schamott

bschoadbinkerl 17. mai 2010

17. Mai 2010

fünf wochen (!) nach erscheinen unseres kochbuches “so schmecken wildpflanzen” passierte das hier:

2. auflage 2010

ich muss es wiederholen:
1. auflage märz 2010
2. auflage april 2010

danke, liebe leserinnen und leser, die ihr dazu beigetragen habt!

und falls es jetzt eine steigerungsform von urlaubsreif gibt, ich bin es.

knapp 14 tage – die ersten 14 tage am stück seit februar 2008 – sind vom ursprünglich “freien mai” übrig geblieben, vulkan, ausgewachsener entspannungsbedarf und die lust auf komfort und wirklich gutes essen haben uns südtirol als destination über pfingsten samt ein paar tage davor und danach wählen lassen.

anfang juni bin ich dann wieder in amt und würden.

bis dahin habe ich natürlich vorgesorgt: am kommenden freitag, dem 21. mai, gibt es im rondo (der standard) meine reportage “die gegend schmecken” über wanderimker johannes gruber und sein 12 sorten- und lagenhonige umfassendes sortiment zu lesen (hier auch online).

hier ein bonusfoto von der gemeinen hüpfbiene, eine aus dem stall von johannes gruber, aufgenommen am 28. april 2010 in der oststeiermark:

biene löwenzahn

wer zwischenzeitlich mehr über meine arbeit am wildpflanzen-kochbuch wissen möchte, liest bitte im ausführlichen interview, das katharina höhnk von valentinas-kochbuch.de mit mir geführt hat, weiter.

noch nicht genug? dann gibt’s auch im food blog kulinarische momentaufnahmen – einem diplomprojekt von grafikdesignstudentin ariane – ein interview mit mir zu entdecken, ein sehr langes (ich bin schuld), in dem es um esskultur.at, food blogs und meine kulinarische geschichte geht.

viel freude mit dem lesestoff und bis bald!